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Die Thematik der Emanzipation in Pippi Langstrumpf. Astrid Lindgrens Kritik an der schwedischen Gesellschaft

Title: Die Thematik der Emanzipation in Pippi Langstrumpf. Astrid Lindgrens Kritik an der schwedischen Gesellschaft

Term Paper (Advanced seminar) , 2020 , 19 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Modern German Literature
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In dieser Hausarbeit soll herausgearbeitet werden, was für eine Auswirkung mit Bezug auf die Emanzipation, eine der wohl berühmtesten Charaktere in der Kinderliteratur auf die Gesellschaft hat. Pippi Langstrumpf ist ein Zeichen der Emanzipation. Um diese Emanzipation in dem Buch darzustellen, hat Astrid Lindgren auf verschiedenste Art und Weise Kritik an der schwedischen Gesellschaft geübt. Aus diesem Grund wird zu Beginn auf Astrid Lindgrens Leben eingegangen, um ihre Beweggründe zu verstehen, wieso sie Kritik an dem System ausgeübt und eine Figur aus ihren Kinderbüchern als Sprachrohr dafür benutzt hat.

Erst wenn man diese Information erlangt hat, kann man die weiteren Aspekte verstehen, warum Kritik an der schwedischen Gesellschaft 1945 ausgeübt wird. Diese kritischen Aspekte führen letztendlich zu der emanzipatorischen Pippi, die in der Hinsicht untersucht wird, ob sie mehr die Emanzipation des Kindes oder die Emanzipation der Frau verkörpert.

"Pippi" bedeutet im Schwedischen so viel wie "Verrücktheit". Um diesen ausgefallenen Namen herum entstand in den 1940er Jahren eine wirklich bemerkenswerte, eigensinnige und einzigartige Figur: Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf. Ausgefallen wie der Name ist auch ihr Aussehen: Rote, vom Kopf abstehende Haare, Sommersprossen, selbstgenähte Kleider, verschiedenfarbige Strümpfe und viel zu große Schuhe. Merkmale, die in älteren Kinderbüchern ein Zeichen für Hässlichkeit waren, werden zu einem Markenzeichen einer der berühmtesten Figuren der Kinderliteratur.

Durch ihr äußerliches Auftreten und ihre Art und Weise, mit ihren Mitmenschen umzugehen, sprengt sie die Konventionen der Geschlechterrollen. Sie ist, wer auch immer sie sein möchte. Diese Gabe, sein zu können, wer auch immer sie sein mag, hilft sie als ein sehr unkonventionelles Mädchen darzustellen und sie auch als dieses zu sehen. Im Weiteren wird darauf eingegangen, in wieweit das umgesetzt wird. Pippi Langstrumpf gilt, damals wie heute, als ein emanzipiertes, starkes Mädchen. Sie ist aus den Wunschträumen der Kinder entstanden, nicht aus den Wunschträumen der Erwachsenen. Aufgrund der übernatürlichen Fähigkeiten, des unerschöpflichen Reichtums und der Sprachfertigkeit, scheint Pippi unanfechtbar zu sein und stellt das konventionelle Leben in der kleinen Stadt durch ihre sehr unkonventionelle Art auf den Kopf.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pippi Langstrumpf und Astrid Lindgren

2.1. Parallelen zwischen Pippi Langstrumpf und Astrid Lindgrens Leben

2.2. Pippi Langstrumpf im Vergleich zur Ur- Pippi

2.3. Die schwedische Kindheit 1944

3. Die emanzipierte Pippi Langstrumpf

3.1. Was ist Emanzipation?

3.2. Pippi Langstrumpf als emanzipiertes Kind

3.2.1. Pippi Langstrumpf als Vorbild der Emanzipation der Kinder

3.2.2. Pippi Langstrumpf aus der Sicht von Pädagogen

3.2.3. Pippi Langstrumpf und die andere Lebensweise

3.2.4. Übernatürliche Kräfte als Zeichen der Emanzipation

3.2.5. Pippi Langstrumpf als emanzipiertes Kind im Vergleich zu Thomas und Annika

3.3. Pippi Langstrumpf als emanzipierte Frau

3.3.1. Pippi Langstrumpf und ihr Aussehen

3.3.2. Pippi Langstrumpf als emanzipierte Frau im Vergleich zur Lehrerin

3.3.3. Pippi Langstrumpf als emanzipierte Frau im Vergleich zu Thomas' und Annikas Mutter

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die literarische Figur Pippi Langstrumpf als Symbol für Emanzipation verstanden werden kann und inwiefern Astrid Lindgren durch diese Figur Kritik an gesellschaftlichen Normen der schwedischen Gesellschaft um 1945 übt.

