Die Schule als Bildungs- und Erziehungsinstitut soll den Schüler:innen einen geschützten Raum bieten, in dem sie sich wohl und willkommen fühlen können. Insbesondere die Grundschule versteht sich als zentrale Institution im Leben der Kinder, die den weiteren Bildungsweg der Lernenden erheblich beeinflusst. Daher sollte sie auf das Wohlsein und die Partizipation aller Beteiligten achten und diese ermöglichen, selbstverstehend auch von muslimischen Kindern. Dies kann jedoch nur geschehen, wenn der Schule gelingt, das Mindset aller Mitglieder so zu formen, dass Vorurteile abgebaut werden und die Gleichwertigkeit aller gegeben ist, damit Rassismus gar nicht erst zustande kommen kann. Hierbei stellt sich jedoch die Frage, inwiefern dies möglich ist. Inwiefern kann antimuslimischem Rassismus im schulischen Kontext, insbesondere in der Primarstufe, vorgebeugt werden?
Um dieser Forschungsfrage nachzugehen, ist diese Hausarbeit folgendermaßen aufgebaut: Bevor in die Thematik eingestiegen wird, ist es wichtig den Begriff des „antimuslimischen Rassismus“ zu erklären. Im zweiten Kapitel wird folglich über den Rassismus gegenüber Muslimen berichtet, der häufig durch die falsche Wahrnehmung des Begriffs „Islam“ und den damit zusammenhängenden Vorurteilen zustande kommt. Dabei wird explizit auf die stets aktuelle Kopftuchdebatte Bezug genommen. Im letzten Hauptkapitel geht es schließlich um die Prävention des antimuslimischen Rassismus in der Grundschule. Das Projekt „PARTS“ spielt hierbei eine bedeutungsvolle Rolle, indem sie bereits durchgeführte Ansätze zur Vorbeugung und Abbau von Vorurteilen liefert. Zwei der Interventionsstrategien werden in dieser Arbeit vorgestellt und dabei auf den antimuslimischen Rassismus übertragen. Zuletzt erfolgt das Fazit, in dem die Arbeit zusammengefasst wird und die Forschungsfrage erneut aufgegriffen werden soll.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffserklärung „antimuslimischer Rassismus“.
- Antimuslimischer Rassismus im Alltag
- Gesellschaftliche Wahrnehmung des Islams.
- Vorurteile der Gesellschaft gegenüber Muslimen
- Kopftuchverbot für Schülerinnen..
- Prävention antimuslimischen Rassismus in der Primarstufe......
- Kurzvorstellung: PARTS.
- Mögliche Interventionsstrategien zur Reduzierung und Prävention von (antimuslimischen) Vorurteilen in
der Primarstufe.......
- Kontaktintervention
- Stellvertretender-Kontaktintervention..
- Wissensbasierte Intervention........
- Fazit......
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Thematik des antimuslimischen Rassismus in der deutschen Primarstufe. Ziel ist es, die Ursachen und Auswirkungen dieser Form von Rassismus zu beleuchten und Möglichkeiten zur Prävention aufzuzeigen. Dazu werden zunächst der Begriff „antimuslimischer Rassismus“ definiert und die gesellschaftliche Wahrnehmung des Islams sowie die damit verbundenen Vorurteile analysiert.
- Definition des Begriffs „antimuslimischer Rassismus“
- Gesellschaftliche Wahrnehmung des Islams und die Konstruktion von „Anderen“
- Vorurteile gegenüber Muslimen und ihre Auswirkungen
- Präventionsansätze im Kontext der Primarstufe
- Interventionen zur Reduzierung und Prävention von Vorurteilen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Problematik des antimuslimischen Rassismus in der Schule dar und zeigt anhand von Beispielen aus dem Schulalltag die Diskriminierungserfahrungen muslimischer Schülerinnen und Schüler auf. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Definition des Begriffs „antimuslimischer Rassismus“ und erläutert, wie dieser in der Praxis zum Ausdruck kommt. In Kapitel 3 wird die gesellschaftliche Wahrnehmung des Islams beleuchtet, die häufig auf Vorurteilen und Stereotypen basiert. Die Vorurteile der Gesellschaft gegenüber Muslimen werden in Kapitel 3.2 detailliert dargestellt und mit entsprechenden Studien belegt. Das vierte Kapitel widmet sich schließlich der Prävention antimuslimischen Rassismus in der Primarstufe. Dabei wird das Projekt „PARTS“ vorgestellt, das verschiedene Interventionsstrategien zur Reduzierung und Prävention von Vorurteilen beinhaltet.
Schlüsselwörter
Antimuslimischer Rassismus, Islam, Vorurteile, Diskriminierung, Prävention, Intervention, PARTS, Primarstufe, Schule, Gesellschaftliche Wahrnehmung, Bildungsinstitution.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter "antimuslimischem Rassismus"?
Antimuslimischer Rassismus beschreibt die Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer (zugeschriebenen) muslimischen Religionszugehörigkeit. Dabei wird der Islam oft pauschal als "fremd" oder "bedrohlich" konstruiert.
Warum ist Rassismusprävention in der Grundschule so wichtig?
Die Grundschule ist eine zentrale Instanz, die den weiteren Bildungsweg prägt. Ein diskriminierungsfreier Raum ist notwendig, um das Wohlbefinden und die Partizipation aller Kinder, einschließlich muslimischer Kinder, zu gewährleisten.
Welche Rolle spielt die Kopftuchdebatte im schulischen Kontext?
Die Debatte um ein Kopftuchverbot für Schülerinnen ist ein Beispiel für antimuslimischen Rassismus im Alltag. Sie führt oft zu Vorurteilen und einer Stigmatisierung junger muslimischer Mädchen im Bildungssystem.
Was ist das "PARTS"-Projekt?
PARTS ist ein Projekt, das Interventionsstrategien zur Vorbeugung und zum Abbau von Vorurteilen in der Primarstufe liefert. Es bietet praktische Ansätze für Lehrer, um Rassismus im Keim zu ersticken.
Welche Interventionsstrategien helfen gegen Vorurteile?
Vorgestellt werden die Kontaktintervention (direkter Austausch), die stellvertretende Kontaktintervention sowie wissensbasierte Interventionen, die durch Aufklärung Vorurteile abbauen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Reduzierung und Prävention des antimuslimischen Rassismus in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1391064