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Typen konversationeller Implikaturen und deren Bildung

Title: Typen konversationeller Implikaturen und deren Bildung

Term Paper , 2009 , 22 Pages , Grade: 1

Autor:in: Stefan Nehl (Author)

English Language and Literature Studies - Linguistics
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1. Einleitung
Vieles von dem, was wir sagen unterscheidet sich grundlegend von dem was wir eigentlich meinen oder auszudrücken vermögen. Der exakte Wortlaut ist nicht immer wörtlich zu verstehen und bedarf in diesem Fall einer umfassenderen Analyse und Interpretation. Wenn Bert Ernie fragt, ob er denn Eis möge und Ernie diese Frage mit einer Gegenfrage wie „Is the Pope Catholic?“ beantwortet und somit offensichtlich eine vollkommen unpassende und unadäquate Antwort auf die ihm gestellte Frage gibt, spricht man von einer Implikatur. Die Rede ist von der Unterscheidung zwischen ‚what is said’ und ‚what is meant’ nach Paul Grice. Die Fragen nach den Typen und nach der Entstehung dieser Typen konversationeller Implikaturen („An additional unstated meaning that has to be assumed in order to maintain the cooperative principle […]” ) als Unterkategorie nicht-konventioneller Implikaturen sollen im Folgenden einschlägig beantwortet werden.
Einleitend werden das Kooperationsprinzip sowie die Konversationmaximen nach Paul Grice vorgestellt, da diese grundlegend für das Erklären und das Verstehen konversationeller Implikaturen sind.
Anschließend wird unter der Überschrift „Konversationelle Implikaturen“ besprochen, welche Möglichkeiten es grundsätzlich gibt, eine konversationelle Implikatur zu erzeugen. Entsprechend werden im ersten Teil unterschiedliche Varianten der Erzeugung konversationeller Implikaturen durch den Verstoß gegen eine oder mehrere Konversationsmaximen vorgestellt. Im gesamten Verlauf der Ausarbeitung werden zudem immer wieder entsprechende Beispiele herangezogen, welche das Verständnis erleichtern sollen. Um die Vielfalt der Möglichkeiten aufzuzeigen, mit der konversationelle Implikaturen durch das Nicht-Befolgen von Konversationsmaximen generiert werden können, werden in diesem Abschnitt fünf verschiedene Varianten vorgestellt. Der zweite Teil beschäftigt sich folglich mit der Erzeugung konversationeller Implikaturen durch das Befolgen der Konversationsmaximen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Kooperationsprinzip und die Konversationsmaximen nach Paul Grice

3. Konversationelle Implikaturen

3.1 Implikaturen durch Nicht-Befolgen der Maximen

3.1.1 Flouting a maxim

3.1.2 Violating a maxim

3.1.3 Infringing a maxim

3.1.4 Opting out of a maxim

3.1.5 Suspending a maxim

3.2 Implikaturen durch Befolgen der Maximen

3.3 Partikularisierte konversationelle Implikaturen

3.4 Generalisierte konversationelle Implikaturen

3.4.1 Skalare Implikaturen

3.4.2 Klausale Implikaturen

4. Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die verschiedenen Typen konversationeller Implikaturen sowie deren Entstehung im Rahmen der pragmatischen Sprachtheorie von Paul Grice, um aufzuzeigen, wie Sprecher über den expliziten Wortlaut hinaus Bedeutung vermitteln.

  • Das Kooperationsprinzip nach Paul Grice
  • Die Erzeugung von Implikaturen durch den Verstoß gegen Konversationsmaximen
  • Die Differenzierung zwischen partikularisierten und generalisierten Implikaturen
  • Die Rolle von Skalen bei der Bildung skalarer Implikaturen
  • Das Verhältnis von Kontextabhängigkeit und semantischer Bedeutung

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Flouting a maxim

Besonders interessant für Paul Grice waren solche Situationen, in denen ein Sprecher eine der Maximen offenkundig verletzt ohne dabei zu beabsichtigen den Hörer irrezuführen oder gar zu täuschen. Missachtet ein Sprecher absichtlich und offenkundig eine Maxime, verfolgt er damit die Absicht den Hörer anzuregen nach einer intendierten Bedeutung zu suchen, welche außerhalb der wörtlichen Bedeutung der Äußerung liegt. Der Hörer geht davon aus der Sprecher könne die Maxime erfüllen und stellt sich folglich die Frage: „Wie kann der Umstand, daß er das sagt, was er sagt, mit der Annahme in Einklang gebracht werden, dass er das umfassende KP beachtet?“ Kommt eine konversationelle Implikatur auf diese Art und Weise zustande, wurde eine Konversationsmaxime ausgebeutet.

Missachtet ein Sprecher die Maxime der Quantität offensichtlich, werden überflüssige oder zu wenig Informationen gegeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der konversationellen Implikaturen ein und erläutert die methodische Herangehensweise unter Einbeziehung des Kooperationsprinzips nach Paul Grice.

2. Das Kooperationsprinzip und die Konversationsmaximen nach Paul Grice: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen des Kooperationsprinzips sowie die vier Konversationsmaximen nach Paul Grice vorgestellt.

