Der Sozialistische Realismus und die Aufgaben des sowjetischen Schriftstellers

Unter besonderer Beachtung von "Sovetskaja literatura" von Maksim Gor’kij und "Čto takoe socialističeskij realizm?"von Andrej Sinjavskij


Hausarbeit, 2009

26 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Hintergrund des sozialistischen Realismus

3. Maksim Gor’kij und Andrej Sinjavskij in ihrer Beziehung zum Sozialistischen Realismus
3.1 Maksim Gor’kij als Gründervater des Sozialistischen Realismus
3.2. Andrej Sinajvskij/Arbam Terc: Bruch mit den Normen des Sozrealismus

4. Sinjavskij - Terc: „Čto takoe socialističeskij realizm?” (1959)
4.1. Struktur und Inhalt des Essays
4.2. Die Aufgaben des sowjetischen Schriftstellers
4.2.1. Anwendung der Formel des Sozialistischen Realismus
4.2.2. Der „positive Held“ und die Heldenmystifizierung mit einem Exkurs zu Maksim Gor‘kij

5. Schlusswort

Bibliographie

1. Einleitung

Gegenstand der folgenden Arbeit soll der Sozialistische Realismus als künstlerische Hauptmethode und die damit verbundenen Anforderungen an den sowjetischen Schriftsteller sein. Nicht nur das Revolutionsjahr von 1917, sondern auch die Etablierung des Sozialistischen Realismus als offizielle Kunstdoktrin Anfang der 30er Jahre wird als entscheidender Einschnitt und Veränderung, sowohl auf der literarischen, als auch auf der literaturpolitischen Ebene gesehen. Mit dem Dekret „О перестройке литературно-художественных оргаизаций“ („Über den Umbau der literarisch-künstlerischen Organisationen“) des CK der Kommunistischen Partei am 23.04.1932 wurde der dynamischen Vielfalt der literarischen Gruppen („групповщина“), die etwa seit 1918 das Wesen der sowjetischen Literatur bestimmt hatte, ein Ende gesetzt. Damit wurden nicht nur die zu der Zeit bestehenden literarischen Gruppen aufgelöst, sondern auch ein homogener Schriftstellerverband gegründet, der alle sowjetischen Schriftsteller vereinigen sollte, die bereit waren „am sozialistischen Aufbau teilzunehmen“[1], und die sich ab nun der Methode des Sozialistischen Realismus bedienen sollten. Dies beinhaltete nicht nur die homogene Vereinheitlichung der Struktur des Schriftstellerverbandes als Folge des Dekretes, sondern auch den Anfang zur kunsttheoretischen Vereinheitlichung der Literatur in Bezug auf den sozialistischen Realismus, welche die Literatur für mehr als zwei Jahrzehnte fest im Griff hatte.[2] Damit wurde die Literatur endgültig in den Dienst des Staates gestellt. Doch wie sahen die Anforderungen an die Schriftsteller aus, die sich der neuen Methode bedienen sollten? Eine oft zitierte Aussage Stalins beschreibt die Schriftsteller als Ingenieure der Seele („инженер человеческих душ[3] ):

„Es gibt eine Arbeit von gewaltiger Wichtigkeit […] es gibt Ingenieure, die Traktoren bauen können, es gibt Ingenieure, die die Konstruktion von Industriegiganten leiten. Ihr Schriftsteller seid auch Ingenieure, die die Konstruktion der menschlichen Seele leitet. Dies ist eine nicht weniger wichtige Arbeit als jede andere Arbeit, die in unserem Land für den Aufbau des Sozialismus und seinen Sieg geleistet wird.“[4]

