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Invidia, Fames, Somnus und Fama

Die Darstellung von Personifikationen in Ovids 'Metamorphosen'

Título: Invidia, Fames, Somnus und Fama

Trabajo , 2008 , 29 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Carolin Droick (Autor)

Filolofía latina - Literatura
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„‚Metamorphose‛ ist […] [die] Veränderung einer Form als Umgestaltung, Umformung einer Gestalt in eine andere Form und Gestalt.“

Dieses Eingangszitat gibt nicht nur eine Definition für das Phänomen der Metamorphose, sondern greift ebenfalls sowohl Titel als auch Hauptthema von Ovids 15 bändigen Werk den „Metamorphosen“ auf - es geht also um Verwandlungen. Da derartige Verwandlungen hier nur in den seltensten Fällen Menschen betreffen, ist es fast nicht verwunderlich, dass neben u.a. (halb)göttlichen Wesen auch Tiere, Pflanzen und sogar Abstrakta verwandelt werden, bzw. als Personifikationen auftauchen. Daher soll die Arbeit der Frage nachgehen, wie per-sonifizierte Abstrakta in den Metamorphosen dargestellt werden.

Bevor Ovids Darstellung der verschiedenen Personifikationen untersucht wird, ist es von Nö-ten in einem ersten Kapitel auf die Definition, die Herkunft und die Verwendung von Personi-fizierungen in der Antike einzugehen. Kapitel zwei und drei stellen den Hauptteil der Arbeit dar. Sie befassen sich explizit mit der Darstellung der drei großen allegorischen Figuren Invidia, Fames und Somnus (Kapitel zwei). Darauf erfolgt ein ausführlicher Vergleich zwischen Ovid und Vergil hinsichtlich der personifizierten Fama (Kapitel drei), wobei zunächst in einem ersten Unterpunkt die griechischen Vorbilder dafür beleuchtet werden. In der Schlussbetrachtung werden dann die Gemeinsamkeiten der Personifikationen dargestellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Personifikation als dichterisches Stilmittel

1.1. Herkunft und Definition der Personifizierung

1.2. Die Verwendung der Personifikation bei den Griechen und Römern

2. Personifikationen in Ovids Metamorphosen

2.1. Invidia: (II 760-832)

2.2. Fames: (VIII 797-822)

2.3. Somnus (XI 592-673)

3. „Sie ist mächtig als wäre sie einzige Gottheit; Vor ihr sind alle gleich, denn nichts und niemand entgeht ihr.“ –Die Personifikation der Fama im dichterischen Vergleich

3.1. Οσσα und Φήμη - Vorgänger der Fama in der griechischen Dichtung

3.2. Vergils monstrum horrendum – Die Darstellung der Fama in Vergils Aeneis

3.3. Das Haus der Fama - Ovids Antwort auf Vergils Monster

3.4. Vergil vs. Ovid - ein Zwischenfazit zur Interpretation der Fama

3.5. Fama und Rom - Anspielungen auf die Situation in der Hauptstadt des Imperiums

4. Fazit zu den vier großen allegorischen Gestalten: Invidia – Fames – Somnus – Fama

Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung von vier bedeutenden Personifikationen – Invidia, Fames, Somnus und Fama – in Ovids Metamorphosen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie diese abstrakt-allegorischen Konzepte in der Erzählung gestaltet werden, wobei insbesondere die intertextuelle Auseinandersetzung mit Vergils Fama-Porträt und die antike Tradition der Personifizierung analysiert werden.

  • Grundlagen der antiken Personifizierung als dichterisches Stilmittel
  • Detaillierte Analyse der Darstellung von Invidia, Fames und Somnus bei Ovid
  • Vergleichende Untersuchung des Fama-Motivs bei Vergil und Ovid
  • Analyse der politischen Anspielungen auf das augusteische Rom durch das Fama-Motiv
  • Untersuchung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden in den allegorischen Konzepten

Auszug aus dem Buch

3.2. Vergils monstrum horrendum – Die Darstellung der Fama in Vergils Aeneis

„Im Moment der heimlichen Liebe betritt ein Ungeheuer die schönen Täler und Höhen des nordafrikanischen Arkadiens. Es ist Fama, ein Scheusal ohnegleichen und ohne Erbarmen, die Göttin des Gerüchts.“

Die aemulatio der homerischen Ossa findet sich in ihrer ausgereiftesten Form in Vergils Nationalepos, der „Aeneis“, mit der Kreation (des lateinischen Parts) der Fama. Die entscheidenden Unterschiede bestehen gewiss zum einen darin, dass Vergil seiner „Göttin“ ein – wenn auch abscheuliches – Äußeres gibt. Zum anderen macht er sie im vierten Buch zu einer der zentralen Figuren um die Hauptpersonen Dido und Aeneas und deren tragische Liebesbeziehung.

Es sollte an dieser Stelle direkt vorweg genommen werden, dass sich Vergils Einsatz der Fama als genialer epostypischer Kunstgriff erweist. Denn so wie Roms Gründung auf einem Göttergeheiß erfolgt, muss auch eine göttliche Gestalt auftauchen, die Aeneas zur Abreise aus Karthago und somit letztlich zur Erfüllung seines Fatums veranlasst. Da dies zwangsläufig das Ende der Liebesbeziehung zwischen Dido und Aeneas bedeutet, ist es eindeutig, dass nur eine „böse“ Gottheit für die Erfüllung dieses Auftrags in Frage kommt.

