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Mathematische Kompetenzen im Vorschulalter bei Kindern mit und ohne Migrationshintergrund

Welche sprachlichen Auffälligkeiten lassen sich bei den Kindern mit Migrationshintergrund feststellen?

Title: Mathematische Kompetenzen im Vorschulalter bei Kindern mit und ohne Migrationshintergrund

Master's Thesis , 2022 , 91 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Aline Stark (Author)

Didactics - Mathematics
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Summary Excerpt Details

Welche mathematischen Kompetenzen weisen die Kinder mit und ohne Migrationshintergrund im Bereich Vorläuferfähigkeiten, sowie Zahlen und Operationen anhand des EMBI im Vorschulalter auf? Welche sprachlichen Auffälligkeiten lassen sich bei den Kindern mit und ohne Migrationshintergrund feststellen? Weitergehend wird außerdem die Frage beleuchtet, wie eine mathematische Frühförderung in der Kita aussehen kann.

Nachfolgende wissenschaftliche Arbeit gliedert sich in zwei Teile, in einen theoretischen und einen empirischen Teil. Ausgehend von grundlegenden Aspekten zu mathematischen Standards sowie Zahlen und Operationen, werden im ersten Teil der Arbeit die mathematischen Kompetenzen im Vorschulalter näher beleuchtet. In diesem Zusammenhang wird auch die Sprache in Bezug auf Mathematik betrachtet. Dies dient später zur Erkennung sprachlicher Auffälligkeiten bzw. dem Beachten sprachlicher Hürden. Weiter werden Diagnosemöglichkeiten mathematischer Kompetenzen im Vorschulalter dargelegt, wobei eine dieser Diagnosemöglichkeiten zur späteren Durchführung der Forschung dient. Nach einer kurzen Zusammenfassung und Präsentation der interessierten Forschungsfragen, folgt der empirische Forschungsteil. Infolgedessen wird zunächst das methodische Vorgehen ausführlich beschrieben, bevor die Analyse des gewonnenen Datenmaterials folgt. Anschließend werden die Resultate diskutiert und in Bezug zu den theoretischen Grundlagen gesetzt. Dabei werden auch Schwachstellen des Diagnoseinstrumentes erörtert. Darauffolgend werden die Ergebnisse als Antworten auf die Forschungsfragen zusammengefasst und in Form eines Fazits der wissenschaftlichen Arbeit dargestellt. Zuletzt wird ein Ausblick im Sinne einer Förderperspektive erstellt, welche die Resultate dieser Arbeit mit einbezieht. Ziel dieser Arbeit ist es, Erkenntnisse darüber zu erlangen, welche mathematischen Kompetenzen im Vorschulalter bereits vorhanden sind, inwieweit sich die Kinder mit Migrationshintergrund von den Kindern ohne Migrationshintergrund unterscheiden und inwiefern die Sprache dabei eine Rolle spielen kann. Als zukünftige Grundschullehrkraft liegt es in meinem Interesse, die Kinder zum Zeitpunkt ihrer Einschulung an jenem Punkt, an welchem sie stehen, abzuholen und auf Grundlage dessen den Mathematikunterricht ansprechend und differenziert zu gestalten. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mathematische Kompetenzen im Vorschulalter

