Im Vorfeld beschäftigt sich das Assignment mit der Erarbeitung der konzeptionellen Grundlagen des Datenmanagements und versucht, eine Herleitung der Begrifflichkeiten Datenmanagement, Datensicherung und Datenarchivierung herzustellen. Folgend wird der Nutzen sowie der Aufwand von Datenmanagement, -sicherung und -archivierung erläutert. Im Anschluss werden die unterschiedlichen Datensicherungsmedien, welche in magnetische, optische und elektrische Speichermedien sowie Onlinespeicher klassifiziert werden, auf ihre Vor- und Nachteile beleuchtet. Daran reiht sich die Erstellung eines Konzepts für Datenmanagement, -sicherung und -archivierung in Form einer fiktiven Fallstudie. Abschließend wird die Thematik zusammengefasst und kritisch reflektiert. Außerdem werden Ausblicke gegeben, die im Zusammenhang mit der Thematik stehen, aber auf die, aufgrund des Umfangs des Assignments, nicht eingegangen werden konnte.
Von gesetzlicher Seite wurde am 25. Mai 2016 die Europäische Datenschutzverordnung (EU-DSGVO) verabschiedet. Unternehmen haben die Vorgabe, die Verordnung bis zum 25. Mai 2018 umsetzen. Das bedeutet, dass die Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch private Unternehmen, wie auch öffentliche Stellen EU-weit vereinheitlicht werden. Dadurch wird zum einen der Schutz personenbezogener Daten innerhalb der Europäischen Union gewährleistet, zum anderen wird der freie Datenverkehr innerhalb des Europäischen Binnenmarktes sichergestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Problemstellung und Ziel dieser Arbeit
2. Konzeptionelle Grundlagen
2.1 Datenmanagement
2.2 Datensicherung
2.3 Datenarchivierung
3. Nutzen und Aufwand
3.1 Datenmanagement
3.2 Datensicherung
3.3 Datenarchivierung
4. Vor- und Nachteile von Datensicherungsmedien für die Langzeitarchivierung
4.1 Magnetisches Speichermedium
4.2 Optisches Speichermedium
4.3 Elektronisches Speichermedium
4.4 Onlinespeicher
5. Fallstudie: Konzept für Datenmanagement, -sicherung und -archivierung
5.1 Ausgangssituation
5.2 Datenmanagementkonzept
5.3 Datensicherungskonzept
5.4 Datenarchivierungskonzept
6. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung konzeptioneller Grundlagen zum Datenmanagement in Unternehmen, die Abgrenzung der Begriffe Datenmanagement, Datensicherung und Datenarchivierung sowie die Bewertung verschiedener Speichertechnologien für die Langzeitarchivierung anhand einer fiktiven Fallstudie.
- Grundlagen des Datenmanagements und der Datenqualität
- Methoden der Datensicherung, wie Voll-, inkrementelle und differentielle Sicherung
- Unterscheidung zwischen kurzfristiger Datensicherung und langfristiger Archivierung
- Vergleich von Datensicherungsmedien (magnetisch, optisch, elektronisch, Cloud)
- Konzeptionelle Umsetzung von Datenstrategien in Unternehmen
Auszug aus dem Buch
3.2 Datensicherung
Ein Datenverlust kann erhebliche Folgen auf die Geschäftsprozesse eines Unternehmens nach sich ziehen, da bei einer Zerstörung oder bei einem Verlust geschäftsrelevanter Daten Geschäftsprozesse verzögert oder gar bei deren Ausführung verhindert werden können. Das bedeutet, dass bei einem Datenverlust nicht nur ein Ausfall der Produktion und Kosten für die Wiederbeschaffung der Daten drohen, auch kann ein Verlust der Daten langfristige Folgen, wie beispielsweise Vertrauenseinbußen bei den Kunden und Geschäftspartnern und ein Negativeindruck beim Image des Unternehmens, haben. Schlimmstenfalls bedroht solch ein Schaden unmittelbar die Existenz des Unternehmens.24 Aufgrund dessen ist die Implementierung einer Datensicherung für Unternehmen notwendig, da Daten einer potentiellen Gefährdung ausgesetzt sind. Dabei werden laut BSI folgende Gefahrenquellen mit möglichen Ursachen definiert:
• höhere Gewalt,
• organisatorische Mängel,
• menschliche Fehlhandlungen,
• technisches Versagen,
