Motivationstheorien. Eine Einführung


Hausarbeit, 2008

23 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen
2.1 Das Motiv
2.2 Die Motivation
2.3 Die Intrinsische Motivation
2.4 Die Extrinsische Motivation

3 Motivationstheorien
3.1 Was versteht man unter Inhaltstheorien bzw. Prozesstheorien?
3.2 Die Bedürfnispyramide von Maslow
3.3 Die X-Y-Theorie von McGregor
3.4 Die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg

4 Motivation in der Praxis
4.1 Motivation durch Entlohnung
4.2 Motivation durch das Arbeitsumfeld.
4.3 Motivation durch Arbeitsgestaltungsmaßnahmen

5 Zusammenfassung

6 Literatur und Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Motivationstheorien

Abb. 2: Die Bedürfnispyramide nach Maslow

Abb. 3: Die Bedürfnisse im Arbeitsumfeld

Abb. 4: Zweidimensionale Darstellung der Zufriedenheit nach

Herzberg

Abb. 5: Gegenüberstellung Herzberg und Maslow

Abb. 6: Vierfelder-Matrix möglicher Situationen nach Herzberg

1 Einleitung

Im Personalmanagement gibt es verschiedene Ansätze, die auf die Einstellung von Mitarbeiter abzielen, denn es ist nicht immer selbstverständlich, dass Mitarbeiter gute Arbeitsleistungen erbringen. Hierbei spielt die Beeinflussung des Verhaltens eine wesentliche Rolle, was dadurch erreicht werden kann, indem die Führungskräfte auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingehen. Des Weiteren ist die Arbeit, im Gegensatz zu früher, nicht mehr nur dazu da um die Grundbedürfnisse des Menschen zu befriedigen, sondern wird mittlerweile eher als Bestandteil der persönlichen Selbstentwicklung gesehen. Folglich muss sich das Management auch mit den individuellen Zielen des Mitarbeiters auseinandersetzen und den Arbeitsinhalt desjenigen so zu gestalten, dass er sich mit den Zielen des Unternehmen auch identifizieren kann. Eine einzige, allgemein gültige Motivationstheorie, mit der erklärt wird, wie menschliches Verhalten im Betrieb zustande kommt, gibt es jedoch nicht. Doch im Zuge der Globalisierung und des immer schärfer werdenden Wettbewerbs, suchen immer mehr Unternehmen nach einer Möglichkeit die Produktivität zu steigern.

Ziel der Hausarbeit ist es, die Inhaltstheorien von Maslow, McGregor und Herzberg ausführlich darzustellen, denn ihre Kenntnis ist eine wesentliche Voraussetzung für den Umgang mit Mitarbeitern.

2 Definitionen

Für das Verständnis der Motivationstheorien ist es notwendig bestimmte Begriffe durch Definitionen veranschaulichen bzw. voneinander abzugrenzen.

2.1 Das Motiv

Als Motiv können persönliche, langfristig angelegte Beweggründe (Bedürfnisse, Verhalten) angesehen werden, welche ein bestimmtes zukunftsorientiertes Handeln als Folge haben. Ein Motiv beinhaltet zum einem ein Bedürfnis, welches aus einem Mangelempfinden resultiert und zum anderen ein Erwartung, durch ein Verhalten den Mangel zu befriedigen. Die Wissenschaft unterscheidet dabei zwei Arten von Motiven, die so genannten primären Motive (Hunger, Durst, Sexualtrieb usw.) und die sekundären Motive (Macht, soziale Anerkennung usw.). Motive bestimmen demnach Antrieb und Richtung menschlichen Verhalten.

2.2 Die Motivation

„Motivation… kann als Bereitschaft oder der Wille zu einem bestimmten Verhalten bzw. zur Erreichung eines Zieles definiert werden.“[1] Die Gesamtheit der Motive ist es nun, die Entscheidungen beeinflussen und damit die Motivation einer Person ausmacht. Führt man sich aber vor Augen, wie kompliziert das Zusammenwirken unterschiedlicher Motive ist, wird deutlich, welche Komplexität dem Motivationsbegriff zugesprochen werden muss.

Im Unternehmen hängt also die optimale Ausnutzung des Leistungspotenzials eines Mitarbeiters davon ab, inwieweit er seine eigenen Ziele durch sein persönliches Engagement für das Unternehmen realisieren kann.

2.3 Die Intrinsische Motivation

Als Intrinsische Motivation werden Beweggründe zur Leistung bezeichnet, die der Mitarbeiter von innen für sich selbst als Antriebskraft für sein tägliches Handeln als Motiv vorgibt. „Als intrinsisch motiviert wird ein Verhalten dann bezeichnet, wenn das Verhalten nicht Mittel zum Zweck, sondern Selbstzweck-Charakter hat.“[2] Beispiele für intrinsische Faktoren sind das Leistungsmotiv, Kompetenzmotiv und Geselligkeitsmotiv.

