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Das MaRisk Rundschreiben (VA) und die daraus resultierenden Anforderungen an das Risikomanagement und die Auswirkungen auf das Risikoberichtswesen

Title: Das MaRisk Rundschreiben (VA) und die daraus resultierenden Anforderungen an das Risikomanagement und die Auswirkungen auf das Risikoberichtswesen

Diploma Thesis , 2009 , 81 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Ulf Zybarth (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Ab dem 1. Januar 2009 müssen von Versicherungsunternehmen Risikoberichte bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingereicht werden. In den letzten Jahren standen überwiegend die gesetzlichen Anforderungen der externen Berichterstattung, insbesondere für den Lagebericht und Jahresabschluss nach HGB oder IFRS, im Vordergrund. Die hierfür entwickelten Normen lassen sich jedoch nur bedingt auf die interne Risikoberichterstattung übertragen. Weiterhin gibt es mit der 9. Novelle des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) einige Änderungen, welche die deutsche Versicherungswirtschaft auf Solvency II vorbereiten sollen. Aus diesen Gründen hat die Aufsichtsbehörde das Rundschreiben 3/2009 veröffentlicht, welches die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) erläutert und die Veränderungen am VAG konkretisiert. Bei vielen Versicherungsunternehmen entstehen auf Grund der Prinzipienorientierung einige Fragestellungen bzgl. des genauen Inhalts des Risikoberichts und auf die Prüfungsschwerpunkte seitens der BaFin.
Die aufgeführten Neuerungen und Unsicherheiten bilden die Motivation für diese Diplomarbeit. Das Ziel soll es sein, die Anforderungen des Rundschreibens 3/2009 darzustellen und folglich die Auswirkungen auf das Risikomanagement, insbesondere auf das Risikoberichts-wesen, aufzuzeigen. Außerdem liefert diese Diplomarbeit neben einer Bestandsanalyse der aktuellen Situation bzgl. der Risikoberichterstattung auch eine Checkliste, die für die praktische Umsetzung und Implementierung des Risikoberichts hilfreich sein kann.

Zu Beginn dieser Arbeit soll dem Leser das Grundverständnis von dem MaRisk-Rundschreiben (VA) sowie dem Risikomanagementprozess und Risikocontrolling nähergebracht werden. Dies erfolgt durch die Darstellung und den Entstehungsprozess des o.g. Schreibens und einem begriffsdefinitorischen Grundlagenteil, in dem der Begriff Risiko definiert sowie der Risikomanagementprozess ausführlich erläutert wird. An dieser Stelle wird gesondert auf die Thematik Risikocontrolling und Risikoberichtswesen eingegangen.
Die beiden folgenden Kapitel widmen sich der derzeitigen Situation der Versicherungsunternehmen. Im ersten Schritt werden die Anforderungen an das Risikomanagement, die aus dem MaRisk-Rundschreiben resultieren, dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung und Ziel dieser Arbeit

1.2. Aufbau der Arbeit

2. Entstehungsgeschichte und Darstellung des MaRisk-Rundschreibens (VA)

2.1. Solvency II

2.2. 9. Novelle des Versicherungsaufsichtsgesetzes

2.3. Mindestanforderungen an das Risikomanagement (VA)

3. Risikomanagementprozess und Risikocontrolling

3.1. Begriffsdefinitorische Grundlagen

3.2. Risikomanagementprozess

3.2.1. Identifikation

3.2.2. Bewertung und Analyse

3.2.3. Steuerungsmaßnahmen

3.2.4. Überwachung / Kontrolle

3.3. Risikocontrolling

3.4. Risikoberichtswesen

4. Anforderungen an das Risikomanagement

4.1. Risikostrategie

4.2. Organisatorische Rahmenbedingungen

4.3. Internes Steuerungs- und Kontrollsystem

4.3.1. Risikotragfähigkeitskonzept und Limitierung

4.3.2. Risikokontrollprozess

4.3.3. Unternehmensinterne Kommunikation und Qualitätssicherung des IKS

4.4. Interne Revision

5. Auswirkungen auf das Risikoberichtswesen

5.1. Rechtliche Grundlagen und Standards

5.2. Anforderungen des MaRisk-Rundschreibens (VA) an die Berichterstattung

5.3. Implementierung der neuen Anforderungen

5.3.1. Bestandsaufnahme derzeitiger Maßnahmen

5.3.2. Aufbau und Inhalt des internen Risikoberichts

5.4. Organisatorische Auswirkungen

6. Fazit

7. Anhang

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Anforderungen des MaRisk-Rundschreibens 3/2009 für Versicherungsunternehmen darzustellen und die daraus resultierenden Auswirkungen auf das Risikomanagement und insbesondere das Risikoberichtswesen zu analysieren, um so Unsicherheiten bei der praktischen Implementierung zu beseitigen.

