Einleitung
Die 1813 gegründete Hessische Landesbibliothek Wiesbaden befindet sich in der Rheinstrasse 55-57 in Wiesbaden und ist eine Ausleihbibliothek für circa 2 Millionen Einwohner der Region.
Sie ist eine „öffentliche wissenschaftliche Universalbibliothek und dient der Forschung, der Lehre und dem Studium, der beruflichen Arbeit, der Fortbildung und dem allgemeinen Bildungsinteresse. Des weiteren hat sie das Pflichtexemplarrecht in den Landkreisen Hochtaunuskreis, Lahn-Dill-Kreis, Limburg-Weilburg, Mainz-Kinzig-Kreis, Main-Taunus-Kreis, Rheingau-Taunus-Kreis und in der Stadt Wiesbaden und ist Ausbildungsbibliothek für den mittleren, gehobenen und höheren Bibliotheksdienst.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Benutzer
Bestände
Sammelgebiete
Personal
Ausgaben
Geschichte
Kataloge
Gebäude
Regionale Dienstleistungen
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen detaillierten Überblick über die Hessische Landesbibliothek in Wiesbaden. Ziel ist es, die historische Entwicklung, die organisatorische Struktur sowie die aktuellen Bestände und Dienstleistungen dieser wissenschaftlichen Universalbibliothek umfassend darzustellen.
- Historische Entwicklung der Bibliothek seit 1730
- Struktur der Bestände und Sondersammlungen
- Personalstruktur und Ausbildungsangebote
- Finanzielle Aspekte und Investitionsschwerpunkte
- Katalogsysteme und technologische Infrastruktur
- Regionale Serviceleistungen und kulturelles Engagement
Auszug aus dem Buch
Geschichte
Die Geschichte der Hessischen Landesbibliothek in Wiesbaden beginnt 1730 damit, das die Vormundschaftsregentin Charlotte Amalie von Nassau-Usingen die private Büchersammlung von Franz von Saint George erwirbt und eine verwaltungsinterne Regierungsbibliothek für die Beamten des Fürstentums Nassau-Usingen einrichtet. Seit 1803 erhält die Bibliothek, die mittlerweile nach Wiesbaden in das alte Schloss verlegt wurde, im Zuge der Säkularisation erheblichen Zuwachs aus den Klosterbibliotheken des Umlands. Öffentlich zugängig wird die Bibliothek dann 1813 gemacht und erhält in diesem Sinn den Rang und Namen einer „Herzoglich Nassauischen Öffentlichen Bibliothek“.
Sie soll nun zur zentralen Staatsbibliothek ausgebaut werden. Zwischen 1803 und 1830 findet ein Prozess der Auflösung von Klosterbibliotheken statt. Die beiden ersten Bibliothekare der HLB, Helfrich Bernhard Hundeshagen, Bibliothekar von 1813 bis 1817 und Johannes Ignaz Weizel, als Bibliothekar der HLB von 1821 bis 1837 tätig, verwerten die Büchermassen aus den 18 säkularisierten Klöstern. Aus diversen ehemaligen Regierungsbibliotheken, beispielsweise der Regierungs- und Hofkammerbibliothek Weilburg, der Regierungsbibliothek Dillenburg sowie der Regierungsbibliothek in Hachenburg werden des weiteren bedeutende Buchbestände übernommen.
Umfangreiche Bestände der akademischen Bibliothek der „Hohen Schule zu Herborn“, die 1817 aufgelöst wird, gelangen zwischen 1822 und 1882 in den Besitz der Hessischen Landesbibliothek. Im Jahr 1821, als der Bestand bereits auf 18 000 Bücher angewachsen ist, wird die Bibliothek aus dem engen Regierungsgebäude, dem ehemaligen alten Schloss am Markt in das weiträumigere „Neue Palais“ an der Wilhelmsstraße verlegt. Für die Konzentration und Zentralisierung der Buchbestände spielt diese Handlung eine bedeutende Rolle. Vier Jahre später, 1832 hat sich der Bestand bereits verdoppelt, die Bibliothek kann zu dieser Zeit 36 000 Bände ihr eigen nennen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Vorstellung der Hessischen Landesbibliothek als wissenschaftliche Universalbibliothek und ihre Bedeutung für die Region.
Benutzer: Überblick über die Nutzerzahlen und die Öffnungszeiten der Bibliothek im Jahr 2005.
Bestände: Darstellung der umfangreichen Buchbestände, Handschriften und Zeitschriftenabonnements der Bibliothek.
Sammelgebiete: Beschreibung der allgemeinen Sammelschwerpunkte sowie der speziellen Sondersammlungen wie der Nassovica-Sammlung.
Personal: Aufschlüsselung der Stellenbesetzungen, Qualifikationen der Mitarbeiter und bestehende Ausbildungsmöglichkeiten.
Ausgaben: Analyse der finanziellen Entwicklung des Personaletats und der Investitionen in Medien und Bibliothekseinrichtungen.
Geschichte: Chronologische Darstellung der Entwicklung der Bibliothek von der Regierungsbibliothek zur modernen wissenschaftlichen Einrichtung.
Kataloge: Erläuterung der verschiedenen Katalogarten, von historischen Zettelkatalogen bis hin zu modernen Online-Systemen.
Gebäude: Beschreibung der historischen und aktuellen Standorte sowie der räumlichen Organisation der Bestände.
Regionale Dienstleistungen: Zusammenfassung der Serviceangebote für die Region und die Rolle der Bibliothek bei kulturellen Aktivitäten.
Schlüsselwörter
Hessische Landesbibliothek, Wiesbaden, Universalbibliothek, Bestandsverwaltung, Nassovica, Bibliotheksgeschichte, Säkularisation, Informationsdienst, Bibliothekswesen, Katalogisierung, Bestandsentwicklung, Lesesaal, Kulturförderung, Pflichtexemplar, Regionalbibliotheken
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über Struktur, Historie und Betrieb der Hessischen Landesbibliothek Wiesbaden.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themenfelder umfassen die historische Entwicklung, die Bestandsstruktur, das Personal, die Finanzierung sowie die technische Katalogisierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme der Bibliothek als wissenschaftliche Universalbibliothek und ihre Verankerung in der Region.
Welche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Jahresberichten und Quellen zur Bibliotheksgeschichte basiert.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Im Hauptteil werden neben der Geschichte vor allem die Bestände, die organisatorische Aufstellung und die technologische Entwicklung der Kataloge analysiert.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zentrale Begriffe sind Hessische Landesbibliothek, Bibliotheksgeschichte, Bestandsverwaltung und wissenschaftliche Universalbibliothek.
Welches Ereignis spielte eine zentrale Rolle für den Bestandsaufbau im 19. Jahrhundert?
Die Säkularisation von Klosterbibliotheken ab 1803 führte zu einem massiven Zuwachs an Buchbeständen und bildete ein Fundament der heutigen Sammlung.
Wie hat sich die Rolle der Bibliothek während der preußischen Verwaltung verändert?
In der Zeit unter preußischer Herrschaft verlor die Bibliothek durch unzureichende Mittel und administrative Missstände zeitweise an wissenschaftlicher Bedeutung.
Welche Bedeutung hat das Gebäude in der Rheinstraße für die heutige Arbeit?
Das 1913 eingeweihte Gebäude dient bis heute als Hauptsitz und zentraler Ort für Forschung, Lehre und das allgemeine Bildungsinteresse der Region.
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- Kerstin Emmi Hoffmann (Author), 2007, Die hessische Landesbibliothek in Wiesbaden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139947