In dieser Hausarbeit werden die Chancen und Potentiale des Einsetzens von Stop-Motion-Filmen im Kunstunterricht genauer betrachtet. Die Ausarbeitung dieser setzt sich mit folgender Fragestellung auseinander: Inwiefern fördern Stop-Motion-Filme als künstlerisches Medium im Kunstunterricht die Entwicklung und Entfaltung künstlerischer Chancen und Potentiale der Schülerinnen und Schüler? Diese Fragestellung soll im Hinblick auf die Kompetenzbereiche des Kunstunterrichtes, sowie mithilfe einer expliziten Literaturrecherche, genauer betrachtet und beantworten werden.
Für die Auseinandersetzung und Ausarbeitung dieses komplexen Themas wird zunächst genauer auf Stop-Motion-Filme eingegangen. Hierbei sollen diese in ihrer Funktionsweise erklärt, sowie dessen Geschichte und historische Entwicklung genauer betrachtet werden. Auch einige der verschiedenen Anwendungsgebiete und -möglichkeiten sollen aufgelistet sowie einige Techniken genauer beleuchtet werden. Folglich wird auf der Grundlage des erarbeiteten ein Unterrichtsentwurf, welcher sich mit Stop-Motion-Filmen auseinandersetzt, entwickelt.
Hier wird zunächst die Aufgabenstellung formuliert. Danach wird die geplante Unterrichtsreihe in ihren einzelnen Stunden vorgestellt. Diese Unterrichtsreihe soll dann mithilfe der verschiedenen Kompetenzbereiche in den Rahmenlehrplan eingeordnet werden. Folglich soll mithilfe des Erarbeiteten nun auf die Chancen und Potentiale des Einsetzens von Stop-Motion-Filmen im Kunstunterricht eingegangen werden. Zudem erfolgt abschließend ein Fazit dieser Hausarbeit.
Stop-Motion-Filme dienen in der Kunstwelt im digitalen Zeitalter als beliebtes Medium. So kommen diese beispielsweise in der Filmindustrie oder im Bildungsbereich bereits vielseitig zum Einsatz. Auch das Einsetzen von verschiedensten digitalen Medien im Kunstunterricht gelangt immer mehr in den Vordergrund, so auch das Einsetzen von Stop-Motion-Filmen. Die Auseinandersetzung, sowie die Verwendung dieses Mediums im Kunstunterricht kann Schülerinnen und Schülern ermöglichen, kreative Ideen auf eine neue Weise zu entwickeln und umzusetzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Stop-Motion-Filme
2.1. Geschichte (Entwicklung/ Entstehung)
2.2. Stop-Motion-Techniken
3. Beispiel Unterrichtsentwurf
3.1. Vorstellung der Aufgabenstellung
3.2. Vorstellung der Unterrichtsreihe
3.3. Einordnung in den Rahmenlehrplan
4. Chancen und Potentiale
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das pädagogische Potenzial von Stop-Motion-Filmen als künstlerisches Medium im Kunstunterricht und analysiert, inwiefern diese zur Förderung der kreativen Entwicklung sowie fachspezifischer Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern beitragen können.