  • Biografische Einflüsse von Astrid Lindgren auf die Entstehung von Pippi Langstrumpf
  • Die Entwicklung von der "Ur-Pippi" zur heute bekannten Fassung
  • Analyse der emanzipatorischen Aspekte in Bezug auf das Kindes- und Frauenbild
  • Gegenüberstellung von Pippi Langstrumpf mit konventionellen Charakteren wie der Lehrerin oder Thomas und Annika

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Pippi Langstrumpf als Vorbild der Emanzipation der Kinder

Mit den Pippi Langstrumpf Büchern wurde eine Art Zeichen gesetzt. Ein ausschlaggebender Punkt war die zahlreiche Kritik, die Pippi Langstrumpf getroffen hat. Dieses Buch erzählt so viel mehr als nur die Geschichte eines kleinen Mädchens, welches viel Gold hat, nicht zur Schule geht, frech zu Erwachsenen ist und ein Abenteuer nach dem anderen erlebt. Es erzählt die Geschichte eines Mädchens, welches beweist, dass man nicht komplett auf die Erwachsenen angewiesen ist. In der Gesellschaft wird zu oft der Gedanke vermittelt, dass Kinder, die noch als relativ ängstlich gelten, sich zu den Erwachsenen retten und sich nur auf diese verlassen. Der Grund dafür ist, dass Erwachsene schon mehr Lebenserfahrung haben, dadurch wissen und deshalb für fast jedes Problem eine Lösung haben. Astrid Lindgren übt mit Pippi Langstrumpf Kritik an dieser Erziehungsmethode: „Die Mütter und Väter der Stadt fanden, dass das durchaus und Schrecken, sehr gefragt und alles andere als selbstverständlich. Es war ein Hoffnungsschimmer.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung der Figur Pippi Langstrumpf und führt in die Fragestellung ein, ob die Figur die Emanzipation des Kindes oder der Frau verkörpert.

2. Pippi Langstrumpf und Astrid Lindgren: Dieses Kapitel arbeitet Parallelen zwischen dem Leben der Autorin und ihrer Protagonistin heraus und vergleicht die erste Fassung der Geschichte mit der späteren Veröffentlichung.

3. Die emanzipierte Pippi Langstrumpf: Der Hauptteil analysiert Pippi als emanzipiertes Kind sowie als emanzipierte Frau und stellt sie in den Vergleich zu weiteren Charakteren und den pädagogischen Idealen ihrer Zeit.

4. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass Pippi als Symbol für die Emanzipation fungiert und eine Befreiung des Kindes von gesellschaftlichen Normen darstellt.

Schlüsselwörter

Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren, Emanzipation, Kinderliteratur, Gesellschaftskritik, Erziehung, Kindheit, Geschlechterrollen, Feminismus, Übernatürliche Kräfte, Selbständigkeit, Lebensweise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das emanzipatorische Potenzial der literarischen Figur Pippi Langstrumpf und wie diese Figur genutzt wird, um gesellschaftliche Strukturen und Erziehungsmethoden des schwedischen Nachkriegsumfelds zu kritisieren.

Was sind die thematischen Schwerpunkte der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten gehören der Vergleich der Ur-Fassung mit der späteren Version, die Analyse von Pippis Verhalten in Bezug auf gesellschaftliche Konventionen sowie der Vergleich mit anderen Figuren wie Thomas, Annika und der Lehrerin.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob Pippi Langstrumpf primär die Emanzipation des Kindes oder die der Frau verkörpert und wie sie konventionelle Erziehungsmuster durchbricht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Inhaltsanalyse der Pippi Langstrumpf-Werke sowie einer Auseinandersetzung mit biografischen Hintergründen der Autorin und zeitgenössischen pädagogischen Ansätzen.

Welche zentralen Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Pippis Rollen als emanzipiertes Kind und als emanzipierte Frau analysiert, wobei besonders ihre übernatürlichen Fähigkeiten, ihre Abneigung gegenüber der Schule und ihre Interaktionen mit Erwachsenen hervorgehoben werden.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Pippi Langstrumpf, Emanzipation, Astrid Lindgren, Gesellschaftskritik, Kindeswohl und die Befreiung von gesellschaftlichen Zwängen.

Warum wird Pippi Langstrumpf als „Vorbild“ für Kinder dargestellt?

Weil sie zeigt, dass Kinder nicht zwangsläufig auf das Wissen oder die Führung der Erwachsenen angewiesen sind und eigene, unkonventionelle Lösungswege für Lebensprobleme finden können.

Wie positioniert sich Pippi gegenüber der Schule?

Pippi verweigert sich strukturierten schulischen Zwängen, da sie den Fokus der Schule auf „Wissensbesitz“ statt auf lebensrelevante Fähigkeiten kritisiert und ihre eigene Art des Lernens bevorzugt.

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Details

Title
Die Thematik der Emanzipation in Pippi Langstrumpf. Astrid Lindgrens Kritik an der schwedischen Gesellschaft
College
University of Würzburg  (Uni)
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
19
Catalog Number
V1390628
ISBN (PDF)
9783346937421
ISBN (Book)
9783346937438
Language
German
Tags
Pippi Langstrumpf Emanzipation NDL Neuere Deutsche Literatur KJL Kinder- und Jugendliteratur Astrid Lindgren Lindgren Pippi
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Die Thematik der Emanzipation in Pippi Langstrumpf. Astrid Lindgrens Kritik an der schwedischen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1390628
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