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Lernen der deutschen Rechtschreibung anhand des phonologischen Prinzips

Título: Lernen der deutschen Rechtschreibung anhand des phonologischen Prinzips

Trabajo de Seminario , 2021 , 15 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Friederike Jung (Autor)

Didáctica - Filología alemana
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In der vorliegenden Arbeit soll nun untersucht werden, ob es tatsächlich sinnvoll ist, sich beim Lehren von Orthographie nur am phonologischen Prinzip zu orientieren. Dazu werden zuerst alle Rechtschreibprinzipien des Deutschen vorgestellt, um einen Überblick zu gewinnen und zu verdeutlichen, dass es neben dem phonologischen eben noch andere ausschlaggebende Prinzipien gibt. Hier ist anzumerken, dass die Strukturierung der Prinzipien stark variiert und fast von Lehrbuch zu Lehrbuch unterschiedlich ist. Die im Folgenden angewandte Einteilung entspricht der von Joachim Riehme, die eine gute Einordnung der verschiedenen didaktischen Schwerpunktsetzungen ermöglicht und an der sich auch Agi Schründer-Lenzen in ihrer gut strukturierten und informativen Monographie Schriftspracherwerb orientiert, die in der vorliegenden Arbeit des Öfteren herbeigezogen wird. Anschließend werden dann die Argumente, die für eine Ausrichtung des Rechtschreibunterrichts am phonologischen Prinzip sprechen, erörtert, bevor die Argumente, die diese Methode als wenig sinnvoll erscheinen lassen, näher beleuchtet werden.

Die Arbeit baut auf folgendem Hintergrund auf: Mark Twain kritisiert in seinem berühmten Aufsatz "The Awful German Language" die Schwierigkeiten der deutschen Sprache und lobt gleichzeitig ihre phonologische Schreibweise. Er behauptet, Deutsch könne in einer Stunde erlernt werden, was jedoch umstritten ist. Die deutsche Orthographie unterliegt verschiedenen Prinzipien, darunter das phonologische, morphematische, grammatische und historische Prinzip. Die Methode "Lesen durch Schreiben" von Jürgen Reichen basiert auf der Idee, Schreiben und Lesen durch das phonologische Prinzip zu erlernen, ohne Rechtschreibfehler zu korrigieren. Später werden die Lernenden jedoch mit der Notwendigkeit der Standardorthografie konfrontiert. Dies verdeutlicht die Komplexität der deutschen Rechtschreibung und die Herausforderungen in der Rechtschreibdidaktik.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Prinzipien der deutschen Rechtschreibung

3. Argumente für eine ausschließliche Orientierung am phonologischen Prinzip

4. Argumente gegen eine ausschließliche Orientierung am phonologischen Prinzip

5. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogische Sinnhaftigkeit von Rechtschreibdidaktiken, die sich zu Beginn des Schriftspracherwerbs ausschließlich auf das phonologische Prinzip konzentrieren. Ziel ist es zu analysieren, ob das Prinzip "Schreib, wie du sprichst!" eine fundierte Grundlage bietet oder ob die Komplexität der deutschen Orthographie von Anfang an die Einbeziehung weiterer Prinzipien erfordert.

  • Analyse der verschiedenen Normierungsprinzipien der deutschen Rechtschreibung.
  • Untersuchung der Vor- und Nachteile "lauttreuer" oder zweistufiger Schreiblernmethoden.
  • Diskussion der Grenzen des phonologischen Prinzips aufgrund der Phonem-Graphem-Diskrepanz.
  • Bedeutung der morphematischen, grammatischen, semantischen und historischen Prinzipien für eine sichere Rechtschreibung.
  • Kritische Reflexion der Eignung konsequent phonologischer Ansätze für Deutschlernende und DaF-Lernende.

Auszug aus dem Buch

3. Argumente für eine ausschließliche Orientierung am phonologischen Prinzip

Im Folgenden sollen nun die Gründe erörtert werden, die dafür sprechen, sich in der Rechtschreibdidaktik zunächst nur am phonologischen Prinzip zu orientieren und die Schüler dazu anzuhalten, so zu schreiben, wie sie sprechen, während die anderen Prinzipien erst später Beachtung finden und Fehler, die aus einer lautgetreuen Schreibung resultieren, ebenfalls erst in einer zweiten Phase korrigiert werden.

