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Van Gogh als Fälschungsopfer - von der Berliner-Wacker-Affäre zum Yasuda-Sonnenblumenbild

Title: Van Gogh als Fälschungsopfer - von der Berliner-Wacker-Affäre zum Yasuda-Sonnenblumenbild

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 19 Pages , Grade: 1

Autor:in: Danijela Haric (Author)

Art - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Kunstkenner bekannt. Zu Fälschungsversuchen verleiten nicht lediglich seine ad hoc
angestiegene Popularität nach seinem Tod und die damit unmittelbare Auswirkung
auf die Marktpreise, sondern vor allem das leichtere Nachahmen der spontanen
Malweise - ganz im Gegensatz zu einer altmeisterlichen Technik - sowie auch die
Verwirrung stiftenden eigenhändigen Repliken.
Anlehnend an historische Fälschungsskandale wie den der Berliner Wacker-Affäre
um 1930, möchte ich in einer detaillierten Untersuchung die Debatte des bis heute,
auch nach der Gegenüberstellung im Amsterdamer Van Gogh Museum mit seinen
zwei entsprechenden Repliken1, in Frage gestelltes ´Yasuda-Sonnenblumenbild`
durchleuchten. 1987 wurden die ´Sonnenblumen` von einer japanischen
Versicherungsgesellschaft für die Höchstsumme von 72 Millionen DM über das
Londoner Auktionshaus Christie´s als eigenhändige van Gogh-Replik aufgekauft,
sieben Jahre später als uneigenhändige Kopie dementiert und sorgen ganz aktuell
noch als unaufgeklärter Fall für Aufsehen.
Weiterhin soll geklärt werden, um welche Fälschungarten es sich in den
unterschiedlichen Fällen handelt bzw. handeln könnte und was es mit dem „van
Gogheln“ auf sich hat.

1 Van Gogh & Gaugin-Ausstellung: the „Studio of the South“, 2000/01

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vincent van Gogh – seine Biographie

2.1 Künstlercharakteristik

3 Beliebige Fälschungsmotive

3.1 Vergleich I

3.2 Verglich II

3.3 Verglich III

4 Der Berliner-Wacker-Skandal

4.1 Anmerkung

5 Die YASUDA-Sonnenblumen

5.1 Historie

5.2 Bilduntersuchung

5.2.1 Die Maßeinheit

5.2.2 Die Beschaffenheit der Leinwand

5.2.3 Die Etikettierung

5.2.4 Der Stil

5.2.5 Die fehlende Signatur

5.2.6 Die Briefe

5.2.7 Die Herkunft

5.3 Wer ist Schuffenecker?

5.3.1 Anmerkung

5.4 Von der Kunstgeschichte zur Hagiographie

5.5 Die Fakten

5.5.1 Anmerkung

6 Tätertypologische Rückschlüsse

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik von Kunstfälschungen im Werk von Vincent van Gogh, wobei der Fokus auf historischen Skandalen wie der „Berliner Wacker-Affäre“ sowie der aktuellen Debatte um das „YASUDA-Sonnenblumenbild“ liegt. Das Ziel ist es, Fälschungsarten zu identifizieren, die Vorgehensweise der Täter zu analysieren und den Umgang von Experten und Institutionen mit umstrittenen Werken kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Analyse der Berliner Wacker-Affäre als Grundlage für Fälschungsdebatten.
  • Detaillierte Untersuchung des YASUDA-Sonnenblumenbildes und dessen Authentizitätszweifel.
  • Analyse der Rolle von Claude-Émile Schuffenecker und seinem Umfeld als potenzielle Fälscher.
  • Gegenüberstellung von wissenschaftlicher Kunstgeschichte und der „Hagiographie“ des Kunsthandels.
  • Erörterung von ökonomischen und institutionellen Interessen in der Kunstwelt.

Auszug aus dem Buch

Die YASUDA-Sonnenblumen

Am 1. September 1998 heißt es im Weltkunst-Magazin: Die „größte Expertenschlacht des Jahrhunderts“. Größer als der Wacker-Skandal fast 70 Jahre zuvor?

Am 30.März 1987 ersteigert die japanische Versicherungsgesellschaft YASUDA bei Christie´s in London das Bild „Sonnenblumen“ von Vincent van Gogh für 36,225 Mio Dollar, umgerechnet damals 72 Mio. DM. Dieser Preis gilt 1987 nicht nur als finanzieller Weltrekord für ein erworbenes Kunstgemälde, sondern übertrifft den vorangehenden Höchstpreis um das Dreifache! 1994 wird ein Mailänder Vermessungstechniker als grandioser van Gogh Kenner zu einem Fernsehquiz eingeladen, und gewinnt durch sein sich erworbenes Kunstwissen 100 Mio Lire. Im Laufe dieser Quizshow wird er zum sogenannten YASUDA Sonnenblumenbild befragt. Doch anstelle einer ausgewählten Antwort stellt Robertis die Echtheit dieses wertvollen Gemäldes in Frage. Die Fachwelt ist empört und belächelt ihn, nimmt diesen Mann nicht ernst. Die Öffentlichkeit und Presse allerdings doch.

