Das soziologische Phänomen der sozialen Probleme steht im Mittelpunkt dieser Arbeit und es wird genauer auf unterschiedliche Definition eingegangen. Anschließend wird das Kokonmodell vorgestellt, welches die Etablierung und Entwicklung sozialer Probleme anhand verschiedener Schritte deutlich macht. Des Weiteren wird die Alkoholsucht definiert und als Krankheitsbild thematisiert. Zum Schluss wird die Alkoholabhängigkeit als soziales Problem im historischen Kontext, aber auch die Thematisierung in der heutigen Zeit durch Präventionsarbeit dargestellt und erklärt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition sozialer Probleme
2.1 Die Theorie von Robert Merton
2.2 Die Theorie von Herbert Blumer
3 Das Kokonmodell
4 Die Alkoholabhängigkeit
4.1 Auswirkung von Alkohol
4.2 Alkoholsucht als Krankheit
5 Die Alkoholabhängigkeit als soziales Problem
5.1 Historische Thematisierung
5.2 Aktuelle Thematisierung durch Prävention
6 Fazit
7 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion von Alkoholabhängigkeit als soziales Problem. Dabei wird analysiert, wie sich dieses Phänomen durch gesellschaftliche Prozesse und die Problemwahrnehmung vom individuellen Konsum zu einem gesellschaftlich anerkannten sozialen Problem entwickelt hat.
- Theoretische Grundlagen sozialer Probleme nach Robert Merton und Herbert Blumer
- Erläuterung des Kokonmodells zur Entstehung sozialer Probleme
- Medizinische und soziale Aspekte der Alkoholabhängigkeit
- Historische Entwicklung der Thematisierung von Alkoholkonsum
- Evaluation staatlicher Präventionsarbeit und deren Rolle in der Problemreproduktion
Auszug aus dem Buch
3 Das Kokonmodell
Weiterführend zu der Definition sozialer Probleme durch die Theorien von Merton und Blumer wird nun das Kokonmodell erläutert. Die Entstehung sozialer Probleme steht hierbei im Mittelpunkt und wird anhand unterschiedlicher Stufen erklärt. Es geht um die Differenzierung von „sozialen Sachverhalten, ihrer Deutung als Problem und dem Prozess der gesellschaftlichen Anerkennung der Problemwahrnehmung“ (Schetsche 2000, S.29). Im Folgenden wird dargestellt, wie sich eine Problemkarriere eines sozialen Problems vollzieht und welche unterschiedlichen Schritte darin eingebunden sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Verbreitung von Alkoholkonsum in Deutschland und führt in die soziologische Perspektivierung von Sucht als soziales Problem ein.
2 Definition sozialer Probleme: Dieses Kapitel erörtert die soziologischen Begriffsbestimmungen von sozialen Problemen durch die Theorien von Merton und Blumer.
3 Das Kokonmodell: Hier wird das theoretische Modell eingeführt, das beschreibt, wie ein Sachverhalt durch gesellschaftliche Deutungsprozesse zu einem sozialen Problem konstruiert wird.
4 Die Alkoholabhängigkeit: Das Kapitel befasst sich mit den physiologischen Wirkungen von Alkohol sowie der klinischen Einordnung der Sucht als Krankheit.
5 Die Alkoholabhängigkeit als soziales Problem: Hier wird die historische und aktuelle Entwicklung der Problemwahrnehmung der Alkoholabhängigkeit mittels des Kokonmodells aufgearbeitet.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Rolle der Präventionsarbeit im Zwiespalt von Sensibilisierung und Reproduktion der Problemwahrnehmung.
7 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Forschungsinformationen.
Schlüsselwörter
Alkoholabhängigkeit, Soziale Probleme, Kokonmodell, Robert Merton, Herbert Blumer, Problemkarriere, Problemwahrnehmung, Sucht, Prävention, Diskursstrategien, Alkoholkonsum, Gesellschaftliche Konstruktion, Öffentliche Thematisierung, Gesundheit, Soziologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Arbeit analysiert, wie Alkoholabhängigkeit in der Gesellschaft als soziales Problem wahrgenommen und konstruiert wird.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind soziologische Theorien zu sozialen Problemen, die spezifische Entwicklung des Kokonmodells sowie die historische und aktuelle Thematisierung von Alkoholabhängigkeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Prozess der gesellschaftlichen Anerkennung von Alkoholabhängigkeit als Problem anhand soziologischer Modelle transparent zu machen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse basiert und etablierte soziologische Theorien auf das Fallbeispiel Alkoholabhängigkeit anwendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Theorien von Merton und Blumer sowie das Kokonmodell dargelegt, gefolgt von einer Anwendung dieser Modelle auf die historische Entwicklung und heutige Präventionskonzepte bei Alkoholabhängigkeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Soziologie sozialer Probleme, Kokonmodell, Wahrnehmungskokon, Alkoholsucht, gesellschaftliche Definition und Präventionsarbeit charakterisieren.
Welche Rolle spielt die Renaissance für die Untersuchung?
Die Renaissance wird als historischer Startpunkt der Problemkarriere der Alkoholsucht identifiziert, in der exzessives Trinken erstmals als destabilsierender Faktor und soziales Problem thematisiert wurde.
Worin besteht der Zwiespalt der Präventionsarbeit Laut der Arbeit?
Der Zwiespalt liegt darin, dass Präventionsarbeit einerseits aufklären und sensibilisieren will, andererseits durch die ständige negative Thematisierung das Muster und die Wahrnehmung des sozialen Problems in der Gesellschaft reproduziert und verfestigt.
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- Anonym (Autor), 2021, Die Konstruktion von sozialen Problemen in Bezug auf Alkoholabhängigkeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1391077