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Diagnostische Instrumente der Personalauswahl beim Sozialamt der Landeshauptstadt Stuttgart

Title: Diagnostische Instrumente der Personalauswahl beim Sozialamt der Landeshauptstadt Stuttgart

Research Paper (undergraduate) , 2008 , 28 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Susann Bialas (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Eine der aktuell am häufigsten gestellten Fragen hat zum Inhalt, wie der Wirtschaftsstandort Deutschland den Herausforderung des internationalen Wettbewerbs effektiv und effizient begegnen und einen Spitzenplatz in internationalen Vergleichen einnehmen kann. Volkswirtschaften konkurrieren kaum noch über die klassischen Produktionsfaktoren Kapital, Boden und Arbeit. Entscheidend für die Zukunftsfähigkeit sind primär die Güte der Infrastruktur sowie die Größe, die Qualität und die Entwicklung des Humankapitals. Den Mitarbeitern kommt mit ihrem Know-how für den Erfolg eines Wirtschaftsstandorts und dessen Unternehmen eine Schlüsselfunktion zu, die in keiner Weise hinter der Bedeutung unternehmerischer Entscheidungen oder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zurücksteht. Auch der öffentliche Sektor ist dadurch mit in den internationalen Wettbewerb eingebunden und benötigt Strukturen, Prozesse und Organisationsformen, die in der internationalen Spitzenklasse mithalten. Vor allem aber sind Personen notwendig, die die Herausforderungen der Zukunft annehmen und professionell bewältigen. Personalbeschaffung auf dem unternehmensexternen Arbeitsmarkt ist eine der bedeutendsten personalwirtschaftlichen Aufgaben. Ziel der externen Rekrutierung ist zum einen die Bereitstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Ressource, die unternehmensintern nicht vorhanden ist beziehungsweise innerhalb eines akzeptablen Zeitraumes nicht entwickelt werden kann, und zum anderen die Nutzung der gewonnenen Fähigkeitspotenziale zur Erreichung der Unternehmensziele. Der Erfolg der Personalbeschaffung wird im Wesentlichen von der Auswahl der Bewerber bestimmt, die den Anforderungen vakanter Stellen am besten gerecht werden.
Vor dem Hintergrund des Stellenwertes der Personalauswahl und der ethischen Prinzipien werden in dieser Studienarbeit die Instrumente der Personalauswahl beschrieben, die beim Sozialamt der Landeshauptstadt Stuttgart Anwendung finden. Auf Basis einschlägiger Fachliteratur sollen gleichzeitig Möglichkeiten aufgezeigt werden, inwiefern diese Methoden besser eingesetzt werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 PROBLEMSTELLUNG

2 BEDEUTUNG DER PERSONALAUSWAHL

3 SOZIALETHISCHE PRINZIPIEN DER PERSONALAUSWAHL

4 METHODEN DER PERSONALAUSWAHL

4.1 PERSONALDIAGNOSTISCHE HERANGEHENSWEISEN

4.2 DAS ANFORDERUNGSPROFIL ALS BASIS DER PERSONALAUSWAHL

4.3 PERSONALDIAGNOSTISCHE METHODEN

4.3.1 Analyse der Bewerbungsunterlagen

4.3.2 Das Einstellungsinterview

4.3.3 Das Assessment Center

5 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Studienarbeit untersucht die Anwendung und Optimierung diagnostischer Personalauswahlinstrumente beim Sozialamt der Landeshauptstadt Stuttgart unter Berücksichtigung sozialethischer Prinzipien und aktueller Anforderungen an den öffentlichen Dienst.

