Diese Arbeit dient als Einführung in das Thema: Total Quality Management als Qualitätsphilosophie. Dabei konzentriert sich die Arbeit darauf den größeren Rahmen, das Big Picture, dieses Themas darzustellen.
Wie ist TQM entstanden, wieso gibt es TQM und was sind die Kernpunkte davon?
Es wird vor allem die historische Entwicklung und das 14-Punkte-Programm von Deming erläutert, welches Kernpunkte des TQMs wiedergibt.
Ich stelle diese Arbeit hier zur Verfügung, da ich selber Schwierigkeiten hatte eine Abhandlung des Themas in dieser Form zu finden. Adequate Quellen, die ich nach intensiver Recherche auffand und genutzt werden können, sind in der Arbeit selbstverständlich angeführt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Begriff Total Quality Management
3. Historische Entwicklung
3.1 Inspektion – frühes 19. Jahrhundert
3.2 Statistische Qualitätskontrolle
3.3 Qualität als Philosophie
4. Deming-14-Punkte-Programm
4.1 Beständigkeit der Unternehmenszielsetzung
4.2 Neue Haltung zu Qualität
4.3 Proaktive Qualitätssicherung
4.4 Partnerschaftliche Lieferantenbeziehungen auf Qualität abgezielt
4.5 Ständige Verbesserung aller Systeme
4.6 Bewusstsein der Mitarbeiter bzgl. der Wertschöpfungskette
4.7 Kooperativer Führungsstil
4.8 Das richtige Arbeitsklima
4.9 Beseitigung organisatorischer Barrieren
4.10 Das gute Beispiel und Methoden statt Slogans, Aufrufe und Ermahnungen
4.11 Beseitigung von exakt definierten Zielen
4.12 Anerkennung und Stolz der Mitarbeiter ermöglichen und fördern
5. Resumé
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über das Total Quality Management (TQM). Sie untersucht die historische Genese der Qualitätsphilosophie und analysiert das 14-Punkte-Programm von W. Edward Deming als essenzielles Instrument für die nachhaltige Prozessoptimierung und Wettbewerbsfähigkeit.
- Historische Entwicklung der Qualitätskontrolle und -philosophie
- Analyse der drei Ansätze von Qualität (produkt-, anwender- und prozessbezogen)
- Detaillierte Vorstellung des Deming-14-Punkte-Programms
- Kritische Beleuchtung der kulturellen Adaption von TQM
- Bedeutung der Führungskultur für den Qualitätsgedanken
Auszug aus dem Buch
3.3 Qualität als Philosophie
In den 50er- und 60er-Jahren herrschte in Amerika der Nachkriegsboom. Die meisten Unternehmen fanden sich in einem Anbietermarkt vor. Qualität spielte daher eine untergeordnete Rolle und so wurde Wirtschaftswissenschaftlern wie Deming und Joseph M. Juran, die sich intensiv mit dem Thema Qualität befassten, kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Sie gingen deshalb nach Japan. um unter Anderem als Berater von Toyota ihre Ideen verwirklicht zu sehen.
Das kriegszerstörte Japan erkannte seine Schwächen: kaum gebildete Arbeitskräfte und der Ruf des billigen Imitators. Zudem musste das rohstoffarme Land viel importieren. Qualität bedeutete nicht nur bessere, wettbewerbsfähige Produkte zu produzieren und mit mehr Gewinn zu verkaufen, sondern auch effizient mit Rohstoffen umzugehen und Ausschuss und damit Kosten zu vermeiden. Der Effekt von Qualitätsverbesserung kann anhand der Reaktionskette Demings veranschaulicht werden. So führt sie letztlich zu höherem Gewinn (Return on Investment).
Total Quality Management entwickelte sich mehr und mehr zur Philosophie. Das japanische Kaizen wurde einer der zentralen Gedanken. Kai bedeutet auf japanisch „Veränderung“ und Zen wird übersetzt mit „zum Besseren“. Man versteht darunter den Gedanken der kontinuierlichen Qualitätssteigerung durch die Vielzahl von Detailverbesesrungen aller Mitarbeiter, anstatt durch eine große Innovation. In der Tierwelt wird uns dieser Effekt auf beeindruckender Weise veranschaulicht anhand von Termiten. Die reiskorngroßen Lebewesen bauen die größten Bauten der Tierwelt, indem Millionen von Ihnen Hölzchen für Hölzchen aufeinanderlegen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Relevanz von TQM ein und definiert das Ziel, die Entwicklung sowie das Deming-Programm zu erläutern.
2. Der Begriff Total Quality Management: Hier werden die drei Kernansätze – produkt-, anwender- und prozessbezogen – zur Definition von Qualität theoretisch hergeleitet.
3. Historische Entwicklung: Das Kapitel gliedert die TQM-Geschichte in die Phasen Inspektion, statistische Kontrolle und die moderne Qualitätsphilosophie.
4. Deming-14-Punkte-Programm: Dieses Kapitel erläutert detailliert die 14 Forderungen Demings für ein erfolgreiches Qualitätsmanagement im Unternehmen.
5. Resumé: Das Resumé reflektiert kritisch die Anwendung von TQM in unterschiedlichen kulturellen Kontexten und die Bedeutung der Unternehmenskultur.
Schlüsselwörter
Total Quality Management, TQM, W. Edward Deming, Qualitätsphilosophie, Kaizen, Qualitätskontrolle, Prozessverbesserung, Unternehmenskultur, Kundenzufriedenheit, Wertschöpfungskette, Prozessgestaltung, Japanisches Management, Effizienz, Führungskultur, Wettbewerbsfähigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit Total Quality Management (TQM) als umfassende Qualitätsphilosophie sowie mit der historischen Entwicklung und dem spezifischen 14-Punkte-Programm von W. Edward Deming.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören die Definition von Qualität, die drei historischen Phasen des Qualitätsmanagements und die praktische Umsetzung der 14 Punkte in Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen Überblick über TQM zu geben, die historischen Hintergründe zu beleuchten und das Programm von Deming in seiner Bedeutung für moderne Unternehmen kritisch zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und historische Betrachtung, um die Entwicklung des TQM-Gedankens nachzuvollziehen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Qualitätskontrolle sowie eine detaillierte Ausarbeitung jedes einzelnen der 14 Punkte von Deming.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind TQM, Kaizen, kontinuierliche Verbesserung, Prozessqualität und die Rolle der Unternehmensführung.
Wie bewertet der Autor den Erfolg des TQM in westlichen Unternehmen?
Der Autor stellt fest, dass westliche Unternehmen bei der Umsetzung der kooperativen Zielsetzung Schwierigkeiten haben, da kulturelle Unterschiede und starre Strukturen die autonome Selbsteinbringung der Mitarbeiter hemmen.
Warum ist das 11. Programm von Deming als revolutionär einzustufen?
Es widerspricht dem verbreiteten "Management by Objectives", da Deming exakt definierte, numerische Ziele als hinderlich für wahre Qualität und Produktivität betrachtet.
- Quote paper
- Martin Möller (Author), 2009, Total Quality Management (TQM) als Qualitätsphilosophie , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139875