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Fluchtursachen und Asylverfahren. Das Schicksal der Geflüchteten und der Kampf gegen Asylmissbrauch

Titel: Fluchtursachen und Asylverfahren. Das Schicksal der Geflüchteten und der Kampf gegen Asylmissbrauch

Hausarbeit , 2022 , 15 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Politik, Majoritäten, Minoritäten
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Flüchtlingsthematik ist in den heutigen Zeitungen allgegenwärtig und gewinnt angesichts der weltweiten politischen Lage zunehmend an Bedeutung. Dieser Artikel beleuchtet die Fluchtursachen und das Asylverfahren, um ein umfassendes Verständnis zu vermitteln. Er beginnt mit der Definition eines Flüchtlings gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention und betont, dass eine Person nur als Flüchtling anerkannt wird, wenn sie Schutz nach dieser Konvention erhält.

Es werden die vielfältigen Gründe für Flucht erläutert, darunter der Wunsch nach einem besseren Leben und die Notwendigkeit, vor Armut, mangelnder Gesundheitsversorgung und Hunger zu fliehen. Die katastrophalen Lebensbedingungen, die von Armut begleitet werden, sind für viele unerträglich, wodurch die Flucht zu einer Überlebensstrategie wird.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Flucht vor Kriegen und Bürgerkriegen. Kriege sind weltweit eine der häufigsten Fluchtursachen, da sie Hunger, Armut, humanitäre Missstände und Lebensraumzerstörung verursachen. In vielen Fällen fliehen Menschen, um sich der Zwangsrekrutierung in bewaffneten Konflikten zu entziehen, einschließlich Minderjähriger, die zur Teilnahme an Kriegen gezwungen werden. Die Statistiken zeigen, dass über 70 Prozent der Asylsuchenden in Deutschland aus Kriegs- und Krisengebieten stammen.

Abschließend beschäftigt sich der Artikel mit Maßnahmen zur Bekämpfung von Asylmissbrauch. Das Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über das Asylverfahren zu bieten und zu untersuchen, welche Maßnahmen ergriffen werden, um Asylbetrug zu verhindern. Die Flüchtlingsfrage bleibt in der heutigen Welt von großer Relevanz, und ein tieferes Verständnis der zugrunde liegenden Ursachen und des Asylverfahrens ist von entscheidender Bedeutung, um Lösungen zu finden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Was ist ein Flüchtling?

2. Fluchtursachen

2.1. Der Wunsch nach einem besseren Leben

2.2. Fluchtursache Krieg bzw. Bürgerkrieg

2.3. Fluchtursache politische Verfolgung

3. Flüchtlingsproblematik

3.1. Das Asylverfahren

3.2. Asylbetrug

3.3. Metapher „Das volle Boot“

4. Maßnahmen zur Verhinderung von Asylmissbrauch

4.1 Ausweitung der Liste sicherer Herkunftsländer

4.2. Verschärfung des Abschieberechts

4.3. Schleuserkriminalität bekämpfen

4.4. Stärkung der Sicherheitsorgane

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik von Fluchtursachen und das deutsche Asylverfahren mit besonderem Fokus auf den diskursiv geprägten Begriff des Asylbetrugs sowie die staatlichen Maßnahmen zur Verhinderung von Asylmissbrauch. Ziel ist es, ein Verständnis für das prozessuale Vorgehen im Asylverfahren zu schaffen und kritisch zu hinterfragen, wie politische Begrifflichkeiten die Debatte und konkrete sicherheitspolitische Maßnahmen beeinflussen.

  • Analyse und Definition grundlegender Begriffe wie "Flüchtling" und "Asylmissbrauch".
  • Darstellung der Hauptfluchtursachen wie Krieg, Armut und politische Verfolgung.
  • Detaillierte Aufschlüsselung der fünf Schritte des deutschen Asylverfahrens.
  • Untersuchung der politischen Metapher „Das volle Boot“ und deren ideologische Funktion.
  • Evaluierung ordnungspolitischer Maßnahmen, von Grenzsicherung bis hin zum Abschieberecht.

Auszug aus dem Buch

3.3. Metapher „Das volle Boot“

Die Rede vom Asylmissbrauch“ wurde mit Belastungsgrenzen „Das Boot ist voll“ verknüpft ( Müller 2010: 161). Die rechtsextremen „Republikaner“ illustrieren Anfang der 1990er Jahre ihre zentrale Aussage „Das Boot ist voll!“ mit einer Karikatur der überfüllten „Arche Deutschland“ und dem Aufruf „Schluss mit Asylbetrug!“. Ihr Wahlplakat zeigt Deutschland als eine Arche Noah, die mit Einwanderern völlig überfüllt ist. Das einfache Holzboot mit der deutschen Fahne ist mit Menschen überladen und der Schriftzug „Arche Deutschland“ liegt schon halb unter der Wasserlinie. Mit Blick auf Migration befasst sich Cord Pagenstecher konkret mit der visuellen Verarbeitung des Motivs „Das Boot ist voll- Schreckensvision des vereinten Deutschlands“.

