Diese Arbeit betrachtet, wie die Eigenschaften der Social-Media Plattformen die Wahrnehmung der Employer Brand beeinflussen kann und welche Erfolgsfaktoren in diesem Zusammenhang identifiziert werden können. Die betriebswirtschaftlichen Ansätze und Theorien des Einsatzes von Social Media im Employer Branding werden veranschaulicht und das aktuelle Praxisunternehmen analysiert, um festzustellen, inwieweit das Internet als Instrument des Employer Brandings fungiert. Das Ziel der Arbeit ist es, durch die Analyse mögliche Handlungsempfehlungen herauszuarbeiten, die den Erfolg des Unternehmens auf dem konkurrierenden Arbeitsmarkt steigern können.
Zu Beginn der Arbeit erfolgt eine Begriffserläuterung zum Employer Branding und Social Media. Basierend auf den aktuellen theoretischen Erkenntnissen werden unterschiedliche Eigenschaften der Sozialen Medien analysiert. Anschließend erfolgt eine nähere Beschreibung ausgewählter Maßnahmen, die vom Unternehmen durchgeführt werden können, um Social Media als Instrument des Employer Brandings zu implementieren. Durch ein Interview mit einer Mitarbeiterin der Marketingabteilung der IT-Beispielfirma sollen die Auswirkungen dieser Maßnahmen mit der Realität verglichen und deren Erfolg analysiert werden. Im Anschluss erfolgt eine Erarbeitung möglicher Handlungsempfehlungen für das Praxisunternehmen.
In den letzten Jahren hat sich das Employer Branding verstärkt der Nutzung sozialer Medien als wirksames Instrument bedient. Mit etwa 90 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren, die das Internet nutzen, spielen soziale Medien eine zentrale Rolle. Die hohe Präsenz der jungen Zielgruppe auf diesen Plattformen macht sie zu einem effektiven Kommunikationskanal für die Ansprache von potenziellen Nachwuchskräften. Unternehmen erkennen zunehmend die Rolle der Marketingabteilung bei der Gestaltung des Images des Unternehmens, und die Präsenz in sozialen Netzwerken wird zu einem integralen Bestandteil der Arbeitgebermarkenstrategie.
Soziale Medien bieten nicht nur eine hohe Reichweite, sondern ermöglichen es Unternehmen auch, gezielt die Wahrnehmung ihrer Arbeitgebermarke zu beeinflussen. Plattformen wie Xing oder LinkedIn, auf denen Mitglieder persönliche Informationen teilen, ermöglichen es Recruitern, potenzielle Kandidaten vor einem Bewerbungsgespräch zu bewerten. Dieser Erkenntnis folgend wird die strukturierte Integration von Social Media in den Employer-Branding-Prozess für Unternehmen immer bedeutender.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Fundierung
2.1 Begriffserläuterung Employer Branding
2.2 Definition Social Media
2.3 Aspekte für den Einsatz von Social Media im Employer Branding
2.3.1 Vermittlung der Employee Value Proposition
2.3.2 Social Media im externen Marketing
2.3.3 Social Media im internen Marketing
2.4 Maßnahmen zur Implementierung von Social Media im Employer Branding
2.4.1 Soziale und berufliche Netzwerke
2.4.2 Arbeitgeberbewertungsportale
2.4.3 Blogs
3. Forschungsmethodik – Interview
4. Erstellung und Auswertung des Interviews
5. Handlungsempfehlungen für das Praxisunternehmen
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Projektarbeit untersucht, wie verschiedene Social-Media-Plattformen die Wahrnehmung von Arbeitgebermarken beeinflussen können und identifiziert Erfolgsfaktoren für einen gezielten Einsatz im Employer Branding, um die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt durch Handlungsempfehlungen zu steigern.
