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Die Nutzwertanalyse und ihre Weiterentwicklung

Die Kosten-Nutzen-Analyse

Title: Die Nutzwertanalyse und ihre Weiterentwicklung

Term Paper , 2008 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.Sc. Marcel Demuth (Author), Sebastian Hammer (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Kosten-Nutzen-Analyse
Ursprünglich stammt diese Methode aus dem Bereich der Wirtschaftsökonomie. Dort verwendete man sie mit dem Ziel, die „marktliche und nichtmarktliche Allokationsmechanismen nach dem Kriterium Effizienz zu optimieren.“ Im angelsächsischen Raum trägt diese Methode den Namen „cost-benefit-analysis“ (WORCH 1996, 89ff). Diese Methode ist seit 1969 für alle öffentlichen Maßnahmen in Deutschland vorgeschrieben und daher auch jeweils für die verschiedenen Planungsebenen rechtliche verankert - auf Bundesebene in § 7 Abs. 2 Bundeshaushaltsordnung, auf Länderebene in § 6 Abs. 2 Haushaltsgrundsätzegesetz und auf Ebene der Kommunen in § 10 Abs. 2 der Gemeindehaushaltsordnung (www.laum.uni-hannover.de).
Nutzwertanalyse
Die Nutzwertanalyse ist eine weitere Nutzen-Kosten-Untersuchung. Sie wurde in den USA aus den Ingenieurswissenschaften heraus entwickelt um die in Punkt … genannten Probleme der Kosten-Nutzen-Analyse zu beheben. In Deutschland wird die NWA seit den 70er Jahren verwen-det (SCHOLLES u. a. 2001, S. 231). Sie ist eine „Analyse einer Menge komplexer Handlungsalter-nativen mit dem Zweck, die Elemente dieser Menge entsprechend den Präferenzen des Hand-lungsträgers bezüglich eines multidimensionalen Zielsystems zu ordnen“ (ZANGEMEISTER 1971, S. 45). Die Nutzwertanalyse ist eine Methode zur Alternativenauswahl, indem sie die Höhe des Nutzwertes der Alternativen ausweist (SCHOLLES 2005, S. 101). Sie ermittelt also die Effektivität eines Projekts, sprich den Beitrag einer Maßnahme zu den gegebenen Zielen. Dabei ergibt dich der Gesamtbeitrag aus der Summe der Einzelbeiträge. Die Nethode beruht auf drei Grundannah-men. Zum einen lässt sich der Gesamtzielbeitrag in Einzelziele zerlegen. Zum anderen existiert ein hierarchisches Zielsystem mit Unterzielen und Oberzielen, wobei sich der Beitrag des Unter-ziels zum Oberziel logisch ergibt bzw. abschätzbar ist. Außerdem wird der Beitrag des Projekts auf der untersten Zielebene ermittelt (Indikatorebene) (SCHOLLES u. a. 2001, S. 231). Für die später folgende Beschreibung des Ablaufes der NWA ist es für das Verständnis wichtig, vorher noch ein paar Begrifflichkeiten zu erläutern.

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Inhaltsverzeichnis

1 Kosten-Nutzen-Analyse

1.1 Entstehung und Herkunft

1.2 Zweck

1.3 Definitionen

1.4 Ablauf der Methode

1.5 Beispiel

1.6 Probleme der Methode

1.7 Bedeutung für die Umweltplanung

2 Nutzwertanalyse und ihre Weiterentwicklung

2.1 „Klassische Nutzwertanalyse“

2.1.1 Einleitendes

2.1.2 Begrifflichkeiten

2.1.3 Ablauf der klassischen Nutzwertanalyse (am Bsp.: Ausbau Berliner Innenring)

2.1.4 Probleme der Nutzwertanalyse

2.1.5 Überlegungen zur Weiterentwicklung

2.2 Nutzwertanalyse der 2. Generation

2.2.1 Ablauf der Methode (am Bsp.: Erholungseignung Sauerland)

2.2.2 Probleme der Methode

2.3 Bedeutung der Nutzwertanalyse und ihrer Weiterentwicklung für die Umweltplanung

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Kosten-Nutzen-Analyse sowie die Nutzwertanalyse als zentrale Bewertungsinstrumente in der Raum- und Umweltplanung. Dabei steht die Frage im Fokus, wie diese Methoden zur objektiven Entscheidungsfindung beitragen können, welche methodischen Schwachstellen sie aufweisen und inwiefern Weiterentwicklungen wie die Nutzwertanalyse der 2. Generation die Aussagekraft verbessern.

  • Grundlagen und Entstehung der Kosten-Nutzen-Analyse (KNA)
  • Anwendungsbeispiele, insbesondere im Bereich von Infrastrukturprojekten
  • Systematische Darstellung und kritische Analyse der Nutzwertanalyse (NWA)
  • Vergleich der klassischen NWA mit der NWA der 2. Generation
  • Diskussion der Eignung beider Methoden für die Umweltplanung

Auszug aus dem Buch

1.6 Probleme der Methode

Wie bereits im Beispiel mehrmals ersichtlich, weißt diese Methode verschiedene Probleme auf. Im nun folgenden Abschnitt werden die kritischen Punkte näher betrachte, dabei wird stellenweise Bezug auf das vorangegangene Bespiele genommen.

