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Intentionalisten vs. Strukturalisten. Forschungsdebatte des Nationalsozialismus

Title: Intentionalisten vs. Strukturalisten. Forschungsdebatte des Nationalsozialismus

Term Paper , 2016 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Die folgende Arbeit handelt von der Forschungsdebatte und ihrer Kontroverse der intentionalistischen und strukturalistischen Beobachtungen des dritten Reichs.

In der Kontroverse zwischen den Intentionalisten und den Strukturalisten geht es um einen methodisch geschichtspolitischen Richtungsstreit in der Geschichtswissenschaft der 1970er Jahre und um die Bedeutung des Faktors Hitler für den NS-Staat.
Die meisten Autoren gingen seit den 1950er Jahren von einer weitgehenden Machtfülle Hitlers aus. Seit den 70er Jahren werden diese unter dem Begriff Intentionalisten zusammengefasst. Sie beschreiben den Verlauf des Nationalsozialismus als Resultat der Weltanschauung Hitlers.

Die strukturalistischen Ansätze wurden zeitgenössisch als neu bezeichnet, doch gab es bereits in den 1940er Jahren ähnliche Arbeiten von Ernst Fränkels und Franz Neumann, welche im englischen Exil entstanden sind. In den 1960er Jahren geriet immer mehr die Unstrukturiertheit der Bürokratie in den Mittelpunkt, wodurch dann strukturalistisch geprägte Arbeiten zunahmen. Durch den Einfluss von konkurrierenden Systemen entstand das Bild, dass das dritte Reich von einer polykratischen Machstruktur geprägt war und keine Monokratie war, wovon die Intentionalisten ausgingen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Kontroverse im Überblick

2. Intentionalisten vs. Strukturalisten

2.1. Intentionalisten

2.1.1. Hitlers Weltanschauung

2.1.2. Standpunkt der Intentionalisten

2.1.2.1. Monokratie

2.1.2.2. Internationalistische Aspekte

2.1.3. Beispiel: Rede Hitlers

2.2. Strukturalisten

2.2.1. Aufstieg des NS-Staats

2.2.2. Standpunkt der Strukturalisten

2.2.2.1. Polykratie

2.2.2.2. Strukturalistische Aspekte

2.2.3. Beispiel: Verfolgung der Sinti und Roma

3. Aktuelle Forschungslage

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den methodisch-geschichtspolitischen Richtungsstreit zwischen Intentionalisten und Strukturalisten in der Geschichtswissenschaft der 1970er Jahre, wobei der Fokus auf der Bedeutung der Rolle Adolf Hitlers für die Funktionsweise des NS-Staates liegt.

  • Die ideologische Weltanschauung Hitlers als treibende Kraft der NS-Politik.
  • Strukturalistische Erklärungsmodelle zur Polykratie und Ämteranarchie im Dritten Reich.
  • Die Debatte zwischen Monokratie und Interessenskonkurrenz innerhalb des nationalsozialistischen Machtgefüges.
  • Der Einfluss von Propaganda und Massenmobilisierung auf den Aufstieg des Nationalsozialismus.
  • Die Syntheseansätze der aktuellen Forschung zur Einordnung des "Phänomens Hitler".

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Hitlers Weltanschauung

Für den Machtanspruch Hitlers in der Partei und später im Regime, sowie den intenionalistischen Ansatz deuten zu können, ist die Weltanschauung Hitlers von großer Bedeutung.

Seine diktatorische Machtfülle im Nationalsozialismus, entstand aus der Annahme, dass er allein über ein gültiges, System der Weltpolitik verfügen würde. Entscheidungen über Krieg und Rassenpolitik, zwei Themen, die zu den Kernpunkten der nationalsozialistischen Politik gehörten, ging auf Hitlers weltanschaulichen Willen zurück.

Dass Hitlers Weltanschauungen den Nationalsozialismus maßgeblich prägten, setze allerdings einen langen komplizierten Prozess voraus. Die Ideologie bildete sich zunächst aus individuellen Erfahrungen sowie ideologischen Einflüssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Kontroverse im Überblick: Führt in den Richtungsstreit zwischen Intentionalisten und Strukturalisten ein und beleuchtet die unterschiedlichen Sichtweisen auf die Machtausübung Adolf Hitlers.

2. Intentionalisten vs. Strukturalisten: Analysiert detailliert die beiden gegensätzlichen Forschungsansätze, wobei die Intentionalisten Hitler als zentralen Akteur sehen, während die Strukturalisten systemische und polykratische Strukturen betonen.

