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Potenzial der tiergestützten Intervention in der sozialen Arbeit. Chancen, Ausbildung und pädagogische Relevanz

Title: Potenzial der tiergestützten Intervention in der sozialen Arbeit. Chancen, Ausbildung und pädagogische Relevanz

Research Paper (undergraduate) , 2021 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tobias Schlößer (Author)

Social Work
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Die tiergestützte Intervention, eine neuartige Methode im therapeutischen Umfeld, steht im Mittelpunkt dieser Fallstudie. Trotz ihres hohen Potenzials wird sie oft übersehen, weshalb diese Studie die bedeutenden Chancen und Vorteile, die sie bietet, beleuchtet.

Viele Therapieanbieter sind sich dieser Art der Unterstützung nicht bewusst, was dazu führt, dass ihre zahlreichen Vorteile ungenutzt bleiben. Das Ziel dieser Untersuchung ist es, das Bewusstsein für die tiergestützte Intervention zu erhöhen und ihre Bekanntheit zu steigern. Dies soll Therapieanbietern helfen, ihr Angebotsportfolio zu erweitern, vor allem in Anbetracht der vorhandenen Ausbildungsgänge der EESAT. Ebenso soll die Neugierde auf diese Methode angeregt werden, insbesondere durch ihr exotisches Image. Ein Grundverständnis in der Pädagogik kann dabei als hilfreich angesehen werden, vor allem im Kontext aktivierender Maßnahmen.

Basis der tiergestützten Therapie ist die Beziehungs- und Prozessgestaltung im Beziehungsdreieck von Klienten, Tieren und den Bezugspersonen. Die Tiergestützte Therapie beinhaltet Methoden, bei denen Klienten mit Tieren interagieren, über Tiere kommunizieren oder für Tiere tätig sind. Die Durchführung erfolgt stets zielorientiert anhand einer klaren Prozess- und Themenorientierung unter Berücksichtigung tierethischer Grundsätze mit anschließender Dokumentation und fachlich fundierter Evaluation und Reflexion.

Ziele der tiergestützten Therapie sind unter anderem, die körperlichen, kognitiven und emotionalen Funktionen wiederherzustellen und diese zu erhalten, die Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung von Aktivitäten und Handlungen zu aktivieren und zu fördern, die Einbeziehung in die jeweiligen Lebenssituationen zur Förderung und das subjektive Wohlbefinden zu verbessern.

Damit soll erreicht werden, dass der einzelne Mensch in unterschiedlichen Lebensbereichen seinen Fähigkeiten entsprechend agieren und partizipieren kann. Die spezifischen Ziele der tiergestützten Therapie orientieren sich ausgehend von der Indikationsstellung an Bedürfnissen, Ressourcen und am Störungsbild sowie dem Förderbedarf des jeweiligen Klienten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Fundierung

2.1. Definitionen

2.1.1. Umfang von tiergestützen Therapien

2.1.2. Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD)

2.2. Die Ausgangssituation

2.2.1. Die Person

2.2.2. Die Ressourcen

2.3. Hypothese

3. Der Hintergrund

4. Die Das Vorgehen

4.1. Das gemeinsame Ziel

4.2. Instrument

5. Das Experteninterview

5.1. Inhaltliche Auswertung

5.2. Resultate

6. Die Methodenwahl

6.1. Die Methoden

7. Die Umsetzung

7.1. Der theoretische Teil

7.2. Die praktische Erfahrung

8. Ausblick

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Fallstudie untersucht den allgemeinen Wert und das Potenzial der tiergestützten Intervention in der Sozialen Arbeit. Anhand eines fiktiven Fallbeispiels wird aufgezeigt, wie diese Therapieform zur Desensibilisierung und zur Förderung der Lebensqualität bei Patienten mit psychischen Belastungen beitragen kann.

  • Bedeutung der tiergestützten Intervention für die Soziale Arbeit
  • Anwendung des Konzepts bei posttraumatischen Belastungsstörungen
  • Einsatz strukturierter Methoden (SMART, SWOT, GAP-Analyse)
  • Die Rolle des Therapiehundes als interaktives Medium
  • Förderung der Resilienz und Selbstständigkeit der Klienten

Auszug aus dem Buch

7.2. Die praktische Erfahrung

Nachdem der theoretische Teil mit Frau Z. zusammen durchdacht und geplant wurde, gingen wir nun in die praktische Umsetzung über. Als Handreichung übergaben wir Ihr den Wochenplan, mit samt allen Dokumenten in Kopie, mit. Geplant war eine kurze Eingewöhnungsphase von zwei Wochen, sowohl für Frau Z. als auch für den Hund Brownie. Wir vermittelten Frau Z., Ihr stets als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Die zwei Wochen verliefen reibungslos. Bei unserem ersten Termin bei Frau Z. fiel uns auf, dass die anfängliche Vertrautheit, welche auf eine Bindung hindeutete, zwischen Frau Z. und Brownie mehr gefestigt wurde. Mit dem Einverständnis von Frau Z., stand einer festen Vermittlung des Hundes an sie nichts mehr im Wege. So nahm Frau Z. Brownie mit Freude bei sich auf.

