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Leistungsbezogene Datenerhebung im gesundheitsorientierten Trainingsalltag, Band 1

Titel: Leistungsbezogene Datenerhebung im gesundheitsorientierten Trainingsalltag, Band 1

Fachbuch , 2025 , 262 Seiten

Autor:in: Urs Geiger (Autor:in)

Sport - Sportmedizin, Therapie, Ernährung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem ersten Band werden die statistischen Grundlagen strukturierter Datenerhebung übersichtsmässig beschrieben. Danach folgt das Schwerpunktthema der nicht apparativen Kraftmessverfahren.

(Sport-)Physiotherapie und Sportmedizin, Bewegungswissenschaften, Leistungsdiagnostik und Training in Leistungs-, Fitness- und Breitensport verfolgen grundsätzlich über angewandte Nutzung der Allgemeinen bzw. Speziellen Trainingslehre das gleiche Hauptziel: die körperliche Leistungsfähigkeit von Trainierenden zu verbessern. Die jeweiligen wissensbasierten Ansätze innerhalb der Fachgruppen sind noch nicht immer kompatibel, was die unterschiedlichen Meinungen betreffend den jeweiligen Trainingsprozess erklären.

Grundlage für eine sachliche Diskussion über Trainingsmethoden, -Inhalte und -Mittel bietet die fundierte wissenschaftliche Analyse, namentlich der Indikation, Nützlichkeit bzw. Wirksamkeit verschiedenster Trainingsinhalte. Insbesondere das Gütekriterium der Validität ist bei diversen (Leistungs-)Tests und Übungen oftmals noch nicht untersucht. Mit dieser Arbeit wird an ausgesuchten Krafttests exemplarisch aufgezeigt, wie nach den anfangs genannten Kriterien die Aussagekraft von Testübungen genauer eingegrenzt werden kann. In diesem Sinne soll die Arbeit auch dazu anregen, dass inskünftig auf universitärer Ebene oder Fachhochschulen weitere empirische Forschung im Bereich der alltagsrelevanten Testverfahren betreffend die Gültigkeit und Evidenz erfolgt, zur Verbesserung des Nutzens für die praktisch tätigen Bewegungsexperten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Geleitwort