Vergils aussagekräftigste Passage zu Fama findet sich im vierten Buch in den Versen 173 - 197. Dabei geht allein ihre Einführung direkt und eindrucksvoll vonstatten: „Extemplo Libyae magnas it Fama per urbes, Fama, malum qua non aliud uelocius ullum“. Das personifizierte Gerücht taucht nicht nur auf extemplo auf, sondern es verbreitet sich auch schneller als jedes andere Übel. Mit malum wird außerdem schon im zweiten Vers der Beschreibung Famas Zugehörigkeit zum Dunstkreis der bösen Kreaturen deutlich. Die nachfolgenden Vokabeln mobilitate und uirisque adquirit eundo verstärken das Bild eines schnellen und mächtigen Wesens, vor dem es sich zu hüten gilt. Mit den Informationen „parua metu primo, mox sese attollit in auras/ ingrediturque solo et caput inter nubila condit“ in den nächsten zwei Versen ist schließlich die Charakterisierung ihrer schnell wachsenden Macht abgeschlossen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Thema der Metamorphosen als Verwandlung und die Relevanz von Personifikationen in diesem Kontext.

1. Personifikation als dichterisches Stilmittel: Theoretische Grundlagen zu Herkunft, Definition und antiker Verwendung von Personifizierungen.

2. Personifikationen in Ovids Metamorphosen: Analyse der drei zentralen allegorischen Figuren Invidia, Fames und Somnus.

3. „Sie ist mächtig als wäre sie einzige Gottheit; Vor ihr sind alle gleich, denn nichts und niemand entgeht ihr.“ –Die Personifikation der Fama im dichterischen Vergleich: Untersuchung der Fama bei Vergil und Ovid sowie ihrer griechischen Vorbilder.

4. Fazit zu den vier großen allegorischen Gestalten: Invidia – Fames – Somnus – Fama: Synthese der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der untersuchten Personifikationen.

Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Vorschläge für weiterführende Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Ovid, Metamorphosen, Personifikation, Fama, Vergil, Invidia, Fames, Somnus, Aeneis, Allegorie, antike Dichtung, Aemulatio, Gerücht, Augustäische Zeit, Mythologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung allegorischer Personifikationen in Ovids Werk Metamorphosen, wobei der Schwerpunkt auf den Gestalten Invidia, Fames, Somnus und Fama liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Neben der literarischen Ausgestaltung der einzelnen Figuren steht die vergleichende Analyse zwischen Ovid und seinem Vorgänger Vergil sowie die Einbettung der Personifikationen in die literarische Tradition der Antike im Fokus.

Was ist die primäre Zielsetzung der Arbeit?

Ziel ist es, die spezifische Art und Weise der Darstellung personifizierter Abstrakta bei Ovid herauszuarbeiten und zu analysieren, wie diese durch intertextuelle Bezüge, insbesondere zu Vergil, charakterisiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die auf Textvergleichen, der Untersuchung intertextueller Bezüge und der Einordnung in den antiken kulturhistorischen Kontext basiert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Einzelanalyse der vier Personifikationen bei Ovid sowie einen ausführlichen Vergleich der Fama-Darstellung zwischen Ovid und Vergil, inklusive politischer Anspielungen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Ovid, Metamorphosen, Personifikation, Fama, Vergil, Aemulatio und literarische Allegorie definieren.

Wie unterscheidet sich die Fama-Darstellung bei Ovid von der bei Vergil?

Während Vergil das Augenmerk stark auf die personifizierte Gestalt selbst und ihr monströses Auftreten legt, fokussiert Ovid stärker auf den Wohnort (Arx) der Fama, wodurch die Allegorie eher als abstrakte Anonymität erscheint.

Welche Rolle spielt das Motiv der „Infektion“ bei den untersuchten Gestalten?

Invidia und Fames werden bei Ovid als Kräfte dargestellt, die ihre Opfer „infizieren“ – Invidia mit Neid, Fames mit unstillbarem Hunger – wobei beide Gestalten ein Stück weit von sich selbst auf das Opfer übertragen.

Warum spielt das „Haus der Fama“ bei Ovid eine so zentrale Rolle?

Ovid verlagert den Schwerpunkt von der physischen Gestalt der Göttin auf ihren architektonischen Wohnsitz, der als Sammelbecken und Resonanzraum für Gerüchte fungiert und so die Anonymität und Allgegenwart des Gerüchts betont.

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Detalles

Título
Invidia, Fames, Somnus und Fama
Subtítulo
Die Darstellung von Personifikationen in Ovids 'Metamorphosen'
Universidad
University of Cologne  (Philosophische Fakultät, Institut für Altertumskunde )
Curso
Ovid, Metamorphosen
Calificación
1,0
Autor
Carolin Droick (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
29
No. de catálogo
V139430
ISBN (Ebook)
9783640489473
ISBN (Libro)
9783640489343
Idioma
Alemán
Etiqueta
Invidia Fames Somnus Fama Darstellung Personifikationen Ovids Metamorphosen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Carolin Droick (Autor), 2008, Invidia, Fames, Somnus und Fama, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139430
Leer eBook
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