2.4 Die Extrinsische Motivation

Im Gegensatz zu den intrinsischen Motiven können die extrinsischen Motive nicht durch die Tätigkeit selbst befriedigt werden, sondern durch die Folgen der Arbeit und der dadurch resultierenden Begleitumstände. „Die Tätigkeit ist somit nur Mittel zum Zweck anderer Motive. Beispiele für extrinsische Faktoren ist vor allem das Geldmotiv, aber auch das Sicherheits- und Prestigemotiv.“[3]

3 Motivationstheorien

Seit nun mehr über fünfzig Jahren gibt es die Motivationsforschung, doch ein einheitliches Ergebnis, welches das menschliche Verhalten im Betrieb erklären kann, gibt es nicht. Alle Theorien gehen aber davon aus, dass Motivation durch die Existenz von Bedürfnissen ausgelöst und gesteuert wird. Diese Erklärungsansätze sind überwiegend von amerikanischen Psychologen entwickelt worden und lassen sich in Anlehnung an Campbell et al. (1970) in Inhalts- und Prozesstheorien unterscheiden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Motivationstheorien[4]

3.1 Was versteht man unter Inhaltstheorien bzw. Prozesstheorien?

Inhaltstheorien versuchen zu erklären, was in einer Person oder in seiner Umwelt Verhalten erzeugt und aufrechterhält. Sie sollen zeigen, was und welche spezifischen Faktoren den Menschen zur Arbeit motivieren.[5]

Die Prozesstheorien fragen hingegen danach, wie ein bestimmtes Verhalten generiert, gelenkt und erhalten bzw. unterbrochen werden kann.

3.2 Die Bedürfnispyramide von Maslow

Die Bedürfnispyramide von Maslow stellt wohl die bekannteste Klassifizierung von Bedürfnissen dar. Nach Aussagen von Maslow ist der Mensch immer bestrebt seine Bedürfnisse nach Dringlichkeit hierarchisch zu erfüllen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Die Bedürfnispyramide von Maslow[6]

Dabei werden zu erst die Bedürfnisse niedriger Ordnung befriedigt, bevor die nächste, übergeordnete Stufe der Bedürfnisse als motivierender Antrieb für sein Handeln angesehen wird. Bedürfnisse niedriger Ordnung werden in wesentlichen durch intrinsische Motivation erfüllt, die höheren durch externe Einflüsse. Maslow unterteilte die Bedürfnisse des Menschen in Defizitbedürfnisse und Wachstumsbedürfnisse.

Die Defizitbedürfnisse wurden noch weiter unterteilt, so dass es insgesamt fünf Klassen für die Festlegung von Bedürfnissen gibt. Sie sind allgemeingültig für alle Individuen und besagt, dass unbefriedigte Bedürfnisse eben nicht mehr motivieren.[7] „Defizitbedürnisse sind dadurch gekennzeichnet, dass ihre Nichterfüllung Krankheit hervorruft und ihre Erfüllung Krankheit vermeidet.“[8]

Wachstumsbedürnisse hingegen sind auf die Entfaltung der im Menschen liegenden Möglichkeiten angelegt. Sie werden erst nach ausreichender Befriedigung der Defizitbedürfnisse wirksam.[9]

In Bezug auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter in einem Unternehmen lassen sich die einzelnen Bedürfnisstufen folgendermaßen interpretieren (siehe Abb. 3).

[...]


[1] Strunz, Herbert: Betriebssoziologie/-psychologie, Studienbrief 1 – Das Individuum, 1999, S.41

[2] Gebert, Dieter und Rosenstiel, Lutz von: Organisationspsychologie, 4. Auflage, Stuttgart, 1996, S. 41

[3] Jung, Hans: Personalwirtschaft, 7.Auflage, München/Wien, 2006, S. 370

[4] In Anlehnung an Jung, Hans: Personalwirtschaft, 7.Auflage, München/Wien, 2006, S. 381

[5] Vgl. Jung, Hans: Personalwirtschaft, 7.Auflage, München/Wien, 2006, S. 382

[6] http://www.hamburg-lernt.de/onTEAM/grafik/Maslow.gif [Zugriff 10.01.2008]

[7] Vgl. Jung, Hans: Personalwirtschaft, 7.Auflage, München/Wien, 2006, S. 382

[8] Gebert, Dieter und Rosenstiel, Lutz von: Organisationspsychologie, 4. Auflage, Stuttgart, 1996, S. 41

[9] Vgl. Jung, Hans: Personalwirtschaft, 7.Auflage, München/Wien, 2006, S. 383

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Details

Titel
Motivationstheorien. Eine Einführung
Hochschule
Fachhochschule Lausitz
Veranstaltung
Personalmanagement
Note
1,7
Autor
Jahr
2008
Seiten
23
Katalognummer
V139642
ISBN (eBook)
9783640496525
ISBN (Buch)
9783640496648
Dateigröße
633 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Motivationstheorien, Bedürfnispyramide, X-Y-Theorie, Zwei-Faktoren-Theorie, Maslow, McGregor, Herzberg, Motivation, intrinsisch, extrinsisch, Leistungssteigerung, Zufriedenheit, Hygienefaktor, Inhaltstheorien
Arbeit zitieren
Dipl. Betriebswirt Sven Kadlec (Autor), 2008, Motivationstheorien. Eine Einführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139642

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