So kommt es, das reputierte Publikationen wie „Le Journal des Arts“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „The New York Review of Books“ nachziehen und einen gewissen Namen mit ins Spiel bringen: Claude Emile Schuffenecker. Von sofort an wird vom Amsterdamer Van Gogh Museum eine internationale Expertenkomission zur Untersuchung angekündigt, von welcher ein dreiviertel Jahr später während des „Van Gogh Symposiums“ der National Gallery in London immer noch keine Rede ist und man auf Geduld plädiert. Aber welches Wissen treibt Robertis zu diesen Zweifeln an? Hier dient uns ein Blick zurück in die Geschichte des Jahres 1888.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Fälschungsgefährdung von van Goghs Werk und Vorstellung der zentralen Untersuchungsobjekte.

2 Vincent van Gogh – seine Biographie: Darstellung des Lebensweges und der charakteristischen künstlerischen Arbeitsweise des Malers.

3 Beliebige Fälschungsmotive: Analyse typischer Fälschungsmotive anhand von konkreten Vergleichen, insbesondere bei Selbstbildnissen.

4 Der Berliner-Wacker-Skandal: Historische Aufarbeitung des ersten großen Skandals um gefälschte van Gogh Gemälde und das Scheitern damaliger Experten.

5 Die YASUDA-Sonnenblumen: Detaillierte Untersuchung des umstrittenen Sonnenblumenbildes, seiner Herkunft und der aufgeworfenen Authentizitätsfragen.

6 Tätertypologische Rückschlüsse: Zusammenfassende Analyse der kriminellen Strukturen und Täterprofile hinter den betrachteten Fälschungsfällen.

Schlüsselwörter

Vincent van Gogh, Kunstfälschung, YASUDA-Sonnenblumen, Wacker-Skandal, Claude-Émile Schuffenecker, Authentizität, Provenienz, Kunsthandel, Expertenmeinung, Bilduntersuchung, Fälscher, Kunstbetrug, Hagiographie, Van Gogh Museum, Sonnenblumen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Authentizität von Gemälden, die Vincent van Gogh zugeschrieben werden, und untersucht historische sowie zeitgenössische Fälschungsskandale.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Berliner Wacker-Affäre, die Analyse des YASUDA-Sonnenblumenbildes, die Rolle von Claude-Émile Schuffenecker als möglicher Fälscher sowie der Konflikt zwischen Kunstmarkt und Kunstwissenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Echtheit des YASUDA-Sonnenblumenbildes kritisch zu hinterfragen und die Mechanismen aufzudecken, die dazu führen, dass Fälschungen von Experten und Institutionen oft erst spät oder gar nicht als solche erkannt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-analytische Methode angewandt, die Provenienzforschung, stilkritische Bilduntersuchungen und den Vergleich mit gesicherten Erkenntnissen zur Arbeitsweise van Goghs umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung des Wacker-Skandals, die detaillierte 7-Punkte-Analyse des YASUDA-Sonnenblumenbildes sowie eine Untersuchung der Rolle der Familie Schuffenecker bei der Produktion und Verbreitung mutmaßlicher Fälschungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter wie Fälschung, Authentizität, Provenienz, YASUDA, Schuffenecker und Van Gogh fassen die Arbeit inhaltlich zusammen.

Warum spielt das YASUDA-Sonnenblumenbild eine so große Rolle?

Da es für eine Rekordsumme ersteigert wurde und kurz nach dem Kauf massive Zweifel an seiner Echtheit aufkamen, stellt es ein aktuelles und prominentes Beispiel für die Problematik der Fälschungsdebatte dar.

Welchen Einfluss hatte Claude-Émile Schuffenecker auf den Kunstmarkt?

Schuffenecker agierte als Sammler und mutmaßlicher Fälscher, der Kopien anfertigte oder bearbeitete und diese in den Kunsthandel einführte, wodurch er maßgeblich zur Verbreitung zweifelhafter Werke beitrug.

Wie reagieren Institutionen laut der Autorin auf Fälschungsverdacht?

Die Autorin kritisiert, dass institutionelle Interessen, wie etwa Museumserweiterungen durch Geldzuwendungen, oft dazu führen, dass Experten den Status quo der Authentizität schützen, anstatt eine offene Aufarbeitung zuzulassen.

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Details

Title
Van Gogh als Fälschungsopfer - von der Berliner-Wacker-Affäre zum Yasuda-Sonnenblumenbild
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut der Kunstgeschichte)
Course
F for FAKE
Grade
1
Author
Danijela Haric (Author)
Publication Year
2000
Pages
19
Catalog Number
V13899
ISBN (eBook)
9783638194235
Language
German
Tags
Gogh Fälschungsopfer Berliner-Wacker-Affäre Yasuda-Sonnenblumenbild FAKE
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Danijela Haric (Author), 2000, Van Gogh als Fälschungsopfer - von der Berliner-Wacker-Affäre zum Yasuda-Sonnenblumenbild, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13899
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