Das übergeordnete Ziel dieser Studienaufgabe bestand darin, sich eingehend mit der Rolle von Bildern im Geschichtsunterricht auseinanderzusetzen und praktisch zu erforschen, wie diese effektiv genutzt werden können. Insbesondere sollte herausgearbeitet werden, wie bildliche Medien als pädagogisches Werkzeug zur Förderung des Geschichtsverständnisses eingesetzt werden können.
Dabei standen die Funktionen von Bildern im Mittelpunkt, einschließlich ihrer möglichen Einsatzmöglichkeiten, ihrer Auswahlkriterien und der Integration in den Unterricht. Das praktische Ziel bestand darin, diese Erkenntnisse in einer Unterrichtsreihe umzusetzen und den Schüler:innen einen vertieften Zugang zu bildlichen Quellen im Kontext der Menschen- und Bürgerrechte während der Französischen Revolution zu ermöglichen.
Da Bildquellen im Mittelpunkt der Untersuchung stehen, wird zuerst auf den Einsatz dieser im Geschichtsunterricht unter Verwendung von Theorien eingegangen. Danach wird das Unterrichtsvorhaben vorgestellt, einschließlich der Rahmenbedingungen, didaktischer und methodischer Entscheidungen sowie des Reihen- und Stundenverlaufs. Eine Stunde wird anhand einer Tabelle dargestellt, die anderen werden textlich beschrieben. Im Kapitel zur Praxis und Reflexion wird erklärt, welche bildlichen Mittel ausgewählt wurden, warum und wie sie eingesetzt wurden. Hierzu sowie zu den unterrichtspraktischen Erfahrungen während des Praktikums wird anschließend ein Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Thema und Vorgehensweise
2. Bildquellen im Geschichtsunterricht. Theoretische Bezüge
3. Unterrichtsvorhaben
3.1 Bedingungsanalyse
3.2 Didaktische Entscheidungen
3.3 Methodik
3.4 Reihen- und Stundenverlauf
4. Praxis und Reflexion
4.1 Umsetzung und Fazit zur Fragestellung
4.2 Unterrichtserfahrung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Einsatzmöglichkeiten von bildlichen Medien im Geschichtsunterricht am Beispiel einer Unterrichtsreihe zur Französischen Revolution, mit dem primären Ziel, die fachdidaktische Methodik zur Erschließung solcher Quellen in einer spezifischen Lerngruppe der Stufe EF zu optimieren.
- Funktionen und theoretische Grundlagen von Bildquellen im Geschichtsunterricht
- Analyse von Rahmenbedingungen und didaktisch-methodischen Entscheidungen
- Integration digitaler Medien (Tablets, digitale Tafeln) in den Geschichtsunterricht
- Praktische Reflexion über den Einsatz bildlicher Quellen (Gemälde, Kupferstiche, Schaubilder)
- Verknüpfung von historischem Lernen mit der Lebenswelt der Lernenden
Auszug aus dem Buch
3.1 Bedingungsanalyse
Bei der mir zugewiesenen Schule handelt es sich um das Gymnasium der Stadt B.. Seit Beginn des Praktikums im Februar 2022 bis zum Schuljahresende war ich in der EF gleich in zwei Geschichtskursen: Ge2 und Ge3, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Aus diesem Grund hatte ich den direkten Vergleich der beiden Gruppen, was sehr aufschlussreich gewesen ist. Nach einer ca. 2-wöchigen Orientierungsphase an der Schule habe ich mich mit dem Geschichtslehrer der Klasse EF Ge2 zusammengesetzt und das weitere Vorgehen während der Praktikumszeit besprochen.
Bei der Ge2 handelt es sich um eine leistungstechnisch sehr durchmischte Gruppe, jedoch sind alle nach ihren Möglichkeiten motiviert und vor allem interessiert. Dies stellt, meiner Meinung nach, eine bessere Lernvoraussetzung dar, als eine Klasse, die zwar leistungsfähig ist, aber ihr Potential nicht vollständig ausschöpfen kann bzw. will. Die Ge2 hatte stets Lust zu arbeiten, man musste nur vorher durchs Beobachten erfahren, wie es ihnen am effektivsten gelingt.
