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Zu "Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können"

Schemata Skripte und mentale Modelle; Enstehung, Änderung und Repräsentation

Titre: Zu "Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können"

Dossier / Travail de Séminaire , 2002 , 24 Pages , Note: 1.0 (sehr gut)

Autor:in: Christian Hunkler (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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Auch in der Soziologie werden ähnliche Konzepte, teilweise unter anderen Namen, beschrieben. Der „Cement of Society“ (ESSER 2000: 209), die „Strukturen der Lebenswelt“ bei SCHÜTZ, die „Alltagshandeln“ erst möglich machen (nach ESSER 1991: 93f.; 1993: 13; 2000: 206) oder GOFFMANS „Interaction Rituals“, welche die „... countless patterns and natural sequences of behavior ...“ (GOFFMAN 1967: 2) beschreiben, können im Kern auf Schemata oder schematische Wissensbestände bzw. Verarbeitung zurückgeführt werden. Je nach Fachrichtung und Autor werden ganz unterschiedliche Bezeichnungen herangezogen, die teilweise sinnvolle Unterscheidungen repräsentieren, teilweise aber fast exakt das gleiche Konzept formulieren. Auch wenn diese Arbeit keinen Vergleich zwischen verschiedenen „Arten“ von Schemata beinhalten soll, muss dennoch der Gegenstand beschrieben und sinnvoll definiert werden – dies geschieht in 2 Begriffklärung.

Das eigentliche Ziel der Arbeit ist es, die klassischen und neueren Modellvorstellungen und Theorien zur Entstehung von Schemata und ihrer Veränderung gegenüberzustellen (siehe Abschnitt 3 Entstehung und 4 Veränderung). Normalerweise wird davon ausgegangen, dass Schemata „ ... resistent gegenüber Veränderungen seien ...“ (SCHWARZ 1985: 284) und „ ... im Laufe konkreter Erfahrungen ... “ (EBENDA: 285) gelernt werden. Natürlich gibt es aber auch Evidenz dafür, dass Schemata sich ändern. Ebenso gibt es Hinweise auf bereits angeborene schematische Wissensbestände und das Erlernen von Schemata wird ebenfalls kontrovers diskutiert. Im Endeffekt läuft die Frage nach Entstehung und Veränderung darauf hinaus, wie schematische Wissensbestände im Gehirn repräsentiert werden. Auch hier existieren kontroverse Sichtweisen. Ihnen widmet sich Abschnitt 5 Repräsentation.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1 Eigenschaften von Schemata

2.2 „Begriffslandkarte“

3. Entstehung von Schemata

3.1 Lerntheoretische Modelle?

3.1.1 Basis für Schemata oder „Was wird gelernt“

3.1.2 Abstraktionstheorie vs. Exemplartheorie

3.2 Angeboren?

3.2.1 Biologischer Determinismus

3.2.2 Biologische Dominanz

4. Änderung von Schemata

4.1 Assimilation, Akkommodation & Kontrast

4.2 Buchhaltermodell / Bekehrungsmodell / Substitutionsmodell

4.3 Empirische Evidenz der „Klassiker“

4.4 Assimilations- und Kontrasteffekte im Inklusions-Exklusions-Model

5. Repräsentation

5.1 Das Gehirn – wie und wo werden Schemata gespeichert

5.1.1 Neokortisches vs. Hippokampales System – Macrae & Bodenhausen

5.1.2 emotionales vs. rationales System – Massey

5.2 Klassische Annahmen über die Repräsentation von Wissen im Gedächtnis

6. Das Mode-Modell

7. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die theoretische Auseinandersetzung mit der Entstehung, Veränderung und neuronalen Repräsentation von Schemata. Dabei wird insbesondere die Forschungsfrage untersucht, wie schematische Wissensbestände – wie etwa soziale Stereotype – erworben werden und ob diese als Ergebnis kultureller Sozialisationsprozesse oder evolutionärer biologischer Anpassungen betrachtet werden müssen.

  • Theoretische Grundlagen und Definitionen von Schemata und Institutionen
  • Entstehungsmechanismen von Schemata (lerntheoretische vs. evolutionär-biologische Ansätze)
  • Prozesse der Schemabeibehaltung und -änderung (Assimilations- und Kontrasteffekte)
  • Modelle zur kognitiven Repräsentation von Wissen im Gehirn
  • Vernetzung psychologischer Schematheorien mit soziologischen Handlungstheorien mittels des MODE-Modells

Auszug aus dem Buch

Biologischer Determinismus

Eine absolute Gegenposition zu den weit verbreiteten lerntheoretischen Ansätzen, nimmt GAZZANIGA (1992) ein. Er geht davon aus, dass Menschen „vollverdrahtet“ (pre-wired) geboren werden und das Selektion und nicht Anpassung (also zum Beispiel Erlernen von Schemata) der entscheidende Faktor der menschlichen Existenz ist (vgl. Andrews 1992: 1).

