Die Rolle des Quintus Labienus im Kontext des römisch-parthischen Gegensatzes


Hausarbeit, 2021

20 Seiten, Note: 2,0

Tom Kühn (Autor:in)


Inhaltsangabe oder Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit soll die Figur des Labienus genauer unter die Lupe nehmen, um die Ziele seines Feldzuges gegen die römischen Ostarmeen einordnen zu können. Dafür sollen in einem ersten Schritt die römisch-parthischen Beziehungen in den Jahrzehnten zuvor analysiert werden. Der Fokus liegt dabei auf dem Partherfeldzug des Crassus, welcher das Verhältnis der Großmächte nachhaltig prägte. Im zweiten Schritt soll dann Labienus‘ Transformation zum Partherfeldherr, der Ehrentitel parthicus imperator und seine möglichen Ziele analysiert werden, um so zu einer finalen Beurteilung des Feldherren zu kommen. Vor allem Labienus‘ ungewöhnlicher Ehrentitel sorgte bei antiken Autoren und modernen Forscher*innen für Aufsehen und hat das Potenzial neue Erkenntnisse über den vermeintlichen Verräter zu liefern.

Quintus Labienus gilt als eine der exotischsten Figuren, welche die römische Geschichte im 1. Jahrhunderts v. Chr. hervorbrachte. Der Republikaner wurde 43 v. Chr. zu Verhandlungen an den Hof des Partherkönigs Orodes II. geschickt, wo er nach der Schlacht von Philippi, die mit der Niederlage der Caesarmörder endete, aufgrund der politischen Verhältnisse zunächst festsaß. Ab 41 v. Chr. startete er gemeinsam mit Königssohn Pacorus einen zu Beginn erfolgreichen Feldzug gegen die Römer.

Der ungewöhnliche Feldherr sorgte bereits bei antiken Kommentatoren für Verwunderung und Entsetzen, und stellt auch die moderne Altertumsforschung vor Schwierigkeiten bei der Beurteilung seiner Person. Die Bandbreite der Einordnungsversuche könnte nicht vielfältiger sein: Es gibt sowohl Forscher*innen, die Labienus als Verräter Roms sehen, als auch Forscher*innen, die die Meinung vertreten, dass er bis zum Schluss die
republikanischen Ideale hochgehalten hat.

Zu den bedeutenden römischen Geschichtsschreibern, die über das Partherreich berichteten, zählen Strabon, Tacitus, Cassius Dio und Plutarch. Cassius Dio gilt als besonders wertvolle Quelle, die den Zeitraum vom ersten Kontakt der Römer und Parther bis zum Untergang des Partherreiches abdeckt. Auch über die Rolle der Parther in den römischen Bürgerkriegen erfährt man in der griechisch-lateinischen Historiographie. Dabei muss beachtet werden, dass wir hier stets die römische Perspektive auf ein fremdes Reich analysieren.

Details

Titel
Die Rolle des Quintus Labienus im Kontext des römisch-parthischen Gegensatzes
Hochschule
Universität Mannheim  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Proseminar Das zweite Triumvirat
Note
2,0
Autor
Jahr
2021
Seiten
20
Katalognummer
V1398013
ISBN (eBook)
9783346944962
ISBN (Buch)
9783346944979
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zweites, Triumvirat, Augustus, Antonius, Lepidus, Römische Republik, Quintus, Labienus, Rom, Parthien, römisch-parthischer Gegensatz, Feldherr, Erstes Triumvirat, Caesar, Pompeius, Crassus, Kaiserzeit, Octavian, Kleopatra, Ägypten, Osten, Krieg, Partherreich, Carrhae, Bürgerkrieg, Republikaner, Optimaten, Popularen, Cassius Dio, Cicero, Plutarch, Strabon, Tacitus, Großmacht, Arsakiden, Quintus Labienus, Syrien, Philippi
Arbeit zitieren
Tom Kühn (Autor:in), 2021, Die Rolle des Quintus Labienus im Kontext des römisch-parthischen Gegensatzes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1398013

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