  • Analyse des MaRisk-Rundschreibens (VA) und dessen Entstehungshintergrund.
  • Grundlegende Erläuterung des Risikomanagementprozesses und der Abgrenzung zum Risikocontrolling.
  • Detaillierte Anforderungen an das Risikomanagement, wie Risikostrategie, IKS und Interne Revision.
  • Untersuchung der Auswirkungen auf das interne Risikoberichtswesen und regulatorische Anforderungen.
  • Bereitstellung einer praktischen Checkliste zur Umsetzung und Implementierung des Risikoberichts.

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Identifikation

In der ersten Phase des Risikomanagementprozesses wird versucht, alle möglichen Gefahrenquellen und Störpotentiale in prospektiver Betrachtungsweise vollständig zu identifizieren und zu erfassen. Es wird eine systematische und prozessorientierte Vorgehensweise empfohlen, um das Ergebnis der Risikoidentifikation zu maximieren. Nur identifizierte und erfasste Risiken können den weiteren Risikomanagementprozess durchlaufen, wodurch die Wichtigkeit dieser ersten Phase nochmalig unterstrichen wird. Zur besseren Übersicht und weiteren Unterstützung sollten die Risiken in einzelne Risikoarten unterteilt werden. Die BaFin schlägt im MaRisk-Rundschreiben (VA) vor, acht Risikokategorien einzuführen, auf die in Kapitel 4. detaillierter eingegangen wird. Die Erfassung aller Einzelrisiken sollte im Idealfall permanent, rechtzeitig, schnell und vollständig erfolgen, um die Einflüsse auf das Gesamtrisiko des Unternehmens darzustellen. In der Literatur wird der Identifikationsprozess auch als Risikoinventur bezeichnet, da er Parallelen zur Inventarisierung bei der industriellen Lagerhaltung aufweist. Es werden viele Informationen benötigt, um bestehende sowie potentielle Gefahren und Störungen für die einzelnen Geschäftsprozesse zu ermitteln.

Hierbei können als interne Informationsquellen einzelne Abteilungen des Unternehmens, wie z.B. die Finanzbuchhaltung oder die Kontrollorgane Aufsichtsrat und Jahresabschlussprüfer, dienen. Zusätzlich sollten auch externe Informationsquellen herangezogen werden. Aussagen und Berichte von Analysten, Banken sowie Ratingagenturen, Geschäftsberichte von anderen branchenzugehörigen Unternehmen und Auszüge aus dem Handelsregister können als Beispiele genannt werden. Zur Identifikation der Risiken existiert eine Vielzahl von Methoden und Techniken. So können z.B. Checklisten oder Interviews und Befragungen sowie eine Risiko-Identifikations-Matrix zur Identifikation bestehender und augenscheinlicher Risiken verwendet werden. Sollen hingegen zukünftige und unbekannte Risikopotentiale identifiziert werden, eignen sich eher analytische Methoden. Hierzu zählen u.a. Baumanalysen, Fehlermöglichkeitsanalysen oder Kreativitätsmethoden, wie etwa das Brainstorming. In der unternehmerischen Praxis werden diese Methoden häufig in Kombination angewendet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, die sich aus den neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen an das Risikoberichtswesen für Versicherungsunternehmen ergibt, und erläutert den Aufbau der Diplomarbeit.

2. Entstehungsgeschichte und Darstellung des MaRisk-Rundschreibens (VA): Das Kapitel behandelt die Entwicklung des Rundschreibens vor dem Hintergrund von Solvency II und der Novellierung des Versicherungsaufsichtsgesetzes.

3. Risikomanagementprozess und Risikocontrolling: Es werden grundlegende Definitionen zum Risikomanagement und Risikocontrolling erläutert sowie der Prozess von der Identifikation bis zur Überwachung beschrieben.

