Diese Arbeit behandelt die Bildwerke des Parthenon auf der Akropolis von Athen. Auf dem Berg befindet sich eines der wichtigsten historischen Denkmäler Griechenlands und der Welt, mit der bekannten Akropolis. In dieser Arbeit wird sich allerdings dem Parthenon gewidmet, insbesondere den Bildwerken, die sich in Teilen noch an den Ruinen des Gebäudes befinden. Zunächst werden alle sich auf der Akropolis befindlichen Denkmäler beleuchtet, um folgend spezifisch auf das Parthenon eingehen zu können. Dabei wird ein Einblick in die Geschichte der Kunst bis zur Entstehung des Parthenon gegeben, woraufhin jedes Fries im Einzelnen beschrieben wird. Im Abschluss wird erläutert, wie und warum ein Großteil der Bildwerke nicht mehr an ihrem ursprünglichen Standort zu finden sind, sondern im British Museum in London.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Akropolis von Athen
2.1. Topografie
2.2. Die Denkmäler der Akropolis
2.2.1. Der alte Athena-Tempel
2.2.2. Die Propyläen
2.2.3. Athena-Nike-Heiligtum
2.2.4. Erechtheion
2.2.5. Parthenon
3. Die griechische Kunst bis zur Entstehung des Parthenon
4. Der Parthenonfries
4.1. Der Ostfries
4.2. Der Nordfries
4.3. Der Südfries
4.4. Der Westfries
4.5. Parthenon Bildwerke im British Museum
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit widmet sich der kunstgeschichtlichen Untersuchung der Akropolis von Athen mit einem besonderen Fokus auf den Parthenonfries. Ziel ist es, die bauliche Entwicklung der Akropolis-Denkmäler zu skizzieren, den Parthenonfries in den Kontext der klassischen griechischen Kunst einzuordnen, dessen ikonografische Motive zu entschlüsseln und die Umstände der Überführung von Teilen dieser Bildwerke in das British Museum historisch zu beleuchten.
- Topografie und architektonische Geschichte der Akropolis-Denkmäler.
- Entwicklung der griechischen Kunst von den Anfängen bis zur Klassik.
- Detaillierte Analyse des ikonografischen Programms des Parthenonfrieses.
- Historische Hintergründe und politische Motive der Elgin Marbles.
- Bedeutung der Parthenon-Skulpturen für die europäische Rezeptionsgeschichte.
Auszug aus dem Buch
4. Der Parthenonfries
Der Fries wurde im Zuge des Baus des Parthenon in der Mitte des fünften Jahrhundert angebracht. Perikles, Iktinos und Phidias bekamen den Auftrag einen neuen Tempel für die Athena zu bauen. Entgegen den üblichen Gepflogenheiten wurde dieser Bau mit einem durchlaufenden Figurenfries verziert. Insgesamt ist diese Arbeit 160 Meter lang und einen Meter hoch. Gezeigt sind insgesamt 12 Götter, 10 Heroen, 300 Menschen und 200 Tiere, die jedoch nicht alle erhalten geblieben sind. Dargestellt wird ein Festzug, der alle vier Jahre stattfand. An dieser großen Arbeit waren einige Mitarbeiter beschäftigt, darunter die Werkstatt des Phidias, sowie weitere Werkstätten, Erzbildner, Steinbildner und weitere Gehilfen. Sie arbeiteten in Einzelaufträgen, die nach Platten oder Plattenpaaren vergeben wurden. An den Langseiten befanden sich je 24 und an den Kurzseiten 12 Platten. An einem Einzelauftrag, also einer Platte, waren im Durchschnitt 25-30 Arbeiter beteiligt, bei einer Länge von sechs bis acht Metern und einer Arbeitszeit von etwa fünf bis sechs Jahren. Phidias selbst erarbeitete ein Plattenpaar, denn er verließ die Arbeiten zeitweilig, um an dem Goldelfenbeinkoloss am olympischen Zeustempel zu arbeiten. Kommen wir nun zur Erarbeitung und Beschreibung der Motive der Fries-Teile, aufgeteilt in die verschiedenen Seiten des Parthenon.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung der Akropolis ein und formuliert das Ziel, die Architektur der Anlage sowie den Parthenonfries und dessen Schicksal wissenschaftlich zu untersuchen.
2. Die Akropolis von Athen: Dieses Kapitel erläutert die geografische Lage, die historische Entwicklung der Akropolis und gibt einen Überblick über die bedeutendsten Bauwerke wie den alten Athena-Tempel, die Propyläen, das Erechtheion und den Parthenon.
3. Die griechische Kunst bis zur Entstehung des Parthenon: Es erfolgt ein chronologischer Abriss der Entwicklung griechischer Kunststile von der geometrischen Epoche bis zur Klassik, um eine fundierte Einordnung des Parthenons vorzunehmen.
4. Der Parthenonfries: Der Hauptteil analysiert detailliert die vier Seiten des Frieses (Ost, Nord, Süd, West) in Bezug auf ihre Motive und beschreibt zudem die Geschichte der Überführung dieser Bildwerke in das British Museum.
5. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die bauliche Historie der Akropolis, die ikonografische Bedeutung des Frieses und die historische Einordnung der sogenannten Elgin Marbles noch einmal kurz zusammen.
Schlüsselwörter
Akropolis, Parthenon, Parthenonfries, griechische Kunst, Phidias, Perikles, Klassik, British Museum, Elgin Marbles, Architektur, Ikonografie, Tempelbau, Athen, Skulptur, Relief.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptanliegen der vorliegenden Publikation?
Die Arbeit untersucht die Akropolis von Athen als zentralen Ort griechischer Kulturgeschichte und analysiert insbesondere den Parthenonfries in seinem kunsthistorischen Kontext.
Welche zentralen Themenfelder werden in dieser Arbeit bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der architektonischen Geschichte der Akropolis, der Entwicklung der griechischen Kunst sowie der detaillierten ikonografischen Deutung der Fries-Skulpturen und deren heutiger Verbleib im British Museum.
Welches primäre Forschungsziel verfolgt die Autorin?
Das Ziel ist eine ganzheitliche Betrachtung des Parthenonfrieses, die sowohl die handwerkliche Entstehung unter Phidias als auch die historische Interpretation der dargestellten Festzüge umfasst.
Welche wissenschaftliche Methodik wird angewandt?
Die Arbeit folgt einer kunsthistorischen und chronologisch-deskriptiven Methodik, unterstützt durch die Auswertung zeitgenössischer Quellen und archäologischer Sekundärliteratur.
Welche zentralen Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Gebäude auf der Akropolis, eine chronologische Einordnung der Kunststile und eine detaillierte, seitenweise Analyse der Motive des Parthenonfrieses.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Akropolis, Parthenonfries, Klassik, Phidias und die als Elgin Marbles bekannten Skulpturenbestände des British Museum aus.
Warum war der Bau des Parthenon architektonisch so herausfordernd?
Aufgrund des schiefen Fundaments mussten die Stufen und Steine individuell zugeschnitten werden, um die statische Achtsäulen-Anlage für die große Athena-Statue zu realisieren.
Welche Bedeutung haben die sogenannten Elgin Marbles für die heutige Debatte?
Die im British Museum ausgestellten Teile des Parthenonfrieses sind das Resultat einer historisch umstrittenen Aneignung durch Lord Elgin, was sie zu einem zentralen Thema für Diskussionen um nationale Kulturgüter macht.
- Arbeit zitieren
- Lea Drey (Autor:in), 2022, Die Akropolis von Athen und die Bildwerke des Parthenon, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1390299