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Der Arbeitskraftunternehmer. Chancen und Risiken

Titel: Der Arbeitskraftunternehmer. Chancen und Risiken

Hausarbeit , 2019 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit soll der These des Arbeitskraftunternehmers als neuer Leittypus von Arbeitskraft nachgegangen werden. Allerdings werden Ihnen erst einmal die drei historischen Typen von Arbeitskraft, die Pongratz und Voß nennen, nähergebracht. Danach wird in den darauffolgenden Kapiteln der dritte und wichtigste Typus, der des Arbeitskraftunternehmers, erläutert. Nachdem die Merkmale des Arbeitskraftunternehmers beschrieben worden sind, wird außerdem die Frage geklärt, wo genau dieser am Arbeitsmarkt lokalisiert werden kann. Bevor wir uns dann letzten Endes der Frage annehmen, ob der Arbeitskraftunternehmer eine Chance oder ein Risiko für die Arbeitnehmer darstellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Arbeitskraftunternehmer: Ein neuer Typus von Arbeitskraft

2.1 Die Entwicklung hin zum Arbeitskraftunternehmer

2.1.1 Der proletarisierte Lohnarbeiter der Frühindustrialisierung

2.1.2 Der verberuflichte Arbeitnehmer des Fordismus

2.1.3 Der verbetrieblichte Arbeitskraftunternehmer des Postfordismus

2.2 Der Arbeitskraftunternehmer nach Voß und Pongratz

2.2.1 Selbstkontrolle

2.2.2 Selbstökonomisierung

2.2.3 Selbstrationalisierung

2.2.4 Lokalisierung des Arbeitskraftunternehmers auf dem Arbeitsmarkt

2.3 Chancen und Risiken für den Arbeitskraftunternehmer

3. Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den „Arbeitskraftunternehmer“ als einen neuen Leittypus von Arbeitskraft in der modernen Gesellschaft. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich dieser Typus von seinen historischen Vorgängern unterscheidet, welche spezifischen Merkmale seine Arbeitsweise prägen und ob die damit verbundene Flexibilisierung eine echte Chance oder ein existenzielles Risiko für die Beschäftigten darstellt.

  • Historische Entwicklung der Arbeitskrafttypen (Lohnarbeiter, Arbeitnehmer, Arbeitskraftunternehmer).
  • Analyse der drei Kernmerkmale: Selbstkontrolle, Selbstökonomisierung und Selbstrationalisierung.
  • Untersuchung der Arbeitsmarktverortung und Verbreitung des Arbeitskraftunternehmers.
  • Bewertung der ambivalenten Chancen und Risiken bei der Entgrenzung von Arbeit und Leben.

Auszug aus der Arbeit

2.2.1. Selbstkontrolle

„Die viereinhalb Jahre dann oder die vier Jahre dann im Service waren eigentlich gekennzeichnet durch viel Spaß draußen zu sein, als rumzufahren, Kundenaufträge zu haben, die über Wochen, über Monate gegangen sind, wo man klare Ziele gehabt hatte. Es hat geheißen, die Anlage muß laufen. So, wenn man das hinbekommen hat, war [man; T.U.] im Prinzip freischaffender Künstler, also wollen wir auch nicht verhehlen, das waren auch die Zeiten, wo man 12, 14 Stunden auf der Anlage war.“ (Pongratz/Voß 2004, 67)

Anhand dieses Zitats aus den Erhebungen der beiden Autoren lässt sich das Merkmal der Selbstkontrolle sehr gut beschreiben. Denn wie der Mitarbeiter eines von Pongratz und Voß befragten Unternehmens schon sagt, ist es dem Betrieb prinzipiell egal, wie die Ziele erreicht werden, Hauptsache sie werden erreicht (vgl. Pongratz/Voß,2004, S. 24). Oder anders formuliert: Nicht der Weg ist das Ziel, sondern das Ziel ist das Ziel! Die Arbeiter kontrollieren somit selbst den Umwandlungsprozess der Arbeitsfähigkeit in tatsächliche Arbeitsleistung. Damit ist das Transformationsproblem endgültig auf die Arbeitenden übertragen, was sich in allen Teilbereichen der Arbeit wiederspiegelt: „Bei der Selbstorganisation der sachlichen Durchführung der Arbeit, bei der Flexibilisierung von Arbeitszeiten, in der Lockerung räumlicher Bindungen der Arbeit, in der Ausdünnung von Vorgaben für die soziale Kooperation oder in Erwartungen an eine verstärkte Eigenmotivation.“ (vgl. Pongratz/Voß, 2004, S.24). Für das Unternehmen dürfte jedoch am Wichtigsten sein, dass durch die Auslagerung des Transformationsproblems aus potentieller Arbeitskraft eine direkt verwertbare Arbeit wird, sozusagen ein „veredeltes Halbfertigprodukt“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den Strukturwandel der betrieblichen Arbeitsorganisation ein und erläutert die These des „Arbeitskraftunternehmers“ als neuen Leittypus der modernen Arbeitswelt.

