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Die Haftung des GmbH – Geschäftsführers gegenüber der GmbH (Innenhaftung) in der werbenden GmbH

Title: Die Haftung des GmbH – Geschäftsführers gegenüber der GmbH (Innenhaftung) in der werbenden GmbH

Research Paper (undergraduate) , 2000 , 24 Pages

Autor:in: Roland Karl (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law
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Summary Excerpt Details

Das GmbHG schreibt zwingend für jede GmbH einen GF vor. Der GF ist neben der Gesellschafterversammlung das zweite notwendige Organ einer GmbH.
Nachdem der GmbH-GF kein Arbeitnehmer im Sinne des Arbeitsrechts ist, kommen auf ihn auch die Haftungsprivilegien des Arbeitsrechts nicht zur Anwendung.
In der eingetragenen, werbenden GmbH drohen dem GF umfangreiche Haftungsrisiken, sowohl im Verhältnis zur GmbH (Innenhaftung), als auch gegenüber Gläubigern der GmbH (Außenhaftung).
Unter dem Schlagwort der Innenhaftung werden die Ansprüche der GmbH zusammengefaßt, wobei diese Ansprüche vor allem in § 43 GmbHG gründen.
§ 43 GmbHG ist die Generalklausel, unter der die Innenhaftung des GF umfassend geregelt ist. Diese Haftung setzt eine Pflichtverletzung des GF, einen kausal damit zusammenhängenden Vermögensschaden der Gesellschaft, sowie ein schuldhaftes Handeln des GmbH-GF voraus.
Der GmbH-GF ist gehalten, bei seinem Handeln die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes walten zu lassen. Das GmbHG legt jedoch an keiner Stelle fest, was im einzelnen zu dieser Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes zählt. Kommt es zu einem Rechtsstreit, ist dies im Zweifelsfall vom Tatrichter, der über die Haftung des GF zu befinden hat, zu beurteilen. Diese unbestimmte Gesetzesvorschrift birgt damit für den GF ein hohes Risiko. Er hat sein Handeln permanent kritisch daraufhin zu prüfen, ob es den strengen Anforderungen des § 43 GmbHG standhält.
Gerät die GmbH in eine Krise, so hat der GF zur Vermeidung eigener Haftung, sobald Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung eintritt, rechtzeitig Insolvenzantrag zu stellen und Schmälerungen der Insolvenz¬masse tunlichst zu vermeiden. Nur dadurch kann er verhindern, in eine persönliche Verantwortung zu geraten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Haftung des Geschäftsführers in der werbenden Gesellschaft

2.1 Der Status des GmbH-Geschäftsführers

2.2 Grundsatz der Gesamtverantwortung

2.3 Haftung gegenüber der GmbH (Innenhaftung)

2.3.1 Haftung nach § 43 GmbHG

2.3.1.1 Überblick

2.3.1.2 Pflichtverletzung des GF

2.3.1.3 Verschulden

2.3.1.4 Entlastung

2.3.1.5 Gesetzliche Haftungsbeschränkungen

2.3.1.6 Vertragliche Haftungsausschlüsse

2.3.1.7 Verjährung

2.3.2 § 64 GmbHG

2.3.2.1 Grundlagen

2.3.2.2 Antragsfrist/-pflicht

2.3.2.3 Ersatzpflicht

2.3.2.4 Verschulden

2.3.2.5 Insolvenzanfechtung

3 Zusammenfassung / Summary

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die zivilrechtliche Innenhaftung des Geschäftsführers einer werbenden GmbH gegenüber der Gesellschaft, insbesondere unter Berücksichtigung der Haftungsvorschriften bei Pflichtverletzungen und in Krisensituationen.

  • Grundlagen der organschaftlichen Sorgfaltspflichten nach § 43 GmbHG
  • Haftungsrisiken bei Verstößen gegen Kapitalerhaltung und Buchführungspflichten
  • Die Rolle der Geschäftsführung bei Insolvenzreife und die Pflichten aus § 64 GmbHG
  • Ressortverantwortung und Delegation von Geschäftsführungsaufgaben
  • Grenzen des unternehmerischen Ermessensspielraums und Haftungsausschlüsse

Auszug aus dem Buch

2.3.1.2 Pflichtverletzung des GF

Die Haftung aus § 43 GmbHG setzt eine objektive Pflichtverletzung des GF voraus. Der GF hat für sein Unternehmen Geschäfte zu machen. Er hat stets den Vorteil der Gesellschaft im Auge zu behalten und Schaden von ihr abzuhalten. Oberstes Gebot des GF ist es, hierbei Regelungen des Gesetzes, des Gesellschaftsvertrages und der Satzung, Beschlüsse der anderen Organe der Gesellschaft sowie öffentliche Interessen an den Unternehmungen der GmbH zu berücksichtigen. Da der GF die Sorgfalt schuldet, die ein ordentlicher Geschäftsmann in verantwortlich leitender Position bei selbständiger Wahrnehmung fremder Vermögensinteressen zu wahren hat (wie oben), geht seine Sorgfaltspflicht über die eines ordentlichen Kaufmannes hinaus.

