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Konrad Fiedler - Der Wahrnehmung auf der Spur

Título: Konrad Fiedler - Der Wahrnehmung auf der Spur

Trabajo Escrito , 2006 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Franziska Rosenmüller (Autor)

Medios / Comunicación: Teorías, modelos, definiciones
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Eine Einführung
„Die Kunst ist eine Vollzugsform der Wahrnehmungsphilosophie.“ So bringt Lambert Wiesing am Ende seines Resümees über Konrad Fiedler dessen Hauptthese auf den Punkt. Doch was heißt das im Einzelnen? Welchen Beitrag leistet Konrad Fiedler mit seinen Ansichten für die Wahrnehmungsphilosophie?
Durch die Verbindung von Wahrnehmungs- und Kunsttheorie ermöglicht der „Kunstschriftsteller, Mäzen und Kunstsammler“ und Vertreter der formalen Ästhetik einen Blick auf die Wahrnehmungstheorie als künstlerische Tätigkeit und stellt damit den Künstler einem Wissenschaftler gleich.
Ausgehend von Fiedlers Wirklichkeitsverständnis soll hier versucht werden, seinem und dem Argumentationsstrang anderer Theoretiker zu folgen, um einer Aufgabe der Kunst nahezukommen, die jenseits von einem bloßen „narrativen und ästhetischen Wert“ angesiedelt werden kann. Vielmehr soll gezeigt werden, wie für Konrad Fiedler die Offenlegung des Sehens als Ausdrucksbewegung unter Zuhilfenahme des Kunstwerkes funktionieren sollte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Eine Einführung

2. Zentrale Thesen Fiedlers im Überblick

2.1 Fiedlers Wirklichkeitsverständnis

2.2 Das Sehen als Ausdrucksbewegung

2.3 Die Rolle der Sprache

2.4 Das Besondere am Gesichtssinn

3. Die Ausdrucksbewegung und ihr Sichtbarwerden im Kunstwerk

3.1 Das Bild als Vollzugsform der Wahrnehmungsphilosophie

3.2 Das Künstlertum als Berufung einer Elite?

3.3 Der Künstler auf verlorenem Posten?

4. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wahrnehmungstheorie von Konrad Fiedler und analysiert, inwiefern das Kunstwerk als ein epistemologisches Instrument fungieren kann, um die unsichtbare "Ausdrucksbewegung" des menschlichen Sehens sichtbar und erforschbar zu machen.

  • Fiedlers Konzept des Sehens als individuelle Ausdrucksbewegung
  • Die kritische Abgrenzung von Sprache gegenüber dem bildnerischen Sehen
  • Die Funktion des Gesichtssinns und die Isolierung der Wahrnehmung im Kunstwerk
  • Die Rolle des Künstlers bei der Objekivierung von Wahrnehmungsprozessen

Auszug aus dem Buch

2.1 Fiedlers Wirklichkeitsverständnis

Um näher auf die Funktion eines Kunstwerkes hinsichtlich der Erforschung der Wahrnehmung, wie Fiedler sie sich vorstellt, eingehen zu können, erscheint es sinnvoll, sich zunächst seiner Auffassung von Wirklichkeit zuzuwenden. Denn bereits in der konsequenten Gegenüberstellung des „Standpunktes des naiven Bewußtseins“ und dem „Zweifel an einem absoluten Sein der Dinge“ liegt der Hinweis auf eine sehr differenzierende Haltung in Bezug auf die Wirklichkeit. Laut Fiedler sind „die Dinge nicht durch ihr bloßes Dasein Gegenstand der Wahrnehmung“, vielmehr empfängt der „menschliche Organismus nur Wirkungen, die er zu Besitztümern des Bewußtseins gestaltet“. So speichert unser Bewusstsein nicht direkt einen Gegenstand, so z. B. einen Baum, den wir sehen, durch die Wahrnehmung, sondern lediglich einen Eindruck davon, der keinesfalls alle Seiten des Objektes erfasst.

Unter dem „naiven Standpunkt“ ist in diesem Zusammenhang der Irrglaube zu verstehen, der Mensch besitze das, „wovon seine Wahrnehmungen abhängig seien“. Fiedler hingegen fordert, „zu begreifen, daß es vielmehr die Wahrnehmung sei, von der unser gesamter Besitz an Wirklichkeit tatsächlich abhängt“. Darauf folgt die „Einsicht, daß wir ein Wirkliches immer nur als Resultat eines Vorganges besitzen können, dessen Schauplatz wir selbst als empfindende, wahrnehmende, vorstellende, denkende Wesen sind“. Indem Fiedler hier ganz klar sein Hauptaugenmerk auf die Wahrnehmung als einen individuellen Vorgang legt, bei dem durch Empfindungen von außen das Wirklichkeitsbild gestaltet werden kann, besteht dem wahrnehmenden Subjekt ganz eigene, autonome Gestaltungsmöglichkeiten zu. Da es demzufolge keine Wirklichkeit unabhängig von der Empfindung geben kann, ist es nicht sinnvoll, ein absolutes Dasein der Dinge anzunehmen. Wahrnehmungen der „Wirklichkeit“ sind vielmehr „Gestaltungen eines psychophysischen Subjekts“, wobei das Subjekt nicht etwas Vorgegebenes auffasst oder determinierte Empfindungen absorbiert, sondern „durch die Wahrnehmung das Wahrgenommene zu dem [macht], was es ist“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Eine Einführung: Diese Einleitung führt in Konrad Fiedlers Wahrnehmungsphilosophie ein und definiert den Anspruch, die künstlerische Tätigkeit als einen wissenschaftlichen Erkenntnisprozess zu betrachten.