2.1 Inhaltsbezogene Kompetenzen

2.2 Prozessbezogene Kompetenzen

2.3 Prädiktoren für spätere mathematische Leistungen

3. Zahlen und Operationen

3.1 Das Zählen

3.1.1 Erwerb und Niveaus beim Einsatz der Zahlwortreihe

3.1.2 Zählprinzipien

3.1.3 Zählstrategien

3.2 (Quasi-) Simultanerfassung

3.3 Teile- Ganzes- Verständnis

3.4 Entwicklung der Zahl- Größen- Verknüpfung

3.5 Operationsverständnis

4. Mathematik und die Sprache

4.1 Bedeutung der Sprache im Mathematikunterricht

4.2 Sprachliche Hürden

4.3 Mathematik bei Kindern mit Migrationshintergrund

5. Diagnosemöglichkeiten mathematischer Kompetenzen im Vorschulalter

6. Zusammenfassung und Forschungsfragen

7. Methodik

7.1 Qualitativ orientiertes diagnostisches Interview: EMBI

7.2 Untersuchungsgruppe

7.3 Erhebungsdesign

7.4 Auswertungsdesign

8. Darstellung der Ergebnisse

8.1 Vorläuferfähigkeiten

8.2 Zählen

8.3 Stellenwerte

8.4 Strategien bei Addition und Subtraktion

8.5 Strategien bei Multiplikation und Division

8.6 Sprachliche Auffälligkeiten

9. Diskussion der Ergebnisse

9.1 Vorläuferfähigkeiten

9.2 Zwischenfazit

9.3 Zahlen und Operationen

9.4 Zwischenfazit

9.5 Weitere sprachliche Auffälligkeiten

9.6 Zwischenfazit

9.7 Schwachstellen des EMBI

10. Fazit und Ausblick

10.1 Ausblick – Förderperspektive

10.2 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welche mathematischen Basiskompetenzen Kinder im Vorschulalter – unterteilt in Kinder mit und ohne Migrationshintergrund – aufweisen und welche sprachlichen Hürden dabei im Lernprozess auftreten können.

  • Mathematische Vorläuferfähigkeiten im Vorschulalter
  • Entwicklung von Zahlenverständnis und Operationsgrundlagen
  • Einfluss sprachlicher Faktoren auf den mathematischen Kompetenzerwerb
  • Qualitative Diagnose mathematischer Kompetenzen mittels EMBI
  • Förderperspektiven für die frühkindliche mathematische Bildung

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Zählprinzipien

Die Zählprinzipien ermöglichen zusammen mit der Fertigkeit des flüssigen Vorwärts- und Rückwärtszählens die Lösung einfacher arithmetischer Aufgaben (Lorenz, 2016, S. 46). Sie wurden von Gelman und Gallistel schon 1978 entwickelt (Gelman & Gallistel, 1978). In dieser Arbeit sollen sie nach Fuchs und Hess (2015; 2012) beschrieben werden, welche sich jedoch auf Gelman und Gallistel beziehen. Dabei handelt es sich um das Prinzip der Eins- zu- Eins- Zuordnung, das Prinzip der stabilen Ordnung, das Kardinalzahl- Prinzip, das Abstraktionsprinzip und das Prinzip der Irrelevanz der Anordnung (Lorenz, 2016, S. 24–27). Die Zählprinzipien entwickeln sich im Laufe des Gebrauchs der Zahlwortreihe, welche wie vorhin beschrieben, als Sprachkette anfängt, ohne dass die Kinder sich über irgendwelche Prinzipien bewusst sind (Lorenz, 2016, S. 37). Zählen ist jedoch mehr als nur das reine und automatische Aufsagen der Zahlwortreihe. Die Zählprinzipien verdeutlichen, dass der Zählvorgang äußerst komplex ist und Kinder diese beherrschen müssen, um erfolgreich zum richtigen Zählergebnis zu kommen (Hess, 2012, S. 57).

Das erste Zählprinzip ist das Eindeutigkeitsprinzip, bei welchem jedem der zu zählenden Gegenstände genau ein Zahlwort zugeordnet wird. Hierbei verfolgen einige Kinder den Weg, die zu zählenden Objekte während des Zählens anzutippen. So können jedoch leicht Zählfehler entstehen, indem ein Objekt zweimal angetippt wird, oder zwei Silben eines Zahlwortes auf zwei Objekte verteilt werden, z.B. „sie – ben“ wird beispielsweise zwei Objekten zugeordnet. Das aktive Verschieben hingegen ist weniger fehleranfällig. Die Kinder sollten also die bereits gezählten Objekte auf die Seite schieben, um eine höhere Sicherheit zu erzielen, dass wirklich jedem Objekt genau ein Zahlnamen zugeordnet wird. Das zweite Prinzip - das stabilen Ordnung - hält fest, dass die Reihe der Zahlwörter eine feste Ordnung hat und diese Reihenfolge bekannt ist. Dieses Prinzip lässt sich gut mit den Fingern verdeutlichen. Hier bieten sich Fingerverse, Zähllieder oder Ähnliches an. Durch das Kardinalitätsprinzip, welches das dritte Prinzip darstellt, wird ausgedrückt, dass das zuletzt genannte Zahlwort beim Zählprozess die Anzahl der Elemente der abgezählten Menge angibt. Wenn ein Kind beispielsweise nach dem Zählen von mehreren Objekten gefragt wird, wie viele Objekte es denn nun sind und es daraufhin wieder von Neuem anfängt zu zählen, wird dieses Prinzip noch nicht verfolgt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Relevanz der mathematischen Frühförderung und definiert die Forschungsfragen bezüglich mathematischer Kompetenzen und sprachlicher Auffälligkeiten bei Kindern im Vorschulalter.

