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"Erziehungsfernsehen" in einem binationalen Vergleich - dargestellt am britischen und deutschen Format der Sendung "Die Super Nanny"

Title: "Erziehungsfernsehen" in einem binationalen Vergleich - dargestellt am britischen und deutschen Format der Sendung "Die Super Nanny"

Term Paper , 2009 , 36 Pages , Grade: 1

Autor:in: Sonja Grün (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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Welche Erziehung ist heute die Richtige? In Fragen der Kindererziehung haben viele Eltern ein großes Interesse an Unterstützung und Orientierung. Eine erstaunlich große Palette an unterschiedlichsten Erziehungsratgebern kommt diesem Hilferuf nach. Angefangen bei Zeitschriften, weiten sich die Angebote über die Internetforen bis über Elternkurse aus. Aber auch das Medium Fernsehen reagiert infolge des Hilferufs und bietet ein völliges neues Erziehungsratgeberformat an, „Die Super Nanny“. Diese Sendung gehört zu den erfolgreichsten und bekanntesten Erziehungsratgeberformaten der letzten fünf Jahren, für die sich durchschnittlich „4,35 Millionen“ Zuschauer interessierten. In fast ganz Europa kennt man die selbst ernannte „erziehungskompetente Nanny“, die überforderten Eltern helfen will, ihren chaotischen Erziehungsalltag in den Griff zu bekommen. Das Vorbild des neuen Formates stammt aus Großbritannien, das seit Juli 2004 bei Channel 4 zu einem Quotenhit geworden ist. Im Jahr 2005 erhielt das britische Original sogar den höchsten Fernsehpreis, den „Royal Television Society Award“.
Die vorliegende Arbeit mit dem Thema Erziehungsfernsehen in einem binationalen Vergleich hat sich das Ziel gesetzt, die Illustration der Weiblichkeit, sowie die Inszenierungsstrategien des deutschen Formates mit dem britischen Original zu vergleichen. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, ob beide Formate die Funktion des Erziehungsratgebers nachkommen, oder, wie dies insbesondere bei der deutschen Sendung von Pädagogen, Wissenschaftlern und den Medien überwiegend kritisch verschrieben wird, die beiden Formate eine reine Unterhaltungssendung darstellen.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Super Nanny – Ein kritischer Blick auf das Erziehungsformat

2.1 Hintergrundinformationen des TV-Formats

2.2 Zur Person der „Super Nannys“

2.3 Der typische Ablauf beider „Super Nanny“ Sendungen

3. Die Darstellung der Weiblichkeit im Format der „Super Nanny“

4. Die Inszenierungsstrategien in der „Super Nanny“ Sendung

4.1 Gewaltdarstellung in der „Super Nanny“

4.2 Emotionalisierung in der „Super Nanny“

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Analyse

Die vorliegende Arbeit untersucht das Erziehungsfernsehen in einem binationalen Vergleich und analysiert, inwiefern das deutsche Format „Die Super Nanny“ sowie das britische Original als Erziehungsratgeber fungieren oder primär der Unterhaltung dienen. Im Zentrum steht dabei die Erforschung der Darstellung von Weiblichkeit sowie der angewandten Inszenierungsstrategien in beiden Sendeformaten.

  • Vergleichende Analyse der Inszenierungsstrategien (Gewaltdarstellung und Emotionalisierung)
  • Untersuchung der Rollenbilder und der Darstellung von Weiblichkeit
  • Kritische Reflexion der pädagogischen Kompetenz und Vorbildfunktion der Nannys
  • Evaluation des Unterhaltungsfaktors gegenüber einem tatsächlichen Informationsgehalt
  • Kontrastierung der soziologischen Rahmenbedingungen der teilnehmenden Familien

Auszug aus dem Buch

2.3 Der typische Ablauf beider „Super Nanny“ Sendungen

Der Aufbau der einzelnen Folgen und die Art und Weise, wie die beiden Super Nannys den Familien helfen, ist seit Sendebeginn 2004 ähnlich geblieben. Daraus ergibt sich ein Sendeschema, welches in feste Phasen unterteilt ist. Insgesamt lässt sich die britische und deutsche „Super Nanny“ Sendung in sechs Phasen einteilen. Die Vorstellung der Familie stellt die vorhandenen Probleme dar und bietet den Zuschauern eine Einführung in die Sendung. Danach folgt der Auftritt der „Super Nannys“, die anschließend in die Beobachtungsphase übergehen. Nach ungefähr 12 Minuten beginnt die Interventionsphase, in der die beiden „Super Nannys“ ein Gespräch mit den Eltern führen und anschließend, laut den beiden Sendern, nach Lösungen für die Probleme suchen. Hier wird der Alltag der Familie strukturiert und Regeln eingeführt, die schließlich ca. eine Woche lang erprobt werden. Anschließend folgt die Umsetzungsphase, in der die beiden „Super Nannys“ das Haus verlassen und die Familien wieder auf sich allein gestellt sind, um die neuen Erziehungstipps richtig umzusetzen. Den Schluss der Sendung bildet die Rückkehr der „Super Nannys“, die noch einmal ein Reflexions- und Abschlussgespräch mit den Eltern führen, um die letzten Probleme vollständig zu beseitigen. Schließlich beenden die Nannys die Familienhilfe und verabschieden sich endgültig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Erziehungsfernsehen ein, definiert die Forschungsfrage bezüglich der Funktion der Sendung als Ratgeber versus Unterhaltung und skizziert den binationalen Vergleich zwischen dem deutschen und britischen Format.

