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Jugendweihe und Konfirmation. Ein Vergleich zwischen den Festivitäten als Eintritt in das Erwachsenenalter

Title: Jugendweihe und Konfirmation. Ein Vergleich zwischen den Festivitäten als Eintritt in das Erwachsenenalter

Term Paper , 2018 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anonym (Author)

Theology - Miscellaneous
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Was macht die Jugendweihe eigentlich in der Praxis aus? Wie trägt ihre Geschichte dazu bei und wie sieht es heutzutage damit aus?

In meiner Arbeit werde ich die Lebensübergangsbräuche vergleichend gegenüberstellen und auf unterschiedliche Faktoren hin untersuchen. Zunächst befasse ich mich mit den allgemeinen Fakten zu den Übergangsriten nach Arnold van Gennep, welche einen Grundstein für meine Analyse legen. Daraufhin werde ich über die Geschichte der Konfirmation durch mehrere Epochen hinweg und anschließend über ihre Aktualität, den Bezug zur Moderne und dem „Dritten Weg“ sprechen. Dies stelle ich mithilfe des Blickes in die Vergangenheit der Jugendweihe, ihrer Modernität und der damit verbundenen Bevorzugung, einander gegenüber. Am Ende bilde ich mein Fazit und beziehe, aufgrund von positiven sowie negativen Differenzen der Veranstaltungen, Stellung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil:

2.1 Allgemeine Fakten zu den Übergangsriten nach Arnold van Gennep

2.2 Geschichte der Konfirmation

2.3 Konfirmation aktuell mit Fokus auf den „Dritten Weg“

2.4 Blick in die Vergangenheit der Jugendweihe

2.5 Moderne Jugendweihe

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die beiden Lebensübergangsbräuche Konfirmation und Jugendweihe vergleichend gegenüberzustellen und hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu untersuchen, um den Stellenwert dieser Festivitäten im Kontext des Eintritts in das Erwachsenenalter zu analysieren.

  • Theoretische Grundlagen von Übergangsriten nach Arnold van Gennep
  • Historische Entwicklung und Tradition der Konfirmation
  • Die Jugendweihe: Von den historisch-politischen Anfängen zur modernen Ausprägung
  • Analyse des sogenannten „Dritten Weges“ kirchlicher Jugendfeiern
  • Vergleichende Untersuchung der Zeremonien hinsichtlich Ablauf und Funktion

Auszug aus dem Buch

Allgemeine Fakten zu den Übergangsriten nach Arnold van Gennep

Es lässt sich sagen, dass in jeder erdenklichen Gesellschaft das Leben der Menschen gleich aufgebaut ist. Jenes besteht darin, dass immer der Schritt von einem Altersabschnitt zum nächsten angetreten werden muss, ebenso wie ein Wechsel von einer Tätigkeit zur nächsten. Der Übergang von einer Gruppe zur anderen ist somit stets von exklusiven Aktivitäten beeinflusst, wie mithilfe der handwerklichen Berufen zu sehen ist. In halbzivilisierten Kulturen hingegen ist jede Handlung mit Zeremonien verbunden, da nichts frei von Sakralem bei ihrem Glauben ist. Dabei wird sehr viel Acht darauf gegeben, dass kein Mitglied der Gesellschaft negativ beeinflusst wird oder Konflikte auftreten. Das Leben an sich fordert diese Übergänge schlichtweg, vor allem in sozialen Situationen. Daraus lässt sich schließen, dass jenes Dasein von Etappen geprägt ist, deren Anfangs- und Endstadien einander ähneln. Dazu zählen Ereignisse wie die Geburt, Pubertät, Elterndasein, Aufstieg in höhere Klassen und die Arbeitsspezifizierung. Dabei begleiten uns stets Zeremonien, die dafür sorgen das Individuum von einer exakt benannten in die nächste genau definierte Situation angemessen hinüber zu geleiten.

Der Begriff der „Übergangsriten“, auch „rites de passage“, trat zu allererst im Jahr 1909 bei dem französischen Ethnologen Arnold van Gennep auf. Er bezeichnet diese Rituale als „den Übergang von einem Zustand in einen anderen oder von einer kosmischen bzw. sozialen Welt in eine andere“ (van Gennep, 2005, S.21). Bei jenen Riten musste sogar van Gennep eine genauere Klassifizierung vornehmen, da es sonst schlichtweg zu viele geworden wären, die sich gegenseitig überschnitten hätten. Als erstes liegt die Differenzierung der Rituale, in entweder sympathetische Riten oder kontagiöse Riten, vor. Die sympathetischen umfassen den festen Glauben daran, dass der Effekt des Gleichen genauso auf das Gleiche agiert. Die kontagiösen hingegen fundieren auf dem Glauben, dass reguläre und erschaffene Eigenschaften stofflicher Gegebenheiten anhand von Kooperation oder Ablehnung übertragbar sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert die Begriffe Jugendweihe sowie Konfirmation und skizziert das Forschungsinteresse, die beiden Bräuche vergleichend zu untersuchen.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert umfassend die theoretischen Grundlagen von Arnold van Gennep, die historische Entwicklung der Konfirmation, die Facetten der Jugendweihe sowie zeitgenössische Segensfeiern.