Wie bereits erläutert, hat das Deutsche eine Alphabetschrift und basiert daher – wie alle Alphabetschriften – auf dem phonologischen Prinzip, d.h., das deutsche Schriftsystem ist zu großen Teilen ein phonographisches, dessen Kern in der Lautstruktur der gesprochenen Sprache liegt. Die Grade phonologischer Transparenz variieren zwischen den verschiedenen Schriftsystemen, die auf dem lateinischen Alphabet beruhen; während das Italienische z.B. äußerst transparent ist, da quasi jedem Phonem genau ein Graphem zugeordnet wird, verfügt das Englische in seiner Phonetik kaum über Transparenz. Das Deutsche gilt als eine phonologisch relativ transparente Sprache, was sich die Rechtschreiblehrmethoden, die mit den Laut-Buchstaben-Beziehungen arbeiten, zunutze machen. Tatsächlich gibt es einige eindeutige Phonem-Graphem-Korrespondenzen, die kontextunabhängig sind und nicht durch spezielle lautliche Umgebungen beeinflusst werden. Das sind vor allem Konsonanten am Wortanfang (wie das /m/ in Milch und das /g/ in Gunst) und an einfachen Anfangsrändern einer Silbe. Zur Erklärung dieser Zuordnung von Phonemen und Graphemen braucht es also keine weiteren Prinzipien als das phonologische, was den Ansatz des lautgetreuen Schreibens in der Rechtschreibdidaktik stützt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Komplexität deutscher Orthographie und kritische Hinterfragung der These, das Deutsche sei eine rein lautgetreue Sprache.

2. Prinzipien der deutschen Rechtschreibung: Vorstellung des phonologischen, morphematischen, grammatischen, semantischen, historischen und graphisch-formalen Prinzips als konkurrierende Bausteine des orthographischen Regelwerks.

3. Argumente für eine ausschließliche Orientierung am phonologischen Prinzip: Darlegung der Vorteile eines lautorientierten Einstiegs beim Schriftsprachwerb, insbesondere hinsichtlich der Lernmotivation und der Nutzung phonologischer Transparenz.

4. Argumente gegen eine ausschließliche Orientierung am phonologischen Prinzip: Kritische Auseinandersetzung mit der Einseitigkeit phonologischer Didaktik und Aufzeigen der notwendigen Integration weiterer Prinzipien zur Fehlervermeidung.

5. Schluss: Synthese der Ergebnisse mit dem Fazit, dass eine ganzheitliche Betrachtung aller Rechtschreibprinzipien für eine fehlerfreie orthographische Kompetenz unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Rechtschreibdidaktik, phonologisches Prinzip, Schriftspracherwerb, Phonem-Graphem-Korrespondenz, Orthographie, Lautorientierung, morphematisches Prinzip, grammatisches Prinzip, Schreiblernmethoden, Alphabet, lautgetreues Schreiben, Deutsch als Fremdsprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie man Kindern oder Lernenden die deutsche Rechtschreibung am besten vermittelt, insbesondere ob der Fokus auf dem phonologischen Prinzip ("Schreib, wie du sprichst") sinnvoll ist.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Schwerpunkte sind die theoretische Fundierung der deutschen Orthographie anhand verschiedener Prinzipien sowie die Bewertung didaktischer Ansätze wie etwa "Lesen durch Schreiben".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob eine anfangs ausschließliche Konzentration auf das phonologische Prinzip zielführend ist oder ob sie Lernende aufgrund der komplexen Struktur des Deutschen eher verunsichert.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender orthographischer Theorien und didaktischer Konzepte führender Pädagogen und Sprachwissenschaftler.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung aller relevanten Rechtschreibprinzipien sowie einen kontroversen Vergleich von Argumenten, die für oder gegen eine einseitig lautorientierte Lehrmethode sprechen.

Welche Aspekte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit zeichnet sich durch eine linguistisch fundierte Kritik an der "Lauttreue-Illusion" im Deutschen aus und plädiert für die Integration morphematischer und grammatischer Aspekte ab einem frühen Lernstadium.

Warum wird das phonologische Prinzip trotz Kritik als wichtig erachtet?

Es bildet den Kern der Alphabetschrift und bietet einen intuitiven, motivierenden Einstieg für Lernende, um Hemmungen vor dem schriftlichen Ausdruck abzubauen.

Welche Bedeutung hat das morphematische Prinzip für die Rechtschreibung?

Es dient dazu, Wortstämme auch bei lautlicher Veränderung optisch beizubehalten, was für das Verständnis komplexer Wörter und die Unterscheidung von Schreibweisen bei Auslautverhärtungen entscheidend ist.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Lernen der deutschen Rechtschreibung anhand des phonologischen Prinzips
Universidad
University of Regensburg  (Institut für Germanistik)
Curso
(Mehr)Schriftlichkeit: Lesen und Schreiben im DaF-Unterricht
Calificación
1,0
Autor
Friederike Jung (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
15
No. de catálogo
V1391180
ISBN (PDF)
9783346937384
ISBN (Libro)
9783346937391
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rechtschreibung Phonologisches Prinzip Orthographie Deutsch als Fremdsprache Rechtschreibunterricht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Friederike Jung (Autor), 2021, Lernen der deutschen Rechtschreibung anhand des phonologischen Prinzips, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1391180
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