Über einige Jahrzehnte hinweg erscheint die Metapher „Das volle Boot“ als Synonym für die angeblich von Flüchtlingen überflutete Bundesrepublik in den Printmedien. Es wird in dem Artikel analysiert, wie Karikaturen und Fotos überfüllter Boote zu Kollektivsymbolen wurden und auch in der kommerziellen Werbung genutzt wurden (vgl. Pagenstecher 2012: 123). Der Autor Pagenstecher analysiert darauf aufbauend, wie eine Atmosphäre der Hilflosigkeit und Angst verbreitet wird. Titel von Zeitschriften, die die Flüchtlinge rassistisch und fremdenfeindlich karikieren, werden mit der Zeit auch in Tageszeitungen wieder aufgenommen: „Flüchtlinge nicht als Opfer, sondern als Täter – quasi als Angreifer, als Feinde der Bundesrepublik schlussendlich mit Steinhagel außerhalb der Bilderwelt begrüßt werden“. Karikaturen und Fotos überfüllter Boote, die zu Kollektivsymbolen der sogenannten „Asylantenflut“ genutzt werden, befinden sich sogar in der kommerziellen Werbung (Pagenstecher 2012: 123).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle gesellschaftliche Relevanz des Asylthemas und skizziert den Aufbau der Untersuchung, die sich von den Fluchtgründen über das Asylverfahren hin zu Maßnahmen gegen Asylmissbrauch erstreckt.

1. Was ist ein Flüchtling?: Dieses Kapitel definiert den Flüchtlingsbegriff auf Basis der Genfer Flüchtlingskonvention und differenziert zwischen Schutzbedürftigen und anerkannten Flüchtlingen.

2. Fluchtursachen: Hier werden zentrale Gründe für Migration, wie Armut, Krieg und politische Verfolgung, wissenschaftlich dargestellt und kontextualisiert.

3. Flüchtlingsproblematik: Dieses zentrale Kapitel analysiert das fünfstufige deutsche Asylverfahren, reflektiert den Begriff des Asylbetrugs kritisch und untersucht die mediale Metaphorik rund um das „volle Boot“.

4. Maßnahmen zur Verhinderung von Asylmissbrauch: Das letzte inhaltliche Kapitel erörtert ordnungspolitische Instrumente, darunter Listung sicherer Herkunftsländer, Abschiebeverschärfungen sowie die Bekämpfung der Schleuserkriminalität.

Schluss: Das Fazit stellt fest, dass eine klare Differenzierung zwischen Schutzbedürftigen und Asylrechtsmissbrauch notwendig ist und fasst die rechtlichen Rahmenbedingungen dazu zusammen.

Schlüsselwörter

Asylverfahren, Flüchtlingskonvention, Fluchtursachen, Asylbetrug, Asylmissbrauch, Schleuserkriminalität, Abschieberecht, Migration, Politische Verfolgung, Sicherheitspolitik, Grenzsicherung, Bundespolizei, Dublin-Verfahren, Integrationspolitik, Gesellschaftsdiskurs.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Flüchtlingen in Deutschland, dem formalen Asylprozess und der politisch-medialen Debatte um Asylmissbrauch.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Definition von Flucht, die Ursachen für Migration, der Ablauf des staatlichen Asylverfahrens und die verschiedenen Maßnahmen zur Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Hauptziel besteht darin, einen fundierten Überblick über das deutsche Asylverfahren zu geben und zu untersuchen, mit welchen Instrumenten der Staat gegen missbräuchliche Asylanträge vorgeht.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um den Diskurs über Asylbetrug sowie rechtliche und politische Rahmenbedingungen auf Basis aktueller Berichte und Fachliteratur kritisch aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Flüchtlingsproblematik, die Erläuterung der Verfahrensschritte und eine detaillierte Analyse politischer Strategien zur Verhinderung von Asylmissbrauch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere das Dublin-Verfahren, die Definition sicherer Herkunftsländer, das Abschieberecht und die mediale Inszenierung von Flüchtlingsströmen.

Welche Rolle spielt die Metapher „Das volle Boot“ im Diskurs?

Die Metapher dient laut der Analyse als wirkmächtiges politisches Symbol, um Ängste vor einer Überforderung des Staates zu schüren und die Einwanderung mit dem Bild des sinkenden Schiffes zu delegitimieren.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen „echten“ und „falschen“ Flüchtlingen?

Die Arbeit greift hierbei auf den politischen Diskurs zurück und reflektiert, dass der Begriff des „Asylmissbrauchs“ oft instrumentalisiert wird, um jene Personen abzuwerten, deren Asylantrag als unbegründet abgelehnt wurde.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fluchtursachen und Asylverfahren. Das Schicksal der Geflüchteten und der Kampf gegen Asylmissbrauch
Hochschule
Universität Hamburg
Note
2,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
15
Katalognummer
V1397822
ISBN (PDF)
9783346946881
ISBN (Buch)
9783346946898
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fluchursachen Asylverfahren Definition Flüchtling Asylbetrug Maßnahmen gegen Asylmissbrauch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Fluchtursachen und Asylverfahren. Das Schicksal der Geflüchteten und der Kampf gegen Asylmissbrauch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1397822
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Leseprobe aus  15  Seiten
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