Ein Problem stellt die Selektivität dar. Je nachdem in welches System das Vorhaben eingeordnet wird, ergeben sich unterschiedliche Wirkungsbereiche und Anzahlen an Indikatoren. Betrachte man eine Maßnahme isoliert bzw. in einem zu kleinen System, wird die Reichweite der Wirkungen unterschätzt. Da dies eine rein politische Entscheidung ist, darf es keinesfalls Gutachtern oder gar dem Vorhabenträger überlassen werden (www.laum.uni-hannover.de).

Ein weiteres Problem stellen Sekundarwirkungen dar. Da es eine Vielzahl von solchen Wirkungen gibt, ist eine Einbeziehung aller häufig sehr schwierig. Manche dieser Wirkungen treten erst sehr lang nach Fertigstellung eines Vorhabens auf. Dieser lange Zeitraum macht nachvollziehbare und realistische Prognosen sehr schwierig. Die kann dazu führen, dass die Folgewirkungen „kreativ“ gestaltet werden können und somit ein hohes Potential für Manipulation gegeben. Je größer der Zeitraum wird, desto weniger durchschaubar und überzeugender werden die Prognosen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Kosten-Nutzen-Analyse: Dieses Kapitel erläutert die wirtschaftswissenschaftlichen Ursprünge der Kosten-Nutzen-Analyse und zeigt deren Anwendung sowie methodische Herausforderungen anhand des Beispiels des Main-Donau-Kanals auf.

2 Nutzwertanalyse und ihre Weiterentwicklung: Hier wird die Nutzwertanalyse als ergänzendes Instrument zur Alternativenauswahl vorgestellt, wobei insbesondere die Unterschiede zwischen der klassischen Variante und der NWA der 2. Generation sowie deren methodische Schwächen analysiert werden.

3 Fazit: Das Fazit fasst die Stärken und Schwächen beider Methoden zusammen und betont, dass die Anwendung dieser Verfahren kritisch zu hinterfragen bleibt, da trotz angestrebter Objektivität oft erhebliche Subjektivität in den Bewertungsprozess einfließt.

Schlüsselwörter

Kosten-Nutzen-Analyse, Nutzwertanalyse, Umweltplanung, Infrastrukturprojekte, Zielsysteme, Zielgewichtung, Wirtschaftlichkeit, Indikatoren, Diskontierung, Schattenpreise, Nutzwert, Sekundärwirkungen, Methodenvergleich, Raumplanung, Bewertungsmethode

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die beiden zentralen Bewertungsmethoden der Raum- und Umweltplanung: die Kosten-Nutzen-Analyse und die Nutzwertanalyse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Methoden, deren praktischen Ablauf anhand von Fallbeispielen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit ihren Vor- und Nachteilen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Nutzen und die Anwendungsgrenzen dieser Instrumente bei der Bewertung öffentlicher Investitionsvorhaben darzustellen und die Weiterentwicklung der Nutzwertanalyse zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und einen methodischen Vergleich unter Einbeziehung spezifischer Fallstudien wie des Berliner Innenrings und des Main-Donau-Kanals.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Kosten-Nutzen-Analyse, die detaillierte Vorstellung der klassischen Nutzwertanalyse sowie deren Weiterentwicklung zur Nutzwertanalyse der 2. Generation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kosten-Nutzen-Analyse, Nutzwertanalyse, Zielsysteme, Umweltplanung und Wirtschaftlichkeit.

Warum ist die Kosten-Nutzen-Analyse bei Infrastrukturprojekten so umstritten?

Die Kritik entzündet sich primär an der Schwierigkeit, ökologische oder soziale Auswirkungen (intangible Kosten) in monetäre Einheiten zu übersetzen, sowie an Manipulationsmöglichkeiten bei der Ergebnisdarstellung.

Was unterscheidet die Nutzwertanalyse der 2. Generation von der klassischen Form?

Sie setzt stärker auf ordinale Skalierungen, eine reduzierte Anzahl an Kriterien und eine schrittweise Aggregation, um die Akzeptanz zu erhöhen und methodische Schwächen der klassischen Form zu beheben.

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Details

Title
Die Nutzwertanalyse und ihre Weiterentwicklung
Subtitle
Die Kosten-Nutzen-Analyse
College
Martin Luther University  (Institut für Geowissenschaften)
Course
Umweltinformation und Umweltbewertung
Grade
1,3
Authors
B.Sc. Marcel Demuth (Author), Sebastian Hammer (Author)
Publication Year
2008
Pages
29
Catalog Number
V139986
ISBN (eBook)
9783640512898
ISBN (Book)
9783640511686
Language
German
Tags
Nutzwertanalyse Nutzwert Planung Thema Nutzwertanalyse Weiterentwicklung Umweltplanung Main-Donau-Kanal NWA Nordrhein-Westfalen cost-benefit-analysis wirtschaftlicher Nutzen statistische Methode öffentliche Investitionsvorhaben
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.Sc. Marcel Demuth (Author), Sebastian Hammer (Author), 2008, Die Nutzwertanalyse und ihre Weiterentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139986
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