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Der Wandel von Weiblichkeitsbildern um 1900 in Arthur Schnitzlers "Traumnovelle"

Titel: Der Wandel von Weiblichkeitsbildern um 1900 in Arthur Schnitzlers "Traumnovelle"

Seminararbeit , 2022 , 16 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit soll untersucht werden, inwiefern Arthur Schnitzlers Traumnovelle das Frauenbild der Wiener Moderne und dessen Wandel thematisiert. Dabei liegt der Fokus vor allem auf der selbstbestimmten Sexualität der Frau um 1900. Im ersten Teil der Arbeit soll der historische Kontext der gängigen Weiblichkeitsbilder untersucht werden. Dazu beschränke ich mich auf die zeitgenössischen Weiblichkeitstypen der Femme fatale, ihrem Gegenbild Femme fragile, sowie auf die Bilder der Femme enfante, Mutter und Ehefrau und der Dirne. Die Auseinandersetzung mit der Thematik erfolgt ausgehend von den Forschungsergebnissen der Sozialgeschichte sowie Gender Studies.

Henrike Walter thematisiert in ihrem Forschungsbeitrag eine der zentralen Problemstellungen, mit der sich diese Hausarbeit im weiteren Verlauf beschäftigt. Sie konstatiert, dass „die Imagination des Weiblichen über eine mehr oder weniger vage konstruierte Typik nicht hinausgeh[e]”. Zur Analyse der Frauenfiguren in Schnitzlers Traumnovelle wird im dritten Kapitel jeder Frau eine der genannten Typisierungen zunächst zugeschrieben. Jene Bezeichnungen sind aber auch mit einem gedanklichen Fragezeichen zu betrachten, da diese Arbeit in Frage stellt, inwieweit die stereotypen Weiblichkeitsbilder überhaupt bestätigt werden.

Abschließend werden die Erkenntnisse aller Kapitel zusammengefasst und die zentrale Frage nach dem Wandel typisierter Weiblichkeitsbilder in der Traumnovelle beantwortet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gesellschaft im Wandel

2.1 Misogynie in Wissenschaft und Literatur

3 Frauenfiguren

3.1 Albertine als Mutter und Ehefrau

3.2 Marianne als Femme fragile

3.3 Mizzi als Dirne

3.4 Pierrete als Femme enfante

3.5 Die Unbekannte als Femme fatale

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ das Frauenbild der Wiener Moderne thematisiert, wobei der Fokus insbesondere auf der selbstbestimmten weiblichen Sexualität um 1900 und dem damit verbundenen Wandel von Geschlechterrollen liegt.

  • Historischer Kontext der Weiblichkeitsbilder um 1900
  • Analyse verschiedener Frauentypen (Femme fatale, Femme fragile, Femme enfante, Mutter/Ehefrau und Dirne)
  • Untersuchung männlicher Projektionen und männlicher Identitätskrisen
  • Dekonstruktion stereotypischer Rollenzuschreibungen

Auszug aus dem Buch

3.5 Unbekannte Frau als Femme fatale

Fridolin war wie trunken, nicht nur von ihr, ihrem duftenden Leib, ihrem rotglühenden Mund nicht nur von der Atmosphäre des Raums, den wollüstigen Geschehnissen, die ihn hier umgaben; - er war berauscht und durstig zugleich von all den Erlebnissen dieser Nacht, deren keines einen Abschluss gehabt hatte; von sich selbst, von seiner Kühnheit, von der Wandlung, die er in sich spürte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach dem Wandel des Frauenbildes in der Traumnovelle vor und führt in die theoretische Basis der Arbeit ein.

2 Gesellschaft im Wandel: Dieses Kapitel skizziert den sozialen und kulturellen Kontext um 1900, der von patriarchalen Strukturen und einem aufkommenden Geschlechterkonflikt geprägt war.

2.1 Misogynie in Wissenschaft und Literatur: Der Abschnitt beleuchtet, wie Wissenschaft und zeitgenössische Literatur durch Dämonisierung und Pathologisierung weibliche Sexualität zu kontrollieren versuchten.

