Innerhalb der vorliegenden Projektarbeit soll die Entwicklung eines Geschäftsmodells mittels des Business Model Canvas erfolgen. Diese Entwicklung soll anhand eines Beispiels aus der TK-Branche zum Aufbau eines B2B-Dienstleistungsmarktes untermauert werden. Abgeleitet von der Themenstellung soll die Frage beantwortet werden, ob das BMC eine adäquate Methode bietet, ein Geschäftsmodell zu gestalten und aufzubauen. Ziel ist es, sich auf die Methoden einzulassen und mit Offenheit und Unvoreingenommenheit die Ergebnisse zu erarbeiten. Es soll in dem Zusammenhang eine Visualisierung des Geschäftsmodells mit einem Überblick über die wichtigsten Punkte anhand des Canvas und dessen Aufbau vorgenommen werden, um Außen-stehende leicht verständlich das Geschäftsmodell darzustellen. Somit soll das so entstandene Ergebnis eine Handlungsempfehlung im weiteren Schritt für potenzielle Nutzer und Stakeholder aus der TK-Branche zum Aufbau eines B2B-Dienstleistungsmarktplatzes und den damit verbundenen Chancen und Risiken sein.
Die Struktur dieser Projektarbeit umfasst insgesamt fünf Kapitel. Nachdem das erste durch einleitende Worte zum Thema hinführt, die persönliche Motivation erläutert, das Ziel absteckt und den Aufbau näherbringt, folgt das zweite mit den Begriffsdefinitionen. Um ein grundlegendes Verständnis beider Termini aus der Themenstellung zu erhalten, werden „Geschäftsmodell“ und das „Business Modell Canvas“ erläutert. Beginnend mit dem Terminus „Geschäftsmodell“, dessen unterschiedliche Herleitungen beschreibt, schließt sich die Definition des „Business Model Canvas“ mit dessen Bestimmung an. Das folgende dritte Kapitel ist durch vier Unterpunkte gegliedert, um theoretische Grundlagen im Kontext des BMC zu klären. Es wird das dahinterstehende Konzeptmodell im Zusammenhang mit den neun Bausteinen veranschaulicht. Darauf aufbauend werden Handlungsempfehlungen als Faktoren bei der Anwendung des Modells genannt. Ergänzt werden unterstützende Kompetenzen bei der Geschäftsmodellentwicklung beschrieben, die ein Unternehmen im Idealfall haben sollte. Damit wird der theoretische Teil des Projektberichtes abgerundet, während im daran an-schließenden vierten Kapitel der praktische Teil beginnt. Es wird das thematisierte Fallbeispiel aus der TK-Branche vorgestellt und anhand des BMC praktisch angewandt, um ein adäquates Geschäftsmodell zu entwickeln.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Bedeutung, Problemstellung und persönliche Motivation
1.2 Ziel dieser Projektarbeit
1.3 Aufbau der Projektarbeit
2. Begriffsdefinitionen
2.1 Geschäftsmodell
2.2 Business Modell Canvas
3. Theoretische Grundlagen
3.1 Konzept des Business Model Canvas
3.2 Die neun Bausteine des Modells
3.3 Erfolgskritische Faktoren bei der Anwendung des Modells
3.4 Unterstützende Kompetenzen bei der Geschäftsmodellentwicklung
4. Fallbeispiel in der Telekommunikationsbranche
4.1 Vorstellung des Fallbeispiels
4.2 Praktische Anwendung des Modells Canvas
4.3 Optimierungsmöglichkeiten und Handlungsempfehlungen
5. Schlussbetrachtung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Projektarbeit zielt darauf ab, die Entwicklung eines Geschäftsmodells mittels des Business Model Canvas (BMC) zu untersuchen und anhand eines Praxisbeispiels aus der Telekommunikationsbranche den Aufbau eines B2B-Dienstleistungsmarktplatzes zu untermauern. Es soll geklärt werden, ob das BMC eine adäquate Methode zur Gestaltung und zum Aufbau von Geschäftsmodellen bietet, wobei eine Visualisierung als Entscheidungsgrundlage für Stakeholder erstellt wird.
- Grundlagen und Definitionen von Geschäftsmodellen und des Business Model Canvas
- Strukturelle Analyse der neun Bausteine des Business Model Canvas
- Erfolgsfaktoren und unterstützende Kompetenzen bei der Geschäftsmodellentwicklung
- Praktische Anwendung des Modells am Fallbeispiel eines B2B-Telekommunikationsmarktplatzes
- Handlungsempfehlungen zur Optimierung und strategischen Integration
Auszug aus dem Buch
3.1 Konzept des Business Model Canvas
Alexander Osterwalder und Yves Pigneur (2010) begründeten mit dem BMC eine Möglichkeit, Geschäftsmodelle zu visualisieren, strukturieren und zu optimieren. Es hilft dem Benutzer, Geschäftsmodellbeziehungen übersichtlich und grafisch zu identifizieren und die Stärken und Schwächen herauszuarbeiten. Das betrachtete Geschäftsmodell wird in neun einzelne Teile, entsprechend dem Kapitel 3.2 gegliedert und Schritt für Schritt betrachtet. Anders als bisher eingesetzte strategische Führungsinstrumente kommt man einer ganzheitlichen Betrachtung des Unternehmens und seiner Interaktion mit dem Markt sehr nahe.
