Inhaltsverzeichnis der Arbeit:
1. Allgemeines zum Thema Wetteifer und Wettkampf
1.1 Klärung der Begrifflichkeiten
1.2 Funktionen sportlicher Wettkämpfe
1.3 Leistung und Wettkampf
1.4Wertewandel
1.5 Einige Positionen zu Wetteifer und Wettkampf
2. Wettkampf in der Schule
2.1 Schwierigkeiten von Wettkämpfen
2.2 Argumente gegen Wettkämpfen in der Schule
2.3 Argumente für Wettkämpfen in der Schule
2.4 Probleme des Wettkämpfens in der Schule
2.5 Alternative Wettkampfformen
2.6 Was ist „gutes Wettkämpfen“?
2.7 Ist Wettkämpfen Jungensache? Probleme, die sich in der Koedukation ergeben können
3.Literaturverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeines zum Thema Wetteifer und Wettkampf
1.1 Klärung der Begrifflichkeiten
1.2 Funktionen sportlicher Wettkämpfe
1.3 Leistung und Wettkampf
1.4 Wertewandel
1.5 Einige Positionen zu Wetteifer und Wettkampf
2. Wettkampf in der Schule
2.1 Schwierigkeiten von Wettkämpfen
2.2 Argumente gegen Wettkämpfen in der Schule
2.3 Argumente für Wettkämpfen in der Schule
2.4 Probleme des Wettkämpfens in der Schule
2.5 Alternative Wettkampfformen
2.6 Was ist „gutes Wettkämpfen“?
2.7 Ist Wettkämpfen Jungensache? Probleme, die sich in der Koedukation ergeben können
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die pädagogische Bedeutung und Problematik von Wetteifer und Wettkampf im schulischen Sportunterricht, um Ansätze für eine reflektierte und zielgerichtete Integration dieser Elemente zu finden.
- Begriffsbestimmung von Wetteifer und Wettkampf
- Funktionen und gesellschaftliche Bedeutung des Wettkampfsports
- Pädagogische Herausforderungen im Schulsport
- Vorstellung alternativer Wettkampfformen
- Gender-Problematik und Koedukation im Sportunterricht
Auszug aus dem Buch
1.1 Klärung der Begrifflichkeiten
Zunächst einmal möchten wir zwei Definitionen zum Begriff „Wettkampf“ vorstellen. Hierzu ist es vorab allerdings notwendig, sich kurz über den Ursprung des Wettbewerbs klar zu werden. Dieser wird folgendermaßen beschrieben:
Der Wettbewerb auf der Basis von Körperübungen ist eine Erscheinung der Menschheitsgeschichte von den Anfängen körperlicher Wettkämpfe (Ringen, Ballspiele) und der Tanzkunst in der voll entfalteten Urgesellschaft (5000-2000 v. u. Z.) bis zu den mannigfaltigen Wettkampfsystemen vieler Sportarten an der Schwelle zum 21.Jahrhundert.1
Hierin wird schnell deutlich, welch feste Verankerung der Wettbewerb in der Gesellschaft schon immer hatte und natürlich auch heute noch hat. Nun aber zur ersten Definition des etwas abweichenden Wortes „Wettkampf“:
Leistungsvergleich, der auf der Grundlage der Wettkampfordnung und der Wettkampfbestimmungen einer Sportart zwischen Sportlern/Sportlerinnen bzw. Mannschaften mit dem Ziel ausgetragen wird, höchste sportliche Leistungen bzw. den Sieg zu erreichen und einer Ranfolge der Platzierten zu ermitteln.2
Schaut man sich diese Definition etwas genauer an und berücksichtigt dabei, in welchem Werk sie zu finden ist (Trainingswissenschaft), so stellt man fest, dass der Fokus auf den Begriffen Leistung und Sieg liegt. Dies ist keinesfalls in jeder Definition der Fall, was ein Blick in das Sportwissenschaftliche Lexikon beweist:
W. bezeichnet im Sport eine unter der Maxime der Chancengleichheit vorab geregelte Auseinadersetzung zwischen Individuen [...] oder Nationen um einen ideellen symbolischen oder materiellen Wert, den in der Regel nur eine der wettkämpfenden Parteien gewinnen kann. Der Begriff W. (aus Wette: ‚Pfand, Einsatz, Ersatz’ und Kampf ‚Zweikampf, Kampfspiel, Wettstreit’, aus lat. campus ‚Schlachtfeld’ entlehnt) begegnet in allen Bereichen des öffentl. und privaten Lebens, wenn es um Leistungsvergleich und Gewinn [...] geht.3
Zusammenfassung der Kapitel
1. Allgemeines zum Thema Wetteifer und Wettkampf: Definition und historische Einordnung der Begriffe Wettkampf und Wetteifer sowie deren Funktionen im Sport.