Die Etymologie des Wortes Ingenieur bezeichnet ein Angestelltenverhältnis. Dies zeugt von der Annahme, dass Schriftsteller kalkulierte Literatur schreiben[5] und diese die Menschen verändern kann.[6] Ein wesentlicher, von Anfang an integraler Bestandteil des sozialistisch-realistischen Kanons war das ideologische Postulat des positiven Helden[7] und die damit verbundene Heldenmystifizierung, worauf in dieser Arbeit näher eingegangen werden soll. Ziel ist es dabei nicht, die Geschichte der sowjetischen Literatur seit den Anfängen des Sozialistischen Realismus nachzuerzählen, ein kurzer Einblick ist jedoch für das globale Verständnis unabdingbar. Als Hauptuntersuchungsgegenstand dieser Arbeit dient das literaturkritische Essay von Andrej Sinjavskij, unter dem Titel „Čto takoe sozialističeskij realizm?“, den er im Jahre 1959 unter seinem Pseudonym Abram Terc veröffentlichte[8] und das eine scharfsinnige Analyse der offiziellen Kultur vorlegt, welche für ihn persönlich schwerwiegende Folgen hatte. Das Essay wird mit der Rede von Maksim Gor’kij unter dem Titel „Sovetskaja Literatura“, die er auf dem ersten Allunionsschriftstellerkongress in Moskau im Jahre 1934 hielt, auf den oben genannten Schwerpunkt hin, und zwar die Aufgabe und Rolle des sowjetischen Schriftstellers in Bezug auf den Sozialistischen Realismus, analysiert und versucht zu vergleichen. Es ist wichtig anzumerken, dass die Zitate aus den beiden Werken jeweils auf Russisch und auf Deutsch vorhanden sind, wobei ich die deutsche Übersetzung selbst durchgeführt habe und zum Teil in Übereinstimmung mit den Übersetzungen von Swetlana Geier ergänzt habe. Maksim Gor’kij gilt heute als der „Begründer“ („основоположник“) oder als „Stammvater“ („родоначальник“) des Sozialistischen Realismus.[9] Es heißt, er habe die Rede zwei Jahre lang, seit dem Dekret 1932, in intensiver Arbeit vorbereitet. Diese Rede zeugt deshalb von solcher Wichtigkeit, da Gor’kijs Standpunkt, sowohl zur klassischen, als auch zur sowjetischen Kultur deutlich zum Ausdruck kommt. Der Sozialistische Realismus wurde 1934 nicht plötzlich von Stalin und Gor’kij erfunden und hat selbstverständlich eine Vorgeschichte. Dazu wird als Einstieg im zweiten Kapitel in kurzen Zügen der geschichtliche Hintergrund und die kulturpolitischen Anfänge des Sozialistischen Realismus bis zum ersten Allunionsschriftstellerkongress in Moskau im Jahre 1934 erläutert, auf dem unter anderem das Prinzip des Sozialistischen Realismus festgelegt wurde und Maksim Gor’kij seine Rede „Sovetskaja literatura“ hielt. Im dritten Kapitel werden Maksim Gorkij und Andrej Sinjavskij in ihrer Beziehung zum Sozialistischen Realismus vorgestellt, dem schließlich der Vergleich der beiden Werke folgen wird.