- Grundlagen des Employer Brandings und von Social Media
- Einsatz von Social Media zur Vermittlung der Employee Value Proposition
- Methoden für internes und externes Marketing mittels Sozialer Netzwerke
- Implementierung von Blogs und Arbeitgeberbewertungsportalen
- Analyse und Optimierung von Praxisbeispielen mittels Experteninterviews
Auszug aus dem Buch
2.3 Aspekte für den Einsatz von Sozialen Medien im Employer Branding
Employer Branding ist dem auf den Konsumenten ausgerichteten Markenmanagement in vielerlei Hinsicht ähnlich. Ein zentraler Unterschied besteht jedoch hinsichtlich der Zielgruppe. Während sich Produktmarken mit dem Kunden primär an eine externe Zielgruppe richten, haben Arbeitgebermarken mit den aktuellen sowie den potenziellen Mitarbeitern eine interne sowie eine externe Zielgruppe. Folglich sind bei der Entwicklung, Positionierung und Kommunikation der Arbeitgebermarke beide Zielgruppen zu berücksichtigen und das Employer Branding auf die bestehenden und potenziellen Mitarbeiter abzustimmen (Vgl. Backhaus & Tikoo, 2004, S. 502). Eine Studie am KTH Royal Institute of Technology zum Thema „Employer Branding in Social Media“ analysierte die Hauptziele des Social-Media-Einsatzes. Als primäres Ziel wurde das Recruitment identifiziert. Sekundäre Ziele sind die Wahrnehmung als Arbeitgeber, die Anziehung passender Kandidaten und die Entwicklung zum „Employer of Choice“. Backhaus und Tikoo teilen die Faktoren des sinnvollen Einsatzes von Social Media im Employer Branding in drei sich teilweise überschneidende Punkte ein:
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Problem des "War of Talents" und Darstellung der zunehmenden Bedeutung von Social Media für das Employer Branding.
2. Theoretische Fundierung: Dieser Abschnitt erläutert die Begriffe Employer Branding und Social Media und analysiert Maßnahmen zu deren praktischer Implementierung.
3. Forschungsmethodik – Interview: Vorstellung der qualitativen Forschungsmethode und der Durchführung eines Experteninterviews zur Analyse der Unternehmenspraxis.
4. Erstellung und Auswertung des Interviews: Dokumentation und Analyse der Ergebnisse aus dem Experteninterview mit einer Marketing-Vertreterin der Beispielfirma.
5. Handlungsempfehlungen für das Praxisunternehmen: Ableitung konkreter Verbesserungsvorschläge für die Social-Media-Strategie des untersuchten Unternehmens.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die dynamische Entwicklung von Social-Media-Strategien im Employer Branding.
Schlüsselwörter
Employer Branding, Social Media, Arbeitsmarkt, Arbeitgebermarke, War of Talents, Recruiting, Employee Value Proposition, Personalmarketing, Experteninterview, Arbeitgeberbewertung, Soziale Netzwerke, Unternehmensblog, Mitarbeiterbindung, Digital Natives, Employer of Choice
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Nutzung von Social-Media-Plattformen als Instrument des strategischen Employer Brandings, um Unternehmen im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte attraktiver zu machen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Grundlagen des Employer Brandings, der Definition von Social Media, der Vermittlung der Employee Value Proposition sowie praktischen Anwendungsmöglichkeiten wie Netzwerken, Blogs und Bewertungsportalen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu klären, wie verschiedene Social-Media-Eigenschaften die Arbeitgebermarke beeinflussen und welche Erfolgsfaktoren für ein Praxisunternehmen identifiziert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Zur Erhebung der Daten wurde eine qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring auf Basis eines halbstrukturierten Experteninterviews durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der Instrumente (Netzwerke, Portale, Blogs) sowie die qualitative Auswertung eines Experteninterviews mit einer Marketing-Mitarbeiterin.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Employer Branding, Social Media, Recruiting, Employee Value Proposition und Personalmarketing.
Welche Herausforderung hat das Praxisunternehmen bei der Mobilisierung älterer Mitarbeiter?
Ältere Mitarbeiter sind oft weniger stark auf Social-Media-Plattformen vertreten und haben häufig Schwierigkeiten mit der Handhabung bestimmter Kanäle, wodurch ihre Interaktion mit Unternehmensseiten geringer ausfällt.
Warum wird die Plattform LinkedIn für beispielhafte Unternehmen als besonders erfolgreich hervorgehoben?
Sie bietet eine große Reichweite für professionelle Geschäftskontakte, ein hohes Potenzial für das Recruiting und ermöglicht eine gezielte Ansprache potenzieller Bewerber.
Welche Rolle spielen Arbeitgeberbewertungsportale wie Kununu in dieser Arbeit?
Sie dienen als Instrument, um die Wahrnehmung der Arbeitgebermarke durch Dritte zu beeinflussen, wobei ihre Wirksamkeit stark von einer aktiven Beteiligung der bestehenden Belegschaft abhängt.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2020, Employer Branding in der digitalen Ära. Einfluss der Social-Media-Plattformen auf die Wahrnehmung und Erfolgsfaktoren, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1391189