Diese wissenschaftliche Arbeit widmet sich der kritischen Untersuchung der Transformation der Teufelsfigur von einer religiösen zu einer literarischen und ästhetischen Rolle während der Epoche der Romantik. Durch eine sorgfältige Analyse der Werke "Peter Schlemihls wundersame Geschichte" von Adelbert von Chamisso und "Die Abenteuer der Sylvester-Nacht" von E.T.A. Hoffmann, zielt die Arbeit darauf ab, den Wandel in der Darstellung des Teufels während dieser Zeitperiode zu beleuchten.
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG
DAS PHÄNOMEN DES TEUFELS IN DER LITERATUR DER ROMANTIK
DIE ENTWICKLUNG
DIE VERHALTENSWEISE
DIE GESTALT
DIE TEUFELSFIGUR IN PETER SCHLEMIHLS WUNDERSAME GESCHICHTE UND DIE ABENTHEUER DER SYLVESTER-NACHT
PETER SCHLEMIHLS WUNDERSAME GESCHICHTE – ADELBERT VON CHAMISSO
Charakterdarstellung
Der graue Rock - Das Erscheinungsbild
Peter und der Teufel
Der verlorene Schatten
DIE ABENTHEUER DER SYLVESTER-NACHT – E. T. A. HOFFMANN
Charakterdarstellung
Die Verwandlung - Das Erscheinungsbild
Erasmus und Signor Dapertutto
Das verlorene Spiegelbild
FOLGERUNG
RESÜMEE
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das literarische Motiv des Teufels in der Epoche der Romantik, wobei der Fokus auf Adelbert von Chamissos „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“ sowie E. T. A. Hoffmanns „Die Abentheuer der Sylvester-Nacht“ liegt. Dabei wird analysiert, wie sich der Teufel von einer traditionellen religiösen Figur zu einer ästhetischen Kunstfigur innerhalb eines nicht-biblischen Kontexts wandelt.
- Wandel des Teufelsmotivs in der Literatur der Romantik
- Vergleichende Analyse der Teufelsfiguren bei Chamisso und Hoffmann
- Einfluss von Erscheinungsbild und Verhaltensweise auf die Charakterdarstellung
- Bedeutung von Teufelspakten (Geld vs. Seele) und deren Folgen für die Protagonisten
Auszug aus dem Buch
Die Teufelsfigur in Peter Schlemihls wundersame Geschichte – Adelbert von Chamisso
In Chamissos Werk Schlemihl wird bereits in den ersten Kapiteln deutlich, dass er sich an romantischen und satirischen Teufelsdarstellungen orientiert. In einem früheren Kapitel erwähnt, zeichnet den romantischen Teufel unter anderem aus, dass er übernatürliche Fähigkeiten besitzt und diese bei den Menschen einsetzt. Dies wird im ersten Kapitel deutlich, da der Teufel viele Dinge aus seiner Tasche zieht, dies aber nicht möglich zu sein scheint. „[...] ich aber sah verwundert den Mann an, und wusste nicht, wie die große Maschine aus der winzigen Tasche herausgekommen war; [...]“. Zwar ist Peter Schlemihl bis dahin nicht bewusst, dass der unbekannte Mann im grauen Rock der Teufel ist, jedoch kommt ihm die Demonstration seines Könnens bereits unheimlich vor. Damit bedient Chamisso ein Charakteristikum des romantischen Teufels und transformiert ihn durch übernatürliche Fähigkeiten in eine moderne Teufelsfigur.
Im weiteren Verlauf des Werkes bewundern die Figuren nicht nur das Können des Teufels, sondern auch den daraus resultierenden Reichtum. Das Thema ‚Geld‘ wird in Chamissos Werk zu einem modernen Leitfaden, der sich vor allem anhand seines Teufels zeigt. Dieser lässt sich stark vom Geld beherrschen, welches wiederum zu dessen Merkmal wird. „Genug, Sie haben mich an meinem Gold, befehlen Sie auch in der Ferne über Ihren Knecht, sie wissen, dass ich meinen Freunden dienstfertig genug erweisen kann, und dass die Reichen besonders gut mit mir stehen; [...]“.
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Einführung in das Thema der Teufelsdarstellung in der Romantik und Vorstellung der zwei primären Untersuchungswerke.
DAS PHÄNOMEN DES TEUFELS IN DER LITERATUR DER ROMANTIK: Theoretische Auseinandersetzung mit der Entwicklung, dem Verhalten und der ästhetischen Gestalt des Teufels in dieser Epoche.
DIE TEUFELSFIGUR IN PETER SCHLEMIHLS WUNDERSAME GESCHICHTE UND DIE ABENTHEUER DER SYLVESTER-NACHT: Untersuchung der spezifischen Teufelscharakteristiken bei Chamisso und Hoffmann sowie ihrer jeweiligen Rolle im Handlungsverlauf.
FOLGERUNG: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse zur Ambivalenz der Teufelsfigur und ihrer Transformation.
RESÜMEE: Abschließendes Fazit zur geglückten Modernisierung des Teufelsmotivs bei beiden Autoren.
Schlüsselwörter
Romantik, Teufel, Adelbert von Chamisso, E. T. A. Hoffmann, Peter Schlemihl, Sylvester-Nacht, Teufelspakt, Motivgeschichte, Literaturwissenschaft, Ästhetik, Allegorie, Säkularisierung, Teufelsdarstellung, Moderne, Identität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung des Teufels als literarisches Motiv in zwei zentralen Werken der deutschen Romantik.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der Wandel der Teufelsfigur, der Teufelspakt, die Bedeutung von Materialismus (Geld) und der Verlust der Identität.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Chamisso und Hoffmann den Teufel von religiösen Ursprüngen lösen und ihn als ambivalente, moderne ästhetische Kunstfigur inszenieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse und ein komparatistischer Vergleich der Teufelscharaktere in den beiden ausgewählten Werken durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Hintergründe zur Teufelsliteratur der Zeit beleuchtet als auch die spezifischen Erscheinungsbilder und Handlungsweisen der Teufelsfiguren bei Chamisso und Hoffmann detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Romantik, Teufel, Literaturvergleich, Teufelspakt, Identität, Zeichen der Zeit.
Wie unterscheidet sich der Teufel bei Chamisso von dem bei Hoffmann?
Chamisso nutzt den Teufel stärker als Allegorie für materielle Gier und Reichtum, während Hoffmanns Teufel (Signor Dapertutto) komplexer als parodistische dämonische Figur mit eigenem Namen und medizinischem Fachwissen agiert.
Welche Bedeutung hat das „Verlorene Spiegelbild“ oder der „Verlorene Schatten“ in diesem Kontext?
Diese Symbole dienen als Spiegel des Identitätsverlusts nach Abschluss eines Teufelspaktes und markieren den sozialen Ausschluss der Protagonisten aus der bürgerlichen Gesellschaft.
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- Sindy Horitzky (Author), 2021, Die Transformation der Teufelsfigur in der Romantik. Eine vergleichende Analyse der Werke von Chamisso und Hoffmann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1390210