In der vorliegenden Arbeit wird sich zunächst der Definition und Wirkweise von globalem Wandel und der Entstehung von Megatrends zugewendet. Im Speziellen widmen sich das Kapitel zwei den Auswirkungen der Digitalisierung in der Eventbranche und der durch die Covid19-Pandemie induzierten Wirkbeschleunigung digitaler Veränderung mit aktuellen Praxisbeispielen. Über ausgewählte Anwendungsformen digitaler Veranstaltungen und den Möglichkeiten aktiver und passiver Interaktion mit Eventbesuchenden, bietet das dritte Kapitel einen Exkurs zur Studie zum Projekt Future Meeting Space des GCB. Die Frage nach einer grundsätzlichen Verlagerung der Live-Kommunikation in virtuelle Erlebnisräume ist Gegenstand des nächsten Abschnitts. Grundlage für ein Fazit des Autors, bildet in diesem Kapitel die Gegenüberstellung der Chancen und Herausforderungen digitaler Kommunikation.
Globale, mehrdimensionale und vielfach vernetzte Veränderungsprozesse beschreiben mit dem Begriff der Megatrends langanhaltende und umfassende Strömungen, die sich auf alle gesellschaftlichen Ebenen, sowie Politik und Wirtschaft auswirken. Bestimmend ist in diesem Kontext des global vernetzten Handelns der Megatrend der Digitalisierung. So entstehen durch die Aggregation von vernetzten Daten eine Vielzahl von gegenseitigen Wirkbeziehungen, die wiederum mit geeigneten Algorithmen computergestützt ausgewertet werden können. Auf die Veranstaltungsbranche bezogen ergeben sich so beispielsweise datenbasierte Unterstützungsformen, um den Customer Life Cycle zu optimieren oder via Social Media die Teilnehmer an einem Event, in der Rolle eines interagierenden Co-Produzenten, stärker emotional in das Erlebte einzubeziehen.
Inhaltsverzeichnis der Arbeit
1. Einleitung
2. Megatrends und globaler Wandel
2.1. Technisierung und Digitalisierung in der Eventbranche
2.2. Corona-Krise als Wirkbeschleuniger digitaler Veränderung
3. Digitale Veranstaltungskommunikation
3.1. Hybride Events – das Beste aus zwei Welten?
3.2. Projekt „Future Meeting Space“
4. Verlagert sich die Live-Kommunikation in virtuelle Erlebnisräume?
4.1. Herausforderungen digitaler Kommunikation
4.2. Wert und Wertschätzung digitaler Kommunikation
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der zunehmenden Technisierung und Digitalisierung auf die Eventbranche, insbesondere unter dem Einfluss globaler Megatrends und der Pandemie. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, ob eine dauerhafte Verlagerung der Live-Kommunikation in virtuelle Erlebnisräume stattfindet und welche Konsequenzen dies für die Qualität von Events sowie die Kundenbindung mit sich bringt.
- Analyse globaler Megatrends und deren transformative Kraft für die Wirtschaft.
- Untersuchung der digitalen Transformation innerhalb der Veranstaltungsbranche.
- Evaluation von hybriden Veranstaltungsformaten als Brückentechnologie.
- Betrachtung von Herausforderungen wie dem Verlust der Multi-Sensualität im virtuellen Raum.
- Erörterung der Bedeutung emotionaler Kundenbindung in hybriden und digitalen Szenarien.
Auszug aus dem Buch
Technisierung und Digitalisierung in der Eventbranche
Digitalisierung beschreibt zunächst rein technisch die Übersetzung und Übertragung von analogen Informationen in eine mit computergestützten Systemen auswertbare Datenbasis (Bendel, o. J.-a). Die Vernetzung und Verarbeitung dieser digitalisierten oder bereits nativ vorliegenden Daten, schafft eine menschlich nicht mehr beherrschbare Anzahl an Möglichkeiten, für daraus ableitbare Entscheidungen. Mit diesen Daten lassen sich mithilfe von codegestützten Algorithmen auf der Basis von Mustern zuvor festgelegter Kriterien, digitale Empfehlungen berechnen und so auf unterschiedlichen Ebenen Mehrwerte generieren. Die Wirkung des Technologietrends Digitalisierung lässt sich damit weniger über die ursprüngliche Wortherkunft, sondern am besten über ihren spezifischen Einfluss im jeweiligen Bereich beschreiben.