2. Super Nanny – Ein kritischer Blick auf das Erziehungsformat: Dieses Kapitel liefert Hintergrundinformationen zum TV-Format, stellt die Protagonistinnen Jo Frost und Katharina Saalfrank vor und beschreibt den schematischen Ablauf der Sendungen.

3. Die Darstellung der Weiblichkeit im Format der „Super Nanny“: Hier wird analysiert, wie die „Super Nannys“ als Experten inszeniert werden und welche unterschiedlichen Frauenbilder dabei im Vergleich zwischen den beiden Formaten vermittelt werden.

4. Die Inszenierungsstrategien in der „Super Nanny“ Sendung: Dieses Kapitel untersucht eingehend die reißerischen Mittel der Gewaltdarstellung und Emotionalisierung, die eingesetzt werden, um die Sensationslust des Publikums zu befriedigen und hohe Quoten zu sichern.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit stellt fest, dass beide Formate trotz des Anspruchs auf Beratung eine Unterhaltungsfunktion verfolgen, wobei das deutsche Format durch stärkere Stigmatisierung der teilnehmenden Familien als das britische Pendant auffällt.

Schlüsselwörter

Erziehungsfernsehen, Super Nanny, binationaler Vergleich, Inszenierungsstrategien, Weiblichkeit, Rollenbilder, Unterhaltungsfernsehen, Medienpädagogik, Realitätsdarstellung, Stereotypisierung, Familienalltag, Erziehungsberatung, Emotionalisierung, Gewaltdarstellung, Zuschauerbindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer kritischen medienwissenschaftlichen Analyse des Erziehungsratgeber-Formats „Die Super Nanny“ im Vergleich zwischen der deutschen und der britischen Version.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich primär auf die Inszenierungsstrategien, die Darstellung von Weiblichkeit sowie die pädagogische Qualität der Beratung in diesen Fernsehsendungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, ob diese Formate tatsächlich einen pädagogischen Ratgeber-Nutzen bieten oder ob sie, wie von Wissenschaftlern oft kritisiert, lediglich eine Form der Unterhaltung darstellen, die von dramatischen Effekten lebt.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, wobei einzelne Episoden sowie die Inszenierung der Protagonisten und Familien gegenübergestellt und theoretisch eingeordnet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Ablauf der Sendungen, die Charakterdarstellung der Nannys im Kontrast zu den Müttern und die gezielte Nutzung von Emotionalisierung und Stereotypen zur Steigerung des Unterhaltungswertes analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind unter anderem Erziehungsfernsehen, Inszenierungsstrategien, Rollenbilder, Realitätskonstruktion und Medienpädagogik.

Welche Unterschiede gibt es bei der Darstellung der Mütter?

Während im deutschen Format oft Mütter aus sozial schwächeren Milieus als „Versagerinnen“ oder Antibilder dargestellt werden, erscheint die Darstellung im britischen Format durchlässiger und weniger abwertend.

Welche Rolle spielt die „Inszenierung von Gewalt“ in dem Format?

Gewalt wird laut Analyse gezielt zur Spannungssteigerung eingesetzt, um die Zuschauer zu fesseln, wobei die „Besserung“ durch die Super Nanny am Ende der Sendung dadurch dramatischer hervorgehoben wird.

Warum wird die deutsche Version des Formats oft kritisiert?

Die Kritik entzündet sich vor allem an der Stigmatisierung hilfsbedürftiger Familien, der Verwendung von Antibildern und der zweifelhaften moralischen Vertretbarkeit, private Krisen für Unterhaltungszwecke zu dramatisieren.

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Details

Title
"Erziehungsfernsehen" in einem binationalen Vergleich - dargestellt am britischen und deutschen Format der Sendung "Die Super Nanny"
College
University of Marburg
Grade
1
Author
Sonja Grün (Author)
Publication Year
2009
Pages
36
Catalog Number
V139507
ISBN (eBook)
9783640494231
ISBN (Book)
9783640493951
Language
German
Tags
Super Nanny Jo Frost Erziehungsfernsehen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sonja Grün (Author), 2009, "Erziehungsfernsehen" in einem binationalen Vergleich - dargestellt am britischen und deutschen Format der Sendung "Die Super Nanny", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139507
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