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Sara in der Väterüberlieferung

Titre: Sara in der Väterüberlieferung

Thèse de Bachelor , 2009 , 50 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Shirin Tahmasebi (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Sara ist vielen Menschen als die Frau Abrahams, dem „Vater vieler Völker“ ein Begriff. Abraham gilt, nicht nur im Christentum, sondern auch im Islam und Judentum als Glaubensvorbild. Sara ist somit die Frau eines „berühmten“ Mannes. Eines Mannes, der sich durch sein uneingeschränktes Vertrauen und seinem standhaften Glauben zu Gott auszeichnet.
Die Erzählung von Abraham und Sara ist in Gen 12- 23 überliefert.
In der Forschung werden Gen 12-50 in die folgenden vier Teile gegliedert: Den Abraham-Kreis, den Isaak-Kreis, den Jakob-Kreis und die Josefsgeschichte. Diese Terminologie zeige bereits auf, dass es sich um Männergeschichten handele. Betrachtet man die Kapitel jedoch genauer, so wird deutlich, dass in diesen Geschichten auch Frauen als tragende Figuren der Handlung auftauchen.

In dieser Arbeit soll zunächst unter Punkt 1 ein Überblick darüber gegeben werden, in welchen Kapiteln der Genesis Sara Erwähnung findet, um die Informationen, welche die biblischen Erzähler geben, zusammenzutragen. Es soll der Frage nachgegangen werden, wer Sara war.
Anschließend sollen im zweiten Block Gen 16, 18 und 21 genauer untersucht werden, um ihr Verhalten in diesen Kapiteln kritisch zu beleuchten und somit Rückschlüsse auf ihren Charakter zu ziehen.
Dieser Teil wurde dabei in zwei Abschnitte gegliedert: „Sara als kinderlose Frau“ und „Sara als Mutter“. Die Untersuchung von Gen 16 erfolgt im ersten Teil, die Analyse von Gen 18 und 21 finden sich im zweiten Teil.
Da es den Rahmen dieser Arbeit übersteigen würde, wurde die Untersuchung auf die genannten Kapitel beschränkt. Diese Kapitel eignen sich besonders zur Analyse der Person Saras, da sie in diesen Kapiteln als aktive Handlungsträgerin auftaucht.
Im Fazit werden die errungenen Erkenntnisse dargestellt, um ein abschließendes, zusammenfassendes Bild von Sara zu entwerfen.
Es ist anzumerken, dass in dieser Arbeit die Endgestalt der Abrahamerzählung interpretiert wird und nicht explizit auf die an manchen Stellen voneinander abweichenden Darstellungen Saras eingegangen wird, die sich daraus ergeben, dass es sich bei Gen 12-25 um eine literaturgeschichtlich komplizierten, über drei bis vier Jahrhunderte hin entstandene Komposition handelt. Das bedeutet, dass keine literarkritische oder entstehungsgeschichtliche Überlegungen gemacht werden, da dies den Rahmen dieser Arbeit überschreiten würde.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Wer war Sara?

2 Sara als kinderlose Frau

2.1 Warten auf den verheißenen Nachkommen

2.2 Ein Sohn von der Magd (Gen 16)

2.2.1 Übersetzung

2.2.2 Auslegung

2.2.2.1 Saras Eingreifen in den Plan Gottes?

2.2.2.2 Der Konflikt der Frauen

2.2.2.3 Kritische Betrachtung Saras Verhaltens und Abrahams Reaktion

3 Sara als Mutter

3.1 Das Lachen Saras (Gen 18,1- 15)

3.1.1 Übersetzung

3.1.2 Auslegung

3.2 Die Verstoßung Hagars und Ismaels durch Sara ( Gen 21,8-10)

3.2.1 Übersetzung

3.2.2 Auslegung

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das biblische Bild von Sara, der Ehefrau Abrahams, mit dem Ziel, ihre Rolle als handelnde Person in den Genesis-Erzählungen kritisch zu beleuchten und ihr Handeln in den Kontext der patriarchalischen Gesellschaft des Alten Orients einzuordnen.

  • Die historische und biblische Bedeutung der Person Sara.
  • Die Thematisierung von Unfruchtbarkeit als existenzielle Belastung und erzählerisches Motiv.
  • Die Analyse der Leihmutterschaft und des daraus resultierenden Konflikts zwischen Sara und Hagar.
  • Die Untersuchung der Sohnesverheißung und Saras Lachen als Ausdruck menschlichen Zweifels und Glaubens.
  • Die Bewertung von Saras Handeln bei der Verstoßung von Hagar und Ismael aus historisch-kritischer Sicht.

Auszug aus dem Buch

2.2.2.1 Saras Eingreifen in den Plan Gottes?

Im vorangegangenen Kapitel 15 hat Gott Abraham aufgrund seiner Nachfrage einen Sohn verheißen und ihm den Bund gewährt. Da sich Sara kurz nach dem Bundesschluss und der erneuten Verheißung von Nachkommen dazu entschließt, in den Plan Gottes „einzugreifen“, scheint es offensichtlich, dass sie von der Verheißung Gottes an Abraham nicht informiert gewesen sein dürfte. Die Tatsache, dass die Lebenswelten von Männern und Frauen in der Kultur des Alten Orients stark getrennt waren, scheint dies ebenfalls zu bestärken.

Es könnte sich um eine dramaturgische Erzählfeinheit handeln, dass Sara sich unmittelbar nach einer erneuten Verheißung dazu entschließt, „ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen“, um die Spannung zu erhöhen.