Einleitung

Kapitel A: Statistische Grundlagen

1. Handlungskompetenzen

2. Assessment – Instrument für strukturierte Entscheidungsprozesse

2.1 Indikationsqualität

2.2 Strukturqualität

2.3 Prozessqualität

2.4 Ergebnisqualität

2.5 Gesundheitsfragebogen (PAR-Q)

3. Betriebliche Datenerhebungsinstrumente

3.1 Die wichtigsten Bereiche der funktionalen Gesundheit

3.2 Die Anamnese

3.3 Information des Kunden

4. Messen und Testen

5. Datenstrukturierung

6. Masse der zentralen Tendenz

6.1 Standardabweichung

7. Box-Plot

7.1 Skalenniveau

7.2 Gütekriterien von Messungen/Messinstrumenten

7.2.1 Objektivität

7.2.2 Reliabilität (Zuverlässigkeit, Messgenauigkeit, Adäquatheit)

7.2.3 Validität (Gültigkeit)

7.2.4 Statistische Signifikanz, p-Wert

7.2.5 Korrelation

Kapitel 2: Fachwissen der Kraftdiskussion

8. Konditionsfaktoren und deren Testverfahren

9. Kraftdiagnostik im Breiten- und Gesundheitssport

9.1 Vor- und Nachteile geräteunabhängiger Testverfahren

9.2 Krafttests der Rumpfmuskulatur

9.2.1 Arthromuskuläre Balance

9.3 Messmethoden zur Quantifizierung der Rumpfkraft

9.3.1 Biomechanische Besonderheiten der Hüft-Becken-Lendenregion

9.4 Klinische Schlussfolgerung

9.5 Funktionelle Anatomie des Hüft-Becken-Bereich

9.6 Isometrische Rumpfkraftmessung im Stand

9.7 Schlussfolgerungen und Wissensfragen

9.8 Allgemeines Kriterium für den Testabbruchs

9.8.1 Allgemeine Ermüdung

9.8.2 Physische Ermüdung

9.8.3 Psychische Ermüdung

9.8.4 Auswertung und Interpretation

10. Modifizierte Testübungen der Rumpfmuskulatur

10.1 Seitliche Rumpfmuskelkette

10.1.1 Side Crunch Back

10.2 Lumbale Rückenstreckmuskulatur

10.2.1 Posturale Funktion der Motorik

10.2.2 Analytische Auseinandersetzung mit dem Begriff Funktionalität

10.3 Dorsale Muskelkette (Hyperextension)

10.4 Beinhebetest (Reverse Hyperextension)

10.5 Beinhaltetest

10.5.1 Biomechanische Überlegungen

11. Krafttest der Beinmuskulatur

11.1 Einbeinige Kniebeuge (Bulgarian Split Squat)

12. Einbein-Sprungtest (Single-leg-hop)

12.1 Bewertung der Biomechanischen Belastungsindikatoren

12.2 Sprungkraft und reaktive Kraftfähigkeit

13. Qualität im Trainingsprozess – am Anfang steht der Test

13.1 Diagnostik der Kraftfähigkeit

13. 2 Testverfahren zur Rumpfkraft

14. Mit Krafttraining können Gelenke „entlastet“ werden! (?)

14.1 Gelenkmechanische Bedeutung der Druck erzeugenden Muskeln bei angulärer Bewegung

15. Analytische Auseinandersetzung mit dem Begriff Funktionalität von Trainingsübungen

15.1 Begrifflichkeiten

15.2 Die ICF – Konzept der funktionalen Gesundheit (Funktionsfähigkeit)

15.3 Exemplarische Anwendung der ICF

16. Korrelationen zwischen Intensitätsbereichen und Wieder-holungszahlen unter Berücksichtigung der Muskelfasertypen

16.1 Eigenschaften der Muskelfasertypen und ihr Einfluss auf die Kraftentwicklung

16.2 Muskelfasertest

16.3 Trainingskonsequenzen der Fasertypisierung

16.4 Muskelpotential vs. strukturelle bzw. funktionelle Spezialisierung

17. Komplexe Methode des Krafttrainings – die Nützliche „Unbekannte“

17.1 Entwicklung der Kraftausdauer

17.2 Ziele der Komplexen Methode des Krafttrainings

17.3 Ökonomisierung des aeroben und anaeroben Stoffwechsels

17.4 Die Methoden zur Komplexen Kraftentwicklung

Kapitel 3: Fachwissen in der Ausdauerdiskussion

18. Testing der Ausdauer im Trainingsalltag

18.1 Leistungsdiagnostik im Ausdauerbereich

18.2 Ergometrische Belastungsuntersuchungen

18.3 Indikationen der Ergometrie

18.4 Regulationsvorgänge des Herz-Kreislauf-Systems bei Arbeit

18.5 Maximale Sauerstoffaufnahme

18.6 Maximale Herzfrequenz

19. Leistungsdiagnostik im Ausdauerbereich

19.1 Bedeutung der Laktatwerte

19.2 Kriterien der Ausbelastung

19.3 Borg-Skala

19.4 Relevanz der Ergometrie

19.5 Hauptgütekriterien von Messungen

19.6 Beanspruchungsform Ausdauer – Leistungsphysiologische Grundlagen

19.6.1 Aerobe Schwelle (AeS)

19.6.2 Anaerobe Schwelle (AnS)

19.6.3 Leistung an der anaeroben Schwelle

19.6.4 Aerobe Kapazität

19.6.5 Aerobe Leistungsfähigkeit

19.6.6 Laktat-Steady-State

19.6.7 Sauerstoffdefizit und. Sauerstoffschuld

20. Ausdauerleistung quantifizieren

20.1 Energetischer Aufwand physischer Leistung

20.2 Intensität der höchsten Fettverbrennung

20.3 ATP-Bildungsrate

