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Darwin, Lamarck und die Epigenetik

Titre: Darwin, Lamarck und die Epigenetik

Dossier / Travail , 2009 , 21 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Patrick Zimmerschied (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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In dieser Arbeit möchte ich darstellen, wie Lamarcks Gedanken über die Entwicklung der Lebewesen, mit Darwins Idee der Evolution und den modernen Erkenntnissen aus der Epigenetik in Zusammenhang stehen, und ob Letztere ernste Konsequenzen für die Glaubwürdigkeit des Neodarwinismus haben.
Ich gebe im ersten Kapitel einen groben Überblick zu der Vorgeschichte des Evolutionsgedankens, vom antiken Griechenland bis zur Aufklärung. Anschließend gehe ich in chronologischer Reihenfolge weiter, wobei ich Lamarcks Theorie und die Reaktionen darauf im zweiten Kapitel, und Darwins Überlegungen zur natürlichen Auslese, sowie seine Meinung zum Lamarckismus, im dritten Kapitel beschreibe. Die Folgen, der dann immer populärer werdenden Evolutionstheorie, sind das Thema des vierten Kapitels. In diesem erkläre ich außerdem, wie der Neodarwinismus, durch das Aufkommen der Genetik, zur vorherrschenden Weltsicht wurde. Das fünfte Kapitel beinhaltet epigenetische Beispiele, die den grundlegenden Annahmen des Neodarwinismus widersprechen, und eher eine Form von Neo-Lamarckismus nahe legen. Ich gehe hierbei, unter anderem auf das Zusammenspiel von Retroviren und Immunsystem, sowie auf anatomische Modifikationen durch Nutzung und Gebrauch ein. Zuletzt ziehe ich ein Fazit, in dem ich die Fakten noch einmal zusammenfasse und über ihre Konsequenzen reflektiere.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Frühe biologische Vorstellungen

Lamarck

Darwin

Der Neodarwinismus

Epigenetik

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das theoretische Spannungsfeld zwischen Lamarcks Evolutionsgedanken, Darwins Selektionstheorie und modernen epigenetischen Erkenntnissen, um zu analysieren, ob letztere die Glaubwürdigkeit des Neodarwinismus in Frage stellen.

  • Historische Entwicklung des Evolutionsdenkens von der Antike bis zur Aufklärung
  • Vergleichende Analyse der Theorien von Lamarck und Darwin
  • Die Etablierung des Neodarwinismus durch die Synthese mit der Genetik
  • Epigenetische Mechanismen als mögliche neo-lamarckistische Ansätze
  • Die Rolle der Umwelt bei der Genregulation und Vererbung erworbener Merkmale

Auszug aus dem Buch

Epigenetik

In der Immunologie erkannten Wissenschaftler schon früh, dass der Erfolg, mit dem auf eine Erkrankung reagiert wird, sehr selten mit der eigentlichen Information der Gene, also der Nukleotidsequenz, zusammenhängt. Diese legt zwar fest, wie ein Immunbotenstoff aussieht und wirkt, aber ob jemand eine gefährliche Infektionskrankheit überlebt oder nicht, das wird nicht durch sie entschieden. Es kommt stattdessen darauf an, dass der Körper die Immungene genau so reguliert, dass ihre Aktivität zwar eine ausreichende Immunantwort hervorruft, jedoch der Organismus nicht an dieser zugrunde geht (vgl. Bauer 2009: 60). Die Frage, die sich stellt, ist warum unsere Immunzellen uns nicht selbst zerstören. Wie unterscheiden sie zwischen „Selbst“ und „Nicht-Selbst“? Vor allem: Wie „erinnern“ sie sich an bereits durchlaufene Krankheiten, so dass sie beim zweiten Auftreten effektiver bekämpft werden können (vgl. Steele/Lindley/Blanden 1998: 59)?