1.1 Klärung der Begrifflichkeiten: Theoretische Herleitung und Abgrenzung der Begriffe Wettkampf und Wetteifer anhand sportwissenschaftlicher Definitionen.
1.2 Funktionen sportlicher Wettkämpfe: Analyse der sechs zentralen Funktionen sportlicher Wettkämpfe, darunter die politische, erzieherische und leistungssteigernde Funktion.
1.3 Leistung und Wettkampf: Untersuchung der anthropologischen Bedeutung von Leistung und Wettkampf sowie deren Rolle im Sportunterricht.
1.4 Wertewandel: Darstellung des gesellschaftlichen Wertewandels und dessen Auswirkungen auf das sportliche Leistungsmotiv.
1.5 Einige Positionen zu Wetteifer und Wettkampf: Historischer Rückblick auf die Einstellung zum Wetteifer von der Antike bis zum Reformpädagogen Herman Nohl.
2. Wettkampf in der Schule: Einleitung in die sportpädagogische Herausforderung, Wettkämpfe als Bestandteil des Schulsports sinnvoll zu integrieren.
2.1 Schwierigkeiten von Wettkämpfen: Diskussion der Probleme, die durch unhinterfragte Wettkampfsituationen im Sportunterricht entstehen.
2.2 Argumente gegen Wettkämpfen in der Schule: Darstellung der Kritikpunkte, insbesondere bezüglich mangelnder pädagogischer Ziele und Konkurrenzdruck.
2.3 Argumente für Wettkämpfen in der Schule: Erörterung der positiven Aspekte, wie die Vorbereitung auf eine wettbewerbsorientierte Gesellschaft und die Förderung der Sozialkompetenz.
2.4 Probleme des Wettkämpfens in der Schule: Analyse spezifischer Probleme im Schulkontext, etwa durch fehlende homogene Leistungsgruppen.
2.5 Alternative Wettkampfformen: Vorstellung von Modellen wie Kräfteausgleich oder relativer Leistung zur Einbindung schwächerer Schüler.
2.6 Was ist „gutes Wettkämpfen“?: Definition von Kriterien für pädagogisch wertvolle Wettkampfformen im Schulsport.
2.7 Ist Wettkämpfen Jungensache? Probleme, die sich in der Koedukation ergeben können: Untersuchung geschlechtsspezifischer Differenzen und der Problematik der Wettkampforientierung im koedukativen Sportunterricht.
Schlüsselwörter
Wettkampf, Wetteifer, Schulsport, Sportpädagogik, Leistungsvergleich, Chancengleichheit, Sozialverhalten, Koedukation, Leistungssport, alternative Wettkampfformen, Fairness, erlebnisorientiert, Aggressionsabbau, Körperübungen, Wertewandel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Relevanz von Wetteifer und Wettkampf im schulischen Sportunterricht und untersucht, wie diese als Bestandteile des Unterrichts reflektiert eingesetzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Begriffsklärung, die Funktionen von Wettkämpfen, die pädagogische Debatte um Konkurrenz im Schulsport sowie die Berücksichtigung von Geschlechteraspekten bei der Wettkampfdurchführung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Schwierigkeiten des Wettkämpfens im Schulsport zu identifizieren und Wege aufzuzeigen, wie Wettkämpfe durch pädagogische Reflexion sinnvoll gestaltet werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse sportpädagogischer Fachliteratur, Erziehungstheorien und sportwissenschaftlicher Lexika basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Grundlegung zum Wettkampf und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der schulpraktischen Anwendung, inklusive der Problematisierung und Lösungsvorschlägen für verschiedene Wettkampfformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Schulsport, Wettkampfpädagogik, Chancengleichheit, Koedukation und alternative Wettkampfformen geprägt.
Wie gehen Lehrer laut Text am besten mit Konflikten bei Wettkämpfen um?
Der Text empfiehlt, Konflikte nicht durch das Unterdrücken von Wettkämpfen zu vermeiden, sondern sie bewusst zum Gegenstand des Unterrichts zu machen und gemeinsam mit den Schülern nach Ursachen und Lösungen zu suchen.
Warum wird im Text das Konzept der „New Games“ kritisch betrachtet?
Das Konzept der „New Games“ wird kritisch gesehen, da durch den völligen Verzicht auf Wettkampf das zentrale Interesse vieler Jugendlicher am Sport verloren gehen kann, was zu Demotivation und Langeweile führen kann.
- Quote paper
- Johannes Vees (Author), 2009, Wetteifer und Wettkampf im Sportunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139873