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Identifikationsstrategie für eine Evaluation regionalpolitischer Maßnahmen

Konzept und kritische Betrachtung am Beispiel der Förderung von kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) durch die europäischen Strukturfonds in der Förderperiode 1989-1999

Title: Identifikationsstrategie für eine Evaluation regionalpolitischer Maßnahmen

Seminar Paper , 2009 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Pascal Hansen (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Im Rahmen dieser Arbeit soll daher am Beispiel der EU-Strukturfondförderung von
kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Förderperiode 1989 bis 1999 untersucht
werden, wie eine aussagekräftige Evaluation konzeptionell durchgeführt werden
könnte. Dazu soll als Einstieg in die Thematik in Kapitel 2 zunächst eine Einführung
zur europäischen Strukturpolitik gegeben werden. Es soll kurz dargestellt werden, was
man unter europäischer Strukturpolitik versteht, welche Ziele sie verfolgt und mit welchem
Instrumentarium sie anvisierte Ziele versucht umzusetzen. Zum Ende des zweiten
Kapitels sollen Beispiele für KMU-Fördermaßnahmen beschrieben werden, auf welche
hinsichtlich einer durchzuführenden Evaluation im Laufe der Arbeit zurückgegriffen
werden soll. Kapitel 3 bildet dann das theoretische Fundament der Arbeit. Hier sollen
die hypothetischen Anforderungen einer Evaluation regionalpolitischer Maßnahmen
erläutert werden. Zuerst sollen generelle Probleme bei Evaluationen aufgezeigt werden.
Daraufhin soll eine formale Darstellung geeigneter Identifikationsstrategien erfolgen,
die zur Lösung der vorher aufgezeigten Problemstellungen beitragen. Zu dieser formalen
Darstellung soll gleichzeitig eine kritische Betrachtung der Anwendbarkeit auf das
zugrunde liegende Thema der Evaluation von KMU-Förderungen in der EU erfolgen. In
Kapitel 4 folgt schließlich der konzeptionelle Teil der Arbeit, indem anhand einer Beispielmaßnahme
ein Konzept zur Evaluation der KMU-Förderung durch europäische
Strukturfondaktivitäten innerhalb der Periode 1989 bis 1999 erarbeitet werden soll. In
Kapitel 5 solle eine Zusammenfassung und ein Ausblick im Sinne einer Handlungsempfehlung
gemacht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Strukturpolitik in der EU

2.1 Funktion der Strukturpolitik

2.2 Die EU-Strukturfonds

3 Anforderungen einer Evaluation regionalpolitischer Maßnahmen mit Hilfe der Kausalanalyse

3.1 Das generelle Problem bei Evaluationen

3.2 Formale Darstellung von Identifikationsstrategien zur Ermittlung geeigneter Evaluationsparameter

4 Konzeptionelles Verfahren zur Evaluation einer KMU-Fördermaßnahme durch EU-Strukturfondsaktivitäten

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein konzeptionelles Evaluationsverfahren für regionalpolitische Fördermaßnahmen zu entwickeln, das am Beispiel der KMU-Förderung durch EU-Strukturfonds im Zeitraum 1989-1999 angewendet wird, um die Problematik der Kausalitätsanalyse und der Identifikation von Maßnahmeeffekten wissenschaftlich fundiert zu adressieren.

  • Grundlagen der europäischen Struktur- und Kohäsionspolitik
  • Theoretische Herausforderungen der Evaluationsforschung (Identifikationsproblem)
  • Methodische Ansätze zur Kausalanalyse (Matching, Vorher-Nachher, Querschnittsvergleich, DiD)
  • Entwicklung eines Modells zur Evaluation von KMU-Förderprogrammen
  • Anforderungen an Datenmanagement und Monitoring für eine ex-post Evaluation

Auszug aus dem Buch

3.2 Formale Darstellung von Identifikationsstrategien zur Ermittlung geeigneter Evaluationsparameter

Um die kontrafaktischen Situationen der in Kapitel 2 genannten Beispielmaßnahmen zu konstruieren und so den Maßnahmeeffekt abzuschätzen, kann durch eine geeignete Identifikationsstrategie ein randomisiertes Experiment simuliert werden. Dabei spielt die Nutzung aller beobachtbaren Daten eine entscheidende Rolle und macht eine Archivierung aller relevanten Daten, die im Kontext einer KMU-Förderung zu beobachten sind, unerlässlich.

Das Matching-Verfahren versucht jeder BE der Teilnehmergruppe (D=1) möglichst „eine Art statistischen Zwilling“ (Bauer/Fertig/Schmidt (2009), S.167) aus der Nichtteilnehmergruppe (D=0) zuzuordnen. Die Identifikationsannahme lautet: E(Yt |X, Yt’,D=1) = E(Yt |X, Yt’,D=0) (2).

