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Günter Wallraffs "13 unerwünschte Reportagen"

Im Kontext der 68er und des "Kursbuch 15"

Title: Günter Wallraffs "13 unerwünschte Reportagen"

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marcel Neumann (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Ziel dieser Arbeit ist es, die Forderungen aus dem Diskurs um den ‚Tod der
Literatur‘ als Untersuchungskriterien auf Günter Wallraffs Sozial- und
Industriereportagen anzuwenden. Dazu werden im ersten Teil die wichtigsten
Kritikpunkte und Forderungen aus dem Kursbuch 15 herausgearbeitet und
zusammengefasst. Im Hauptteil der Arbeit wird Wallraffs Auseinandersetzung
mit den zentralen Themen der 68er Bewegung analysiert. Danach werden in
den Kapiteln 5 und 6 das Gesamtwerk Günter Wallraffs im Hinblick auf seine
literarische und journalistische Methode und den Beitrag zur ‚politischen
Alphabetisierung‘ nach Enzensberger betrachtet. Die Ergebnisse der Analyse
werden im Fazit geordnet und zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Der Tod der Literatur

2.1 Der ,Tod der Literatur’ im Kursbuch 15

2.2 Zwischenfazit

3. Günter Wallraff

3.1 Person und Werk

3.2 Wallraffs Werk in Bezug auf die vier Funktionen der Literatur

3.3 Wallraff und der Diskurs um den Tod der Literatur

4. Die Themen der 68er in 13 unerwünschte Reportagen

4.1 Studentische Proteste und Notstandsgesetze

4.2 Vergangenheitbewältigung und Antisemitismus

4.3 Militarismus und Wiederbewaffnung

4.4 Weitere Themen in 13 unerwünschte Reportagen

5. Journalistischer und Literarischer Stil

6. Politische und gesellschaftliche Relevanz und Wirkung

6.1 Wallraffs Leserschaft

6.2 Wirkung und Beitrag zur politischen Alphabetisierung

6.3 Nachhaltigkeit

7. Fazit

8. Literatur

8.1 Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Günter Wallraffs Werk „13 unerwünschte Reportagen“ unter Berücksichtigung der gesellschaftspolitischen Forderungen, die im „Kursbuch 15“ im Kontext des „Todes der Literatur“ aufgestellt wurden. Ziel ist es, Wallraffs Arbeitsweise und seine literarisch-journalistische Methode auf ihre politische Relevanz und Wirksamkeit zu prüfen.

  • Analyse der Thesen des „Kursbuch 15“ zum „Tod der Literatur“.
  • Untersuchung der thematischen Auseinandersetzung mit der 68er-Bewegung.
  • Evaluation von Wallraffs Methoden des investigativen Rollenjournalismus.
  • Beurteilung der Wirkung und politischen Alphabetisierung durch Wallraffs Reportagen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Person und Werk

Hans-Günter Wallraff schrieb bereits zu Gymnasialzeiten während der Ära Adenauer Gedichte. Schon damals nannte er den ,Eulenspiegel’ als sein Vorbild. Da sein Antrag auf Kriegsdienstverweigerung nicht anerkannt wurde, leistete er gegen seinen Willen seinen Grundwehrdienst. Als überzeugter Pazifist verweigerte er den Dienst an der Waffe und wurde nach zahllosen Disziplinarverfahren aufgrund „abnorme[r] Persönlichkeit [als] verwendungsunfähig auf Dauer für Frieden und Krieg“ erklärt. Als Heinrich Böll, mit dessen Neffen Gilbert er befreundet war, ihn zur Veröffentlichung seiner Tagebücher aus seiner Zeit bei der Bundeswehr ermutigte, begann seine Tätigkeit als Journalist und Schriftsteller.

1963-65 war er als Arbeiter in der Industrie bei verschiedenen Großkonzernen, unter anderen bei Siemens und in der Sinteranlage eines Stahlwerks von Thyssen tätig. Seine Erfahrungen als Arbeiter der niedrigsten Lohnklasse veröffentlichte er erstmals 1965 in der Gewerkschaftszeitung Metall und 1966 in Industriereportagen. 1965 schloss er sich der Dortmunder Gruppe 61, einem literarischen Arbeitskreis für künstlerische Auseinandersetzung mit der industriellen Arbeitswelt, an und arbeitete als Journalist bei der Hamburger Morgenpost, dem Satiremagazin pardon und konkret. 1969 erschienen mit 13 unerwünschte Reportagen die Ergebnisse Wallraffs – erstmals auch verdeckten – Recherchen zu verschiedenen gesellschaftlichen Themen wie dem Vietnam-Krieg, den Notstandsgesetzen und der Vergangenheitbewältigung im Nachkriegsdeutschland, die zum Teil auch Bestandteil der Kritik der 68er Bewegung waren.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitung in den historischen Kontext der 68er-Bewegung und Hinführung zur Fragestellung der Arbeit.

Der Tod der Literatur: Darstellung der literaturtheoretischen Debatte im Kursbuch 15 und Forderung nach politischer Relevanz.