2. Geschichtlicher Hintergrund des sozialistischen Realismus

Die Statuten des sozialistischen Realismus waren äußerlich der Endpunkt einer Entwicklung von sich immer weiter zuspitzenden Machtkämpfen zwischen den einzelnen Schriftstellervereinigungen[10], die seit 1918 das Wesen der russischen Literatur bestimmt hatten. Die Oktoberrevolution von 1917 löste nicht nur einen radikalen Umbruch im Gesamtgefüge der russischen Gesellschaft aus[11], sondern brachte auch die Literatur in ein Stadium der Zersetzung. Unmittelbar nach der Februarrevolution von 1917 bildeten sich in Russland kulturelle Vereinigungen, die primär auf eine durchgreifende proletarische Kulturrevolution setzten, und zum Ziel hatten, proletarische Bildungsarbeit zu leisten und dem Analphabetismus des größten Teiles der russischen Bevölkerung entgegenzukommen[12], so z. B. der sogenannte Proletkul’t („пролетарские культурно-просветительные организации“) oder die später geschaffene Allrussische Assoziation der Proletarischen Schriftsteller („Всероссийская Ассоциация Пролетарских Писателей“, VAPP, später RAPP), die eine Kultur von und für Proletarier schaffen wollten. Die Teilung der Literatur ging weniger mit der literarischen Richtung einher, als mit der Einstellung zur Revolution, weswegen viele Schriftsteller, die die Revolution nicht begrüßten, sich entweder in die Provinzen zurückzogen oder in den Westen emigrierten. Auch die folgenden Jahre waren durch den Kampf um die Vorherrschaft in der Literatur gekennzeichnet. Während der NÖP-Periode seit 1921 („Neue Ökonomische Politik“), die Lenin einführte, um sich vom Bürgerkrieg zu erholen und der daraus resultierenden Versorgungskrise entgegenzukommen, durften Privatverlage wieder gegründet und nichtproletarische literarische Werke veröffentlicht werden[13], die zuvor zum staatlichen Monopol gehörten und damit einer Zensur unterlagen. Diese liberale Phase hatte 1928, mit dem Beginn der Alleinherrschaft Stalins und dem Inkrafttreten des ersten Fünfjahresplanes, ein Ende. Damit begann ein forcierter Umbau der sozio-ökonomischen Produktionsbedingungen, dem auch die Kunst und Literatur unterworfen wurden. Wirtschaftlich standen diese Jahre im Zeichen der Industrialisierung und der Kollektivierung der Landwirtschaft. Ihren Ausgangspunkt fand die Kontrolle über die künstlerische Produktion in Stalins Verkündung des „großen Umschwungs an allen Fronten des sozialistischen Aufbaus“, der „im Zeichen der entschiedenen Offensive des Sozialismus gegen die kapitalistischen Elemente“[14] vor sich geht, wieder. Diese Offensive war jedoch auch ideologisch geprägt, deren Notwendigkeit mit dem Zurückbleiben des Bewusstseins hinter der gesellschaftlichen Praxis begründet wurde. Diese Formel spielte in den Jahren der ideologischen Offensive ab 1929 bei der Ausschaltung abweichender Positionen eine überragende Rolle, denen ein Nachhinken hinter dem „großen Umschwung“ vorgeworfen wurde.[15] Die Schriftsteller sollten nun dem „sozialen Auftrag“ nachkommen, deren Bedeutung durch die LEF und RAPP gegeben und welcher jetzt als direkter Befehl und Formel aufgefasst wurde und die Literatur somit in den Dienst des Staates stellte. Schriftsteller hatten ab nun die Aufgabe den Fünfjahresplan zu unterstützen und sich in den „sozialistischen Wettbewerb“ in der Industrie einzubeziehen. Dazu hat sich die Methode des Realismus bewährt, die in sich mehrere Stile beinhalten konnte, so z. B. der „očerk“. Unter Leitung von Maksim Gor’kij wurde in diesem Zusammenhang das Gemeinschaftswerk geschrieben, das vom Bau des Stalinkanals, der von politischen und kriminellen Zwangsarbeitern geschaffene Verbindung zwischen dem Weißem Meer und der Ostsee, erzählte.[16] Durch die Forderung, sich am „sozialistischen Aufbau“ zu beteiligen, wurde die Kunst und Literatur zu einem notwendigen, durch die Partei zu kontrollierenden Gegenstand, der jeden Anspruch auf Eigenständigkeit verlor.[17] Dies mündete schließlich darin, dass 1932 das Dekret „О перестройке литературно-художественных оргаизаций“ („Über den Umbau der literarisch-künstlerischen Organisationen“) des CK der Kommunistischen Partei verabschiedet wurde,[18] das die Forderung des sozialistischen Realismus als künstlerische Hauptmethode und die Auflösung aller bisherigen literarischen Gruppen beinhaltete, einschließlich der RAPP, die der Partei stets zur Seite stand, mit der Begründung, dass dieser Schritt durch die „Errungenschaften des sozialistischen Wiederaufbaus“ motiviert sei, welche „die Existenz getrennten proletarischer, literarischer und künstlerischer Organisationen überflüssig macht“[19]. Der Auflösung der literarischen Gruppen folgte die Schaffung eines einheitlichen Sowjetischen Schriftstellerverbandes, der äußerlich zwar den Streitigkeiten zwischen den einzelnen Vereinigungen ein Ende setzte, in Wirklichkeit aber vor allem den Weg zur endgültigen Vereinnahmung von Kunst und Literatur ebnete. Der Verband sollte alle sowjetischen Schriftsteller vereinigen, die mit den sowjetischen politischen Grundprinzipien einverstanden waren und den sozialistischen Aufbau unterstützten. Er war somit keine gewöhnliche Berufsorganisation, sondern ein typisches Nebenprodukt des totalitären Regimes, deren Mitglieder sich nicht nur einem bestimmten politischen Programm verpflichteten, sondern auch an eine besondere literarische Methode gefesselt wurden.[20] Nach der Reform im Jahre 1932 wurde das Organisationsbüro damit beauftragt, eine einheitliche Literaturtheorie zu schaffen und den ersten Allunionskongress der Sowjetschriftsteller vorzubereiten, den Maksim Gor’kij als Vorsitzender des Schriftstellerverbandes und vielgefeierter Vater der Sowjetliteratur eröffnete.[21]