Dem GF ist fremdes Vermögen anvertraut, welches er ausschließlich im Interesse des Unternehmens treuhänderisch, gewissenhaft und zuverlässig zu verwalten hat; er hat wie jeder andere Treuhänder bei seiner Tätigkeit das Wohl und den Nutzen des Treugebers zu beachten und im Falle eines Interessenkonfliktes vorrangig die Interessen der Gesellschaft zu wahren. Er darf z. B. keine Wechsel ausstellen, soweit die zugrunde liegende Forderung umstritten ist, auf realisierbare Forderungen nicht eigenmächtig verzichten oder gar derartige Forderungen verjähren lassen. Der GF hat anerkannte betriebswirtschaftliche Grundsätze zu halten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Fokus auf die zivilrechtliche Innenhaftung des GmbH-Geschäftsführers und grenzt das Thema von Außenhaftung und Konzernrecht ab.

2 Die Haftung des Geschäftsführers in der werbenden Gesellschaft: Dieser Teil erörtert den Status des Geschäftsführers, die Gesamtverantwortung sowie die detaillierten gesetzlichen Grundlagen der Haftung nach § 43 und § 64 GmbHG.

3 Zusammenfassung / Summary: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Haftungsrisiken zusammen und betont die Pflicht zur Sorgfalt sowie zum rechtzeitigen Handeln in Unternehmenskrisen.

Schlüsselwörter

GmbH-Geschäftsführer, Innenhaftung, § 43 GmbHG, Sorgfaltspflicht, Kapitalerhaltung, Insolvenzreife, § 64 GmbHG, Insolvenzantrag, Gesamtverantwortung, Pflichtverletzung, Schadensersatz, Gläubigerschutz, Ressortverantwortlichkeit, ordentlicher Geschäftsmann, Unternehmenskrise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die zivilrechtliche Innenhaftung von GmbH-Geschäftsführern gegenüber der eigenen Gesellschaft in einer werbenden GmbH.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die organschaftlichen Sorgfaltspflichten, die Haftung bei Fehlern in der Geschäftsführung, die Kapitalerhaltung sowie die Pflichten bei drohender oder eingetretener Insolvenz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Haftungsrisiken des Geschäftsführers aufzuzeigen und die rechtlichen Konsequenzen bei Pflichtverletzungen gemäß GmbH-Gesetz präzise darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine juristische Analyse der geltenden Gesetzeslage (GmbHG), der entsprechenden BGH-Rechtsprechung und der einschlägigen Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Statusbestimmung des Geschäftsführers, die detaillierte Analyse der Haftung nach § 43 GmbHG (Sorgfaltspflichten) und § 64 GmbHG (Insolvenzantragspflicht).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Innenhaftung, GmbHG, Sorgfaltspflicht, Insolvenzantragspflicht, Geschäftsführerhaftung und Schadensersatz sind zentrale Begriffe.

Wie wirkt sich die Ressortverantwortung auf die Haftung aus?

Durch eine horizontale Arbeitsteilung kann sich die Haftung auf das eigene Ressort begrenzen, wobei jedoch eine allgemeine Überwachungspflicht gegenüber anderen Ressorts bestehen bleibt.

Welche Bedeutung hat die Entlastung des Geschäftsführers?

Die Entlastung durch die Gesellschafterversammlung kann Ansprüche der GmbH aus § 43 GmbHG zum Erlöschen bringen, sofern keine Pflichtverletzungen verschleiert wurden und die Ansprüche nicht zur Gläubigerbefriedigung notwendig sind.

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Details

Title
Die Haftung des GmbH – Geschäftsführers gegenüber der GmbH (Innenhaftung) in der werbenden GmbH
Author
Roland Karl (Author)
Publication Year
2000
Pages
24
Catalog Number
V139243
ISBN (eBook)
9783640492657
ISBN (Book)
9783640492442
Language
German
Tags
Haftung GmbH-Geschäftsführer Innenhaftung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Roland Karl (Author), 2000, Die Haftung des GmbH – Geschäftsführers gegenüber der GmbH (Innenhaftung) in der werbenden GmbH, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139243
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