2. Zentrale Thesen Fiedlers im Überblick: Hier werden die theoretischen Grundlagen erläutert, wobei insbesondere die Rolle der individuellen Wahrnehmung und die Einschränkungen der Sprache gegenüber dem Sehen hervorgehoben werden.

3. Die Ausdrucksbewegung und ihr Sichtbarwerden im Kunstwerk: Dieses Kapitel untersucht, wie durch die künstlerische Gestaltung und die Isolierung des Gesichtssinns der Wahrnehmungsprozess im Kunstwerk objektiviert und nachvollziehbar wird.

4. Schlussbetrachtungen: Das abschließende Fazit reflektiert die Problematik der Fiedlerschen Theorie und hinterfragt, ob die Suche nach der Wirklichkeit im Kunstwerk letztlich in einem unauflösbaren Kreislauf mündet.

Schlüsselwörter

Konrad Fiedler, Wahrnehmung, Kunsttheorie, Ausdrucksbewegung, Wirklichkeitsverständnis, Gesichtssinn, Erkenntnistheorie, Ästhetik, Wahrnehmungsphilosophie, künstlerische Tätigkeit, Sehen, Subjektivität, Abbildung, Sichtbarkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die kunsttheoretischen und wahrnehmungsphilosophischen Ansätze von Konrad Fiedler, um zu verstehen, wie das Sehen als schöpferischer und individueller Vorgang im Kunstwerk manifestiert wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Autonomie des wahrnehmenden Subjekts, die Bedeutungslosigkeit des Begriffs "objektive Wirklichkeit" in der Wahrnehmung sowie die spezifische Rolle der Kunst bei der Sichtbarmachung subjektiver Weltentwürfe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Fiedler den Prozess der Wahrnehmung als "Ausdrucksbewegung" begreift und ob das Kunstwerk tatsächlich als Instrument dienen kann, um diesen ansonsten verborgenen Prozess wissenschaftlich zu erforschen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche, textanalytische Arbeit, die Fiedlers primäre Schriften sowie die darauf bezugnehmende Forschungsliteratur (wie die von Lambert Wiesing) kritisch gegenüberstellt.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung von Fiedlers Wirklichkeitsverständnis und die anschließende Untersuchung des Kunstwerks als Medium, das die "unsichtbare" Wahrnehmung in eine "sichtbare" Gestalt übersetzt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie "Ausdrucksbewegung", "Wahrnehmungsphilosophie", "Subjektivität des Sehens" und die "Erkenntnisfunktion des Bildes" definieren.

Warum hält Fiedler die Sprache für unzureichend?

Nach Fiedler ist Sprache ein "trügerischer Schein", da sie Begriffe auf die Wahrnehmung anwendet, die die eigentliche, sinnliche und individuelle Erfahrung des Gesehenen bereits wieder verzerren oder verstümmeln.

Wie unterscheidet sich der "Künstler" vom "Durchschnittsindividuum"?

Die Arbeit hinterfragt kritisch, ob Fiedlers Konzept des Künstlers eine elitäre Berufung voraussetzt, da er dem Künstler die Fähigkeit zuschreibt, durch die bewusste Isolierung des Gesichtssinns eine Erkenntnis über die Wahrnehmung zu gewinnen, die dem normalen Betrachter verborgen bleibt.

Was ist das Hauptproblem der von Fiedler postulierten "Isolierung der Sinne"?

Das Hauptproblem liegt darin, dass diese Isolierung ein künstlicher Prozess ist, der zwar das Sehen fokussiert, aber gleichzeitig den Künstler und den Betrachter in einem Interpretationskreislauf gefangen halten könnte, aus dem es kein objektives Entkommen gibt.

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Detalles

Título
Konrad Fiedler - Der Wahrnehmung auf der Spur
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Medienwissenschaft)
Curso
Camera Obscura und Wahrnehmung
Calificación
1,3
Autor
Franziska Rosenmüller (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
16
No. de catálogo
V139831
ISBN (Ebook)
9783640500901
ISBN (Libro)
9783640500789
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wahrnehmung Ästhetik Kunst Wahrnehmungsphilosophie Sehen als Ausdrucksbewegung Konrad Fiedler
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Franziska Rosenmüller (Autor), 2006, Konrad Fiedler - Der Wahrnehmung auf der Spur, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139831
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