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Leistungsmotivation. Begriffsüberblick und Interventionsmaßnahmen

Titel: Leistungsmotivation. Begriffsüberblick und Interventionsmaßnahmen

Hausarbeit , 2009 , 16 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Bernd Kugler (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Motivation“ ist ein Begriff, der für die Erklärung unserer alltäglichen Beobachtungen eine zentrale Rolle spielt. Wenn eine Person angestrengt und bemüht an etwas arbeitet und beständig versucht, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, wird dies meist durch „hohe Motivation“ erklärt, sowohl im Sport als auch in der Schule oder anderen Bereichen des alltäglichen Lebens. So scheint „Motivation“ immer dann nötig zu sein, wenn etwas erreicht werden soll und dafür ein (hoher) Kraft- und Zeitaufwand nötig ist. Dies kann sowohl im Freizeitbereich von Bedeutung sein, vor allem aber in Schule und Beruf ist „Motivation“ damit scheinbar ausschlaggebend für Erfolg und Misserfolg. So werden z.B. Schüler, die keine Anstrengung erkennen lassen, als „unmotiviert“ bezeichnet. Damit werden Unterschiede im persönlichen Verhalten der Schüler erklärt und begründet bzw. Probleme an Schulen umschrieben. Im Allgemeinen scheint es zu Problemen zu kommen, wenn Schüler nicht „richtig motiviert“ sind, dagegen wird vor allem erfolgreichen Schülern oftmals eine hohe Motivation unterstellt, ja, der Erfolg sogar durch diese Motivation erklärt.

Motivation scheint also von großer Bedeutung für menschliches Verhalten. Damit stellt sich natürlich die Frage, ob und wie damit gearbeitet werden kann. Um dies zu klären, werde ich in dieser Arbeit zunächst den Begriff der Motivation aus einem psychologischen Blickwinkel darstellen und kurz die Theorien der „klassischen Motivationspsychologie“ vorstellen. Auf der Grundlage des Konstrukts „Leistungsmotivation“ werden dann Möglichkeiten erörtert, Schülerverhalten zu erklären und zu verändern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Begriffserklärung

1.1 Motiv und Motivation

1.2. Leistungsmotivation

1.2.1. Risiko-Wahl-Modell

1.2.2. Ausdauer

1.2.3. Kausalattribuierung

1.2.4. Selbstbewertungsmodell

2. Interventionsmaßnahmen

2.1. Bezugsnormorientierung

2.2.Überwindung der erlernten Hilflosigkeit

III. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Grundlagen der Leistungsmotivation und analysiert, wie diese Erkenntnisse genutzt werden können, um das Verhalten von Schülern in schulischen Kontexten zu verstehen und positiv zu beeinflussen.

  • Psychologische Definition von Motivation und Motiven
  • Differenzierung der Leistungsmotivation (Risiko-Wahl-Modell, Ausdauer)
  • Die Rolle der Kausalattribuierung für Erfolg und Misserfolg
  • Das Selbstbewertungsmodell nach Heckhausen
  • Interventionsstrategien wie Bezugsnormorientierung und Re-Attribuierungstraining