  • Bedeutung und Herausforderungen der Personalauswahl im öffentlichen Sektor
  • Sozialethische Prinzipien wie Leistungs- und Chancengerechtigkeit
  • Methodische Ansätze der Personaldiagnostik (konstrukt-, simulations- und biographieorientiert)
  • Detaillierte Analyse von Bewerbungsunterlagen, Einstellungsinterviews und Assessment Centern
  • Optimierungspotenziale bei der Besetzung vakanter Stellen im Sozialamt

Auszug aus dem Buch

4.3.1 Analyse der Bewerbungsunterlagen

Die Bewerbungsunterlagen stellen in der Regel den ersten Kontakt zwischen Arbeitssuchenden und Arbeitgebern dar. Dabei dient dieses Instrument in erster Linie einer Vorauswahl der Bewerber. Beim Sozialamt der Stadt Stuttgart wird mit den Bewerbungsunterlagen wie folgt verfahren: Die Unterlagen werden im Rahmen einer formalen und einer nachgelagerten inhaltlichen Analyse gesichtet und anschließend zu drei Stapeln gruppiert. Im ersten Stapel befinden sich die Unterlagen der Bewerberinnen und Bewerber, die sofort zu weiteren Auswahlverfahren eingeladen werden, im zweiten diejenigen, bei denen noch abgewartet wird, und im dritten Stapel jene, die eine sofortige Absage erhalten. Jedoch ist diese Regel bei der Prüfung von Anschreiben, Lebensläufen oder Zeugnissen wenig nützlich. Nach GOURMELON/KIRBACH/ETZEL (2005) beschreibt diese Drei-Stapel-Regel „[...] nicht den Weg, sondern lediglich das Ziel des Prozesses“ (GOURMELON/KIRBACH/ETZEL 2005, S. 85).

Auch wenn, wie in Punkt 4.1 beschrieben, ein Schwerpunkt auf den Sozialkompetenzen liegt, müssen bei der Analyse der Bewerbungsunterlagen eine Reihe von Situations- und Bewerbermerkmalen Berücksichtung finden. (vgl. GOURMELON/KIRBACH/ETZEL 2005, S. 85) So wird beispielsweise der Umgang mit Bewerbungsunterlagen in hohem Maße davon abhängig sein, wie viele Bewerbungen auf die Stelle eingehen. Zudem werden die Anforderungen der zu besetzenden Stelle den Umgang mit den Bewerbungsunterlagen beeinflussen. Liegt der Schwerpunkt des Stellenprofils auf einem eng umrissenen fachlichen Gebiet, können sich die auswählenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in hohem Maße an schnell überprüfbaren Kriterien orientieren. Muss sich die zukünftige Stelleninhaberin oder der zukünftige Stelleninhaber hingegen durch hohe soziale und methodische Kompetenzen auszeichnen, müssen gegebenenfalls auf der Basis der schriftlichen Angaben der Bewerberinnen und Bewerber Hypothesen über deren Persönlichkeit gebildet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die Herausforderungen des internationalen Wettbewerbs für den Wirtschaftsstandort Deutschland und die zentrale Bedeutung professioneller Personalbeschaffung im öffentlichen Sektor.

2 BEDEUTUNG DER PERSONALAUSWAHL: Analyse der Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Personalauswahl und Begründung, warum Fehlentscheidungen im öffentlichen Sektor hohe ökonomische und soziale Kosten verursachen.

3 SOZIALETHISCHE PRINZIPIEN DER PERSONALAUSWAHL: Darstellung ethischer Standards wie Leistungs- und Chancengerechtigkeit sowie die Bedeutung des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes (AGG) für Auswahlprozesse.

4 METHODEN DER PERSONALAUSWAHL: Systematische Untersuchung verschiedener diagnostischer Verfahren, ihrer theoretischen Einordnung und ihrer praktischen Umsetzung beim Sozialamt der Landeshauptstadt Stuttgart.

4.1 PERSONALDIAGNOSTISCHE HERANGEHENSWEISEN: Differenzierung zwischen konstrukt-, simulations- und biographieorientierten Ansätzen als theoretische Grundlage für Auswahlmethoden.

4.2 DAS ANFORDERUNGSPROFIL ALS BASIS DER PERSONALAUSWAHL: Erläuterung der Notwendigkeit eines fundierten Anforderungsprofils als unverzichtbare Basis für eine professionelle und zielgerichtete Personalauswahl.