Die Klasse hatte 18 Schüler:innen, die alle fast immer im Unterricht anwesend waren. Bei der Hospitation in den ersten Wochen, konnte ich erkennen, dass sie zwar alle Sozialformen der Arbeit beherrschen, ihre Vorliebe aber bei der Partnerarbeit bzw. Kleingruppenarbeit lag. Auffällig war außerdem, dass sie ihren Mitschüler:innen sehr gut zuhören konnten. Im Unterrichtsgespräch konnten man dies als Lehrkraft ausgezeichnet einsetzen und darauf aufbauen. Feststellbar wurde das, als praktisch jede:r der Gruppe auf das Gesagte seiner Mitschüler:innen referieren konnte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Thema und Vorgehensweise: Die Einleitung erläutert die Motivation für das Thema, die Auswahl der Lerngruppe und den Aufbau der Studienaufgabe im Kontext des Praxissemesters.
2. Bildquellen im Geschichtsunterricht. Theoretische Bezüge: Das Kapitel bietet einen theoretischen Überblick über die Funktion, Rezeption und methodische Erschließung bildlicher Medien im Geschichtsunterricht.
3. Unterrichtsvorhaben: Detaillierte Darstellung der Rahmenbedingungen, der didaktischen Entscheidungen, der gewählten Methoden sowie des inhaltlichen Reihen- und Stundenverlaufs.
4. Praxis und Reflexion: Dieses Kapitel reflektiert die tatsächliche Umsetzung des Vorhabens, bewertet den Lerneffekt der eingesetzten Bildquellen und evaluiert die eigenen praktischen Erfahrungen im Unterricht.
Schlüsselwörter
Geschichtsunterricht, Bildquellen, Französische Revolution, Menschenrechte, Didaktik, Methodik, Praxissemester, Bildverstehen, Sekundarstufe II, Medienkompetenz, Problemorientierung, Geschichtsbewusstsein, Unterrichtsreflexion, Fachdidaktik, visuelle Medien
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie bildliche Medien wie Gemälde oder Kupferstiche gezielt und methodisch sinnvoll im Geschichtsunterricht eingesetzt werden können, um das historische Lernen zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind der fachdidaktische Umgang mit Bildquellen, die Nutzung digitaler Unterrichtsmedien und die Anwendung dieser Methoden im Rahmen einer Unterrichtsreihe zur Französischen Revolution.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erprobung und Reflexion von Lehrmethoden, um Schüler:innen der Stufe EF dabei zu unterstützen, komplexe historische Zusammenhänge mittels bildlicher Quellen tiefergehend zu erschließen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Autorin stützt sich auf geschichtsdidaktische Theorien (wie das Bildverstehen nach Bernhardt oder Wohlfeil) und kombiniert diese mit praxisorientierter Reflexion und Unterrichtsbeobachtungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zum Bildverstehen und eine detaillierte Ausarbeitung des geplanten und durchgeführten Unterrichtsvorhabens inklusive tabellarischer Stundenverläufe.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Geschichtsbewusstsein, Methodenkompetenz, Bildinterpretation und Problemorientierung im Kontext des Geschichtsunterrichts.
Welche Bedeutung spielt die technische Ausrüstung für dieses spezielle Unterrichtsvorhaben?
Die Verfügbarkeit von Tablets und digitalen Tafeln wird als entscheidender Faktor genannt, da diese Geräte spontane Bildrecherchen ermöglichen und die Arbeit mit visuellen Quellen im Unterrichtsalltag erheblich erleichtern.
Wie unterscheidet sich die Arbeit in der gewählten Lerngruppe von der geplanten Theorie?
Die Autorin stellt fest, dass in der gewählten EF-Klasse eine vollständige Bildinterpretation nach komplexem Schema nicht möglich war, weshalb sie sich entschied, den Fokus auf die formale Beschreibung und die emotionalen Eindrücke der Schüler:innen zu legen.
- Arbeit zitieren
- Katharina Kogan (Autor:in), 2022, Die Rolle von Bildern im Geschichtsunterricht. Am Beispiel eines Unterrichtsvorhabens aus der Reihe zur Französischen Revolution (11. Klasse Geschichte), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1395513