4. Anforderungen an das Risikomanagement: Dieses Kapitel detailliert die spezifischen Anforderungen der BaFin, insbesondere hinsichtlich Risikostrategie, IKS, Interner Revision und der Qualitätssicherung.

5. Auswirkungen auf das Risikoberichtswesen: Es wird analysiert, wie die neuen Vorgaben die interne Berichterstattung beeinflussen und wie eine praktische Umsetzung, inklusive Bestandsaufnahme und Gap-Analyse, erfolgen kann.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Herausforderungen für Versicherungsunternehmen bei der Implementierung der MaRisk-Anforderungen.

7. Anhang: Der Anhang enthält eine praktische Checkliste, die als Unterstützung für die Erstellung und Umsetzung des internen Risikoberichts dient.

Schlüsselwörter

MaRisk, Risikomanagement, Risikoberichtswesen, Versicherungsunternehmen, Solvency II, Risikostrategie, Risikocontrolling, Internes Kontrollsystem, BaFin, Risikoidentifikation, Risikotragfähigkeit, Compliance, Berichterstattung, Revisionsbericht, Gap-Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Anforderungen, die das MaRisk-Rundschreiben (VA) an das Risikomanagement und das Risikoberichtswesen von Versicherungsunternehmen stellt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind die aufsichtsrechtlichen Bestimmungen, der Risikomanagementprozess, die organisatorische Gestaltung von Kontrollsystemen und die Ausgestaltung der internen Berichterstattung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung der Anforderungen aus dem Rundschreiben 3/2009 und die Aufzeigung konkreter Auswirkungen auf das Risikoberichtswesen, ergänzt um eine praktische Checkliste zur Umsetzung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturrecherche und die Analyse regulatorischer Dokumente sowie den Einsatz einer Gap-Analyse zur Bestandsaufnahme in der Praxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entstehungsgeschichte, theoretische Grundlagen des Risikomanagements, die konkreten Anforderungen an das Risikomanagement sowie die Auswirkungen auf das Berichtswesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind MaRisk, Solvency II, Risikostrategie, Risikotragfähigkeit, Internes Steuerungs- und Kontrollsystem sowie Risikobericht.

Warum ist das Prinzip der Proportionalität im MaRisk-Rundschreiben so wichtig?

Es erlaubt Versicherungsunternehmen eine flexible Ausgestaltung der Risikomanagementsysteme, die ihrer individuellen Unternehmensgröße, ihrem Geschäftsvolumen und ihrer spezifischen Risikostruktur angepasst ist.

Welche Rolle spielt die Interne Revision gemäß MaRisk?

Die Interne Revision fungiert als prozessunabhängiges Kontrollorgan, das die Funktionsfähigkeit der betrieblichen Abläufe und des Risikomanagementsystems sicherstellen muss.

Wie unterscheidet sich der interne Risikobericht von externen Berichten?

Während externe Berichte gesetzlichen Normen (wie HGB/IFRS) unterliegen, dient der interne Risikobericht primär der Geschäftsleitung als Entscheidungsgrundlage und Instrument der Unternehmenssteuerung.

Was ist der Zweck einer Gap-Analyse in diesem Kontext?

Sie dient dazu, den Ist-Zustand des Risikoberichtswesens mit den Soll-Anforderungen aus dem MaRisk-Rundschreiben zu vergleichen, um so konkreten Handlungsbedarf zu identifizieren.

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Details

Title
Das MaRisk Rundschreiben (VA) und die daraus resultierenden Anforderungen an das Risikomanagement und die Auswirkungen auf das Risikoberichtswesen
College
University of Hannover  (Banken und Finanzierung)
Grade
1,3
Author
Ulf Zybarth (Author)
Publication Year
2009
Pages
81
Catalog Number
V139316
ISBN (eBook)
9783640470907
ISBN (Book)
9783640471164
Language
German
Tags
MaRisk Rundschreiben Anforderungen Risikomanagement Auswirkungen Risikoberichtswesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ulf Zybarth (Author), 2009, Das MaRisk Rundschreiben (VA) und die daraus resultierenden Anforderungen an das Risikomanagement und die Auswirkungen auf das Risikoberichtswesen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139316
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