4.3 PERSONALDIAGNOSTISCHE METHODEN: Vertiefende Analyse der in der Praxis des Sozialamts Stuttgart angewendeten Instrumente: Bewerbungsunterlagen, Einstellungsinterview und Assessment Center.

4.3.1 Analyse der Bewerbungsunterlagen: Beschreibung des Auswahlprozesses mittels der „Drei-Stapel-Regel“ und kritische Reflexion des Nutzwerts von Anschreiben, Zeugnissen und Lebensläufen.

4.3.2 Das Einstellungsinterview: Analyse des Einstellungsgesprächs als wichtigstes Auswahlmedium, inklusive Durchführungshinweisen, Fehlerquellen und Strukturierungsmöglichkeiten.

4.3.3 Das Assessment Center: Darstellung des Assessment Centers als multiple Verfahrenstechnik und Erläuterung der spezifischen verkürzten Anwendung beim Sozialamt Stuttgart.

5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Bewertung der Personalauswahl als Informationsbeschaffungsprozess und Appell an eine kontinuierliche selbstkritische Qualitätssicherung.

Schlüsselwörter

Personalauswahl, Öffentlicher Sektor, Sozialamt Stuttgart, Anforderungsprofil, Personaldiagnostik, Einstellungsinterview, Assessment Center, Bewerbungsunterlagen, Sozialkompetenz, Chancengleichheit, AGG, Fachkräftemangel, Personalbeschaffung, Fehlerquellen, Leistungsgesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung und Analyse von diagnostischen Personalauswahlinstrumenten, die spezifisch beim Sozialamt der Landeshauptstadt Stuttgart im Einsatz sind.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Bedeutung der Personalauswahl im öffentlichen Sektor, die Einhaltung sozialethischer Prinzipien und die praktische Anwendung sowie kritische Reflexion von Auswahlmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den derzeitigen Stand der Personalauswahl beim Sozialamt Stuttgart zu beschreiben und auf Basis wissenschaftlicher Literatur Möglichkeiten für einen effizienteren Einsatz der vorhandenen Methoden aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung der einschlägigen Fachliteratur und verknüpft diese mit der Analyse spezifischer, in der Praxis des Sozialamtes eingesetzter Instrumente.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (diagnostische Ansätze, Anforderungsprofile, ethische Prinzipien) sowie die detaillierte Analyse der Instrumente Bewerbungsunterlagen, Einstellungsinterview und Assessment Center.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Personaldiagnostik, Anforderungsprofil, Chancengleichheit und die spezifische Ausgestaltung des Auswahlprozesses im öffentlichen Dienst geprägt.

Warum wird beim Sozialamt Stuttgart das Assessment Center in einer verkürzten Form durchgeführt?

Aufgrund des bisher eher geringen Stellenwerts des modernen Personalmanagements im untersuchten Bereich werden Assessment Center dort meist in Verbindung mit dem Einstellungsgespräch durchgeführt und dauern daher nur einige Stunden statt der üblichen zwei bis drei Tage.

Welche Bedeutung kommt der Sitzanordnung beim Einstellungsinterview laut der Autorin zu?

Die Autorin stellt fest, dass bevorzugte Standardanordnungen beim Sozialamt bei Bewerbern Unbehagen auslösen und zu einer angespannten Atmosphäre führen können, weshalb eine Anpassung der Sitzposition zur Optimierung der Informationsgewinnung empfohlen wird.

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Details

Title
Diagnostische Instrumente der Personalauswahl beim Sozialamt der Landeshauptstadt Stuttgart
College
University of Cooperative Education Villingen-Schwenningen
Grade
1,2
Author
Susann Bialas (Author)
Publication Year
2008
Pages
28
Catalog Number
V139308
ISBN (eBook)
9783640494118
ISBN (Book)
9783640493890
Language
German
Tags
Personalauswahl
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susann Bialas (Author), 2008, Diagnostische Instrumente der Personalauswahl beim Sozialamt der Landeshauptstadt Stuttgart, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139308
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