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Funktionaler Analphabetismus - ein Problem und seine Ursachen

Title: Funktionaler Analphabetismus - ein Problem und seine Ursachen

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: MA Angela Exel (Author)

Didactics - German Studies
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Die Arbeit beschäftigt sich mit Analphabetismus in der Bundesrepublik Deutschland.
Das erste Kapitel setzt sich mit dem Analphabetismus im allgemeinen auseinander und bespricht, in welcher Form dieser in Industriegesellschaften auftritt. Es klärt den Begriff des funktionalen Analphabetismus, der von dem natürlichen oder reinen Analphabetismus zu unterscheiden ist. Weiterhin geht es der Bedeutung von Schrift für das Berufs- und Alltagsleben nach, zeigt Gründe für eine Teilnahme sowie Nichtteilnahme an einem Alphabetisierungskurs auf und behandelt abschließend den Umgang der Betroffenen mit ihrem Defizit.
Mit den Ursachen für funktionalen Analphabetismus befasst sich das zweite Kapitel. Hier wird auf Faktoren eingegangen, die eine entscheidende Rolle für die Schwierigkeiten im Erwerb des Lesens und Schreibens eines Kindes, spielen. Diese können sehr vielfältig sein, betreffen jedoch überwiegend das Lebensumfeld (mit seinen Personen), in dem ein Kind aufwächst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Funktionaler Analphabetismus: Begriff – Ausmaß – Problembewältigung der Betroffenen

2. Ursachen für funktionalen Analphabetismus

Fazit

Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des funktionalen Analphabetismus in der Bundesrepublik Deutschland, definiert den Begriff und analysiert die Ursachen sowie die psychosozialen Auswirkungen auf die Betroffenen. Ein zentrales Ziel ist es, das Verständnis für die Entstehungsbedingungen von Schriftsprachdefiziten zu vertiefen und die Bedeutung sozialpädagogischer Unterstützung bei Alphabetisierungskursen aufzuzeigen.

  • Definition und Abgrenzung des funktionalen Analphabetismus
  • Bedeutung der Schriftkompetenz in der modernen Industriegesellschaft
  • Einfluss familiärer und schulischer Rahmenbedingungen auf den Schriftspracherwerb
  • Psychosoziale Belastungen und Bewältigungsstrategien funktionaler Analphabeten

Auszug aus dem Buch

2. Ursachen für funktionalen Analphabetismus

„In der Kindheit werden die wesentlichen Voraussetzungen für den späteren Umgang mit Geschriebenem gelegt.“ Welche Faktoren in der Lebensumwelt der Kinder sind hierfür ausschlaggebend? Den ersten Rang nimmt die Familie ein. Wächst ein Kind in einer schriftfernen Umgebung auf, dann ist ihm die Bedeutung der Schrift fremd. Im allgemeinen sind das Verstehen und Produzieren von Sprache bei Schuleintritt sehr unterschiedlich ausgebildet. Kognitive Schemata sind oft nicht ausgebildet, das heißt die Entwicklung der Funktionen beim Kind, die zum Wahrnehmen eines Gegenstandes oder zum Wissen über diesen beitragen, ist nicht ausreichend vorhanden.

Die Eltern als Vorbild üben einen großen Einfluss auf das Lesen- und Schreibenlernen aus: „Die selbstverständliche Präsenz des Buches im Familienalltag ist wirksamer als alle bewußten Erziehungsmaßnahmen.“ Allein Ermahnungen können nicht den Wert der Schrift für verschiedene Lebensbereiche vermitteln, da sonst leicht der Eindruck entsteht, das Kind müsse nur Lesen und Schreiben lernen, damit es die nächste Klassenstufe in der Schule erreicht. Ohne konkrete Anwendung in der Freizeit geht die Begeisterung am Lernen schnell verloren. Nach einer Befragung von zehn funktionalen Analphabeten über ihre soziale Situation in der Familie sind einige Familienmitglieder ebenfalls Analphabeten oder den Betroffenen ist häufig überhaupt nicht bekannt, ob Eltern oder Geschwister Schriftsprachkenntnisse besitzen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema Analphabetismus in der Bundesrepublik Deutschland ein, erläutert die Relevanz des Themas und skizziert den methodischen Aufbau der Untersuchung.