Ein Matching-Schätzer zählt zu den Charakteristika X auch die Erfolgsgröße Yt’ vor der Maßnahme. Mittels dieser Durchschnittsbildung durch Einbezug einer „längeren Vorgeschichte“(Bauer/Fertig/Schmidt (2009), S.167) versucht der Matching-Schätzer sich einer vollständigen Randomisierung anzunähern (Schmidt (1999), S. 26). Da die relativen Anteile der beiden Gruppen gleich sind und alle Charakteristika über die Zeit hinweg gewichtet werden, gilt der mean effect of treatment on the treated als identifiziert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Bedeutung der europäischen Strukturpolitik und thematisiert die Herausforderungen bei der Evaluierung dieser Maßnahmen im Kontext steigender regionaler Disparitäten.

2 Strukturpolitik in der EU: In diesem Kapitel werden die Ziele, Funktionen und die institutionelle Ausgestaltung der europäischen Strukturpolitik sowie die Rolle der EU-Strukturfonds für KMU-Förderungen dargestellt.

3 Anforderungen einer Evaluation regionalpolitischer Maßnahmen mit Hilfe der Kausalanalyse: Das Kapitel analysiert die wissenschaftlichen Hürden bei der Kausalanalyse, insbesondere das Identifikationsproblem und die Notwendigkeit, unbeobachtbare Heterogenität methodisch zu adressieren.

4 Konzeptionelles Verfahren zur Evaluation einer KMU-Fördermaßnahme durch EU-Strukturfondsaktivitäten: Hier wird ein konkretes Evaluationskonzept für eine Managementberatung entworfen, bei dem der Differenz-von-Differenzen-Ansatz als bevorzugte Identifikationsstrategie angewendet wird.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Defizite bei der Datensammlung zusammen und formuliert Handlungsempfehlungen für eine standardisierte, EU-weite Evaluierungspraxis.

Schlüsselwörter

Regionalpolitik, EU-Strukturfonds, KMU-Förderung, Evaluation, Kausalanalyse, Identifikationsstrategie, Differenz-von-Differenzen-Ansatz, Matching-Verfahren, kontrafaktische Situation, unbeobachtbare Heterogenität, Kohäsionspolitik, Datenmanagement, Monitoring, Wirtschaftsförderung, Förderperiode 1989-1999.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeptionierung und kritischen Analyse von Evaluationsstrategien für regionalpolitische Maßnahmen der Europäischen Union, wobei der Fokus auf der Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im Zeitraum 1989 bis 1999 liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Strukturpolitik der EU, die theoretischen Anforderungen an eine kausale Evaluation sowie die methodische Umsetzung der Wirkungskontrolle in der Regionalökonomik.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, wie eine aussagekräftige und valide Evaluation von regionalpolitischen Fördermaßnahmen, insbesondere der KMU-Förderung, konzeptionell unter Berücksichtigung von Kausalitätseffekten durchgeführt werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf ökonometrische Identifikationsstrategien wie den Differenz-von-Differenzen-Ansatz (DiD), das Matching-Verfahren sowie den Vorher-Nachher-Vergleich, um den kausalen Effekt von Interventionen isolieren zu können.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt zunächst die theoretischen Probleme bei Evaluationen, wie das Identifikationsproblem und unbeobachtbare Heterogenität, und erarbeitet darauf aufbauend ein konkretes Evaluationskonzept für KMU-Förderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kausalanalyse, Identifikationsstrategie, Strukturfonds, KMU-Förderung, Differenz-von-Differenzen-Ansatz und Evaluationsparameter geprägt.

Warum wird der "Differenz-von-Differenzen-Ansatz" in der Arbeit bevorzugt?

Dieser Ansatz wird bevorzugt, da er die Schwächen von Vorher-Nachher-Ansätzen und Querschnittsvergleichen kombiniert und somit das Problem der unbeobachtbaren Heterogenität und konjunktureller Einflüsse am effizientesten abfedern kann.

Welche Rolle spielen Daten für die Qualität der Evaluation?

Daten sind essenziell; der Autor betont, dass ohne eine ex-ante festgelegte Definition von Zielgrößen sowie ein kontinuierliches Monitoring während der Fördermaßnahme keine valide ex-post Evaluation möglich ist.

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Details

Title
Identifikationsstrategie für eine Evaluation regionalpolitischer Maßnahmen
Subtitle
Konzept und kritische Betrachtung am Beispiel der Förderung von kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) durch die europäischen Strukturfonds in der Förderperiode 1989-1999
College
Ruhr-University of Bochum
Course
Theorie und Empirie der Regionalökonomik
Grade
1,3
Author
Pascal Hansen (Author)
Publication Year
2009
Pages
22
Catalog Number
V139500
ISBN (eBook)
9783640490059
ISBN (Book)
9783640489763
Language
German
Tags
Differenz von Differenzen Vorher Nachher Querschnittsvergleich Evaluationsansatz Identifikationsstrategie kausale Effekte kausal Effekt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Pascal Hansen (Author), 2009, Identifikationsstrategie für eine Evaluation regionalpolitischer Maßnahmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139500
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