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Pathologisierung und Medikalisierung von trans* Personen

Title: Pathologisierung und Medikalisierung von trans* Personen

Term Paper , 2023 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work
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In der vorliegenden Hausarbeit wird erörtert, wie trans* Personen in Deutschland pathologisiert und medikalisiert werden. Dafür wird zunächst die Vielfalt und Performativität von Geschlecht herausgearbeitet, bevor die Markierung von trans* Personen als vermeintliche Abweichung im Kontext gesellschaftlicher Machtverhältnisse und Heteronormativität beleuchtet wird. Die weitere Arbeit fokussiert auf verschiedene - insbesondere rechtliche und medizinische - Dimensionen der Pathologisierung und Medikalisierung von trans* Personen in Deutschland und schließt mit einer Ergebniszusammenfassung und -diskussion in Bezug auf die Soziale Arbeit.

Nachdem in diesem Kapitel die Fragestellung vorgestellt wurde, soll im nächsten Kapitel der Fokus auf der Methodik liegen. Im Anschluss folgen theoretischen Grundlagen sowie die Ausprägungen von Pathologisierung und Medikalisierung von trans* Personen in Deutschland. Die Arbeit schließt mit einer Ergebnisverdichtung und einer Einordnung der Ergebnisse in Profession und Disziplin Sozialer Arbeit.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Methodik

3 Vorüberlegungen

3.1 Geschlecht als Konstruktion

3.2 trans* und Heteronormativität

3.3 Pathologisierung und Medikalisierung

4 Ausprägungen von Pathologisierung und Medikalisierung

4.1 Dimension der wissenschaftlichen Literatur

4.2 Dimension des Rechts

4.3 Dimension der Medizin

5 Ergebnisverdichtung

6 Ergebnisdiskussion

6.1 Einordnung in die Profession Soziale Arbeit

6.2 Einordnung in die Disziplin Soziale Arbeit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Forschungsfrage, wie trans* Personen in Deutschland pathologisiert und medikalisiert werden. Ziel ist es, die gesellschaftlichen und professionellen Strukturen aufzuzeigen, die Identitäten außerhalb der binären Geschlechternorm als krankhaft oder behandlungsbedürftig markieren, und diese Erkenntnisse in den Kontext der Sozialen Arbeit einzuordnen.

  • Konstruktion von Geschlecht und Heteronormativität
  • Mechanismen der Pathologisierung in Medizin und Psychiatrie
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen
  • Diskursanalytische Betrachtung wissenschaftlicher Literatur
  • Rolle der Sozialen Arbeit bei der Dekonstruktion von Normen

Auszug aus dem Buch

3.1 Geschlecht als Konstruktion

Im Alltagsverständnis wird „die binäre Zweigeschlechtlichkeit“ (Ehlert 2022, S. 17 f.) von Mann und Frau oftmals als „nicht weiter hinterfragbare Grundtatsache“ (ebd., S. 18) angenommen. Dabei ist es wichtig, im Rahmen dieser Arbeit zur Pathologisierung von trans* Personen, dieses vermeintlich statische Angebot an Geschlechtern zu reflektieren und danach zu fragen, wie Geschlecht noch/darüber hinaus/alternativ gedacht werden kann.

Zwei im Feld der Geschlechterstudien sehr präsente Zugänge sind dabei der konstruktivistische doing gender-Ansatz nach West/Zimmermann sowie der diskursanalytische Ansatz von Judith Butler: Der doing gender-Ansatz konstatiert hierbei eine Trennung zwischen den Kategorien sex (biologisches Geschlecht) und gender (soziales Geschlecht), welche aufeinander bezogen sind (vgl. ebd., S. 32 f.). Weiterhin geht der Ansatz davon aus, dass Geschlecht in der Interaktion mit anderen, bspw. durch Körpersprache, Stimme, Mimik und Gestik, immer wieder neu hergestellt werden muss (vgl. ebd.) und damit als „ständiger Austausch von Zuschreibungs-, Wahrnehmungs- und Darstellungsroutinen“ (ebd.) verstanden werden kann. Der sex-gender-Dualismus kann jedoch dahingehend kritisiert werden, als dass er „an der Unterstellung einer biologischen Zweigeschlechtlichkeit festhält“ (Bereswill/Ehlert 2022, S. 215) und die „physische Natur [von Geschlecht] aus dem Blick der Sozialforschung in den Bereich der Biologie“ (Krumme 2023, S. 69; Umstellung und grammatikalische Anpassung: K.M.) rückt.

