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Kontinuität und Wandel in der Hochschulpolitik des Landes Mecklenburg-Vorpommern von 1990 bis 2006

Title: Kontinuität und Wandel in der Hochschulpolitik des Landes Mecklenburg-Vorpommern von 1990 bis 2006

Thesis (M.A.) , 2006 , 118 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Manuel Dethloff (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Die bisherige Forschung über die Hochschulpolitik des Landes Mecklenburg-Vorpommern erfolgte zumeist inhaltlich und zeitlich nur punktuell. Ein Schwerpunkt liegt vor allem auf der Phase der personellen und strukturellen Erneuerung der Hochschulen zwischen 1989 und 1994. Die Analysen betrachten in den meisten Fällen aber nicht nur Mecklenburg-Vorpommern, sondern die Entwicklungen in allen neuen Bundesländern und Berlin.

Mit dem „Abschluss“ der Hochschulerneuerung verlagerte sich der Blickpunkt auf die vorhandenen Probleme und zukünftige Entwicklung der Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern. Dabei ist die wissenschaftliche Bearbeitung der Hochschulpolitik im Vergleich zur vorherigen Phase auf ein Minimum gesunken. So beschäftigen sich nur sehr wenige Arbeiten mit diesem Thema.

Eine umfassende und systematische Analyse der Hochschulpolitik in Mecklenburg-Vorpommern aus der Perspektive der staatlichen Akteure ist für den gesamten Zeitraum zwischen 1990 und 2006 bisher noch nicht vorgelegt worden. Einen Beitrag zur Schließung dieser Forschungslücke soll diese Arbeit leisten. Grundlage der Betrachtung sind zum einen die Plenarprotokolle und Drucksachen des Landtages und zum anderen die Verordnungen, Erlasse und Gesetze der ersten vier Wahlperioden. Ergänzend dazu werden die Landtagswahlprogramme der CDU, SPD, PDS und F.D.P., die Berichterstattung der regionalen Presse, vor allem der Ostsee-Zeitung, sowie Sekundärliteratur herangezogen.

Die grundlegende Struktur der Arbeit orientiert sich an den verschiedenen Regierungskoalitionen im Untersuchungszeitraum. Während in der ersten Wahlperiode eine Koalition aus CDU und FPD regierte, lenkte zwischen 1994 und 1998 eine CDU-geführte Große Koalition die Geschicke des Landes. 1998 kam es zur Bildung der bundesweit ersten Rot-Roten Koalition aus SPD und PDS. Sie hielt bis zu den fünften Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern am 17. September 2006. Vorangehen wird diesen drei Hauptkapiteln eine Darstellung der hochschulpolitischen Situation in den Nordbezirken der DDR am Ende der 1980er Jahre und eine detaillierte Betrachtung der hochschulrelevanten Geschehnisse zwischen dem 9. November 1989 und dem 3. Oktober 1990. Abschließen wird die Arbeit ein Fazit, in dem die Frage nach „Kontinuität und Wandel“ in der Hochschulpolitik des Landes Mecklenburg-Vorpommern beantwortet wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Ausgangssituation

