Aufgaben und Funktionen von Musikverlagen und Verwertungsgesellschaften (GEMA, GVL) in der Musikindustrie


Seminararbeit, 2009
20 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

2. Musikverlage
2.1. Allgemeine Definition der Musikverlage
2.2. Funktionen der Musikverlage

3. Verwertungsgesellschaften
3.1. Allgemeine Definition von Verwertungsgesellschaften
3.2. Verwertungsgesellschaften in der Praxis: Die GEMA

3.2.1. Aufbau und Struktur der GEMA
3.2.2. Art und Umfang der Rechteverwertung durch die GEMA
3.2.3. Der Verteilungsplan der GEMA
3.3. Verwertungsgesellschaften in der Praxis: Die GVL

4. Schlussbetrachtung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Literaturverzeichnis

Berneike, K.; Rohde, L.; Pitzschke, B.; Weinacht, S.: Urheberrecht in der

Musikwirtschaft. In: Praxisforum Medienmanagement, Bd. 7: Musikwirtschaft und Medien. Märkte - Unternehmen - Strategien, hrsg. v. B. Schneider, S. Weinacht, München 2007, S. 129-145.

Böhringer, J.; Bühler, P.; Schlaich, P.: Kompendium der Mediengestaltung für Digital und Printmedien. 3. Aufl. Berlin, Heidelberg 2006.

Deutsches Patent- und Markenamt: Liste der Verwertungsgesellschaften, die über eine Erlaubnis nach § 1 UrhWahrnG verfügen,

http://www.dpma.de/docs/dpma/aufgaben/listederverwertungsgesellschaften2 pdf, Download am 16.04.2009.

Fischer, J.: Medienrecht und Medienmärkte. Berlin, Heidelberg 2008.

Fukking, J.: Der Musikverlag - ein Einstieg. München 2006.

Geyer, H.-H.: Die GEMA - eine Verwertungsgesellschaft. In: Praxisforum

Medienmanagement, Bd. 7: Musikwirtschaft und Medien. Märkte -

Unternehmen - Strategien, hrsg. v. B. Schneider, S. Weinacht, München 2007,

S. 121-128.

Hansen, G.; Schmidt-Bischoffshausen, A.: Ökonomische Funktionen von

Verwertungsgesellschaften - Kollektive Wahrnehmung im Lichte von

Transaktionskosten- und Informationsökonomik. In: GRUR Int, Heft 6, 2007, S. 461-481.

Homann, H.-J.: Praxishandbuch Musikrecht. Ein Leitfaden für Musik- und Medienschaffende. Berlin, Heidelberg 2007.

Koch, W.: Zur Wertschöpfungstiefe von Unternehmen. Die strategische Logik der Integration. Wiesbaden 2006.

Reber, N.: Aktuelle Fragen zu Recht und Praxis der Verwertungsgesellschaften. In: GRUR, Heft 3, 2000, S. 203-211.

Schwenzer, O.: Die Rechte des Musikproduzenten. Eine Untersuchung zu den

Urheber- und Leistungsschutzrechten und dem Urhebervertragsrecht in der Produktion und Vermarktung von Popmusik. Baden-Baden 1998.

1. Einleitung

Für Komponisten, Textdichter und Interpreten ist die Frage der Wahrung und Wahrnehmung ihrer Urheber- und Leis- tungsschutzrechte von entscheidender Bedeutung. Ohne effektiven Schutz und verbreitete Nutzung dieser Rechte wä- re die professionelle Musikindustrie in ihrer heutigen Form nicht denkbar. Angesichts der nahezu unüberschaubaren Anzahl von potentiellen Nutzer der Rechte an den Werken der Musikschaffenden, von der Erstverwertung über die Zweitverwertung bis hin zur Drittverwertung, stellt sich die Frage, wie die angesprochene Wahrung und Wahrnehmung der Urheber- und Leistungsschutzrechte zu gestalten ist. In dem existierenden System wird diese Aufgabe von den Mu- sikverlagen sowie den Verwertungsgesellschaften wahrge- nommen. Mit der vorliegenden Arbeit sollen die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Arbeit der Musikverlage sowie der Verwertungsgesellschaften, ihre innere Organisation, der genaue Inhalt ihrer Aufgaben und Funktionen sowie die Um- setzung dieser Aufgaben und Funktionen in der Praxis dar- gestellt werden.

