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Das Mainzer Rabbinerprivileg von 1679. Welche Möglichkeiten und Grenzen hatten die Regelungen der jüdischen Rechtsprechung in Mainz und Frankfurt am Main zur Folge?

Titel: Das Mainzer Rabbinerprivileg von 1679. Welche Möglichkeiten und Grenzen hatten die Regelungen der jüdischen Rechtsprechung in Mainz und Frankfurt am Main zur Folge?

Hausarbeit , 2019 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Mainzer Rabbinerprivileg, welches den Juden 1679 von Erzbischof Karl Heinrich von Metternich-Wenneburg verliehen wurde. Dieses Privileg reglementierte, nach Bitten der jüdischen Gemeinde, die jüdische Rechtsprechung im Erzstift.

Die Verrechtlichung der jüdischen Existenz in christlichen Städten sorgte für große Abhängigkeit der Juden von der christlichen Obrigkeit. Obwohl die jüdische Gerichtsbarkeit traditionell nach der Halacha Aufgabe des Rabbiners war, durften die Juden in frühneuzeitlichen Städten des 17. Jahrhunderts nicht ohne Einwilligung der Obrigkeit rechtsprechen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Rabbinerprivileg

2.1 jus cognoscendi in ceremonialibus

2.2 jus in delictis levioribus

2.3 jus in causis civilibus inter Judaeos

3. Die jüdische Rechtsprechung in Frankfurt am Main

4.Fazit

5. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen jüdischer Rechtsprechung in der Frühen Neuzeit, wobei das Mainzer Rabbinerprivileg von 1679 als zentrale Quelle dient und durch einen Vergleich mit der Rechtssituation in Frankfurt am Main kontextualisiert wird.

  • Analyse des Mainzer Rabbinerprivilegs von 1679
  • Strukturierung der jüdischen Rechtsprechung in religiöse, strafrechtliche und zivilrechtliche Bereiche
  • Untersuchung der Abhängigkeit jüdischer Rechtsprechung von der christlichen Obrigkeit
  • Vergleichende Betrachtung der Rechtsverhältnisse in Frankfurt am Main
  • Evaluation der Grenzen jüdischer Autonomie durch obrigkeitliche Eingriffe und Appellationsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

2. Das Rabbinerprivileg

Um die Frage, welche Möglichkeiten und Grenzen die Regelungen der jüdischen Rechtsprechung in Mainz boten beantworten zu können, ist das Rabbinerprivileg von 1679 welches die „Jurisdictionsbefugnisse der Rabbiner auf gewisse Principien brachte“ von großer Bedeutung. Aus diesem Grund widmet sich dieses Kapitel der Analyse des genannten Privilegs und der Erarbeitung der darin festgehaltenen Befugnisse bezüglich jüdischer Rechtsprechung.

Am 22. März 1679 erinnerten die Judenenvorsteher den neuen Erzbischof Karl Heinrich von Metternich-Winneburg an die noch ausstehende Entscheidung bezüglich der Jurisdiktion ihres Rabbiners. In ihrer Supplik verwiesen sie darauf, dass den jüdischen Gemeinden in den umliegenden Reichsstädten die Annahme eines Rabbiners erlaubt sei und dass, in Ermangelung eines solchen Probleme bezüglich der Zeremonien und der Klärung von Zivil- und Schuldforderungssachen zwischen Juden aufgetreten seien. Sie baten daher einen Rabbiner anstellen zu dürfen, der mit den oben genannten Rechtsbefugnissen ausgestattet werden sollte und verwiesen darauf, dass dies auch in Frankfurt, Bingen und Worms üblich gewesen sei. Als weitere Argumente führten sie an, dass so die Obrigkeit entlastet würde, die Inanspruchnahme fremder Rabbiner nicht mehr nötig sei, die Hälfte der Strafgelder entrichtet würde und dass die Macht der Obrigkeit durch eine solche Erlaubnis in keiner Weise eingeschränkt würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der jüdischen Rechtsprechung im 17. Jahrhundert ein und stellt die Forschungsfrage nach den Möglichkeiten und Grenzen der Autonomie in Mainz und Frankfurt am Main.