1. Funktionaler Analphabetismus: Begriff – Ausmaß – Problembewältigung der Betroffenen: In diesem Kapitel werden Begriffe definiert, das Ausmaß der Problematik in Industriegesellschaften diskutiert und die schwierige Lebenssituation der Betroffenen sowie ihre Strategien zur Bewältigung oder Verheimlichung ihres Defizits analysiert.

2. Ursachen für funktionalen Analphabetismus: Hier werden die lebensweltlichen Faktoren, insbesondere die Rolle des Elternhauses und der Schule als prägende Einflüsse auf den Schriftspracherwerb im Kindesalter, detailliert untersucht.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit psychosozialer Begleitung in Alphabetisierungskursen und plädiert für eine optimistische Herangehensweise an den Schriftspracherwerb im Erwachsenenalter.

Literaturverzeichnis: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen auf.

Schlüsselwörter

Funktionaler Analphabetismus, Schriftspracherwerb, Alphabetisierung, Industriegesellschaft, Familieneinfluss, Lesekompetenz, Schreibkompetenz, Bildungsdefizite, Soziale Integration, Psychosoziale Folgen, Erwachsenenbildung, Lebenslanges Lernen, Sprachförderung, Bildungsbenachteiligung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition, den Ursachen und den gesellschaftlichen sowie persönlichen Auswirkungen des funktionalen Analphabetismus innerhalb der Bundesrepublik Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Unterscheidung zwischen natürlichem und funktionalem Analphabetismus, die Bedeutung von Schrift im modernen Alltag sowie die prägenden Einflüsse von Familie und Schule auf die Lese- und Schreibkompetenz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entstehungsbedingungen für funktionalen Analphabetismus zu beleuchten und aufzuzeigen, wie wichtig eine ganzheitliche, sozialpädagogisch begleitete Alphabetisierungsarbeit für die Betroffenen ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und zieht zur Veranschaulichung biographieanalytische Studien sowie Aussagen betroffener funktionaler Analphabeten heran.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche und lebensweltliche Einordnung der Problematik sowie eine detaillierte Analyse der Ursachen, die primär im Kindesalter und dem familiären Umfeld verortet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen funktionaler Analphabetismus, Schriftspracherwerb, familiäre Sozialisation, Bildungsbenachteiligung und psychosoziale Unterstützung.

Wie beeinflusst das Elternhaus den späteren Schriftspracherwerb?

Das Elternhaus ist entscheidend: Fehlen in der Familie ein Leseumfeld oder grundlegende Schriftsprachkenntnisse, wird dem Kind der Wert der Schrift nicht vermittelt, was zu einer ablehnenden Haltung gegenüber dem Lernen führen kann.

Warum wird im Fazit eine optimistische Sichtweise auf Alphabetisierungskurse empfohlen?

Der Autor argumentiert, dass eine positive Motivation der Lernenden und die Einbettung in sozialpädagogische Begleitmaßnahmen den Schriftspracherwerb auch im Erwachsenenalter zu einem Erfolg führen können, entgegen mancher skeptischer Prognosen.

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Details

Title
Funktionaler Analphabetismus - ein Problem und seine Ursachen
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Didaktik der deutschen Sprache und Literatur)
Course
Hauptseminar
Grade
1,7
Author
MA Angela Exel (Author)
Publication Year
2001
Pages
16
Catalog Number
V13952
ISBN (eBook)
9783638194716
ISBN (Book)
9783640788750
Language
German
Tags
Funktionaler Analphabetismus Problem Ursachen Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MA Angela Exel (Author), 2001, Funktionaler Analphabetismus - ein Problem und seine Ursachen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13952
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