Außerdem ist, wie schon erwähnt, fragwürdig, ob der verheißene Sohn auch Saras leiblicher Abstammung sein wird. Insofern ist Saras Handeln nicht unbedingt als Eingreifen in Gottes Plan zu sehen, sondern entspricht vielmehr Gottes Plan.

Sara sieht sich aufgrund des Ausbleibens von Nachkommen gezwungen zu handeln. Ihr Entschluss durch ihre Magd Hagar zu einem Kind zu kommen, stellt eine Art „Notlösung“ dar. „Da Gott nicht zu handeln scheint, will die unfruchtbare Sara der Verheißung auf die Beine helfen.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, welche die Rolle Saras in den Abrahamserzählungen (Gen 12-23) als eigenständige Handlungsträgerin untersucht und die androzentrische Forschungstradition hinterfragt.

1 Wer war Sara?: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die biblischen Erwähnungen Saras und klärt die Bedeutung ihres Namens sowie ihre familiäre Einordnung im Kontext der Genesis.

2 Sara als kinderlose Frau: Der Abschnitt analysiert die psychologische und gesellschaftliche Belastung Saras durch ihre Kinderlosigkeit im alten Israel und untersucht die Rolle der Unfruchtbarkeit als erzählerisches Motiv.

2.1 Warten auf den verheißenen Nachkommen: Hier wird der gesellschaftliche Kontext der Kinderlosigkeit beleuchtet, wobei die Abhängigkeit der Frau im patriarchalen System des Alten Orients im Vordergrund steht.

2.2 Ein Sohn von der Magd (Gen 16): Dieses Kapitel widmet sich der exegetischen Analyse der Leihmutterschaft und dem darauf folgenden Konflikt zwischen Sara und ihrer Magd Hagar.

3 Sara als Mutter: Dieser Teil behandelt den Wandel von Saras Rolle nach der Verheißung und Geburt Isaaks sowie ihr problematisches Verhältnis zu Ismael und Hagar.

3.1 Das Lachen Saras (Gen 18,1- 15): Untersucht wird Saras Reaktion auf die Ankündigung der Geburt – ihr Lachen – und die Frage, ob dies als Ausdruck von Unglauben oder als menschlich nachvollziehbare Skepsis zu bewerten ist.

3.2 Die Verstoßung Hagars und Ismaels durch Sara ( Gen 21,8-10): Analysiert wird Saras Forderung zur Vertreibung Ismaels, wobei das Handeln kritisch auf seine ethischen und rechtlichen Implikationen hin geprüft wird.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt, dass Sara sowohl als eine dem Ehemann treu ergebene Frau als auch als eine durch soziale Zwänge geprägte, in ihrem Handeln aber stark selbstbestimmte Persönlichkeit gezeichnet wird.

Schlüsselwörter

Sara, Abraham, Hagar, Genesis, Unfruchtbarkeit, Sohnesverheißung, Leihmutterschaft, Ismael, Isaak, Altes Testament, Patriarchat, Frauengeschichte, Exegese, biblische Erzählungen, Glaube und Zweifel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die biblische Figur der Sara in den Abrahamserzählungen der Genesis, um ihre Rolle als aktive und komplexe Protagonistin jenseits ihrer bloßen Identität als Ehefrau Abrahams aufzuzeigen.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Thematik der Kinderlosigkeit im alten Israel, den patriarchalen Gesellschaftsstrukturen, der Erzählung der Leihmutterschaft sowie den theologischen Aspekten von Verheißung und Zweifel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das facettenreiche Bild Saras zu entwerfen, das sowohl ihre Stärken als treue Begleiterin als auch ihre menschlichen Schwächen und den gesellschaftlichen Druck, unter dem sie stand, widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine exegetische Analyse der entsprechenden Genesis-Texte unter Einbeziehung von Kommentaren und weiterführender theologischer Literatur, um Saras Handeln kontextuell einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Sara als kinderlose Frau (insb. die Hagar-Erzählung in Gen 16) und Sara als Mutter (insb. das Lachen in Gen 18 und die Vertreibung in Gen 21).

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation am besten?

Wichtige Begriffe sind Frauengeschichte, patriarchale Strukturen, exegetische Analyse, Unfruchtbarkeit, Sohnesverheißung und die Charakterisierung biblischer Identitäten.

Wie ist Saras Lachen in Kapitel 18 zu interpretieren?

Die Arbeit argumentiert, dass Saras Lachen nicht zwingend als hämische Verhöhnung Gottes zu verstehen ist, sondern als eine zutiefst menschliche Reaktion auf eine biologisch unmöglich erscheinende Verheißung in hohem Alter.

Warum forderte Sara die Vertreibung von Hagar und Ismael?

Die Forderung entspringt aus einer Sichtweise, in der Sara Ismael als Bedrohung für den Status und die Zukunft ihres eigenen Sohnes Isaak innerhalb der Familie und der Erbfolge wahrnahm.

Fin de l'extrait de 50 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Sara in der Väterüberlieferung
Université
University of Göttingen  (Theologische Fakultät)
Note
1,3
Auteur
Shirin Tahmasebi (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
50
N° de catalogue
V139953
ISBN (ebook)
9783640489077
ISBN (Livre)
9783640488827
Langue
allemand
mots-clé
Sara Väterüberlieferung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Shirin Tahmasebi (Auteur), 2009, Sara in der Väterüberlieferung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139953
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Extrait de  50  pages
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