2.1. Intentionalisten: Erläutert die Fokussierung auf Hitlers Weltanschauung und die These einer monokratischen Lenkung.

2.1.1. Hitlers Weltanschauung: Beschreibt die rassenideologischen und antisemitischen Grundlagen von Hitlers politischem Handeln.

2.1.2. Standpunkt der Intentionalisten: Systematisiert die Argumente für eine zielgerichtete, auf Hitler zentrierte Herrschaft.

2.1.2.1. Monokratie: Untersucht das Konzept des Diktators als alleinherrschendes Machtzentrum.

2.1.2.2. Internationalistische Aspekte: Beleuchtet die Rolle von Hitlers Absichten innerhalb des Machtgefüges des NS-Staates.

2.1.3. Beispiel: Rede Hitlers: Dient der Veranschaulichung der intentionalistischen Argumentation anhand einer Primärquelle.

2.2. Strukturalisten: Stellt den systemorientierten Forschungszweig und dessen Abgrenzung vom intentionalistischen Modell dar.

2.2.1. Aufstieg des NS-Staats: Analysiert gesellschaftliche Faktoren wie Wirtschaftskrise und Massendynamik beim Aufstieg der NSDAP.

2.2.2. Standpunkt der Strukturalisten: Erörtert die Sichtweise einer Herrschaft durch Interessensgruppen und konkurrierende Apparate.

2.2.2.1. Polykratie: Definiert den Begriff des Herrschaftssystems aus strukturalistischer Perspektive als konkurrierendes Zentrumgefüge.

2.2.2.2. Strukturalistische Aspekte: Zeigt auf, wie systemische Eigendynamiken staatliches Handeln radikalisierten.

2.2.3. Beispiel: Verfolgung der Sinti und Roma: Illustriert die strukturalistische Sicht am Beispiel der Verfolgungspolitik als bürokratisches Gemeinschaftswerk.

3. Aktuelle Forschungslage: Fasst neuere wissenschaftliche Ansätze zusammen, die Elemente beider Positionen verbinden, wie etwa das Modell von Ian Kershaw.

Schlüsselwörter

Intentionalismus, Strukturalismus, Nationalsozialismus, Adolf Hitler, Weltanschauung, Polykratie, Monokratie, Drittes Reich, Rassenpolitik, Antisemitismus, Machtstruktur, Ian Kershaw, NS-Herrschaftssystem, Geschichtswissenschaft, Zeitgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt den methodischen Richtungsstreit in der deutschen Geschichtsforschung der 1970er Jahre über die Natur des NS-Herrschaftssystems und die Handlungsspielräume Hitlers.

Welche zwei Hauptströmungen werden gegenübergestellt?

Es werden die Intentionalisten, die Hitler als zentralen Gestalter sehen, und die Strukturalisten, die das System als polykratisches Machtgefüge analysieren, diskutiert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die wissenschaftlichen Argumente beider Lager darzustellen und aufzuzeigen, wie sie jeweils das Funktionieren und die Radikalisierung des NS-Staates erklären.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Forschungsdebatten und dem exemplarischen Einsatz von Primärquellen (z. B. Reden Hitlers) basiert.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Vordergrund?

Im Hauptteil werden sowohl die intentionalistischen Argumente zur Monokratie und Hitlers Weltbild als auch die strukturalistischen Analysen zur Polykratie und ämterübergreifenden Konkurrenz detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Phänomen Hitler", "Polykratie", "Rassenideologie", "Führerprinzip" und der "intentionalistisch-strukturalistische Richtungsstreit".

Wie unterscheidet sich laut Strukturalisten das Handeln des Staates von einer monokratischen Lenkung?

Strukturalisten argumentieren, dass das Dritte Reich keine einheitliche Befehlskette von oben nach unten war, sondern ein chaotisches Gefüge konkurrierender Instanzen, in dem Hitler oft nur reagierte oder bewusst Entscheidungen aufschob.

Inwiefern hat sich die Forschungslage seit den 1990er Jahren verändert?

Neuere Ansätze, wie die von Ian Kershaw, versuchen die strikte Trennung aufzuheben, indem sie sowohl Hitlers Charisma als auch die strukturellen Zwänge des NS-Systems als sich gegenseitig beeinflussende Faktoren betrachten.

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Details

Title
Intentionalisten vs. Strukturalisten. Forschungsdebatte des Nationalsozialismus
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2016
Pages
17
Catalog Number
V1392735
ISBN (PDF)
9783346966254
ISBN (Book)
9783346966261
Language
German
Tags
intentionalisten strukturalisten forschungsdebatte nationalsozialismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2016, Intentionalisten vs. Strukturalisten. Forschungsdebatte des Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1392735
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