3. Konversationelle Implikaturen: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die verschiedenen Mechanismen der Implikaturenbildung, unterteilt in Nicht-Befolgung und Befolgung der Maximen sowie spezifische Implikaturarten.

3.1 Implikaturen durch Nicht-Befolgen der Maximen: Dieser Abschnitt erläutert, wie durch bewusste Verstöße gegen Maximen implizite Bedeutungen transportiert werden.

3.1.1 Flouting a maxim: Es wird die explizite Ausbeutung von Maximen behandelt, um den Hörer zu einer Interpretation jenseits der wörtlichen Aussage zu bewegen.

3.1.2 Violating a maxim: Dieser Abschnitt beschreibt die unauffällige Verletzung von Maximen, die oft mit der Absicht einhergeht, den Hörer zu täuschen.

3.1.3 Infringing a maxim: Es wird das unbeabsichtigte Verstößen gegen Maximen thematisiert, das häufig bei Zweitsprachlern oder Kleinkindern auftritt.

3.1.4 Opting out of a maxim: Dieser Punkt erklärt das offene Verweigern, einer Maxime zu folgen, ohne dabei jedoch unkooperativ zu wirken.

3.1.5 Suspending a maxim: Es wird der Fall erläutert, in dem aufgrund kultureller oder sozialer Absprachen keine Notwendigkeit besteht, Maximen zu befolgen.

3.2 Implikaturen durch Befolgen der Maximen: Dieser Abschnitt beleuchtet die weniger spektakuläre Variante der Implikaturenbildung, bei der der Sprecher die Maximen einhält.

3.3 Partikularisierte konversationelle Implikaturen: Es werden kontextabhängige Implikaturen untersucht, die eine spezifische Situation voraussetzen, um verstanden zu werden.

3.4 Generalisierte konversationelle Implikaturen: In diesem Abschnitt werden Implikaturen behandelt, die unabhängig von einem spezifischen Kontext funktionieren.

3.4.1 Skalare Implikaturen: Dieser Teil widmet sich der Bedeutung von Horn-Skalen und der Informativität von Ausdrücken.

3.4.2 Klausale Implikaturen: Hier werden Implikaturen analysiert, die durch die Verwendung schwächerer Ausdrücke in einem Paar von Ausdrucksmöglichkeiten entstehen.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die zentrale Bedeutung der konversationellen Implikaturen für die Kommunikation zusammen und betont deren grundlegenden Zweck.

5. Literaturverzeichnis: Ein Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Konversationelle Implikaturen, Paul Grice, Kooperationsprinzip, Konversationsmaximen, Partikularisierte Implikaturen, Generalisierte Implikaturen, Skalare Implikaturen, Klausale Implikaturen, Pragmatik, Sprachphilosophie, Flouting, Violating, Kontextabhängigkeit, Kommunikation, Sprecherintention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Theorie der konversationellen Implikaturen nach Paul Grice, insbesondere mit der Frage, wie Sprecher Bedeutung jenseits des expliziten Wortlauts vermitteln.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind das Kooperationsprinzip, die Konversationsmaximen (Quantität, Qualität, Relation, Modalität) sowie die Differenzierung zwischen verschiedenen Typen von Implikaturen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das Wesen und die Entstehungsweisen konversationeller Implikaturen darzustellen, diese anhand prägnanter Beispiele zu illustrieren und kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, bei der linguistische Modelle angewandt und durch eine Vielzahl von Gesprächsbeispielen illustriert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Implikaturen durch Nicht-Befolgung sowie Befolgung der Maximen, unterteilt in spezifische Formen wie skalare oder klausale Implikaturen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Pragmatik, Implikatur, Kooperationsprinzip, Konversationsmaximen und Kontextabhängigkeit charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die "Violating a maxim" von der "Flouting a maxim"?

Während bei "Flouting" der Verstoß offenkundig ist und den Hörer gezielt zur Suche nach einer weiteren Bedeutung anregen soll, ist "Violating" unauffälliger und führt den Hörer potenziell in die Irre.

Warum sind skalare Implikaturen wichtig für die Analyse?

Sie ermöglichen es, die relative Stärke von Ausdrücken innerhalb einer Skala zu bewerten und zeigen auf, wie Sprecher durch die Wahl eines Ausdrucks eine negative Implikation für stärkere Ausdrücke erzeugen.

Was genau versteht man unter einer "klausalen Implikatur"?

Es handelt sich um eine Implikatur, die durch die Wahl eines schwächeren Ausdrucks in einem Paar entsteht, was die Möglichkeit offenlässt, dass der stärkere Zustand nicht eingetreten ist.

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Details

Title
Typen konversationeller Implikaturen und deren Bildung
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für fremdsprachliche Philologien)
Course
Pragmatics
Grade
1
Author
Stefan Nehl (Author)
Publication Year
2009
Pages
22
Catalog Number
V139130
ISBN (eBook)
9783640489442
ISBN (Book)
9783640489664
Language
German
Tags
Typen Implikaturen Bildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Nehl (Author), 2009, Typen konversationeller Implikaturen und deren Bildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139130
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