3. Maksim Gor’kij und Andrej Sinjavskij in ihrer Beziehung zum Sozialistischen Realismus

3.1 Maksim Gor’kij als Gründervater des Sozialistischen Realismus

Als mythischer Gründervater des sozialistischen Realismus gilt Maksim Gor’kij, mit bürgerlichem Namen Alexej Maksimovič Peškov. Dieser kehrte 1932 nach einem langjährigen Leben im Exil, wo er seit 1921 nicht zuletzt wegen politischer Differenzen mit Lenin[22] gelebt hatte, nach Russland zurück und genoss seitdem hohe Achtung als Autorität in der sowjetischen Literatur. Er setze als Schriftsteller die russischen Klassiker fort mit dem Unterschied, dass adlige Schriftsteller sich dem Volk anzunähern versuchten, Gor’kij aber aus den Tiefen des Volkes stammte[23] und somit als proletarischer Schriftsteller fungierte.[24] Seit seiner endgültigen Rückkehr nach Russland war eine immer stärker werdende Orientierung an den bewährten realistischen Traditionen Gor’kijs zu verzeichnen. In einem Artikel in der „Pravda“ am 29.09.1932 hieß es von A. Steckij „Aber das Werk Gor’kijs ist revolutionärer Realismus“[25]. Hier wurden schon Merkmale an seinen Werken hervorgehoben, die später für die Definition des sozialistischen Realismus eine wichtige Rolle spielten, z. B sein Werk „Die Mutter“, die eine Sonderstellung erhielt.[26] Gor’kijs Realismus-Begriff hatte jedoch eine tiefe Verwurzelung in der romantischen Tradition, das sein Kunstverständnis von Anfang an prägte[27] aber nur bedingt mit der gleichnamigen Epoche zusammenhängt. Er unterschied zwischen der von der Wirklichkeit ablenkenden passiven, und der zur Rebellion aufrufenden aktiven Romantik.[28] Dies spiegelt sich ebenfalls in „Die Mutter“ wider, indem der revolutionäre Kampf und die Vertreter der Arbeiterklasse mit romantischen Stilmitteln zu positiven Helden stilisiert wurden.[29] Auch bei der Sitzung der Kommission am 10.05.1932 einigten sich die Kommission darauf, dass als Begründer des sozialistischen Realismus Maksim Gor’kij betrachtet werden sollte.[30] Zwei Jahre später sollte Gor’kij auf dem ersten Allunionschriftstellerkongress („Первый всесоюзный съезд советских писателей“) in Moskau seine Rede über die „Sovjetische Literatur“ („Советская литература“) halten. Dieser tagte vom 17.08.1934 - 01.09.1934 in Moskau an jeweils 26 Sitzungen. Insgesamt waren 591 Schriftsteller aus den verschiedensten Ländern vertreten, die als Delegierte fungierten. Maksim Gor’kij genoss auf dem Kongress den Höhepunkt seines Einflusses. Seine Rede zeichnet die Entwicklung der Literatur der Menschheit von der Urgesellschaft bis zum Sozialistischen Realismus nach. Auffällig ist vor allem, dass seine Argumentationen aus bereits vorhandenen Werken bestehen, so z. B. aus den Werken „Der Kleinbürger“ (1905) und „Die Zerstörung der Persönlichkeit“ (1909).[31] Leitgedanke in dieser Rede ist der Organisator der Kultur, und damit auch der Literatur, und zwar die menschliche Arbeit („труд“), die auch immer Organisator sein wird. Der Held der Literatur, angefangen bei den heidnischen Mythen und der Volksdichtung, war der Arbeiter, der von sozialer Verantwortung getragen wurde. Für die Bourgeoisie hingegen, die in der Literatur von Anfang an den Dieb, den Schelm, oder den „Gauner im Frack“ als Held dargestellt hat, sei die Vermeidung der Arbeit charakteristisch gewesen. Gor’kijs Rede kann als eine poetische Mythenschöpfung und Gotterbauertum angesehen werden.[32]