3 Frauenfiguren: Dieses Kapitel dient als Analyseplattform, in der die zentralen Frauenfiguren der Novelle unter Rückgriff auf zeitgenössische Typisierungen betrachtet werden.

3.1 Albertine als Mutter und Ehefrau: Analyse der Schlüsselfigur Albertine, deren Bekenntnis zu eigenem Begehren eine tiefe Krise bei ihrem Ehemann Fridolin auslöst.

3.2 Marianne als Femme fragile: Untersuchung der Figur Marianne als morbides und krankheitsassoziierte Ideal der Femme fragile, die jedoch durch eigenes Begehren aus dieser Rolle bricht.

3.3 Mizzi als Dirne: Betrachtung der Begegnung mit der Dirne Mizzi, an der Fridolin beginnt, menschliche Züge jenseits patriarchaler Klischees zu erkennen.

3.4 Pierrete als Femme enfante: Analyse der als Pierrette verkleideten Tochter des Kostümverleihers, die eine kindliche, aber verführerische Rolle einnimmt.

3.5 Die Unbekannte als Femme fatale: Untersuchung der geheimnisvollen Frau in der Maskengesellschaft, die als vermeintliches Schicksalsobjekt das Bild der Femme fatale bricht.

4 Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Novelle die konstruierten Frauenbilder der Epoche als Ausdruck männlicher Unsicherheit entlarvt.

Schlüsselwörter

Traumnovelle, Arthur Schnitzler, Wiener Moderne, Weiblichkeitsbilder, Femme fatale, Femme fragile, Gender Studies, weibliche Sexualität, Geschlechterkonflikt, Patriarchat, Identitätskrise, Rollenbilder, Literaturanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ im Kontext der gesellschaftlichen Umbrüche um 1900 unter besonderer Berücksichtigung der darin dargestellten Weiblichkeitsbilder.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Weiblichkeit, die Rolle der Frau als Ehefrau oder Verführerin, männliche Ängste und die gesellschaftlichen Moralvorstellungen der Wiener Moderne.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schnitzler durch seine Frauenfiguren stereotype Rollenzuschreibungen und die gängige Dämonisierung weiblicher Sexualität kritisch hinterfragt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Analyse basiert auf Erkenntnissen der Sozialgeschichte und der Gender Studies, um die literarischen Frauenbilder vor einem historischen und soziokulturellen Hintergrund zu deuten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine gesellschaftshistorische Einordnung sowie eine detaillierte Einzelanalyse der Frauenfiguren Albertine, Marianne, Mizzi, Pierrete und der Unbekannten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Femme fatale, Femme fragile, patriarchale Struktur, Emanzipation und das Geschlechterverhältnis um die Jahrhundertwende.

Wie verändert Fridolin seine Sichtweise auf Frauen im Laufe der Handlung?

Fridolin entwickelt sich von einer fixierten, patriarchalen Wahrnehmung hin zu einer reflektierteren Haltung, in der er hinter die stilisierten Fassaden der Frauenfiguren blicken kann.

Warum wird die Bezeichnung „Racheengel“ für die Unbekannte im Fazit abgelehnt?

Die Arbeit argumentiert, dass die Unbekannte gerade nicht die zerstörerische Funktion einer klassischen Femme fatale übernimmt, sondern Fridolin rettet und somit das stereotype Konstrukt dekonstruiert.

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Details

Titel
Der Wandel von Weiblichkeitsbildern um 1900 in Arthur Schnitzlers "Traumnovelle"
Hochschule
Universität Mannheim
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
16
Katalognummer
V1399480
ISBN (PDF)
9783346946065
ISBN (Buch)
9783346946072
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wandel weiblichkeitsbildern arthur schnitzlers traumnovelle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Der Wandel von Weiblichkeitsbildern um 1900 in Arthur Schnitzlers "Traumnovelle", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1399480
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Leseprobe aus  16  Seiten
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