Wie bewegen wir uns in Zukunft? Das ist eine der zentralen Fragen, die die Gesellschaft und die Wirtschaft gleichermaßen schon jetzt umtreibt und auch in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen wird. Mobilität ist unabdingbar in einer globalisierten Welt und trägt wegen ausgeprägter Verbrennung fossiler Brennstoffe maßgebend zum Klimawandel bei. Aus diesem Grund müssen Lösungsansätze entwickelt und umgesetzt werden, um zu einer möglichst nachhaltigen Mobilität von morgen zu gelangen. Ziel dieses Assignments ist eine möglichst detaillierte Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation, die Analyse der Wechselwirkungen zwischen den Systemen Mensch, Natur (insbesondere Böden und Umgebungsluft, /Atmosphäre) sowie den urbanen Ballungsräumen. Mit Hilfe der Bewertung von schon gelaufenen laufenden oder geplanten politischen Maßnahmen soll abschließend untersucht werden, ob und wie effektiv für die sogenannte Verkehrswende gehandelt wird. Hinweis: Die Ziffern in eckigen Klammern verweisen auf die Quellenangaben im hinteren Teil dieses Assignments. Zudem wurde ein Anhang erstellt, um die maximale Länge des Fließtextes nicht zu überschreiten und um ein möglichst umfassendes Bild darstellen zu können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Bestandsaufnahme
2.1 Einfluss des Verkehrs auf urbane Räume
2.2 Einfluss des Verkehrs auf den Menschen
2.3 Einfluss des Verkehrs auf die Umgebungsluft/Atmosphäre
2.4 Einfluss des Verkehrs auf die Bodenfruchtbarkeit
3. Politische Maßnahmen
3.1 politische Maßnahmen in Deutschland
3.1.1. Feinstaubplakette, Umweltzonen und Katalysatoren
3.1.2. Prämie für elektrifizierte Fahrzeuge
3.2 politische Maßnahmen in Europa
3.2.1 Allgemeine Forderung des EU-Parlaments
3.2.2 Clean vehicle directive
3.3 politische Maßnahmen in globaler Hinsicht
3.3.1 Klimaziele von Paris
3.3.2. Das Kyoto-Protokoll
4.Diskussion der politischen Maßnahmen
5. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenfelder
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des wachsenden Verkehrsaufkommens im Zeitalter des Anthropozäns auf das globale Klima sowie die Gesundheit des Menschen. Ziel ist eine detaillierte Bestandsaufnahme der ökologischen Folgen von Verkehrsemissionen und eine kritische Evaluierung bestehender politischer Maßnahmen zur Verkehrswende.
- Wechselwirkungen zwischen Verkehrssystemen und Umwelt (Luft, Boden, Mensch)
- Wirksamkeitsanalyse nationaler und internationaler klimapolitischer Maßnahmen
- Die Rolle der Elektromobilität im Spannungsfeld zwischen Effizienz und Schadstoffverlagerung
- Technologische Ansätze wie SCR-Katalysatoren und synthetische Treibstoffe
- Herausforderungen globaler Klimabkommen und regulatorischer Rahmenbedingungen
Auszug aus dem Buch
2. Bestandsaufnahme
Das zurückliegende Jahrhundert gilt als eines der wohl prägendsten Zeiträume für Eingriffe des Menschen in seine Umwelt und die klimatischen Bedingungen. Durch großes Bevölkerungswachstum und damit einhergehender Bedürfnisse in Nahrungsherstellung und Industrialisierung wurden große Flächen in der Natur zerstört, versiegelt oder für Millionen von Jahren unverwendbar gemacht.
Beispielhaft genannt seien hier die Rodung von Regenwaldflächen für den Anbau von Sojapflanzen oder die Atomkatastrophe von Fukushima im Jahre 2011. Mobilität im Sinne von simpler Fortbewegung von A nach und B und auch im Sinne des internationalen Tourismus(vor allem Flugverkehr) trug wegen des Fokus auf Antriebstechnologien, die auf Verbrennung von fossilen Brennstoffen setzen, erheblich dazu bei, die Eingriffe in die Natur und den Klimawandel zu verstärken.