2. Das Rabbinerprivileg: Das Kapitel analysiert das Mainzer Rabbinerprivileg von 1679 als Quelle für die jurisdiktionellen Befugnisse der jüdischen Gemeinde gegenüber der erzbischöflichen Obrigkeit.

2.1 jus cognoscendi in ceremonialibus: Die Untersuchung befasst sich mit der Befugnis des Rabbiners in religiösen Zeremonialsachen und der damit verbundenen Anwendung von Zwangsmitteln wie dem Bann.

2.2 jus in delictis levioribus: Hier werden die strafrechtlichen Befugnisse der jüdischen Gemeinde betrachtet, insbesondere im Hinblick auf die Bestrafung leichter Vergehen und die obrigkeitlichen Beschränkungen durch Bußgelder.

2.3 jus in causis civilibus inter Judaeos: Dieser Abschnitt beleuchtet die zivilrechtlichen Befugnisse bei Streitigkeiten zwischen Juden und wie diese durch die Bindung an die Obrigkeit und die Berufungsmöglichkeiten eingeschränkt wurden.

3. Die jüdische Rechtsprechung in Frankfurt am Main: Das Kapitel vergleicht die Praxis der jüdischen Rechtsprechung in Frankfurt am Main mit den Erkenntnissen aus Mainz und evaluiert die Rolle der Baumeister als städtische Kontrollinstanz.

4.Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und verdeutlicht die generelle Abhängigkeit der jüdischen Rechtsprechung von der Obrigkeit bei gleichzeitiger Wahrung einer teilweisen religiösen Autonomie.

5. Quellen- und Literaturverzeichnis: Verzeichnis der Primärquellen und der wissenschaftlichen Fachliteratur, die der Arbeit zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Jüdische Rechtsprechung, Rabbinerprivileg, Frühneuzeit, Mainz, Frankfurt am Main, Halacha, Rechtsautonomie, Obrigkeit, Zeremonialsachen, Zivilrecht, Strafrecht, Bann, Jurisdiktion, Gemeindevorsteher, Stättigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen jüdischer Rechtsautonomie und der Kontrolle durch die christliche christliche Stadtoberkeit im 17. Jahrhundert anhand des Mainzer Rabbinerprivilegs.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Jurisdiktion der Rabbiner, die Regelung innerjüdischer Konflikte (religiös, zivil und strafrechtlich) sowie das Verhältnis zur christlichen Obrigkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen zu bestimmen, die sich für die jüdische Rechtsprechung in Mainz und Frankfurt am Main unter obrigkeitlicher Reglementierung ergaben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf der Analyse von Rechtsquellen und historischer Fachliteratur, um einen strukturierten Vergleich der rechtlichen Situation zwischen Mainz und Frankfurt durchzuführen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Untersuchung des Mainzer Rabbinerprivilegs (mit Unterebenen) und einen anschließenden Vergleich mit der Frankfurter Rechtspraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Jüdische Rechtsprechung, Rabbinerprivileg, Rechtsautonomie, Obrigkeit, sowie die spezifischen Rechtskonzepte wie die Halacha.

Welche Rolle spielten die Frankfurter Baumeister?

In Frankfurt fungierten die Baumeister als Bindeglied zur Stadt und besaßen die Kontrolle über die jüdische Rechtsprechung, was die Befugnisse des Rabbiners stärker einschränkte als in Mainz.

Warum war die Offenlegung der Strafgelder so bedeutend?

Die Verpflichtung, die Hälfte der Strafgelder an die Obrigkeit abzuführen, diente der Finanzierung der städtischen bzw. erzbischöflichen Kassen und stellte ein wichtiges Kontrollinstrument dar.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Mainzer Rabbinerprivileg von 1679. Welche Möglichkeiten und Grenzen hatten die Regelungen der jüdischen Rechtsprechung in Mainz und Frankfurt am Main zur Folge?
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Seminar
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
15
Katalognummer
V1395266
ISBN (PDF)
9783346942364
ISBN (Buch)
9783346942371
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mainz Frankfurt Rabbiner Judentum Rechtsprechung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Das Mainzer Rabbinerprivileg von 1679. Welche Möglichkeiten und Grenzen hatten die Regelungen der jüdischen Rechtsprechung in Mainz und Frankfurt am Main zur Folge?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1395266
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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