Die Ganzschrift - der Kinderroman/ Phantastische Kinder- und Jugendliteratur


Hausarbeit (Hauptseminar), 2002

12 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Gliederung

1. Einleitende Gedanken

2. Phantastische Kinder- und Jugendliteratur

3. Definition im engeren Sinn
3.1 Definition nach Klingberg und Meißner
3.2 Die surreal- komische Erzählung
3.3 Die phantastische Erzählung

4. Definition im weiteren Sinn
4.1 Definition nach Binder und Müller
4.2 Phantastische und realistische Welt bestehen nebeneinander
4.3 Geschichte spielt durchgehend in einer realistischen Welt
4.4 Geschichte spielt nur in einer phantastischen Welt

5. Phantastische KJL als Teil der Phantastik- Definition nach Haas
5.1 Der Begriff „Phantastik“.
5.2 Welcher Ansatz ist sinnvoll?
5.3 Merkmale der Gattung „Phantastische Literatur“

6. Funktion der Phantastischen KJL ( nach Haas und Meißner )

7. Abschließende Gedanken

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitende Gedanken

Phantastische Kinder- und Jugendliteratur... „phantastisch“ im Sinne von „großartig“ oder „unwirklich“ ? So mag das Thema auf den ersten Blick erscheinen. Sicherlich gibt es auch die „nur“ großartige Kinder- und Jugendliteratur oder aber auch die „nur“ unwirkliche Kinder- und Jugendliteratur. Im Folgenden aber soll der Begriff der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur etwas weiter gefasst und betrachtet werden.

Im ersten Teil dieses Referats wurde realistische und die problemorientierte KJL vorgestellt, dieser Teil nun soll den mindestens genauso wichtigen Teil der phantastischen Literatur für Kinder im Sinne von „unwirklich“ abdecken.

An Aktualität hat diese Gattung sicherlich nicht verloren, gerade wenn man die nicht enden wollende Begeisterung der Kinder, Jugendlichen UND Erwachsenen beispielsweise für einen Jungen namens „Harry Potter“ betrachtet- tummeln sich doch die Bücher nun schon seit Wochen auf den Bestseller- Listen. Doch gibt es noch ganz andere, nebenbei schon wesentlich ältere Beispiele für phantastische Kinder- und Jugendliteratur. Ferner lässt sich in der Fachliteratur eine ganze Bandbreite von Definitionen dieser Gattung ( oder auch „Nicht“- Gattung, wie sich bald herausstellen wird ) finden, differieren doch Wissenschaftler in ihrer Merkmalsbeschreibung eindeutig auseinander.

2. Phantastische Kinder- und Jugendliteratur

Die literarische Phantastik hat weniger mit Sprache als mit der dargestellten Welt zu tun, daher ist sie auch vorzugsweise in der erzählenden Literatur vorzufinden. Die Problematik aber ist, was eigentlich genau unter einer „phantastischen“ Erzählung verstanden wird. Diese Frage ist nach wie vor umstritten. Dabei finden sich Definitionen unterschiedlicher Reichweite- zum einen wird in einem sehr weiten, andererseits aber auch wieder in einem sehr engen Rahmen definiert.

Der besondere Typ der „phantastischen Abenteuergeschichte“ wurde erstmals von Anna Krüger im Jahr 1952 aus einer Reihe von Kinderbüchern, bzw. Märchen herausgestellt. Diesen Typ nennt Ruth Koch „phantastische Erzählung“ und definiert diese 1959 als eine Erzählung, in denen Wunderwelt und Wirklichkeit in einem oft merkwürdigen Gegensatz nebeneinander existieren, was im Unterschied zum Märchen steht, in dem alle Figuren einem sogenannten „Wunderland“ angehören. Beispiele hierfür wären etwa Pippi Langstrumpf oder auch Mary Poppins.[1]

In den letzten 20 Jahren gab es drei generelle Definitionsansätze, die im Folgenden nun erläutert werden sollen.

3. Definition im engeren Sinn

Wie eng eine wissenschaftliche Definition gefasst sein kann, zeigt der Ansatz von Klingberg und Meißner.

3.1 Definition nach Klingberg und Meißner

Einige sehr frühe bekannte Motive dieser Gattung finden sich beispielsweise in Heinrich Hofmanns „Der Struwwelpeter“ ( 1845 ) oder in E.T.A. Hoffmanns „Das Märchen von der harten Nuß“ ( 1816 ). Nach Klingberg und Meißner gehören nur die Texte zur phantastischen Kinder- und Jugendliteratur, in denen „ „eine realistische und eine phantastische Welt nebeneinander stehen““[2]

Auch die Literatur, die nur in einer phantastischen, meist mythischen Welt spielt, wird ausgegrenzt.

Dabei gab es zwei Entwicklungslinien, zum einen die surreal- komische Erzählung und zum anderen die phantastische Erzählung.

[...]


[1] vgl. Reiner Tabbert, „Phantastische Kinder- und Jugendliteratur“ in Lange, G. / Steffens, W. (Hrsg.): Taschenbuch der Kinder- und Jugendliteratur, Baltmannsweiler, Schneider 2000, Band 2, S. 188

[2] Lange, G. „Phantastische Kinder- und Jugendliteratur“ in Lange, G. u.a.: Textarten- didaktisch, Baltmannsweiler, Schneider 1993, S. 113

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Die Ganzschrift - der Kinderroman/ Phantastische Kinder- und Jugendliteratur
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur)
Veranstaltung
Leseförderung im Deutschunterricht der Grundschule
Note
2,0
Autor
Jahr
2002
Seiten
12
Katalognummer
V13986
ISBN (eBook)
9783638195003
Dateigröße
522 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ganzschrift, Kinderroman/, Phantastische, Kinder-, Jugendliteratur, Leseförderung, Deutschunterricht, Grundschule
Arbeit zitieren
Sigrid Opl (Autor), 2002, Die Ganzschrift - der Kinderroman/ Phantastische Kinder- und Jugendliteratur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13986

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