Die wesentlichen Schadstoffe die, bei der Verbrennung fossiler Treibstoffe entstehen und unser Leben negativ beeinflussen können sind in untenstehender Abbildung aufgelistet.
Laut einer Studie des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2018 ergibt sich folgende Verteilung der Ausstöße verschiedener Verkehrsmittel in Deutschland:
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zentrale Fragestellung ein, wie Mobilität in einer globalisierten Welt nachhaltiger gestaltet werden kann, wobei die Analyse menschlicher und ökologischer Wechselwirkungen im Fokus steht.
2. Bestandsaufnahme: Hier werden die durch das Bevölkerungswachstum und die Industrialisierung entstandenen Schäden an der Natur sowie die negativen Umweltauswirkungen des modernen Verkehrs analysiert.
3. Politische Maßnahmen: In diesem Kapitel werden national und international implementierte Strategien zur Emissionsminderung vorgestellt, darunter Schadstoffplaketten und diverse klimapolitische Abkommen.
4. Diskussion der politischen Maßnahmen: Dieser Abschnitt kritisiert die bisherigen Maßnahmen als oft zu kurz gegriffen oder auf nationale Räume begrenzt, wobei insbesondere die ökologischen Schattenseiten der Elektromobilität und die Notwendigkeit synthetischer Kraftstoffe beleuchtet werden.
5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass ein radikaler Wandel zwingend notwendig ist, um kommende Generationen vor den irreversiblen Folgen der heutigen klimaschädlichen Mobilität zu bewahren.
Schlüsselwörter
Klimawandel, Anthropozän, Verkehrswende, Mobilität, Treibhausgase, Schadstoffemissionen, Elektromobilität, Klimapolitik, SCR-Katalysator, Umweltzonen, Feinstaub, Stickstoffoxide, CO2-Minderung, Nachhaltigkeit, Energiewende.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die negativen Einflüsse des modernen Verkehrs, insbesondere des Individualverkehrs, auf das Klima, städtische Räume und die menschliche Gesundheit im Anthropozän.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Emissionen, der Bewertung politischer Gegenmaßnahmen wie Umweltzonen und Klimabkommen sowie der Untersuchung technologischer Ansätze in der Antriebstechnik und im Verkehrsmanagement.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?
Das Hauptziel ist eine detaillierte Bestandsaufnahme der aktuellen Situation im Verkehrssektor und die kritische Prüfung, ob aktuelle politische Bemühungen zur Verkehrswende effektiv genug sind, um nachhaltige Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen zu sichern.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Methodik basiert auf einer detaillierten Literatur- und Datenanalyse, unter anderem durch die Auswertung emissionsrelevanter Studien des Umweltbundesamtes und internationaler Abkommmen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der ökologischen Belastungen durch den Verkehr und eine ausführliche Diskussion nationaler sowie internationaler politischer Maßnahmen und technischer Lösungen zur Emissionsminderung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Klimawandel, Verkehrswende, Emissionsminderung und ökologische Nachhaltigkeit.
Warum ist Elektromobilität laut dem Autor nicht unkritisch zu sehen?
Der Autor weist darauf hin, dass die ökologische Bilanz von Elektrofahrzeugen stark von der regenerativen Stromerzeugung abhängt und die Produktion sowie Entsorgung von Batterien sowie mangelnde Reichweiten derzeit noch erhebliche Herausforderungen darstellen.
Was bedeutet das von der Bundesregierung angestrebte "jetzt-für-dann-für-andere-Entscheidungsverhalten"?
Dies bezieht sich auf die Schwierigkeit, politisch ambitionierte Entscheidungen zu treffen, deren positive Auswirkungen erst langfristig eintreten, während kurzfristig wirtschaftliche und politische Widerstände überwunden werden müssen.
- Arbeit zitieren
- Simon Münster (Autor:in), 2020, Klimawandel. Verkehrsmittel im Anthropozän, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1390068