Das Konzept des BMC wurde ursprünglich für die Startup-Szene entwickelt, da es eine Leitlinie bietet, wie man eine Geschäftsidee zu einem funktionierenden Geschäftsmodell entwickelt. Das Konzept des BMC ist dabei als eine Art „Geschäftsmodell Leinwand“ aufgebaut mit der Zielsetzung, die Erarbeitung eines Geschäftsmodells in eine übersichtliche, möglichst ganzheitliche und graphisch anschauliche Form zu bringen. Auf dem Weg zum erfolgreichen Business Model sollen Stolpersteine, wie auch entstehende Probleme, zeitnah aufgedeckt werden und diese durch eine kreative Lösung gelöst werden. Da sich das BMC mit gezielten Fragestellungen der Kosten- und auch Kundenstruktur beschäftigt, findet das Tool zwischenzeitlich nicht nur bei Startups eine Anwendung, sondern auch etablierte Unternehmen sämtlicher Größenordnungen nutzen das BMC, um eine bessere Marktpositionierung zu erlangen oder besser mit der Herausforderung von Digitalisierung, IoT sowie Industrie 4.0 umgehen zu können. Aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des BMC-Tools besteht jedoch die Gefahr, dass das Arbeiten auf einer zu abstrakten Ebene und das Vorantreiben konkreter Maßnahmen scheitern. Zudem bewerten Anwender die Ergebnisse sehr subjektiv und finden schnell eine verbesserungsfähige Lösung. Hier stößt das Tool an seine Grenzen. Daher empfiehlt es sich, die Ergebnisse vor der Umsetzung der generierten Ideen mit objektiven und numerischen Methoden zu überprüfen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit von Geschäftsmodellinnovationen in der Telekommunikationsbranche durch verändertes Marktverhalten und definiert die Forschungsziele sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Begriffsdefinitionen: Hier werden die zentralen Termini „Geschäftsmodell“ und „Business Model Canvas“ theoretisch fundiert, um ein einheitliches Verständnis für die weitere Untersuchung zu schaffen.
3. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel vermittelt die Struktur und Anwendungsmöglichkeiten des BMC, beschreibt die neun Bausteine des Modells und reflektiert über kritische Erfolgsfaktoren sowie notwendige Unternehmenskompetenzen.
4. Fallbeispiel in der Telekommunikationsbranche: Der praktische Teil wendet das BMC auf den Aufbau eines B2B-Dienstleistungsmarktplatzes bei Stadtwerken an und leitet daraus konkrete Optimierungsmöglichkeiten und Handlungsempfehlungen ab.
5. Schlussbetrachtung: Das finale Kapitel reflektiert das BMC als Werkzeug kritisch und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von Geschäftsmodellierungsinstrumenten sowie auf weiteren Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Geschäftsmodellentwicklung, Business Model Canvas, BMC, Telekommunikationsbranche, B2B-Dienstleistungsmarktplatz, Stadtwerke, Glasfaserausbau, Wertschöpfung, Digitalisierung, Kundensegmente, Wertversprechen, Prozessinnovation, Infrastrukturwettbewerb
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Gestaltung von Geschäftsmodellen mittels des Business Model Canvas (BMC), konkret angewandt auf einen B2B-Dienstleistungsmarktplatz innerhalb der Telekommunikationsbranche.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Geschäftsmodellmanagements, die praktische Anwendung des BMC-Werkzeugs, die Analyse von Erfolgskritischen Faktoren und die strategische Ausrichtung von Stadtwerken im TK-Markt.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu belegen, ob das BMC eine adäquate Methode zur Gestaltung eines Geschäftsmodells für einen B2B-Marktplatz in der TK-Branche bietet, um Stakeholdern eine fundierte Handlungsgrundlage zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung und eine fallstudienbasierte Analyse, bei der das BMC-Schema mit spezifischen Informationen einer kommunalen TK-Infrastruktur gefüllt und bewertet wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufbereitung der einzelnen BMC-Bausteine sowie eine praktische Anwendung, in der die Elemente am Beispiel eines Stadtwerks für den Glasfaserausbau konkretisiert werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geschäftsmodellinnovation, Business Model Canvas, Glasfaserausbau, Wertschöpfung und strategische Kooperationen maßgeblich definiert.
Welche Bedeutung hat das Feature "Value Proposition Canvas" in diesem Kontext?
Das Value Proposition Canvas wird als ergänzendes Element betrachtet, um Kundenbedürfnisse tiefer zu analysieren und die Wertversprechen des Unternehmens noch präziser auf die Zielgruppen auszurichten.
Wie spielt der Aspekt der Nachhaltigkeit in die Modellierung hinein?
Die Arbeit weist darauf hin, dass das klassische BMC um einen Nachhaltigkeitsaspekt ergänzt werden kann (Sustainable Business Model Canvas), um ökologische, soziale und ökonomische Auswirkungen systematisch zu adressieren.
Welche Rolle spielen strategische Allianzen für Stadtwerke bei der Geschäftsmodellentwicklung?
Starke Allianzen, wie Joint Ventures oder Kooperationen, werden als essenziell bewertet, um dem Wettbewerbsdruck standzuhalten, Investitionsrisiken zu teilen und technisches Know-how für den Marktplatzaufbau zu bündeln.
- Arbeit zitieren
- Robert Schneider (Autor:in), 2023, Geschäftsmodellentwicklung anhand des Business Models Canvas. Das Beispiel eines B2B-Dienstleistungsmarktplatzes in der Telekommunikationsbranche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1394569