Wenn für die Entschlüsselung dieser Antikörper, die DNA zuständig wäre, dann müsste zwischen Einsechstel und der Hälfte der DNA nur dieser Aufgabe gewidmet sein. Das ist natürlich absurd. Also muss die Entschlüsselung der Antikörper durch somatische Ereignisse generiert werden (vgl. ebd.: 77-78). Trifft ein Antigen auf eine Zelle, die den passenden Antikörper gegen dieses Antigen produziert, so vermehrt sich diese Zelle und ihre Klone produzieren alle genau die gleichen passenden Antikörper. Von diesen bleiben nach der Infektion weiterhin Zellen im Körper, die praktisch das Gedächtnis bilden und beim nächsten Angriff der bekannten Antigene sofort zur Stelle sind. Trifft jedoch vor der Geburt ein Antigen auf eine Zelle, so vermehrt sie sich nicht, sondern sie stirbt im Gegenteil sogar.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Fragestellung zur Beziehung zwischen Lamarck, Darwin und Epigenetik sowie den Aufbau der Arbeit.

Frühe biologische Vorstellungen: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Scala naturae, die Teleologie des Aristoteles und die Pangenesis-Theorie bis hin zur Präformationslehre.

Lamarck: Hier wird das Leben und Wirken von Jean-Baptiste Lamarck sowie seine Transformationstheorie und die Idee der Vererbung erworbener Eigenschaften beleuchtet.

Darwin: Das Kapitel analysiert Charles Darwins Evolutionstheorie, seine kritische Auseinandersetzung mit Lamarck und seine eigenen Zugeständnisse an den Lamarckismus.

Der Neodarwinismus: Dieser Abschnitt beschreibt die Entwicklung des Neodarwinismus, die Rolle der klassischen Genetik, der Entdeckung der DNA und Dawkins' Konzept des egoistischen Gens.

Epigenetik: Hier werden epigenetische Beispiele wie die Immunantwort, Retroviren und die Genregulation durch die Umwelt angeführt, die den Determinismus des Neodarwinismus herausfordern.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert, inwiefern die Epigenetik als Ergänzung zur Evolutionstheorie zu verstehen ist.

Schlüsselwörter

Evolution, Lamarck, Darwin, Neodarwinismus, Epigenetik, Genetik, natürliche Selektion, Vererbung, Mutation, DNA, Genregulation, Umweltfaktoren, Immunologie, Retroviren, biologische Entwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das theoretische Verhältnis zwischen Lamarckismus, Darwinismus und der modernen Epigenetik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Evolutionsdenkens, die Funktionsweise von Genen und das Zusammenspiel von genetischer Information und Umwelteinflüssen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es wird analysiert, ob neuere Erkenntnisse aus der Epigenetik das bisherige Verständnis des Neodarwinismus in Frage stellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftshistorischen und theoretischen Analyse, die durch Literaturstudien und aktuelle biologische Erkenntnisse gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der Evolutionstheorie, der Genetik, der Bedeutung von Mutationen und dem Einfluss der Umwelt auf die Genexpression.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Evolution, Epigenetik, Genetik, Umwelteinflüsse und die Kritik am genetischen Determinismus charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die epigenetische Sichtweise vom Neodarwinismus?

Während der Neodarwinismus Gene als zentrale, deterministische Einheiten sieht, betont die Epigenetik die Dynamik und die Modifizierbarkeit der Genaktivität durch die Umwelt.

Welche Rolle spielen Retroviren laut dem Autor bei der Evolution?

Retroviren werden als potenzielle Boten der DNA betrachtet, die genetische Veränderungen zwischen Zellen und Spezies vermitteln und so schnelle evolutionäre Sprünge erklären könnten.

Was bedeutet der Begriff "Standbein-Spielbein-Strategie" bei Joachim Bauer?

Sie beschreibt ein Modell, bei dem der Kernbestand des Genoms bewahrt wird, während durch Kreativitätsschübe neue Sequenzen für Anpassungen bereitgestellt werden.

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Résumé des informations

Titre
Darwin, Lamarck und die Epigenetik
Université
Technical University of Darmstadt  (Institut für Philosophie)
Cours
Charles Darwin als Philosoph
Note
1,3
Auteur
Patrick Zimmerschied (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
21
N° de catalogue
V139246
ISBN (ebook)
9783640490820
ISBN (Livre)
9783640490950
Langue
allemand
mots-clé
Darwin Lamarck Epigenetik Evolution Darwinismus Neodarwinismus Lamarckismus Dawkins
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Patrick Zimmerschied (Auteur), 2009, Darwin, Lamarck und die Epigenetik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139246
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Extrait de  21  pages
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