1.1. Das Hochschulsystem der DDR am Ende der 1980er Jahre

1.2. Die Universitäten und Hochschulen in den drei Nordbezirken der DDR

1.3. Die Hochschulen der Nordbezirke im Einigungsprozess 1989/1990

1.3.1. Der Umbruch im Norden der DDR

1.3.2. Die demokratische Selbsterneuerung der Universitäten und Hochschulen

1.3.3. Die Anfänge der strukturellen Erneuerung

1.3.4. Die hochschulrechtlichen Rahmenbedingungen im Einigungsprozess

2. Die Hochschulpolitik während der CDU/F.D.P.-Koalition 1990 bis 1994

2.1. Allgemeine politische und finanzielle Rahmenbedingungen

2.2. Das Hochschulrecht in Mecklenburg-Vorpommern von 1990 bis 1994

2.2.1. Das Hochschulerneuerungsgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern

2.2.2. Das Landeshochschulgesetz (LHG) vom 9. Februar 1994

2.3. Die Entwicklung der Hochschullandschaft von 1990 bis 1994

2.4. Die Veränderungen der Hochschulstrukturen von 1990 bis 1994

3. Die Hochschulpolitik während der Großen Koalition 1994 bis 1998

3.1. Allgemeine politische und finanzielle Rahmenbedingungen

3.2. Die Debatten um die „allgemeinen“ Strukturveränderungen

3.3. Die parlamentarischen Debatten „spezifischer“ Strukturveränderungen

4. Die Hochschulpolitik während der Rot-Roten Koalition 1998 bis 2006

4.1. Allgemeine politische und finanzielle Rahmenbedingungen

4.2. Der Streit um den Studiengang Zahnmedizin der Universität Rostock

4.3. Das Landeshochschulgesetz vom 5. Juli 2002

4.4. Die Hochschulentwicklung und Hochschulplanung seit 2002

5. Kontinuität und Wandel in der Hochschulpolitik des Landes Mecklenburg-Vorpommern – ein Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zeitgeschichtliche Entwicklung der Hochschulpolitik im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zwischen 1990 und 2006. Dabei wird analysiert, inwieweit Kontinuitäten und Diskontinuitäten innerhalb der Hochschulpolitik erkennbar sind, insbesondere unter dem Einfluss dreier verschiedener Regierungskoalitionen und wechselnder politischer Rahmenbedingungen.

  • Analyse hochschulpolitischer Ereignisse, Themen und Problemstellungen seit 1990
  • Untersuchung des Einflusses staatlicher Akteure auf die Entwicklung des Hochschulwesens
  • Bewertung der strukturellen und personellen Erneuerungsprozesse an den Hochschulen
  • Darstellung der Entwicklung der Hochschullandschaft und des Hochschulrechts in Mecklenburg-Vorpommern
  • Vergleichende Betrachtung der Auswirkungen unterschiedlicher Koalitionsregierungen auf die Hochschulplanung

Auszug aus dem Buch

1.1. Das Hochschulsystem der DDR Ende der 1980er Jahre

Die Universitäten und Hochschulen der DDR waren „die höchsten staatlichen Bildungsstätten des Volkes im einheitlichen sozialistischen Bildungssystem.“ Sie bildeten neben den Fach- und Ingenieurschulen, die „die von den verschiedenen Wirtschaftsbereichen benötigten mittleren technischen, agrarwissenschaftlichen und ökonomischen Fach- und Führungskräfte“ ausbilden sollten, die zweite tragende Säule im tertiären Bereich des Bildungssystems der DDR. Die Hochschulen hatten die Aufgabe „hochqualifizierte Fachkräfte mit festem sozialistischen Klassenbewußtsein zu erziehen, aus- und weiterzubilden, die auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus in fester Verbundenheit mit der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei fähig und bereit sind, in sozialistischer Gemeinschaftsarbeit Pionier- und Spitzenleistungen zu vollbringen und Kollektive sozialistischer Werktätiger zu leiten.“

Für die zentrale staatliche und einheitliche Leitung und Planung des Hochschulwesens, das 1989 70 Universitäten und Hochschulen umfasste, war das Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen verantwortlich. Allerdings unterstanden diesem nur 29 Hochschulen unmittelbar. Die anderen 41 Hochschulen waren dem Verantwortungsbereich anderer Ministerien oder Staatsorgane zugeordnet und befanden sich somit, wie Gertraude Buck-Bechler schreibt, in einem „doppelten Aufsichtsverhältnis zu übergeordneten zentralen Staatsorganen.“ Der Zustand des Hochschulsystems der DDR Ende der 1980er Jahre basierte auf den Bestimmungen der Dritten Hochschulreform.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ausgangssituation: Das Kapitel beschreibt den zentralistisch gelenkten Zustand der Hochschulen in der DDR Ende der 1980er Jahre, geprägt durch ideologische Vorgaben, mangelnde Autonomie und eine auf Bedarf ausgerichtete staatliche Steuerung.