Im Eventbereich lassen sich die Teilnehmer besonders durch die multi-sensuale Präsentation in hohem Maße zur Rezeption der angebotenen Formate aktivieren. Digitalisierung erhöht dabei einen die denkbaren Möglichkeiten zur Interaktion, als auch deren gegenseitige Wirkbeziehungen. Bspw. lassen sich der Festivalbesucher über den gesamten Customer Life Cycle begleiten: vom digitalen Erstkontakt auf der Website eines Veranstalters, über den Ticketingkauf, den tatsächlichen Besuch des Festivals bis zu seinem persönlichen Feedback via Social Media und nachgereichten kommunikativen Aktivitäten.
Die frühzeitige Rückkopplung mit der hohen emotionalen und kognitiven Interaktion der Besucher, kombiniert mit den von ihnen aktiv und passiv gewonnenen Daten, ermöglicht eine neue Qualität der spezifisch gerichteten Kundenansprache und hilft dabei, langfristig ein Wissensmanagement über Kundenbeziehungen aufzubauen (Lee, Lanting & Rojdamrongratana, 2017).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Megatrends ein und umreißt die Forschungsfrage bzgl. der Verlagerung von Live-Kommunikation in virtuelle Räume.
2. Megatrends und globaler Wandel: Es wird die theoretische Grundlage zu Megatrends gelegt und erläutert, wie Digitalisierungsprozesse unsere Arbeits- und Wirtschaftswelt nachhaltig verändern.
3. Digitale Veranstaltungskommunikation: Dieses Kapitel betrachtet konkrete digitale Formate und das Projekt „Future Meeting Space“ als Praxisbeispiele für moderne Veranstaltungsabläufe.
4. Verlagert sich die Live-Kommunikation in virtuelle Erlebnisräume?: Der Kernteil der Arbeit diskutiert kritisch die Vor- und Nachteile virtueller Formate im Vergleich zur physischen Präsenz.
5. Fazit und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse zusammengeführt und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung hybrider Konzepte in der Eventbranche gewährt.
Schlüsselwörter
Eventmanagement, Digitalisierung, Live-Kommunikation, Megatrends, Hybride Events, Kundenbindung, Customer Life Cycle, Soziale Interaktion, Virtuelle Erlebnisräume, Wissensmanagement, Eventbranche, Multi-Sensualität, Datensicherheit, Kongressmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt den tiefgreifenden Wandel in der Eventbranche, der durch Digitalisierung und technologische Entwicklungen vorangetrieben wird.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Fokus stehen Megatrends, der Einfluss der Corona-Pandemie auf Veranstaltungen sowie der Vergleich zwischen analogen, digitalen und hybriden Eventformaten.
Was ist die primäre Zielsetzung der Studie?
Ziel ist es zu beurteilen, ob die Live-Kommunikation dauerhaft in virtuelle Räume abwandert und wie die Branche auf diesen Wandel reagieren kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Aufarbeitung aktueller Forschungsberichte sowie Praxisstudien aus der Eventökonomie.
Was enthält der Hauptteil im Wesentlichen?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Digitalisierung, die praktische Analyse hybrider Ansätze und eine kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen neuer Veranstaltungsformen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Schlüsselbegriffe wie hybride Kommunikation, Kundenbindung, digitale Transformation und das Erleben von Events stehen im Zentrum der Untersuchung.
Wie hat die Covid-19-Pandemie die Branche beeinflusst?
Die Pandemie fungierte als Katalysator, der Unternehmen zwang, kurzfristig neue digitale Konzepte zu entwickeln, um resilient auf den Wegfall physischer Kontakte zu reagieren.
Welche Rolle spielt die emotionale Bindung bei virtuellen Events?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass rein virtuelle Szenarien es schwerer haben, die für die Live-Kommunikation essentielle emotionale Bindung aufzubauen wie es physische Erlebnisse tun.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Technisierung und Digitalisierung in der Eventbranche. Verlagert sich die Live-Kommunikation in virtuelle Erlebnisräume?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1391059