„For the selectionist, the absolute truth is that all we do in life is discover what is already built into our brains.” (GAZZANIGA 1992).

Er geht also analog zur evolutionären Sozialpsychologie davon aus, dass heute beobachtete Verhaltensweisen das Ergebnis eines Selektionsprozesses sind. Also ein passiver Prozess der Selektion, wie er in Darwins Theorie der natürlichen Zuchtwahl für körperliche Eigenschaften angenommen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Schemata und Stereotype unter Abgrenzung der verschiedenen Forschungsansätze.

2. Begriffsklärung: Definition und Einordnung von Schemata als Institutionen sowie Darstellung ihrer zentralen Eigenschaften.

3. Entstehung von Schemata: Untersuchung der Ursprünge von Schemata zwischen lerntheoretischen Modellen und evolutionären Erklärungsansätzen.

4. Änderung von Schemata: Diskussion der Widerstandsfähigkeit von Schemata sowie der Bedingungen, unter denen sie sich verändern oder anpassen.

5. Repräsentation: Analyse der neuronalen Speicherung von Wissen und der Architektur des Gehirns in Bezug auf schematische Prozesse.

6. Das Mode-Modell: Zusammenführung von psychologischer Schematheorie und soziologischer Handlungstheorie zur Erklärung des Einflusses von Schemata auf das Handeln.

7. Schlussbemerkung: Synthese der Forschungsergebnisse mit dem Fazit, dass zwischen angeborenem und kulturell erworbenem Wissen differenziert werden muss.

Schlüsselwörter

Schemata, Stereotype, Kognitive Psychologie, Sozialpsychologie, Inklusions-Exklusions-Modell, MODE-Modell, Evolutionäre Psychologie, Mentale Modelle, Assimilation, Akkommodation, Subtyping-Modell, Soziales Handeln, Institutionen, Neokortex, Informationsverarbeitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Konzepte von Schemata, Skripten und mentalen Modellen und untersucht deren Einfluss auf die menschliche Informationsverarbeitung und das soziale Handeln.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Kernbereichen gehören die Entstehung von Schemata, ihre Resistenz gegenüber Veränderungen, ihre kognitive sowie neuronale Repräsentation und die soziologische Einordnung dieser Prozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Gegenüberstellung klassischer und neuer Modellvorstellungen zur Entstehung und Veränderung von Schemata sowie die Prüfung, wie diese im menschlichen Gehirn verankert sind.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die verschiedene psychologische und soziologische Theorien, Experimente und Ansätze (wie z.B. von Esser, Gazzaniga oder Fazio) miteinander vergleicht und synthetisiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Genese von Schemata (lernen vs. angeboren), die Mechanismen der Schemaänderung (z.B. Subtyping-Modell) und die biologische Repräsentation dieser Prozesse durch unterschiedliche Gehirnsysteme.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schemata, Stereotype, kognitive Konsistenz, Assimilation, Kontrasteffekte sowie die Verbindung zwischen neuronalen Strukturen und sozialem Handeln geprägt.

Was besagt die Kontroverse um die Entstehung von Schemata?

Die Debatte dreht sich darum, ob Schemata primär als gelerntes Wissen im Laufe der Sozialisation erworben werden oder ob sie, wie Gazzaniga postuliert, bereits als angeborene „vollverdrahtete“ Strukturen im Gehirn vorhanden sind.

Wie erklärt das MODE-Modell den Einfluss von Schemata auf das Handeln?

Das MODE-Modell erklärt, dass Schemata als automatische „Building Blocks“ wirken, sofern eine hohe Zugänglichkeit gegeben ist, während bei fehlenden Schemata oder hoher Motivation eine rationale, datengesteuerte Informationsverarbeitung erfolgt.

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Résumé des informations

Titre
Zu "Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können"
Sous-titre
Schemata Skripte und mentale Modelle; Enstehung, Änderung und Repräsentation
Université
University of Mannheim  (FB Soziologie)
Cours
Institutionen
Note
1.0 (sehr gut)
Auteur
Christian Hunkler (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
24
N° de catalogue
V13966
ISBN (ebook)
9783638194853
ISBN (Livre)
9783656898962
Langue
allemand
mots-clé
Warum Männer Frauen Institutionen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Hunkler (Auteur), 2002, Zu "Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13966
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Extrait de  24  pages
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