2.1 Allgemeine Fakten zu den Übergangsriten nach Arnold van Gennep: Dieses Kapitel erläutert die ethnologische Basis für Übergangsriten und deren Klassifizierung in Trennungs-, Schwellen- und Angliederungsriten.

2.2 Geschichte der Konfirmation: Der Text beschreibt die Entwicklung der Konfirmation vom frühen Christentum über die Reformationszeit unter Martin Luther bis hin zur neuzeitlichen Praxis.

2.3 Konfirmation aktuell mit Fokus auf den „Dritten Weg“: Dieses Kapitel beleuchtet moderne Auslegungen des Konfirmationsverständnisses und diskutiert die Relevanz kirchlicher Jugendfeiern als sogenannte Segensfeiern.

2.4 Blick in die Vergangenheit der Jugendweihe: Hier werden die historischen Ursprünge der Jugendweihe im 19. Jahrhundert sowie deren politische Einordnung und Instrumentalisierung thematisiert.

2.5 Moderne Jugendweihe: Das Kapitel behandelt die Entwicklung des Brauchs nach 1989 sowie die heutige Form der Jugendweihe als humanistisch geprägter Lebensübergang.

3. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die wesentlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Riten zusammen und würdigt die Bedeutung der Festlichkeiten für den Eintritt in das Erwachsenenalter.

Schlüsselwörter

Jugendweihe, Konfirmation, Übergangsriten, Arnold van Gennep, rites de passage, Segensfeier, Firmung, Religionspädagogik, Sozialisation, Humanismus, Ritus, Lebensübergang, Erwachsenwerden, Konfessionslosigkeit, Kirchengeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einem vergleichenden Blick auf zwei bedeutende Initiationsriten in unserer Gesellschaft: die Konfirmation und die Jugendweihe.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Übergangsriten, die historische Entwicklung beider Ritusformen sowie deren heutige Ausgestaltung und gesellschaftliche Bedeutung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Eigenarten und Differenzen der beiden Rituale herauszuarbeiten, um ein besseres Verständnis für ihre jeweilige Funktion im Prozess des Erwachsenwerdens zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine komparative Methode, gestützt auf ethnologische Theorien über Übergangsriten und eine historische Analyse der Entwicklung beider Riten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen nach Arnold van Gennep, die Historie der Konfirmation, die Betrachtung des „Dritten Weges“ (Segensfeiern) sowie eine detaillierte historische und moderne Betrachtung der Jugendweihe.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Übergangsriten, Konfirmation, Jugendweihe, Segensfeiern, Initiation und Sozialisation charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Vorbereitung auf die Jugendweihe von der Konfirmation?

Während die Konfirmation meist einen verbindlichen, einjährigen Unterricht voraussetzt, gestaltet sich die Jugendweihe als eine offenere Zeremonie ohne explizite religiöse Unterrichtsvorgaben.

Welche Rolle spielt Arnold van Gennep für die Argumentation des Autors?

Van Gennep liefert das theoretische Grundgerüst, um beide Bräuche als klassische „rites de passage“ zu identifizieren und sie vergleichend in verschiedene Phasen einzuordnen.

Was versteht man in dieser Arbeit unter dem „Dritten Weg“?

Der „Dritte Weg“ beschreibt kirchliche Segensfeiern für Jugendliche, die eine Alternative zur klassischen Konfirmation darstellen, ohne dabei eine volle kirchliche Bindung oder ein Bekenntnis vorauszusetzen.

Wie bewertet der Autor die Bedeutung der Jugendweihe für Jugendliche?

Der Autor sieht in der Jugendweihe ein bedeutendes Ereignis zur gemeinschaftlichen Markierung des Wechsels von der Kindheit in das Erwachsenenalter, das insbesondere für konfessionslose Jugendliche eine Alternative bietet.

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Details

Title
Jugendweihe und Konfirmation. Ein Vergleich zwischen den Festivitäten als Eintritt in das Erwachsenenalter
College
University of Rostock  (Germanistik)
Course
Semiotik und Motivik von Brauch und Ritual
Grade
2,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
19
Catalog Number
V1390606
ISBN (PDF)
9783346931085
ISBN (Book)
9783346931092
Language
German
Tags
Brauch Ritual Konfirmation Jugendweihe Motivik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Jugendweihe und Konfirmation. Ein Vergleich zwischen den Festivitäten als Eintritt in das Erwachsenenalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1390606
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