20.4 Critical Power / Critical Velocity

20.5 Belastungswahl auf dem Fahrrad-Ergometer

20.6 Performance Index (P))

21. Submaximale Ausdauertests

21.1 Biochemische Merkmale in Abhängigkeit der prozentualen Nutzung des VO2max

21.2 Wahl und Indikation des passenden Testergometer

22. Balke-Treadmill-Test

22.1 Berechnung der VO2max

23. Bruce- Test

24. Chester-Stufentest

25. Astrand-Test

25.1 Praktische Durchführung

25.1.1 Testauswertung

25.2 Klinisch-therapeutische Bedeutung des Astrand-Tests

26. Empirische Bestimmung der Aeroben Schwelle

26.1 Physiologische Grundlagen

26.1.1 Lipolyse und β-Oxidation

27. PWC-Test

27.1 Praktische Durchführung

26.2 Trainingsempfehlung

28. IPN-Test

28.1 Bestimmung der Trainingsbereiche

28.2 Erholungspuls und Trainingszustand

29. Cooper-Test

30. Conconi-Test

32.1 Physiologische Grundlage

30.2 Conconi Test Laufen (Feldtest)

30.3 Conconi Test Laufen (Laufband)

30.4 Conconi-Probst Test (Fahrrad-Ergometer)

30.5 Der Deflexionspunkt

32.6 Leistungsvergleich mit PWC-Test

30.6 Bestimmung der Trainingsbereiche

30.7 Trainingssteuerung

31. Shuttle-Run-Test

32. Laktatstufentest

32.1 Physiologische Grundlagen

32.1.1 Anaerob laktazider Energiestoffwechsel

32.2 Anaerobe Schwelle im Laktatstufentest

32.3 Entnahme von Kapillarblut

34.4 Testauswertung

32.5 Mathematische Auswertungsmodelle

32.6 Standard-Messprotokolle

33. Physiologische Trainingszonen und Belastungsintensitäten

33.1 Trainingsprinzipien

33.2 Belastungsintensität und Energieverbrauch

33.3 Intensitätsstufen und Trainingsziele

34. Biochemische Prozesse der verschiedenen Stoffwechselarten

34.1 Angewandte Biochemie im Überblick

34.1.1 Puffersysteme des Säuren-Basen-Haushalts

35. Die Aerobe Schwelle – Schnittstelle zwischen Gesundheit und Ausdauerleistung

35.1 Merkmale der Laktat-Leistungskurve

35.2 Die Atmung (Ventilation) in Kürze

35.3 Gesundheitsrelevantes Trainingswissen der Grundlagenausdauer 1

35.4 Test zur Bestimmung der aeroben Schwelle

36. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Das Buch dient als fachspezifisches Lehrmittel für Fachleute in der Bewegungs- und Gesundheitsförderung und vermittelt fundiertes Wissen über die leistungsbezogene Datenerhebung im Trainingsalltag. Das primäre Ziel ist es, Praktiker in der Anwendung von Assessment-Methoden zu schulen, um Trainingsprozesse evidenzbasiert zu strukturieren, individuelle Leistungsdaten präzise zu erheben und diese zur Optimierung der Trainingsqualität, insbesondere in den Bereichen Kraft und Ausdauer, nutzbar zu machen.

  • Grundlagen des Qualitätsmanagements (QM) und Assessment im Training
  • Methodik und Durchführung von Krafttests und Ausdauerdiagnostik
  • Statistische Verfahren zur Datenauswertung (deskriptive Statistik)
  • Anwendung des ICF-Modells zur bio-psycho-sozialen Gesundheitsanalyse
  • Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die praktische Trainingssteuerung

Auszug aus dem Buch

10.2 Lumbale Rückenstreckmuskulatur

Dass die Kraft der Rückenstreckmuskulatur für eine beschwerdefreie Funktion des Rumpfes und speziell der Wirbelsäule sowohl unter statischen, als auch dynamischen Belastungen eine entscheidende Bedeutung hat, ist unbestritten. Entsprechend den biomechanischen Begebenheiten zeigt der M. erector spinae in seiner Gesamtheit einen komplexen anatomischen Aufbau seiner verschiedenartigen Muskelschichten. Die Kraftdiagnostik der Rückenmuskulatur bleibt daher wohl weiterhin Gegenstand von klinisch-funktionellen Fragestellungen. Auch wenn in vielen quantitativen Studien Einschätzungen der Kraft anhand von erhobenen Normwerten vorgeschlagen werden, ist noch kein Krafttest in der Literatur als Goldstandard deklariert worden. Dies mag unter anderem auch daran liegen, dass ein Auftreten von Rückenschmerzen durch eine grundsätzlich ausreichende Kraft der Rückenstreckmuskulatur alleine nicht immer verhindert wird (vgl. Werte in Diagramm 9 und 10).

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel A: Statistische Grundlagen: Schafft das theoretische Fundament durch die Erläuterung von Handlungskompetenzen, dem Assessment-Kreislauf, grundlegenden statistischen Kennzahlen und der Bedeutung von Gütekriterien für Messvorgänge.