2. Mathematische Kompetenzen im Vorschulalter: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der inhalts- und prozessbezogenen Kompetenzen sowie die Prädiktoren für den späteren Lernerfolg.

3. Zahlen und Operationen: Hier werden die kognitiven Grundlagen wie Zähl- und Abstraktionsprinzipien sowie die Entwicklung des Zahlverständnisses detailliert analysiert.

4. Mathematik und die Sprache: Das Kapitel befasst sich mit der engen Kopplung von Spracherwerb und mathematischem Denken sowie den spezifischen Hürden für DaZ-Lernende.

5. Diagnosemöglichkeiten mathematischer Kompetenzen im Vorschulalter: Es erfolgt eine Gegenüberstellung gängiger Testverfahren, mit Fokus auf die Eignung des EMBI für die qualitative Forschung.

6. Zusammenfassung und Forschungsfragen: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit dem Fokus auf die empirische Untersuchung.

7. Methodik: Beschreibung des qualitativen Forschungsansatzes unter Nutzung der EMBI-Interviewführung und des gewählten Auswertungsschemas.

8. Darstellung der Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten in Bezug auf Vorläuferfähigkeiten und spezifische Zähl- und Rechenstrategien der Kinder.

9. Diskussion der Ergebnisse: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund bestehender Theorien und Analyse der Schwachstellen des Testinstruments.

10. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Ableitung von Empfehlungen für die pädagogische Praxis der mathematischen Frühförderung.

Schlüsselwörter

Frühkindliche mathematische Bildung, EMBI, Zahlwortreihe, Zählprinzipien, Sprachliche Hürden, Mathematische Basiskompetenzen, Teilleistungsstörungen, Migrationshintergrund, Qualitative Forschung, Diagnose, Mengenverständnis, Vorläuferfähigkeiten, Rechenstrategien, Sprachförderung, Inklusive Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Masterthesis untersucht den aktuellen Stand der mathematischen Basiskompetenzen von Kindern im Vorschulalter und beleuchtet dabei insbesondere den Einfluss sprachlicher Fähigkeiten und migrationsspezifischer Unterschiede.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die mathematischen Vorläuferfähigkeiten, das Verständnis von Zahlen und Operationen, der Zusammenhang zwischen sprachlicher Entwicklung und mathematischem Denken sowie diagnosebasierte Methoden der Frühförderung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, empirisch zu ermitteln, über welche spezifischen mathematischen Kompetenzen Kinder im Vorschulalter verfügen und inwieweit Sprachbarrieren Einfluss auf ihre mathematische Leistungsfähigkeit nehmen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt als qualitative Methode das „ElementarMathematische BasisInterview“ (EMBI), um in Einzelfallanalysen die mathematischen Denkwege und Strategien der Kinder detailliert zu erfassen und zu dokumentieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zu mathematischen Konzepten (Zählen, Operationen, Sprache) und einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Interviews mit Kindern in der Kita ausgewertet und diskutiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie mathematische Frühförderung, Zählstrategien, Sprachsensibilität im Unterricht und Diagnoseinstrumente für den Vorschulbereich charakterisieren.

Warum ist das EMBI für diese Untersuchung besonders relevant?

Das EMBI erlaubt einen Einblick in die subjektiven Denkprozesse der Kinder, da es weniger auf standardisierte Testwerte als auf die Dokumentation des individuellen Lösungsverhaltens und der angewandten Strategien abzielt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin für die pädagogische Praxis?

Die Autorin betont die Notwendigkeit einer differenzierten Beobachtung durch pädagogische Fachkräfte, um mathematische Lerngelegenheiten im Kita-Alltag gezielt zu integrieren und Kinder entsprechend ihres individuellen Kenntnisstandes zu fördern.

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Details

Title
Mathematische Kompetenzen im Vorschulalter bei Kindern mit und ohne Migrationshintergrund
Subtitle
Welche sprachlichen Auffälligkeiten lassen sich bei den Kindern mit Migrationshintergrund feststellen?
College
University of Education Freiburg im Breisgau  (Mathematik)
Grade
1,3
Author
Aline Stark (Author)
Publication Year
2022
Pages
91
Catalog Number
V1391356
ISBN (PDF)
9783346935021
ISBN (Book)
9783346935038
Language
German
Tags
Vorschulalter Mathematische Kompetenzen Migrationshintergrund Mathematik Kompetenzen Zählen Schuleintritt Vorläuferfertigkeiten sprachliche Auffälligkeiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Aline Stark (Author), 2022, Mathematische Kompetenzen im Vorschulalter bei Kindern mit und ohne Migrationshintergrund, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1391356
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