2. Die Hochschulpolitik während der CDU/F.D.P.-Koalition 1990 bis 1994: Dieser Abschnitt analysiert die erste Phase nach der Wiedervereinigung, die durch den Aufbau neuer hochschulrechtlicher Grundlagen und die tiefgreifende Umgestaltung der Hochschullandschaft unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen gekennzeichnet war.

3. Die Hochschulpolitik während der Großen Koalition 1994 bis 1998: Das Kapitel thematisiert die Fortsetzung der Strukturreformen sowie die parlamentarischen Debatten über Sparmaßnahmen und die kontroverse Hochschulplanung in der zweiten Wahlperiode.

4. Die Hochschulpolitik während der Rot-Roten Koalition 1998 bis 2006: Der Fokus liegt hier auf den hochschulpolitischen Entwicklungen unter der rot-roten Landesregierung, insbesondere den Auseinandersetzungen um die Zahnmedizin in Rostock sowie dem Landeshochschulgesetz von 2002.

5. Kontinuität und Wandel in der Hochschulpolitik des Landes Mecklenburg-Vorpommern – ein Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Beständigkeit sowie die Brüche in der landesweiten Hochschulpolitik über den gesamten Zeitraum von 16 Jahren.

Schlüsselwörter

Hochschulpolitik, Mecklenburg-Vorpommern, DDR, Hochschulsystem, Wiedervereinigung, Strukturwandel, Landeshochschulgesetz, Hochschulerneuerung, Wissenschaftsrat, Personalausstattung, Finanzierung, Studienplätze, Zahnmedizin, Hochschulautonomie, Koalitionspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Magisterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die hochschulpolitische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern von der Wende 1990 bis zum Jahr 2006, wobei sie sich auf die Perspektive staatlicher Akteure konzentriert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte bilden das Hochschulrecht, die Hochschullandschaft, die strukturelle Organisation der Hochschulen sowie – als vierter Bereich – die hochschulmedizinischen Entwicklungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu ergründen, ob in der Hochschulpolitik Mecklenburg-Vorpommerns über die 16 Jahre hinweg Kontinuität herrschte oder ob gravierende Brüche zwischen den verschiedenen Regierungskoalitionen zu verzeichnen waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer historisch-politischen Analyse, unter Auswertung von Landtagsdokumenten, Gesetzen, Verordnungen, Regierungsberichten, Wahlprogrammen und zeitgenössischer Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich entlang der Regierungskoalitionen: von der CDU/F.D.P.-Koalition (1990-1994) über die Große Koalition (1994-1998) bis hin zur Rot-Roten Koalition (1998-2006).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Hochschulreform, Transformationsprozess, Landeshochschulgesetz, politische Steuerung und dem Spannungsfeld zwischen Sparzwängen und Autonomieanspruch beschreiben.

Welche Rolle spielte der Wissenschaftsrat in der untersuchten Zeit?

Der Wissenschaftsrat agierte als beratende Instanz bei der Neugestaltung und Evaluierung der Hochschulstrukturen, wobei seine Empfehlungen nicht immer deckungsgleich mit den landespolitischen Umsetzungsplänen waren.

Warum war der Studiengang Zahnmedizin in Rostock so umstritten?

Die Zahnmedizin wurde zum Symbol für den Konflikt zwischen den hochschulpolitischen Sparvorgaben der Landesregierung, den Empfehlungen des Wissenschaftsrates und dem Widerstand vor Ort, der sich in Form von Volksinitiativen und juristischen Klagen manifestierte.

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Details

Title
Kontinuität und Wandel in der Hochschulpolitik des Landes Mecklenburg-Vorpommern von 1990 bis 2006
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Politikwissenschaft)
Grade
1,7
Author
Manuel Dethloff (Author)
Publication Year
2006
Pages
118
Catalog Number
V139563
ISBN (eBook)
9783640474004
ISBN (Book)
9783640473632
Language
German
Tags
Kontinuität Wandel Hochschulpolitik Landes Mecklenburg-Vorpommern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuel Dethloff (Author), 2006, Kontinuität und Wandel in der Hochschulpolitik des Landes Mecklenburg-Vorpommern von 1990 bis 2006, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139563
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