[...]


[1] Lauer, Reinhard: Geschichte der russischen Literatur. Von 1700 bis zur Gegenwart. München 2000, S. 664.

[2] Ebd., S. 665.

[3] Waegemans, Emmanuel: Geschichte der russischen Literatur von Peter dem Großen bis zur Gegenwart (1700-1995). Konstanz 1998, S. 290.

[4] Zitiert nach V.M. Kiršon, in Sovetskaja literatura na novom etape (Stenogramma pervogo plenuma orgkomiteta Sojuza sovetskich pisatelej, 29. Oktjabrja.3. nojabrja 1932) M. 1933, S.194, in: Günther, Hans: Die Verstaatlichung der Literatur. Entstehung und Funktionsweise des sozialistisch-realistischen Kanons in der sowjetischen Literatur der 30er Jahre. Stuttgart 1984, S. 12.

[5] Sander, Hans-Dieter: Marxistische Ideologie und allgemeine Kunsttheorie. Erlangen 1969, S. 29.

[6] Waegemans, Emmanuel. Konstanz 1998, S. 288.

[7] Günther, Hans, Stuttgart 1984, S. 40.

[8] Schmidt, Ulrich: Nachwort. S. 530-544., in Geier, Swetlana: Andrej Sinjavskij. Das Verfahren läuft. Die Werke des Abram Terz bis 1965. Frankfurt a.M. 2002, S. 530.

[9] Imendörfer, Helene: Die Rezeption Maksim Gor’kijs in der Formulierungsphase des sozialistischen Realismus (1928-34), S. 391- 420., in: Erler, G./ Grübel, R./ Mänicke- Gyöngyösi, K./ Scherber, P.: Von der Revolution zum Schriftstellerkongress. Entwicklungsstrukturen und Funktionsbestimmungen der russischen Literatur und Kultur zwischen 1917 und 1934. Berlin 1979, S. 391. Vgl. dazu auch Jünger, Harri: Maxim Gorki als Begründer des sozialistischen Realismus., in: Andrejew, J./Dill, H.-O./Geißler, K. (Hrsg.): Einführung in die Literaturwissenschaft. Der sozialistische Realismus in der Literatur. Leipzig 1979, S. 31-36.

[10] H.-J., Schmitt/Schramm, G.: Sozialistische Realismuskonzeptionen. Dokumente zum 1. Allunionskongress der Sowjetschriftsteller. Frankfurt a. M. 1974, S.10.

[11] Lauer, Reinhard, München 2000, S. 518.

[12] Narodnoe chozjajstvo SSSR. 1922-1972 gg. Jubilejnyj statističeskij ežegodnik, M. 1972, S.9 u. 35; J. Nötzold, Wirtschaftspolitische Alternativen der Entwicklung Russlands in der Ära Witte und Stolypin, Diss. München 1964, S. 107; V.A. Kumanev, Revoljucija i prosveščenie mass, M. 1973, S. 58. Nach diesen Angaben war rund 70% der Bevölkerung in Russland unfähig ihren Namen weder zu schreiben noch zu lesen.

[13] Waegemans, Emmanuel. Konstanz 1998, S. 283.

[14] Günther, Hans, Stuttgart 1984, S.1.

[15] Ebd., S. 2.

[16] Struve, Gleb: Geschichte der Sowjetliteratur. München 1972, S. 274-276.

