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Gedanke & Wahrheit bei Gottlob Frege

Title: Gedanke & Wahrheit bei Gottlob Frege

Term Paper , 2003 , 12 Pages

Autor:in: Michael Eugster (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Der deutsche Mathematiker, Logiker und Philosoph Gottlob Frege (1848-1925) gilt als einer
der Väter der modernen Logik und der Sprachanalyse. Als bekennender Gegner einer
psychologisch orientierten Logik, begründete Frege den Logizismus und die logische
Semantik anhand einer umfassenden Analyse der Begriffe Sinn und Bedeutung. Mittels
Leibnitz’ens Substitutions-Prinzip2 und dem Universalitäts-Anspruch3 als erklärtes Ziel beim
Aufbau des Formalismus, legte er die Bestimmung der Bedeutung und des Sinnes von Zeichen
und Eigennamen fest und entwickelte erst viel später seine semantische Theorie weiter bis zur
Bestimmung der Wahrheitswerte von ganzen Sätzen. Es gelang ihm allerdings in all den Jahren
nicht, das Problem der Unvollständigkeit von Sätzen völlig auszumerzen und so umgeht er es
elegant, indem er seine gesamte Terminologie anpasst und auf den erkenntnistheoretischen
Ansatz seiner Theorie verweist. Dank dieser Weiterentwicklung in eine erkenntnistheoretische
Richtung, tangierte ihn diese Problematik aber nicht mehr weiter.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Gedanke

2.1. Die Intersubjektivität & die Objektivität von Gedanken

2.2. Das 3. Reich – Das Reich der Gedanken und ihrer Wahrheit

3. Abschliessende Bemerkungen zu Freges Gedanken

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die semantische Theorie von Gottlob Frege unter besonderer Berücksichtigung seines Werkes „Der Gedanke“. Ziel ist es, Freges Verständnis von Sinn, Bedeutung und Wahrheitswerten zu analysieren und dabei die Bedeutung des sogenannten „3. Reichs“ als erkenntnistheoretische Ebene herauszuarbeiten, um den Zusammenhang zwischen intersubjektiver Objektivität und logischer Wahrheit zu klären.

  • Freges Logizismus und die Unterscheidung von Sinn und Bedeutung
  • Die Analyse der Intersubjektivität von Gedanken gegenüber subjektiven Vorstellungen
  • Die begriffliche Verortung des „3. Reichs“ als Bereich der Gedanken
  • Die Weiterentwicklung der Bedeutungstheorie zur Bestimmung von Wahrheitswerten

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Intersubjektivität & die Objektivität von Gedanken

Im Mittelpunkt meiner Betrachtungen steht die Intersubjektivität und Objektivität von Gedanken, welche ich durch deren Abgrenzung von den Vorstellungen im Sinne Freges entwickeln werde. Ich muss allerdings vorwegnehmen, dass Frege den Begriff der Vorstellung nur im subjektiven Sinne verwendet, was durch die Betrachtung der Wahrnehmung von Dingen der Außenwelt als paradigmatischer „locus classicus“ für die Einführung von Vorstellungen gilt. Denn erstens sind Vorstellungen nur Gegenstände der Wahrnehmung selbst, und zweitens sind es wesentliche Vorstellungen von einer bestimmten Person und somit Bewusstseinsinhalte. Vorstellungen sind Empfindungen oder Eindrücke, die wir haben können, wenn wir etwas wahrnehmen, sie sind aber nicht das, was wir wahrnehmen. Was wahrgenommen wird, sind nicht Empfindungen, sondern die ‚objektive Beschaffenheit‘ der Dinge selbst. Es besteht eine kognitive Diskrepanz zwischen der Vorstellung eines Gegenstandes und dem Ding an sich. Also werden Vorstellungen nicht wahrgenommen, sondern man hat sie, indem man etwas wahrnimmt; und eine solch wahrgenommene Vorstellung, die jemand hat, gehört „per definitionem“ zum Inhalte des eigenen Bewusstseins.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Zielsetzung ein, Freges Analyse von Sinn und Bedeutung sowie das Konzept des „3. Reichs“ anhand des Textes „Der Gedanke“ zu untersuchen.

2. Der Gedanke: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Herleitung der Gedanken und ihre Stellung als urteilsfähige Inhalte, die in den Bereich des „3. Reichs“ eingeordnet werden.

2.1. Die Intersubjektivität & die Objektivität von Gedanken: Hier wird die Abgrenzung von objektiven Gedanken gegenüber subjektiven Vorstellungen sowie die Notwendigkeit der Intersubjektivität für die menschliche Erkenntnis diskutiert.

2.2. Das 3. Reich – Das Reich der Gedanken und ihrer Wahrheit: Dieses Kapitel analysiert das „3. Reich“ als eigenständigen Bereich, der unabhängig von individuellen Bewusstseinsinhalten die Wahrheit und Intersubjektivität von Gedanken sichert.

3. Abschliessende Bemerkungen zu Freges Gedanken: Das Fazit zieht eine Verbindung zwischen Freges frühen Arbeiten zu Sinn und Bedeutung und seinem späteren Werk, wobei das „3. Reich“ als notwendige Ergänzung der Theorie hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Gottlob Frege, Der Gedanke, Sinn, Bedeutung, Intersubjektivität, Objektivität, 3. Reich, Wahrheitswert, Vorstellung, Logik, Erkenntnistheorie, Semantik, Beurteilbarer Inhalt, Außenwelt, Innenwelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die sprachphilosophische Semantik Gottlob Freges, insbesondere die Struktur und den Status von Gedanken als objektive, wahrheitsfähige Einheiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Abgrenzung von Vorstellungen gegenüber Gedanken, die Etablierung des „3. Reichs“ und die Klärung, wie Wahrheitswerte in Freges System funktionieren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Frege durch die Einführung des „3. Reichs“ die Objektivität und Intersubjektivität von Gedanken erkenntnistheoretisch begründet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Untersuchung und Falsifizierung, die Texte von Frege und die Interpretation durch Fachautoren wie Wolfgang Carl kritisch gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Analyse der Unterscheidung von Innen- und Außenwelt, der Definition von „Gedanken“ sowie der kritische Vergleich mit der Interpretation von Wolfgang Carl.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Sinn, Bedeutung, Intersubjektivität, das 3. Reich und die Wahrheitswertfunktion innerhalb der Fregeschen Semantik.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Vorstellung und Gedanke wichtig?

Die Unterscheidung ist entscheidend, da Vorstellungen subjektiv und privat sind, während Gedanken intersubjektiv geteilt werden müssen, um als Basis für wahre Erkenntnis zu dienen.

Wie definiert Frege das „3. Reich“ in diesem Kontext?

Das „3. Reich“ fungiert als ein objektiver Bereich, in dem Gedanken existieren, die weder materiell sind noch zu einer individuellen Innenwelt gehören, aber dennoch intersubjektiv zugänglich sind.

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Details

Title
Gedanke & Wahrheit bei Gottlob Frege
College
University of Zurich
Author
Michael Eugster (Author)
Publication Year
2003
Pages
12
Catalog Number
V139688
ISBN (eBook)
9783640482078
ISBN (Book)
9783640481989
Language
German
Tags
Gedanke Wahrheit Frege
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Eugster (Author), 2003, Gedanke & Wahrheit bei Gottlob Frege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139688
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