2. Musikverlage

2.1. Allgemeine Definition der Musikverlage

Musikverlage können auf eine weitreichende Tradition zu- rückblicken und werden nicht ohne Grund als „ältestes Ge- werbe der Musikwelt“ (Fukking 2006, 5) bezeichnet. Ihr Hauptaugenmerk gilt der Verwertung und Vermarktung der Urheberrechte an den musikalischen und musikdramatischen Werken eines Autoren (vgl. Fukking 2006, 7; Koch 2007, 218; Homann 2007, 231). Die Rechtsgrundlage der Tätigkeit

der Musikverlage bilden das Urheberrechtsgesetz sowie das Verlagsgesetz (vgl. Homann 2007, 231), wobei hier insbe- sondere das Verlagsgesetz von Interesse ist. Es regelt das Rechtsverhältnis zwischen Verleger und Autor und definiert Verlage über die Tätigkeit der Vervielfältigung und Verbrei- tung eines Werkes (vgl. Fukking 2006, 23; Homann 2007, 231). Somit stellt zumindest aus juristischer Sicht die Verviel- fältigung und Verbreitung von Notenausgaben der verlegten Musikstücke die Hauptaufgabe eines Musikverlages bzw. das entscheidende Kriterium für die Anerkennung eines sol- chen, dar (vgl. Homann 2007, 231).

2.2 Funktionen der Musikverlage

In der Praxis ist dieses sogenannte Notengeschäft (sheet music) zumindest im Bereich der U-Musik von eher unter- geordneter Bedeutung (vgl. Schwenzer 1998, 23), Ausnah- men bilden Werke des Standartrepertoires oder finden sich im Bereich von Song- oder Schulbüchern. In der Regel wird hier jedoch die Verpflichtung des Musikverlages zur Verviel- fältigung und Verbreitung durch Notendruckverzichtserklä- rungen der Autoren vertraglich ausgeschlossen (vgl. Ho- mann 2007, 235). Durchaus üblich ist der Vertrieb von No- tenausgaben von Werken der E-Musik, allerdings leidet das Notengeschäft grundsätzlich an seiner einfachen Kopierbar- keit (vgl. Fukking 2006, 56; Homann 2007, 231).

Insbesondere im Bezug auf relativ unbekannte verlegte Künstler finden sich die administrativen, vermittelnden, pro- motenden sowie finanziell unterstützenden Tätigkeiten eines Musikverlages Die administrativen Tätigkeiten werden auch als „erste Verlegerpflicht“ (Fukking 2006, 49) bezeichnet, da sie zum einen die die Grundlage jeder weiteren verlegerischen Tätigkeit darstellen und zum anderen den verlegten Künstler in diesem Bereich meist die Erfahrung fehlt (vgl. Fukking 2006, 49- 50). Zu den administrativen Tätigkeiten sind insbesondere die Vornahme von GEMA-Registrierungen und Subverlagsanmeldungen, die Kontrolle und Weiterverrechnung von GEMA-Abrechnungen (Copyright-Controlling) sowie die Meldung von Werksabtretungen bei Subverlagsvergaben, Werkveränderungen und Vertonungsgenehmigungen zu zählen (vgl. Fukking 2006, 59; Homann 2007, 232).

[...]

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Aufgaben und Funktionen von Musikverlagen und Verwertungsgesellschaften (GEMA, GVL) in der Musikindustrie
Hochschule
Universität Siegen  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Medienmanagement)
Veranstaltung
Seminar „Aufgaben, Probleme und neuere Entwicklungen des Medienmanagements in der Musikwirtschaft“
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
20
Katalognummer
V139452
ISBN (eBook)
9783640489541
ISBN (Buch)
9783640489404
Dateigröße
420 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aufgaben, Funktionen, Musikverlagen, Verwertungsgesellschaften, GVL), Musikindustrie
Arbeit zitieren
André Fietkau (Autor), 2009, Aufgaben und Funktionen von Musikverlagen und Verwertungsgesellschaften (GEMA, GVL) in der Musikindustrie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139452

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