Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen und Möglichkeiten der Immobilienfinanzierung sowie der Besteuerung innerhalb der Finanzierungsarten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Real Estate Investment Trusts, deren Unterschiede zu Immobilienfonds dargelegt werden. Ebenfalls werden Finanzierungsmöglichkeiten durch Eigen- und Fremdkapital sowie Innen- und Außenfinanzierungen anhand einiger Beispiele wie Mezzanine-Finanzierung, Private Equity und weiteren beschrieben.
In dieser Hausarbeit soll jedoch nur die gewerbliche Seite betrachtet werden, welche sich hier rein auf Deutschland beschränkt.
Zunächst werden dazu die Arten der Immobilienfinanzierung – mit Fokus auf Außenfinanzierung – skizziert, wonach ein Überblick über Anlageprodukte wie Immobilienfonds und in diesem Zuge auch die Vorstellung der REITs erfolgt. Ziel der Arbeit ist es dabei lediglich, einen Überblick über die Möglichkeiten der Außenfinanzierung und der indirekten Investitionsmöglichkeiten in Immobilien zu verschaffen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Arten der Immobilienfinanzierung
2.1 Fremdfinanzierung
2.2 REITs und Fonds
3. Besteuerung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit gibt einen systematischen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten der gewerblichen Immobilienfinanzierung in Deutschland, vergleicht klassische Finanzierungsformen mit indirekten Anlageprodukten und beleuchtet die steuerlichen Rahmenbedingungen von REITs.
- Differenzierung zwischen Eigen- und Fremdfinanzierung
- Analyse alternativer Finanzierungsformen wie Private Equity und Mezzanine
- Entwicklung und Funktionsweise von Immobilienfonds
- Struktur und Charakteristika der deutschen REIT-AG
- Steuerliche Transparenzvorteile von REITs gegenüber anderen Anlageformen
Auszug aus dem Buch
2.1.3 Mezzanine-Finanzierung
Das Wort „Mezzanine“ beschreibt in der wörtlichen Übersetzungen einen Zwischenraum; wird dies als Finanzierungsinstrument gebraucht, so kann metaphorisch der Zwischenraum zwischen Eigen- und Fremdkapital fokussiert werden, da an dieser Stelle diese Art der Finanzierung greift und weitere Mittel bereitstellt: Der Bankkredit stellt das Fundament dar, das Mezzanine-Kapital bildet die Mitte und das Eigenkapital den Abschluss dieser Finanzierungsform (vgl. Lausberg 2022, S. 186). Dies wird auch als hybride Finanzierungsform bezeichnet und gehört der Kategorie der nachrangigen Finanzierungen an, da eine Mezzanine-Finanzierung erst nach dem Bankkredit ergänzend hinzugezogen wird (vgl. van Kann 2022, S. 313).
Als vorteilhaft wird dabei angesehen, dass je nach Absprache und Einigung nur ein geringer Anteil von Eigenkapital vonnöten ist, um eine Finanzierung zu ermöglichen, während jedoch das Mezzanine-Kapital häufig mit einem hohen Zinssatz versehen ist und zusätzlich Gewinn an den Kapitalgeber ausgegeben werden muss (vgl. Brauer 2018, S. 523). Aufseiten des Kapitalgebers besteht zwar ein Risiko aufgrund nachrangiger Sicherheit, jedoch auch die Chance, zusätzliche Einnahmen zu generieren. Die Ausgestaltung der Parameter obliegt jedoch dem Investor und dem Kapitalnehmer, sodass im Bereich der Laufzeit, Verzinsung, Rückzahlung und Gewinnbeteiligung viel Spielraum vorherrscht.
Das kann zum einen vorteilhaft sein, wenn die Rückzahlungsbedingungen bspw. flexibel oder die Laufzeit länger als bei herkömmlichen Bankkrediten ist, jedoch schlägt sich dies zum anderen in der Höhe der Gewinnbeteiligung für den Investor und der Verzinsung nieder.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Immobilien als Kapitalanlage und motiviert die Untersuchung von alternativen Investitionsmöglichkeiten sowie die Problematik des Wohnungsmangels in Deutschland.
2. Arten der Immobilienfinanzierung: Dieses Kapitel systematisiert die verschiedenen Finanzierungsformen von Immobilien, unterteilt in Eigen- und Fremdkapital sowie moderne, alternative Ansätze.
2.1 Fremdfinanzierung: Dieser Abschnitt beschreibt gängige Kreditvarianten sowie spezifische Instrumente wie Private Equity, Joint-Ventures und Mezzanine-Kapital.
2.2 REITs und Fonds: Hier werden indirekte Investitionsmöglichkeiten erläutert, wobei insbesondere die historische Entwicklung von Immobilienfonds und die spezifische Ausgestaltung der REIT-AG in Deutschland im Mittelpunkt stehen.
3. Besteuerung: Das Kapitel erläutert die steuerliche Transparenz von REITs und begründet, warum diese Rechtsform von der Körperschafts- und Gewerbesteuer befreit ist.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt auf, dass trotz steuerlicher Vorteile der REIT-AG in Deutschland noch Entwicklungspotenzial besteht.
Schlüsselwörter
Immobilienfinanzierung, Fremdfinanzierung, Eigenkapital, Private Equity, Mezzanine-Finanzierung, REIT-AG, Immobilienfonds, Investmentsteuergesetz, Besteuerung, Portfoliotransaktion, Wohnungsmarktprognose, Gewerbeimmobilien, Kapitalanlage, Rendite, Transparenzprinzip
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Möglichkeiten der gewerblichen Immobilienfinanzierung in Deutschland und untersucht sowohl klassische Wege als auch alternative, indirekte Anlageformen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder umfassen die Systematik von Finanzierungsstrukturen, die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital sowie die Besonderheiten bei Immobilienfonds und REITs.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel der Arbeit ist es, einen strukturierten Überblick über Außenfinanzierungsmöglichkeiten sowie indirekte Investitionsformen im Immobiliensektor zu verschaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt ihre Ausführungen primär auf eine fundierte Literaturanalyse relevanter Fachliteratur, handbuchtitel und Gesetzestexte zur Immobilienwirtschaft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung verschiedener Finanzierungsarten, eine detaillierte Betrachtung von Fonds und REIT-AGs sowie eine Analyse der steuerlichen Rahmenbedingungen.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Immobilienfinanzierung, REIT-AG, Mezzanine-Kapital, Besteuerung und indirekte Immobilienanlage beschreiben.
Was unterscheidet eine deutsche REIT-AG von einem amerikanischen REIT?
In Deutschland ist die REIT-AG eine Aktiengesellschaft, die unter anderem einen gewissen Grad an Streubesitz und spezifische Tätigkeitsschwerpunkte nachweisen muss, um die steuerliche Privilegierung zu erhalten.
Warum wird die Mezzanine-Finanzierung als "hybride" Form bezeichnet?
Die Mezzanine-Finanzierung kombiniert Merkmale von Eigen- und Fremdkapital, da sie nach dem Bankkredit (Fremdkapital) geschaltet wird, aber durch Gewinnbeteiligungen oder nachrangige Strukturen an Eigenkapitalähnlichkeit gewinnt.
- Arbeit zitieren
- Belana Kulik (Autor:in), 2023, Immobilienfinanzierung und REITs. Grundlagen und Besteuerung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1392773