Kapitel 2: Fachwissen der Kraftdiskussion: Analysiert kritisch bestehende Krafttestverfahren, stellt modifizierte Testübungen zur Rumpfkraftdiagnostik vor und diskutiert die Limitierungen sowie die funktionale Relevanz spezifischer Muskelschlingen.

Kapitel 3: Fachwissen in der Ausdauerdiskussion: Bietet einen umfassenden Überblick über die Leistungsdiagnostik im Ausdauerbereich, stellt diverse standardisierte Testverfahren (Stufentests, Feldtests) vor und erläutert deren biochemische und physiologische Grundlagen zur Trainingssteuerung.

Schlüsselwörter

Leistungsdiagnostik, Assessment, muskuloskelettale Funktionalität, Krafttest, Ausdauerleistung, Qualitätsmanagement, Stoffwechselphysiologie, Biomechanik, Laktatstufentest, Trainingssteuerung, Evidenzbasierung, Rumpfkraft, Fettstoffwechsel, VO2max, Bewegungskontrolle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Werk grundlegend?

Das Buch bietet einen praxisorientierten Leitfaden zur leistungsbezogenen Datenerhebung, der Bewegungsexperten befähigt, Trainingsprozesse mittels valider Tests und statistischer Auswertungen zu strukturieren und zu optimieren.

Welche zentralen Wissensgebiete deckt das Buch ab?

Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die Bereiche Qualitätsmanagement im Training, die biostatistische Datenauswertung, die physiologischen Grundlagen des Kraft- und Ausdauertrainings sowie die spezifische Methodik zur Überprüfung der Leistungsfähigkeit.

Was ist das übergeordnete Ziel der Forschung bzw. Lehre in diesem Buch?

Das Ziel ist die Professionalisierung der Datenerhebung im Trainingsalltag durch die Vermittlung von Testverfahren, die sowohl wissenschaftlich fundiert als auch in gesundheitsorientierten Einrichtungen praktikabel umsetzbar sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Verwendet werden neben der theoretischen Analyse wissenschaftlicher Literatur primär deskriptive statistische Verfahren, biomechanische Analysen von Bewegungsabläufen sowie physiologische Messparameter wie Herzfrequenz, Laktatwerte und die maximale Sauerstoffaufnahme.

Welche zentralen Aspekte werden im Hauptteil fokussiert?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Beschreibung und kritische Reflexion von Testübungen für die Rumpfmuskulatur und Ausdauerleistung, ergänzt durch Berechnungsmodelle zur Quantifizierung des Trainingserfolgs.

Was charakterisiert die in der Arbeit verwendeten Schlüsselbegriffe?

Die Begriffe sind stark transdisziplinär geprägt und verknüpfen klinische Rehabilitation, Sportphysiologie und moderne Trainingswissenschaft zu einem ganzheitlichen Verständnis funktioneller Gesundheit.

Warum ist die Unterscheidung zwischen funktionell und nicht-funktionell laut Autor problematisch?

Der Autor argumentiert, dass diese Kategorisierung oft zu vereinfacht auf dem Kriterium "Einzelmuskel vs. Muskelkette" basiert und dabei trainingstherapeutisch relevante Faktoren wie die physiologische Zielsetzung und die individuelle Ausgangslage des Kunden vernachlässigt.

Welche Rolle spielt die ICF-Klassifikation im Kontext der Datenerhebung?

Das ICF-Modell dient als übergeordnetes Denkkonzept, um den Trainingskunden nicht isoliert auf ein körperliches Defizit zu reduzieren, sondern seine bio-psycho-soziale Situation ganzheitlich in die Trainingsplanung einzubeziehen.

Weshalb werden standardisierte Protokolle (wie beim IPN-Test) empfohlen?

Sie ermöglichen eine individualisierte Voreinstufung und Vergleichbarkeit von Testergebnissen, die weit über rein pauschale Vorgaben hinausgehen und somit eine präzisere, zielorientiertere Trainingssteuerung erlauben.

Ende der Leseprobe aus 262 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Leistungsbezogene Datenerhebung im gesundheitsorientierten Trainingsalltag, Band 1
Autor
Urs Geiger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
262
Katalognummer
V1397028
ISBN (PDF)
9783346967589
ISBN (Buch)
9783346967596
Sprache
Deutsch
Schlagworte
leistungsbezogene datenerhebung trainingsalltag band
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Urs Geiger (Autor:in), 2025, Leistungsbezogene Datenerhebung im gesundheitsorientierten Trainingsalltag, Band 1, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1397028
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