2. Der Arbeitskraftunternehmer: Ein neuer Typus von Arbeitskraft: Dieses Kapitel erläutert den historischen Wandel der Erwerbsformen und analysiert detailliert die drei zentralen Merkmale Selbstkontrolle, Selbstökonomisierung und Selbstrationalisierung, bevor es den Typus am Arbeitsmarkt verortet.

3. Schluss: Das Fazit fasst die ambivalenten Ergebnisse zusammen und zieht das Resümee, dass die neue Form der Arbeitskraft für hochqualifizierte Personen Chancen bietet, während sie für die Mehrheit der Arbeitnehmer mit hohen Belastungen und Risiken einhergeht.

Schlüsselwörter

Arbeitskraftunternehmer, Strukturwandel, Entgrenzung der Arbeit, Subjektivierung, Selbstkontrolle, Selbstökonomisierung, Selbstrationalisierung, Fordismus, Postfordismus, Erwerbsorientierung, Leistungssicherung, Leistungsoptimierung, Flexibilisierung, Arbeitsmarkt, Arbeitssoziologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit thematisiert den Wandel der Erwerbsarbeit hin zum sogenannten „Arbeitskraftunternehmer“, der zunehmend eigene Arbeitsleistung wie ein Unternehmer steuert und vermarktet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die historische Entwicklung von Arbeitskrafttypen, die psychologischen und ökonomischen Anforderungen an moderne Arbeitnehmer sowie die sozialen Folgen der Arbeitsentgrenzung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den neuen Leittypus des Arbeitskraftunternehmers zu definieren und zu hinterfragen, ob diese Entwicklung für Arbeitnehmer primär eine Chance oder ein Risiko darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer Modelle, insbesondere der Typologie von Pongratz und Voß, sowie dem Abgleich mit empirischen Befragungsergebnissen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Merkmale Selbstkontrolle, Selbstökonomisierung und Selbstrationalisierung sowie die verschiedenen Orientierungstypen der Beschäftigten im Hinblick auf deren Berufsbiografien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Arbeitskraftunternehmer, Entgrenzung, Selbstmanagement, Flexibilisierung und die ökonomische Verwertung des eigenen Arbeitsvermögens.

Inwiefern unterscheidet sich der Arbeitskraftunternehmer vom klassischen Industriearbeiter?

Während der industrielle oder fordistische Arbeiter an feste Anweisungen und standardisierte Abläufe gebunden war, zeichnet sich der Arbeitskraftunternehmer durch hohe Autonomie, aber auch durch eine vollständige Selbstverantwortung für seinen Erfolg aus.

Warum spricht man von „Selbstausbeutung“ im Zusammenhang mit diesem Modell?

Der Ausdruck bezieht sich darauf, dass Arbeitnehmer die betrieblichen Logiken der Effizienzsteigerung derart verinnerlichen, dass sie ihre eigene Erholung und Freizeit zugunsten der Leistungsziele opfern, da Leistungsdruck nun von innen kommt.

Stellt der Arbeitskraftunternehmer ein flächendeckendes Modell dar?

Nein, es handelt sich um einen sogenannten Idealtypus. Laut der in der Arbeit zitierten Studien existieren in der Realität meist Mischformen, da viele Arbeitnehmer noch klassische Strukturen bevorzugen oder benötigen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Arbeitskraftunternehmer. Chancen und Risiken
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
15
Katalognummer
V1394993
ISBN (eBook)
9783346942494
ISBN (Buch)
9783346942500
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arbeitskraftunternehmer Voß und Pongratz Arbeit und Organisation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Der Arbeitskraftunternehmer. Chancen und Risiken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1394993
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Leseprobe aus  15  Seiten
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