[17] Groys, Boris: Gesamtkunstwerk Stalin. Die gespaltene Kultur in der Sowjetunion. München 1988, S. 39.

[18] Lauer, Reinhard. München 2000, S. 664.

[19] Struve, Gleb. München 1972, S. 309.

[20] Ebd., S. 311-312.

[21] Lauer, Reinhard. München 2000, S. 678.

[22] Imendörfer, Helene. in: , G./ Grübel, R./ Mänicke- Gyöngyösi, K./ Scherber. Berlin 1979, S. 391 u. 400.

[23] Jünger, Harri., in: Andrejew, J./Dill, H.-O./Geißler, K. (Hrsg.). Leipzig 1979, S. 32.

[24] Vgl. dazu Imendörfer, Helene. in: G./ Grübel, R./ Mänicke- Gyöngyösi, K./ Scherber. Berlin 1979, S. 403. Lunačarskij erklärt in seinem Aufsatz 1928 Gor’kij zum proletarischen Schriftsteller. Für ihn ist jedoch nicht das Kriterium der Herkunft verbindlich für die Definition, sondern Gor‘kijs große Wirkung auf das Proletariat.

[25] Ebd., S. 411.

[26] Ebd., S. 411.

[27] Günther, Hans: Der sozialistische Übermensch. M. Gor’kij und der sowjetische Heldenmythos. Stuttgart 1993, S. 99.

[28] Ebd., S 104-105.

[29] Imendörfer, Helene. in: G./ Grübel, R./ Mänicke- Gyöngyösi, K./ Scherber. Berlin 1979, S. 411.

[30] Günther, Hans. Stuttgart 1984, S. 11.

[31] Günther, Hans. Stuttgart 1993. S. 46 u. 57.

[32] Ebd., S. 131.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Der Sozialistische Realismus und die Aufgaben des sowjetischen Schriftstellers
Untertitel
Unter besonderer Beachtung von "Sovetskaja literatura" von Maksim Gor’kij und "Čto takoe socialističeskij realizm?"von Andrej Sinjavskij
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Philologie)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
1,0
Jahr
2009
Seiten
26
Katalognummer
V139275
ISBN (eBook)
9783640491193
ISBN (Buch)
9783640491421
Dateigröße
775 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialistische, Realismus, Aufgaben, Schriftstellers, Unter, Beachtung, Sovetskaja, Maksim, Gor’kij, Andrej, Sinjavskij
Arbeit zitieren
Anonym, 2009, Der Sozialistische Realismus und die Aufgaben des sowjetischen Schriftstellers, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139275

Kommentare

  • Gast am 2.1.2010

    an sich eine gute arbeit. aber wie kann man bloß ein werk von hans-dietrich sander verwenden, einem bekennenden nazi! eine peinlichkeit, die zeigt, dass die note 1 nicht gerichtfertigt ist. man sollte für eine wissenschaftliche arbeit auch in der lage sein, die autoren der verwendeten literatur zu bewerten.

  • Gast am 13.1.2010

    Dass Hans-Dietrich Sander eine rechtsextremen Hintergrund hat ist soweit klar und wurde beim verfassen der Arbeit berücksichtigt. Es ist aber auch wichtig genau hinzusehen, in welchem Zusammenhang er zitiert wird. Nicht um seine "rechtsextreme" Position einzunehmen, die hier scheinbar vorgeworfen wird, weil man ihn zitiert, sondern um aufzuzeigen, dass - wie auch das Zitat von Stalin aufzeigt- die Kunstrichtung des sozialistischen Realimus instrumentalisiert war, die nicht von Künstelern intendiert war, sondern hauptsächlich von politischen Funktionen intendiert war. Ich denke das hat das Zitat von Hans-Dieter Sander sehr gut verdeutlicht.
    Eine gute wissenschaftliche Arbeit heißt auch, dass man Positionen, die damals vertreten waren reflektiert. Man sollte schon den Rest der Arbeit gelesen haben, um zu sehen, um was es eigentlich in der Arbeit geht und nicht gleich von Peinlichkeit reden!

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