• vorsätzliche Handlungen.25
Um diesen Ursachen entgegen wirken zu können, werden Back-ups eingesetzt, welche eine Sicherungskopie der Daten erstellen und somit eine Momentaufnahme darstellen. Solche Back-ups werden in regelmäßigen Abständen erzeugt und stehen in mehreren Versionen zur Verfügung. Somit wird gewährleistet, dass verlorene oder kompromittierte Daten in dem zuletzt als gültig definierten ursprünglichen Zustand wiederhergestellt werden kann. Da jedoch auch die Datenwiederherstellung eine kurzzeitige Unterbrechung der Verfügbarkeit verursacht, sollte im Idealfall ein RAID-System zur simultanen Verwendung mehrerer Speichermedien implementiert werden. Dieses gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit bei Ausfällen.26
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beleuchtung der zunehmenden Bedeutung von Daten als wirtschaftliches Gut und Definition der Problemstellung dieser Arbeit.
2. Konzeptionelle Grundlagen: Definition und Abgrenzung der Kernbegriffe Datenmanagement, Datensicherung und Datenarchivierung.
3. Nutzen und Aufwand: Gegenüberstellung der Anforderungen und Ziele von Datenmanagement, Sicherung und Archivierung in Unternehmen.
4. Vor- und Nachteile von Datensicherungsmedien für die Langzeitarchivierung: Technische Klassifizierung und Evaluierung verschiedener Speichermedien hinsichtlich Kapazität, Preis und Haltbarkeit.
5. Fallstudie: Konzept für Datenmanagement, -sicherung und -archivierung: Praktische Anwendung der erarbeiteten Konzepte an einem fiktiven mittelständischen Energieversorgungsunternehmen.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse und kritische Reflexion über die strategische Notwendigkeit professionellen Datenmanagements.
Schlüsselwörter
Datenmanagement, Datensicherung, Datenarchivierung, Back-up, Langzeitarchivierung, Speichermedien, Unternehmen, ERP-System, Datenverlust, Datensicherheit, Cloud Computing, RAID, Archiv, Informationsmanagement, Datenqualität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Bedeutung von Unternehmensdaten und bietet einen strukturierten Leitfaden für deren Management, Sicherung und Archivierung.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des Datenmanagements, die technischen Möglichkeiten der Datensicherung sowie die Anforderungen an eine langfristige, gesetzeskonforme Datenarchivierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Verhältnis von Nutzen und Aufwand beim Datenhandling zu klären und ein Entscheidungskonzept für Unternehmen anhand einer Fallstudie aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Fundierung durch Literaturrecherche, ergänzt durch eine fiktive Fallstudie zur praktischen Anwendung der erarbeiteten Konzepte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, die Analyse der Vor- und Nachteile verschiedener Speichermedien und die Entwicklung eines ganzheitlichen Konzeptes für ein Energieversorgungsunternehmen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Die zentralen Termini sind Datenmanagement, Datensicherung, Archivierung, Speichertechnologien und Enterprise Content Management.
Warum ist die Abgrenzung zwischen Datensicherung und Archivierung so wichtig?
Die Arbeit unterstreicht, dass Back-ups oft kurzfristig für die Wiederherstellung bei Fehlern dienen, während die Archivierung langfristig, unveränderbar und rechtlich revisionssicher erfolgen muss.
Welche Rolle spielt die Cloud im vorliegenden Konzept?
Cloud-Speicher werden als moderne, flexible Alternative betrachtet, die Kosten reduzieren kann, jedoch neue Anforderungen an die Verantwortung und Verfügbarkeit stellt.
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- Robert Schneider (Author), 2018, Nutzen und Aufwand von Datenmanagement, Datensicherung und Archivierung von Daten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1394557