Auszug aus dem Buch

1.2.1. Risiko-Wahl-Modell

Wie gesagt wird Motivation als Personen-Umweltbezug gedacht, bei dem eine in der Person angelegte Disposition (Motiv) durch Anreize der Situation aktiviert wird und damit zu einer aktuellen Motivation führt. Die Bedingungen auf Seiten der Person wurden hinlänglich beschrieben, aber welche Wirkung haben situative Einflüsse? Atkinsons Risiko-Wahl-Modell kann darüber Aufschluss geben. Zentral an dieser Theorie ist der Begriff des Anspruchsniveaus. Mit Anspruchsniveau wird hier beschrieben, welche Aufgabe eine Person wählt und welchem subjektiven Schwierigkeitsgrad diese Aufgabe entspricht. Wird ein schweres oder leichtes Referatsthema gewählt? Ein schnelles oder langsames Musikstück eingeübt? Gleichzeitig hängen das Erleben von Erfolg und Misserfolg wohl in erster Linie vom gesetzten Anspruchsniveau ab. Wird es erreicht, wird dies als Erfolg empfunden, ein Nichterreichen wird als Misserfolg erlebt. Atkinson geht dabei davon aus, dass die Entscheidung einerseits von der Wahrscheinlichkeit, das angestrebte Ziel zu erreichen abhängig ist. Diese Erfolgswahrscheinlichkeit steigt natürlich mit abnehmender Aufgabenschwierigkeit. Gleichzeitig ist der leistungsthematische Anreiz einer Aufgabe größer, je schwieriger die Aufgabe zu erfüllen ist, d.h. je geringer die Erfolgswahrscheinlichkeit ist. Die Zielsetzung hängt also sowohl von der Erfolgswahrscheinlichkeit als auch von dem Erfolgsanreiz ab. Es „…besteht also zwischen Erfolgswahrscheinlichkeit und Erfolgsanreiz eine invers lineare Beziehung. Je größer das eine, umso kleiner das andere.“ (vgl. Rheinberg 2002, S. 73)

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Hinführung zum Thema Motivation als zentralem Faktor für menschliches Verhalten sowie Zielsetzung der Arbeit.

II. Hauptteil: Detaillierte theoretische Auseinandersetzung mit Motivationsbegriffen, Leistungsmotivation und verschiedenen Interventionsmaßnahmen zur Verhaltenssteuerung.

III. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der erarbeiteten Theorien und deren Relevanz für pädagogische Interventionen bei Schülern.

Schlüsselwörter

Motivation, Leistungsmotivation, Motiv, Risiko-Wahl-Modell, Anspruchsniveau, Erfolgswahrscheinlichkeit, Kausalattribuierung, Selbstbewertungsmodell, Interventionsmaßnahmen, Bezugsnormorientierung, erlernte Hilflosigkeit, Re-Attribuierungstraining, Schulleistung, Persönlichkeitseigenschaft, Personen-Umweltbezug

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die psychologischen Hintergründe der Leistungsmotivation und deren Bedeutung für den schulischen Alltag.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören das Risiko-Wahl-Modell, die Kausalattribuierung sowie verschiedene Ansätze zur Förderung der Lernmotivation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Lehrer durch gezielte Interventionen das Verhalten von Schülern erklären und positiv beeinflussen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenführung psychologischer Konstrukte und Modelle einschlägiger Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erläutert theoretische Modelle der Motivation, die Analyse von Erfolg und Misserfolg sowie praktische Interventionsmaßnahmen wie das Re-Attribuierungstraining.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Leistungsmotivation, Kausalattribuierung, Bezugsnormorientierung und erlernte Hilflosigkeit.

Was besagt das Risiko-Wahl-Modell nach Atkinson?

Es postuliert eine invers lineare Beziehung zwischen Erfolgswahrscheinlichkeit und Erfolgsanreiz bei der Wahl von Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad.

Warum ist die individuelle Bezugsnorm für leistungsschwache Schüler wichtig?

Sie ermöglicht es, Fortschritte im individuellen Längsschnitt zu würdigen, was das Selbstkonzept stärkt und Resignation vorbeugt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Leistungsmotivation. Begriffsüberblick und Interventionsmaßnahmen
Hochschule
Universität Augsburg  (Phil.-Soz. Fakultät)
Veranstaltung
Differentielle Psychologie des Lerners
Note
2,3
Autor
Bernd Kugler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
16
Katalognummer
V139419
ISBN (eBook)
9783668786493
ISBN (Buch)
9783668786509
Sprache
Deutsch
Schlagworte
leistungsmotivation begriffsüberblick interventionsmaßnahmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bernd Kugler (Autor:in), 2009, Leistungsmotivation. Begriffsüberblick und Interventionsmaßnahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139419
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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