- Historische und technische Grundlagen der Stop-Motion-Animation
- Methodische Umsetzung durch ein praxisorientiertes Unterrichtsmodell
- Integration der Cut-Out-Technik in narratologische Lernprozesse
- Kompetenzentwicklung im Kontext des Rahmenlehrplans Berlin-Brandenburg
- Analyse der Chancen und Potenziale anhand des SAMR-Modells
Auszug aus dem Buch
2. Stop-Motion-Filme
Stop-Motion-Filme bezeichnen eine interessante und einzigartige Form der Animation, welche seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in vielen Bereichen als beliebtes Medium gilt. „Stop Motion ist ein Oberbegriff für mehrere Techniken, die alle darauf beruhen, dass zuist real gebaute Objekte einzelbildweise verändert werden“ (Rall et al. 2015, S.254). Das Stop-Motion-Verfahren beschreibt somit das Aneinanderreihen von stehenden Bildern, wobei in jedem Bild eine minimale Veränderung stattfindet (vgl. Rall et. al.). Diese kann beispielsweise durch das Verändern der Position, oder der Form eines Objektes geschehen (vgl. Adobe). Durch das Abspielen dieser Fotoreihe entsteht dann eine Illusion der Bewegung (vgl. Rall et. al.). Stop-Motion-Filme beruhen grundlegend auf der Technik des Daumenkinos, sodass diese „als eine moderne Form des Daumenkinos verstanden werden kann“ (Stop-Motion-Animation: Definition, Techniken & Tools.| Adobe, o. D.). Je mehr Bilder in einer Fotoreihe aufgenommen werden, desto präziser, beziehungsweise genauer und realistischer erscheint der entstehende Stop-Motion-Film. Desto weniger Bilder aufgenommen werden, desto härter, beziehungsweise „ruckeliger" erscheint der Übergang der entstehenden Bewegung. Je ausführlicher die Bild-, beziehungsweise Fotoreihe in der Anzahl der Bilder ausgeführt wird, desto weicher und realitätsnäher erscheinen schließlich die Übergänge des Stop-Motion-Filmes (vgl. Rall et. al.). Somit lässt sich festhalten, dass der Begriff „Stop-Motion“ ein Animationsverfahren beschreibt, dass statische Objekte oder Figuren durch minimale Veränderungen je Bild mit einer Kamera festhält. Folglich werden diese nahtlos aneinandergereiht dargestellt. Diese, sogenannte Einzelbildschaltung mit anschließender Wiedergabe, erzeugt für die Zuschauerinnen und Zuschauer den faszinierenden Eindruck, dass sich die gezeigten Objekte autonom bewegen (vgl. Nürenberg).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Stop-Motion-Filme im Kunstunterricht ein und formuliert die zentrale Fragestellung in Bezug auf die Förderung künstlerischer Potenziale.
2. Stop-Motion-Filme: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von Stop-Motion, skizziert deren historische Entwicklung vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute und stellt gängige Animationstechniken vor.
3. Beispiel Unterrichtsentwurf: Hier wird ein konkretes Konzept für eine Unterrichtsreihe vorgestellt, welches die Technik der Cut-Out-Animation und die strategische Bedeutung der Narration in das schulische Lernen integriert.
4. Chancen und Potentiale: Das Kapitel analysiert die Möglichkeiten der Medienarbeit im Kunstunterricht und bewertet deren pädagogischen Nutzen mithilfe des SAMR-Modells zur technologischen Integration.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und bestätigt, dass Stop-Motion den Lernprozess im Kunstunterricht nachhaltig transformieren und fördern kann.
Schlüsselwörter
Stop-Motion, Kunstunterricht, Animation, Cut-Out-Technik, Narration, Medienkompetenz, Unterrichtsentwurf, SAMR-Modell, kreative Prozesse, Digitale Bildung, Einzelbildschaltung, künstlerische Strategien, Schulkunst, Trickfilm, Lernprozess.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Nutzung von Stop-Motion-Filmen im Kunstunterricht als Methode, um Schülerinnen und Schülern neue gestalterische Ausdrucksmöglichkeiten zu eröffnen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die wesentlichen Schwerpunkte liegen in der Vermittlung technischer Grundlagen, der Anwendung narrativer Strategien und der Einordnung digitaler Medien in kunstpädagogische Lernziele.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, zu eruieren, wie Stop-Motion-Filme die Entwicklung künstlerischer und technischer Kompetenzen im schulischen Kontext konkret unterstützen und fördern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Untersuchung nutzt eine fundierte Literaturrecherche sowie die theoretische Herleitung und Konzeption eines praxisbezogenen Unterrichtsentwurfs zur Veranschaulichung des Potenzials.
Was deckt der Hauptteil ab?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Stop-Motion-Techniken, eine konkrete Unterrichtsplanung und eine Analyse der didaktischen Chancen mittels des SAMR-Modells.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?
Kritische Begriffe sind unter anderem Stop-Motion, Kunstunterricht, Narration, Medienkompetenz, Cut-Out-Animation und pädagogische Transformationsprozesse.
Warum wird die Cut-Out-Technik im Entwurf favorisiert?
Die Autorin hebt die Cut-Out-Technik hervor, da sie für Lernende besonders zugänglich ist und sich ideal für die Kombination von grafischer Gestaltung und narrativer 2D-Animation eignet.
Welche Rolle spielt die App „Stop Motion Studio“?
Die App fungiert als niederschwelliges, kostenfreies Werkzeug, das es Schülern ermöglicht, ohne komplexe technische Barrieren sofort mit dem Filmen und Animieren zu beginnen.
- Quote paper
- Maxi Peschka (Author), 2023, Stop-Motion-Filme. Chancen und Potentiale für den Kunstunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1391371