Zwischenfazit: Zusammenfassung der Forderungen nach einer kritisch-engagierten Literatur.

Günter Wallraff: Überblick über die Person Wallraff, seine journalistische Methode und die Einordnung seines Werks.

Person und Werk: Biografischer Abriss und Entwicklung Wallraffs vom Autor zum investigativen Reporter.

Wallraffs Werk in Bezug auf die vier Funktionen der Literatur: Einordnung der Reportagen in expositorische und appellative Funktionen der Literatur.

Wallraff und der Diskurs um den Tod der Literatur: Analyse der intertextuellen Bezüge zwischen Wallraffs Arbeitsverständnis und den Thesen des Kursbuch 15.

Die Themen der 68er in 13 unerwünschte Reportagen: Thematische Untersuchung gesellschaftskritischer Aspekte in Wallraffs bekanntestem Werk.

Studentische Proteste und Notstandsgesetze: Analyse von Wallraffs Rollen-Recherchen im Kontext studentischer Bewegungen und staatlicher Reaktion.

Vergangenheitbewältigung und Antisemitismus: Untersuchung der kritischen Auseinandersetzung mit NS-Vergangenheit und Antisemitismus in der Bundesrepublik.

Militarismus und Wiederbewaffnung: Analyse der Kritik an der Aufrüstung und der Rolle der Kirche.

Weitere Themen in 13 unerwünschte Reportagen: Einblick in weitere Aspekte wie das Sozialsystem und Arbeitsbedingungen.

Journalistischer und Literarischer Stil: Untersuchung der hybrid-künstlerischen Arbeitsweise Wallraffs.

Politische und gesellschaftliche Relevanz und Wirkung: Auswertung der öffentlichen Wahrnehmung und Wirkung der Reportagen.

Wallraffs Leserschaft: Analyse der Zielgruppe und Verbreitung von Wallraffs Schriften.

Wirkung und Beitrag zur politischen Alphabetisierung: Reflexion über den Einfluss auf die Demokratisierung und politische Willensbildung.

Nachhaltigkeit: Betrachtung der langfristigen Wirkung von Wallraffs Methoden und Engagement.

Fazit: Abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Einhaltung der Forderungen aus dem Kursbuch 15.

Schlüsselwörter

Günter Wallraff, 13 unerwünschte Reportagen, Kursbuch 15, Tod der Literatur, 68er-Bewegung, investigativer Journalismus, Rollenreportage, politische Alphabetisierung, Vergangenheitbewältigung, Industriearbeit, gesellschaftliche Relevanz, Enthüllungsjournalismus, Engagement, Bundesrepublik, Literaturtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Werk von Günter Wallraff, insbesondere „13 unerwünschte Reportagen“, im Hinblick auf die literaturtheoretischen Forderungen der 68er-Zeit, wie sie im „Kursbuch 15“ formuliert wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Auseinandersetzung mit der 68er-Bewegung, die Kritik an den Notstandsgesetzen, der Umgang mit der NS-Vergangenheit sowie die Analyse der gesellschaftlichen Rolle von Literatur und Journalismus.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit Wallraffs literarisch-journalistisches Werk den Forderungen nach politischer Relevanz und „politischer Alphabetisierung“ der Gesellschaft entspricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die die Theoriebildung des „Todes der Literatur“ mit Wallraffs konkreter journalistischer Praxis kontrastiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Einordnung, die Analyse von Wallraffs Arbeitsmethoden und eine detaillierte Untersuchung spezifischer Reportagen zu den Schwerpunkten studentische Proteste, Antisemitismus und Militarismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen investigativer Journalismus, Rollenreportage, politische Alphabetisierung, 68er-Bewegung und gesellschaftliche Relevanz.

Wie unterscheidet Wallraff zwischen „Vorderbühne“ und „Hinterbühne“?

Unter Rückgriff auf Erving Goffman beschreibt die Arbeit, wie Wallraff durch seine Rollenwechsel die „Hinterbühne“ – also die eigentlich verborgenen gesellschaftlichen Missstände – für den Leser auf der „Vorderbühne“ sichtbar macht.

Was bedeutet der Begriff „politische Alphabetisierung“ im Kontext dieser Arbeit?

Er bezieht sich auf den Anspruch, Literatur und Journalismus dazu zu nutzen, die Bevölkerung zu einer kritischen politischen Willensbildung zu befähigen und die Abhängigkeit von reinen Marktzwängen zu überwinden.

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Details

Title
Günter Wallraffs "13 unerwünschte Reportagen"
Subtitle
Im Kontext der 68er und des "Kursbuch 15"
College
University of Marburg  (Institut für Neuere Deutsche Literatur)
Course
1968 und die Literatur
Grade
1,0
Author
Marcel Neumann (Author)
Publication Year
2008
Pages
26
Catalog Number
V139310
ISBN (eBook)
9783640491223
ISBN (Book)
9783640491469
Language
German
Tags
Günter Wallraffs Reportagen Kontext Kursbuch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcel Neumann (Author), 2008, Günter Wallraffs "13 unerwünschte Reportagen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139310
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