Der erste Termin stand wie vereinbart an einem Montagmorgen an. Wir begaben uns frühzeitig auf den Weg zu Frau Z. und erreichten Sie um 08:50 Uhr, als Zeichen unserer Verbindlichkeit. Frau Z. öffnete uns, in Begleitung von Brownie, die Türe und bot uns als Geste der Höflichkeit einen Kaffee an. Wir waren zunächst ein wenig überrascht, dass Sie uns einfach so hereingebeten hatte. Sie erklärte uns, dass dies an dem Treffen mit uns und den vielen Telefonaten lag. Zudem sei es hilfreich den Hund und Ihren Bruder da zu haben. Im Wohnzimmer erwartete uns Herr Z., welchen Frau Z. als Unterstützung für den ersten Termin dazu gerufen hatte. Es fand ein kurzer Austausch über die vergangenen Wochen statt, über das derzeitige Wohlbefinden und die psychische Verfassung von Frau Z. Schon nach der geplanten Eingewöhnungsphase von zwei Wochen, konnte sie bereits Verbesserungen realisieren. Frau Z. war in der Lage körperlichen Kontakt von Brownie zuzulassen und ihn, bei Wunsch auf Nähe, nicht abzuweisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Beweggründe für die Fallstudie, primär das Aufzeigen der Chancen und das In-den-Fokus-Rücken der tiergestützten Intervention.

2. Theoretische Fundierung: Es werden Definitionen der tiergestützten Therapie nach ESAAT sowie das Störungsbild der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD) erörtert und die Ausgangssituation der Klientin analysiert.

3. Der Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise bei der Erhebung, insbesondere die Durchführung und Auswertung von Experteninterviews zur Validierung des Themas.

4. Die Das Vorgehen: Hier wird der Prozess der Zielsetzung mit der Klientin unter Anwendung der SMART-Formel sowie die Auswahl des Therapiehundes als zentrales Instrument beschrieben.

5. Das Experteninterview: Die inhaltliche Auswertung der Interviews mit Fachkräften liefert Ergebnisse zu Zielgruppen, Krankheitsbildern, geeigneten Tierarten und der Erfolgsrate.

6. Die Methodenwahl: Das Kapitel begründet die Entscheidung für ein individuelles Methodenportfolio, bestehend aus SWOT-Analyse, GAP-Analyse und dem Konzept der vollständigen Handlung.

7. Die Umsetzung: Detaillierte Darstellung der theoretischen Planung und der tatsächlichen praktischen Durchführung des Prozesses mit der Klientin.

8. Ausblick: Es wird die Zukunft der Klientin betrachtet, insbesondere die weitere Vertiefung der Bindung zum Tier und die schrittweise Ablösung von menschlichen Bezugspersonen.

9. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Bestätigung des Mehrwerts der tiergestützten Intervention in der praktischen Anwendung.

Schlüsselwörter

Tiergestützte Intervention, Soziale Arbeit, Posttraumatische Belastungsstörung, Therapiehund, Resilienz, Vulnerabilität, SMART-Formel, SWOT-Analyse, GAP-Analyse, Prozessgestaltung, Individuelles Methodenportfolio, Gesundheitsförderung, Soziale Integration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Wert und dem therapeutischen Nutzen der tiergestützten Intervention im Kontext der Sozialen Arbeit, illustriert an einem fiktiven Fallbeispiel.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Anwendung tiergestützter Methoden bei psychischen Störungen, die Bedeutung der Beziehungsgestaltung zu Tieren sowie die wissenschaftliche Fundierung therapeutischer Prozesse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel besteht darin, die Effektivität und das Potenzial der tiergestützten Intervention bei der Bewältigung von alltäglichen Belastungen und der Förderung der Lebensqualität einer Klientin aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative Vorgehensweise, die Experteninterviews mit einer fallbasierten Anwendung von Methoden wie SWOT-Analyse und Verlaufsdarstellungen kombiniert.

Was ist Gegenstand des Hauptteils?

Im Hauptteil wird der Weg von der theoretischen Fundierung über die Zielvereinbarung bis hin zur konkreten praktischen Umsetzung des Therapieplans mit der Klientin und ihrem Therapiehund aufgezeigt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie tiergestützte Intervention, Resilienz, Vulnerabilitätsschwelle und Prozessoptimierung geprägt.

Welchen Stellenwert nimmt der Hund "Brownie" in der Therapie ein?

Brownie fungiert als zentrales, unterstützendes Medium, das durch seine Anwesenheit und Reziprozität die psychische Stabilität der Klientin fördert, Angstsymptome mindert und als Brücke zur sozialen Interaktion dient.

Wie bewertet die Arbeit die Erfolgsaussichten der tiergestützten Intervention bei der Klientin?

Die Arbeit kommt zu einem positiven Schluss, da die kontinuierliche Dokumentation und Reflexion eine deutliche Verbesserung der Befindlichkeit der Klientin sowie eine erhöhte psychische Stabilität belegen.

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Details

Title
Potenzial der tiergestützten Intervention in der sozialen Arbeit. Chancen, Ausbildung und pädagogische Relevanz
College
(International University of Applied Sciences)
Grade
1,0
Author
Tobias Schlößer (Author)
Publication Year
2021
Pages
30
Catalog Number
V1397945
ISBN (PDF)
9783346945792
ISBN (Book)
9783346945808
Language
German
Tags
Tiergestützte Intervention Therapie Therapieanbieter Chancen EESAT Ausbildungsgänge Aktivierende Maßnahmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Schlößer (Author), 2021, Potenzial der tiergestützten Intervention in der sozialen Arbeit. Chancen, Ausbildung und pädagogische Relevanz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1397945
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