Der diskursanalytische Ansatz von Butler greift dabei diese Kritikpunkte auf und bricht mit der Unterscheidung von sex und gender. Gleichzeitig dekonstruiert sie radikal beständig geglaubte, naturalisierte Kategorien wie ‚Mann‘ und ‚Frau‘ (vgl. ebd., 71). Butler formuliert ihre Gedanken in Bezug auf die Verwobenheit von sex und gender wie folgt:

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt die Relevanz der Thematik dar und formuliert die Forschungsfrage zur Pathologisierung und Medikalisierung von trans* Personen.

2 Methodik: Beschreibt das Vorgehen der Literaturarbeit mithilfe einer systematischen Recherche in Fachdatenbanken.

3 Vorüberlegungen: Legt die theoretischen Grundlagen durch die Auseinandersetzung mit Geschlechtskonstruktionen, Heteronormativität sowie Pathologisierungsbegriffen.

4 Ausprägungen von Pathologisierung und Medikalisierung: Analysiert die drei zentralen Dimensionen der wissenschaftlichen Literatur, des Rechts und der Medizin.

5 Ergebnisverdichtung: Fasst die Erkenntnisse zusammen und systematisiert die verschiedenen Ausprägungen der Pathologisierung.

6 Ergebnisdiskussion: Ordnet die Ergebnisse in die Profession und Disziplin der Sozialen Arbeit ein und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf.

Schlüsselwörter

Trans*, Pathologisierung, Medikalisierung, Geschlechtsidentität, Heteronormativität, Soziale Arbeit, Diskursanalyse, Diversität, Transsexuellengesetz, Geschlechtsdysphorie, Diagnostik, Geschlechterstudien, Menschenrechte, Identität, Normativität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Menschen, deren Identität von der binären Geschlechternorm abweicht (trans* Personen), durch gesellschaftliche und professionelle Systeme als krankhaft oder defizitär markiert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Schwerpunkte sind die Theorie der Geschlechtskonstruktion, der Einfluss heteronormativer Gesellschaftsordnungen und die medizinischen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen, die trans* Identitäten regulieren.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der zentralen Frage nach: „Wie werden trans* Personen in Deutschland pathologisiert und medikalisiert?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf einer systematischen Recherche und Analyse relevanter wissenschaftlicher Publikationen und Dokumente basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen und die detaillierte Untersuchung der drei Dimensionen: wissenschaftliche Literatur, Rechtssystem und medizinische Diagnosesysteme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem mit den Begriffen Pathologisierung, Medikalisierung, Trans*, Heteronormativität und Soziale Arbeit charakterisieren.

Inwiefern spielt das Transsexuellengesetz (TSG) eine Rolle?

Das TSG wird als Beispiel für eine rechtliche Dimension angeführt, die Menschenrechte berührt und trans* Personen durch die Forderung nach Gutachten und operativen Eingriffen (in der Frühform) in eine pathologisierende Abhängigkeit von Professionellen drängt.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Medizin?

Die Medizin wird kritisch als Institution beschrieben, die Wirklichkeit durch Diagnosen (wie im DSM oder der ICD) herstellt und damit zur Stigmatisierung von Geschlechtsvariationen beiträgt, auch wenn eine stückweise Ent-Pathologisierung erkennbar ist.

Welche Konsequenzen leitet die Autorin für die Soziale Arbeit ab?

Die Soziale Arbeit wird dazu aufgefordert, eine trans*affirmative Haltung zu entwickeln, durch Fortbildungen Sensibilität zu schaffen und politische Präsenz zu zeigen, um pathologisierende Strukturen abzubauen.

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Details

Title
Pathologisierung und Medikalisierung von trans* Personen
College
Protestant University of Applied Sciences Dresden
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2023
Pages
19
Catalog Number
V1397332
ISBN (eBook)
9783346944658
ISBN (Book)
9783346944665
Language
German
Tags
Pathologisierung Medikalisierung trans Geschlecht Soziale Arbeit Sozialarbeit Sozialpädagogik doing gender Heteronormativität Performativität Poststrukturalismus Queer-Theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2023, Pathologisierung und Medikalisierung von trans* Personen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1397332
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